Fieser Virus

Es war doch nicht die Kälte der Kirche, in der wir letztes Wochenende waren, die mir eine simple Erkältung beschert hat. Es war ein fieser, kleiner, gemeiner Virus. 👿 Der Husten, den er mitgebracht hat, will einfach nicht weichen. Hustenbonbons beruhigen ganz und gar wunderbar, aber inzwischen wird mir schon beim Anblick der Dinger übel. Außerdem ist mir allmählich langweilig hier zu Hause so ohne Kraft und Energie, irgendetwas zu tun. Die beste Krankheit taugt eben nichts…

Gute Dinge aus meiner eher blöden Woche vom 6. bis 12. Dezember 2018:

  • Mein Arzt, der mich auf eine so nette Art und Weise ausgeschimpft hat, weil ich nicht früher zu ihm gekommen bin. Er hat ja Recht und ohne ihn wüsste ich immer noch nicht, dass ich mir einen Virus eingefangen habe.
  • Ich habe einen ekelhaften Hustensaft verschrieben bekommen, der zumindest zeitweise super hilft. Damit kann ich die meisten Nächte durch schlafen, was zur Genesung sicher beiträgt.
  • Der furchtlose Herr Grillenscheucher, der trotzdem das Wochenende mit mir verbracht und mir die Zeit vertrieben hat. Ein großes Glück, dass er sich nicht angesteckt hat!
  • Der Fleischhändler unserer Wahl auf dem Wochenmarkt hatte so viele leckere Wild-Teile zur Auswahl, dass wir uns kaum entscheiden konnten. Außerdem hat er sich sehr aufmerksam darum gekümmert, dass wir für eine stärkende Hühnersuppe nichts vergaßen zu kaufen.
  • Wir entschieden uns aus der „wilden“ Auswahl für Tafelspitz vom Hirsch – boah, ein Gedicht!
  • Und dann natürlich die Hühnersuppe einen Tag später. Lang gekocht, mit viel Ingwer und Suppennudeln. Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut Essen tun kann.
  • Die zweite Kerze am Adventskranz durfte angezündet werden:

  • Weil es mir am Montag noch nicht gut genug für’s Büro ging, durfte ich mir in der Arztpraxis eine weitere Krankschreibung „ohne Arztkontakt“ abholen. Das hatte mir der Arzt angeboten und ich fand es wirklich angenehm: Dafür musste ich nicht warten und nicht nochmals in die besorgten Arzt-Augen gucken.
  • Herr A., der mir total nette Genesungsmails aus dem Büro schickt.
  • Mein Bruder hatte letzte Woche Geburtstag und die Geburtstagspost von unserer Mutter für ihn ist in meinem Briefkasten gelandet. 😯 Sie hatte die falsche, nämlich meine Postleitzahl auf den Umschlag geschrieben. Dass die Straße nicht dazu passte, scheint vollkommen egal zu sein. Lustigerweise wohnen mein Bruder und ich in der derselben Hausnummer und „nur“ in ganz unterschiedlichen Straßen. Ich habe also die Postleitzahl korrigiert und die Post wieder in den Kasten geworfen. Was überhaupt rein gar nichts genutzt hat! Sie landete wieder in meinem Briefkasten. 😮 Der Postbote hatte offenbar den festen Plan, dass dieser Umschlag zu mir gehört. Was eigentlich insgesamt überhaupt kein gutes Ding ist, aber es ist ein großes Glück, dass diese Post wenigstens bei der Schwester gelandet ist, die sie nun persönlich überbringen kann. Andernfalls wäre sie wahrscheinlich für immer verloren gewesen.
  • Mal wieder hat Amelie mir in meinen Texten rum gepfuscht. Das hatten wir ja kürzlich schon mal. Herr Grillenscheucher hat sich sofort bereit erklärt, sich das Problem am nächsten Tag anzusehen. Er vermutet, dass die externe Maus die Ursache ist. Zum Glück hatte ich meine alte, leicht abgenudelte Maus aufbewahrt, und die macht ihre Arbeit bislang anständig. Hoffentlich bleibt das so!
  • Meine Fußpflegerin hat sich sehr über das kleine Plätzchen-Tütchen gefreut und noch mehr, als sie erfuhr, dass die Plätzchen selbst gebacken sind.
  • Ein schöner Abendhimmel. Wenn es so klar bleibt, gibt es heute vielleicht noch Sternschnuppen zu sehen.

  • In Ermangelung von Musik auf den Ohren auf dem Heimweg gibt es diese Woche noch eins meiner Lieblingsweihnachtslieder. Das Video ist doof, wie ich gerade feststellen musste. Also am besten mit geschlossenen Augen anhören.

Novembernebel

Nebel, Dunkelheit, Müdigkeit. Typisch Herbst ist es also geworden. Die Aussicht vom Balkon ist morgens deprimierend grau und nach Feierabend rabenschwarz. Letzteres lohnt nicht mal ein Foto.

Auf der IKEA-Ideenseite habe ich Tipps für die kalte Jahreszeit gelesen. Die finde ich zwar etwas widersprüchlich, aber durchaus bedenkenswert.

Ein Tipp ist: Ignoriere die Dunkelheit! Das klingt so wunderbar trotzig. 🙂 Zwar halte ich es für nicht sehr zielführend, mit einer flackernden Laterne einen Spaziergang zu machen oder gar den Arbeitsweg anzutreten, aber vielleicht würde eine Taschenlampe tatsächlich helfen, auf den hier sehr unebenen und sehr dunklen Fußwegen weniger zu stolpern.

Ein weiterer Tipp ist: Alles einfach so nehmen, wie es ist. Tja, wenn das immer so einfach wäre… Irgendwie ist der Herbst eben eine Challenge, wie S. mir so schön schrieb, und es gilt jedes Jahr aufs Neue, sich die dunklen Tage hell zu machen.

Meine guten Dinge aus der Woche vom 1. bis 7. November 2018:

  • Mittags, wenn sich der Nebel aufgelöst hat und die Sonne scheinen lässt. Endlich Helligkeit! Dazu ist es zumindest dann fast warm mit 15° C und der Mantel kann auf dem Heimweg offen bleiben.
  • Herr Grillenscheucher hat mir Kartoffelrösti für meine Mittagspausen gemacht, die sehr lecker sind.
  • Meine Erkältung verzieht sich Stück für Stück.
  • Am Wochenende hat Herr Grillenscheucher eine Tarte Normande gebacken und damit sind wir zu L. und S. zum Kaffeetrinken gefahren. Die Tarte war toll und der Nachmittag auch.
  • Olga, die uns zu diesem Treffen brachte und auch wieder zurück. Keine Strecke, die ich üblicherweise fahre, und deshalb war ich ganz begeistert, dass ich den Weg mit Anleitung problemlos fand.
  • Sowieso war es ein Wochenende voller kulinarischer Köstlichkeiten: Entenbrust mit Spitzkohl und Bandnudeln stand sozusagen im Gegensatz zu Grützwurst mit Kartoffelpüree und Apfelmus. Und dazwischen gab’s die Tarte. Man braucht ja ein bisschen Polsterung gegen die Kälte. 😉
  • Musik! Gerade höre ich auf meinem Heimweg Billy Joel, mit dessen Songs ich so unglaublich viele Erinnerungen verbinde. (Leider kann ich viel zu viele davon mitsingen, was in der U-Bahn nicht sooo gut kommt. 😉 ) Welcher mein liebster ist, kann ich gar nicht sagen. Das ist sehr stimmungsabhängig. Aber einer, den ich immer total gern höre, ist dieser:

  • Gekühlte Rubinette-Äpfel! Für mich haben sie genau die richtige Mischung aus süß und sauer. Sie sind wunderbar saftig und außerdem klein genug, dass ich nicht nach der Hälfte schon satt bin. Und seit Spritta, der Apfelschneider, in meinem Büro wohnt, esse ich tatsächlich jeden Tag einen Apfel. (Allerdings muss ich zu Spritta anmerken, dass das Teilen von saftigen Äpfeln damit ziemlich spritzt. Es ist keine gute Idee, das kurz vor einem wichtigen Termin zu versuchen…)
  • Eine Sitzung mit meinem Ex-Chef, die richtig gut war, was vor allem an ihm lag. Endlich jemand, der das Thema, um das es ging, ernst nimmt und dessen Komplexität nicht abstreitet.
  • Auf dem Wochenmarkt habe ich herrlich weiche Tannenzweige zum Abdecken der Erde von den Balkonpflanzen gekauft. Der Plan war, sie am kommenden Wochenende in den Töpfen und Kästen zu verteilen. Weil die Wettervorhersage fürs Wochenende hartnäckig von Regen spricht, habe ich mich doch heute in der abendlichen Dunkelheit damit beschäftigt. Auch dieser Teil der Wintervorbereitung ist damit weitgehend erledigt und das gibt drei Fleiß-Sternchen dafür, dass es im Dunkeln echt doof war. Ich hoffe auf trockene Momente im Hellen am Wochenende, um vielleicht hier und da noch nachzubessern.
  • Ich durfte wieder Bücher kaufen, weil der SUB auf einen gefährlichen Tiefstand gefallen ist. Ein paar habe ich vorbestellt und weitere zwei beim Stöbern im Buchladen gefunden. Das macht mich immer sehr glücklich.

 

Winterzeit

Am Wochenende war es wieder so weit: Die Uhren mussten auf die Winterzeit zurück gestellt werden. Hach, was wäre ich dankbar, wenn dieses Elend endlich ein Ende hätte! Mich bringt das jedes Mal total durcheinander. Aber da sich die EU-Länder derart uneins sind, ob sie die Umstellung weiter wollen und wenn nicht, welche Zeit – Sommer- oder Winterzeit – sie zukünftig einführen wollen, wage ich nicht mehr, darauf zu hoffen.

Meine guten Dinge aus der Woche vom 25. bis 31. Oktober 2018:

  • Eine wunderschöne Postkarte von E. aus ihrem längst vergangenen Urlaub auf Kreta fand den Weg in meinen Briefkasten.
  • Amelie hat aus ebenso plötzlich und unerwartet damit aufgehört, selbstständig Worte in meine Texte einzufügen, wie sie damit angefangen hat. Der Spuk ist vorbei, juchuh.
  • Ein gutes Gespräch mit meiner Vorturnerin über meine aktuelle berufliche Situation. Sie hat verstanden, was mich umtreibt, und will versuchen, die Dinge zu klären. Die Hoffnung stirbt zuletzt…
  • Schöne Abende mit vielen Gesprächen am Wochenende mit Herrn Grillenscheucher. Dazu gab’s Musik von Ed Sheeran von einer CD, die ich kürzlich tatsächlich bei Aldi fand. Darauf ist auch einer der schönsten Hochzeitswalzer, die ich kenne:

  • Die Erkältung hat mich doch noch beschlagnahmt. Es tat gut, zu Hause zu bleiben und nur zwischen Bett und Sofa wählen zu müssen.
  • Viel Schlaf und zwischendurch Pfefferminztee.
  • Das Gefühl, wieder frei durch die Nase atmen zu können. 😉
  • Mein aktuelles Buch „Schlafen werden wir später“ von Zsuzsa Bánk. Es ist ein Mail-Verkehr von zwei Freundinnen voller Wortschwelgereien. Ganz und gar wundervoll zu lesen.
  • Bei Aldi Nord gibt es diese Woche wieder Matratzen im Angebot. Die letzten, die sie im Frühling anboten, hatten super Testergebnisse. Da ist die Wahrscheinlichkeit doch recht hoch, dass das neue Angebot nicht erheblich schlechter ist. Herr Grillenscheucher hat gleich am Montag zugeschlagen und ist total begeistert.
  • Unser neuer Feiertag, der Reformationstag. Oh, ist es wunderbar, heute mitten in der Woche einen Tag frei zu haben!
  • Und so schön blau präsentierte sich der Himmel heute Mittag:

Herrn Grillenscheuchers Balkonien

Das lange Pfingstwochenende wartete mit superduper Sonnenschein-Wetter auf und Herr Grillenscheucher und ich haben seinen Balkon genossen. Da ist schon alles gepflanzt und gesät und sieht wunderschön grün aus.

Der Majoran wurde kreativ in Sternform ausgesät. Daneben steht das Chili-Baby, das er mir geschenkt hat. Hoffentlich wächst es zu einer kräftigen Pflanze heran. Immerhin wurde die Saat in Kamillentee gebadet bevor sie in die Erde kam. Das stand in der Anleitung auf der Saattüte. 😮

Vor dem Balkon von Herrn Grillenscheucher blüht gerade die Robinie ganz wunderhübsch.

Es war sehr schön entspannend dort draußen. Blöd nur, dass mein Balkon noch längst nicht so weit ist. Dort sieht es gerade so aus:

Die Arbeit guckt mich gerade von draußen durch die Fenster an. Wie gut, dass ich diese Woche Urlaub habe und mich der Sache stellen kann. Zum Glück hat Herr Grillenscheucher gestern bereits die Erde und die Balkonmöbel aus dem Keller hoch geastet und den Sonnenschirm befestigt. Ich kann also pflanzen und säen und alles sommerfein einrichten.

Der Nachtrag vom Wochenende

Wow, es war zwar grau, aber nicht kalt und nicht nass! Nahezu angenehmes Wetter. Inzwischen bin ich ja schon für kleine Wetterbesserungen dankbar und vor allem dafür, wenn uns das Wetter nicht von unseren Plänen abhält.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Herr Grillenscheucher sah so schick aus mit den frisch geschnittenen Haaren, der neuen Weste und den neuen Schuhen.
  • Leckere Dinge auf dem Wochenmarkt eingekauft. Bärlauch gab es auch wieder.
  • Endlich waren Herr Grillenscheucher und ich wieder fit genug, um zum Tanzen zu gehen. Zum Glück wurde während unserer Abwesenheit eine Figur im Cha Cha Cha und in der Rumba gelehrt, die wir zwar vergessen, aber schnell wieder drauf hatten.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Herr Grillenscheucher und ich waren in der Innenstadt, um diverses Zeug zu kaufen. Es war zwar anstrengend, zwischen alle den Menschen rum zu laufen, aber das Wetter war mild und wir konnten unsere Mäntel offen lassen. Glücklicherweise haben wir alles bekommen, was auf dem Zettel stand.
  • Spaghetti mit Bolo – mir war so danach und es war total lecker.
  • Rechtzeitig die Uhren auf die beknackte Sommerzeit umgestellt und so haben wir uns gleich dran gewöhnt.

Die guten Dinge von heute:

  • Der Wohnungsputz lag an und wir hatten Spaß dabei.
  • Ich habe die Balkonpflanzen inspiziert – alle sehen gesund und munter aus. Hier und da treibt schon was aus. Hoffentlich nicht zu früh, denn für die kommende Woche ist hier nochmal Schnee angekündigt.
  • Die Narzissen, die ich am Freitag auf dem Wochenmarkt gekauft habe, gehen auf und bringen ein bisschen Frühling in meine Wohnung.