Büro-Umzug, Klappe die dritte

Nachdem ich kürzlich auch bezüglich des anstehenden Büro-Umzugs über die Frage der Alternativen schrieb (Klappe die erste) und es dann den vorläufigen Stopp (Klappe die zweite) gab, wurde nun von unseren Vorturnern beschlossen (Klappe die dritte), dass es doch bei der zuerst bekannt gegebenen neuen Adresse bleibt. Seit der „zweiten Klappe“ kursierte ein weiteres mögliches Gebäude, dass es leider, leider nicht wurde. Nicht nur wäre dieses Gebäude wegen seiner Raumaufteilung viel passender gewesen, sondern es liegt auch noch in einer einfach netten Gegend von Hamburg. Aber es gibt dort so gut wie keine Parkplätze und wenn alle ehrlich wären, dann ist genau das der Grund, weshalb wir dort nicht hinziehen. Wegen der Autofahrer. 🙁

Darüber ärgere ich mich jetzt einigermaßen und finde es deshalb schade, dass es diese neue Alternative noch gab, die für mich persönlich die schönere gewesen wäre. Andernfalls wäre der jetzt bestimmte neue Standort auch meine Wahl gewesen. Alles eben eine Frage der Alternativen, die möglich (gewesen) wären.

Und ich ärgere mich darüber, dass die Standortwahl nicht demokratisch, sondern nur unter den Vorturnern abgestimmt wurde. Man hätte schließlich kurzfristig eine Online-Umfrage in unserer Abteilung machen können. Ich könnte ein Votum von allen viel besser respektieren.

Dennoch bin ich insgesamt eher amüsiert als verärgert über die ganze Sache. Das ist definitiv ein gutes Ding der letzten Tage. Und natürlich gab es noch weitere gute Dinge in der Woche vom 28. Februar bis 6. März 2019:

  • Es gab einen gar köstlichen Erbseneintopf in der Kantine.
  • Ein ziemlich ausführliches Telefonat mit N.
  • Ich hatte einen Urlaubstag und durfte ausschlafen.
  • Anschließend haben Herr Grillenscheucher und ich in Ruhe die Einkäufe erledigt und konnten ganz entspannt mit den Händlern auf dem Wochenmarkt plaudern.
  • Eine richtig schöne Primel in Gelb mit rotem Rand durfte mitkommen:

  • Nach einem derart stressfreien Tag war das Tanzen einfach nur wunderbar. Ich war so konzentriert und bei der Sache wie schon lange nicht mehr. Wow, was so ein einziger Urlaubstag ausmachen kann!
  • Ein paar Tage später habe ich gelesen, wie gesund das Tanzen ist. Die Erkenntnisse werde ich künftig all meinen Kollegen, die Tanzen nicht für Sport halten, um die Ohren donnern. Besonders denen, die Radfahren so toll finden und dauernd alle dazu bekehren wollen. 👿
  • Während Herr Grillenscheucher und ich glücklich tanzten, lag ein leckerer Braten im Römertopf im Ofen und verströmte beim Nach-Hause-Kommen nicht nur leckeren Duft, sondern schmeckte auch noch vorzüglich.
  • Die erste Aussaat des Jahres geht auf! Dabei habe ich die Mini-Aussaat-Sets erst vor ein paar Tagen an den Start gebracht. Salat und Rucola sind schon eifrig am wachsen, während sich das Basilikum noch ziert.

  • Am Wochenende habe ich mit Herrn Grillenscheucher mein mobiles Arbeiten getestet. Wir hatten so einige Schrecksekunden, aber nun funktioniert es.
  • Entgegen der Wettervorhersage guckte am Samstag die Sonne durch die Wolken und ich habe den Frühjahrsrückschnitt gemacht. Das erste Mal in all meinen Balkonjahren habe ich ihn so zeitig wie es eigentlich der Gärtnerkalender vorschreibt gemacht und ich bin ganz stolz auf mich.
  • Anfang der Woche gab es Sturm und Regen. Aber während meines Heimwegs holte Sturmtief Bennet wohl gerade tief Luft und ich kam weitgehend trocken ins warme Zuhause.
  • Ich darf mir einen zweiten Büro-Bildschirm bestellen, weil meine Vorturnerin gerade versucht, ihren Geiz zu mäßigen. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen…
  • Insgesamt war unser regelmäßiges Gespräch mal wieder sehr angenehm. Wir können gut miteinander reden. Diese Termine haben sich dahin entwickelt, dass wir uns einfach gegenseitig erzählen können, was gefühlt seltsam läuft. Selbst wenn das nicht immer mit meiner aktuellen Arbeit zu tun hat. Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das wir in vielen Jahren miteinander gefunden haben.
  • Ein Schubs von meiner Kollegin-Freundin in einer Sache, die ich schon längst mal angehen wollte.
  • Meine diesjährige Auszeit wurde genehmigt. Juchuh! 😎 Und mein Chef hat mir nette Wünsche dafür auf die Mitteilung geschrieben.
  • Die Tulpen und – mittlerweile auch erkenntlich – die Narzissen auf meinem Balkon wachsen fröhlich vor sich hin. Aber wo bleiben die Blüten?

  • Musik auf den Ohren und ein Lächeln auf den Lippen mit Michael Bublé und seinem „Everything“.

Empfindlichkeiten

Ich wundere mich. Woran genau liegt es, dass ich so unterschiedlich empfindlich bin? Könnte mir mal jemand einen Plan geben, wann es besonders schlimm ist? Am Montag war ich zur Zahnreinigung und nicht nur, dass es mehr weh tat als sonst, sondern außerdem wurde mir noch total übel von all den Substanzen, die durch meinen Mund spülten. Erst schmeckten sie sauer und dann bitter. Ekelhaft! Hätte ich geahnt, dass ich ausgerechnet an dem Tag ein Weichei bin, hätte ich mir einen anderen Termin ausgesucht.

Immerhin hab ich es überstanden, ohne mich zu übergeben, und das ist ja auch ein gutes Ding. Mehr gute Dinge aus meiner Woche vom 7. bis 13. Februar 2019:

  • Am Kantinentisch erzählte ein Kollege eine Geschichte aus seiner beruflichen Vergangenheit als SAP-Projektleiter und die ging folgendermaßen: „Nach der Einführung von SAP für das Personalwesen musste Herr H. regelmäßig zum Rapport bei der Personalchefin, die dem neuen System mehr als skeptisch gegenüber stand. Sie warf ihm deshalb jedes noch so kleine Problem vor, das sich seit dem letzten Rapport ergeben hatte. Oft genug hatte damals tatsächlich das System Schuld. Nicht aber daran, dass bei einem neuen Mitarbeiter als Berufsbezeichnung „Leuchter“ statt „Beleuchter“ stand. Dieses Problem entstand ausnahmsweise vor der Tastatur und nicht dahinter. Man kann noch froh sein, dass dort nicht „Lampe“ stand.“ Hach, was haben wir gelacht! 😀
  • Ich habe bei meinem Chef mobiles Arbeiten beantragt und genehmigt bekommen. Künftig werde ich also ab und zu auch von zu Hause aus arbeiten können. Ich bin sehr gespannt, wie sich das anfühlt. Manchmal könnte das ganz praktisch sein, z.B. wenn sich mal wieder der Heizungsableser angekündigt hat.
  • Mein aktueller Topf Tulpen:

  • Für meine Mittagspausen hat mir Herr Grillenscheucher eine Art Shepherd’s Pie in Muffin-Förmchen gebacken und der ist sehr lecker.
  • Auf dem Weg von der U-Bahn ins Büro traf ich eine Kollegin, mit der ich neuerdings viel zu tun habe, und unterwegs ergab sich beim Reden ein stillschweigendes Du zwischen uns. So schön, wenn sich das ohne förmliche Anfrage ergibt, weil man sich einfach mag.
  • Und noch ein Du von meiner Fußpflegerin. Nun kennen wir uns schon so lange und mögen uns, dass das Sie fast schwierig wurde. Gut, dass wir das geklärt haben.
  • Der einzig wahre Gemüsehändler auf dem Wochenmarkt ist zurück aus seinem Winterurlaub. Juchuh!
  • Der Mond am Nachthimmel:

  • Ich war unterwegs zu einem Termin und in der U-Bahn kam plötzlich die Durchsage, dass sie genau auf meiner Strecke wegen eines Polizeieinsatzes nicht weiter fährt. Sie würden Busse und Taxen als Ersatzverkehr anfordern. Alle liefen also zur Bushaltestelle vor dem Bahnhof und ich bin wie ein Lemming mit gelaufen. Man konnte mich sehr verwirrt erleben. 😯 Bis mir einfiel, dass ich mit der anderen U-Bahn-Linie weiterfahren kann, um dann im großen Bogen mit der S-Bahn zu meinem Ziel zu gelangen. Also stiefelte ich zurück zu den Bahngleisen und just in dem Moment kam die Durchsage, dass der Einsatz beendet sein und die Bahnen wieder fahren. 2 Minuten später konnte ich auch schon einsteigen. So ein Glück! Andernfalls hätte ich meinen Termin nicht halten können.
  • Unser Tanzkurs ist immer noch so furchtbar voll, aber wenigstens war der Boden angenehm glatt.
  • Meine Bestellung beim Kaffeeröster lag ein paar Tage bei der Post bis ich endlich Zeit fand, sie abzuholen. Nun bin ich u.a. Besitzerin eines sehr hübschen Mörsers, denn der alte war inzwischen glatt-gemörst.

  • Noch ein Büro-Witz: Die letzte Woche erwähnten Umzugspläne meiner Abteilung wurden unerwartet gestoppt, weil bei der Besichtigung der neuen Räumlichkeiten befunden wurde, dass die Flure dort nicht kommunikativ genug sind. Seitdem fragen wir uns, ob wir nicht aufmerksam genug waren und dadurch verpasst haben, dass unsere jetzigen Flure mit uns reden. 😉 (Ehrlich, was für ein albernes Problem!)
  • Meine Urlaubsanträge wurden genehmigt. Es wird – vor allem angesichts der albernen Probleme – echt Zeit, Abstand zu gewinnen. Möglicherweise ist das sonst ansteckend…
  • Herr Grillenscheucher hat mir bei den Gebrüdern A. meinen Lieblingsquark besorgt. Ich verstehe gar nicht, warum der momentan dauernd ausverkauft ist, aber offenbar bekommt man ihn nur noch vormittags. Vielleicht bin nicht nur ich, sondern inzwischen auch die Mitarbeiter süchtig danach?
  • So ein berührender Anblick in der U-Bahn am frühen Morgen: Frau und Mann, beide so zwischen 50 und 60, setzten sich auf zwei freie Plätze und hatten den Gang zwischen sich. Sie legte ihre Hand auf seine und er hielt die Hand fest. Sie schloss die Augen und er lächelte still vergnügt vor sich hin. Das sah wundervoll harmonisch aus und als hätten die beiden eine ganz besondere Verbindung.
  • Die Wetteraussichten für das kommende Wochenende. Es soll einen kleinen Vorfrühling mit Sonne und Temperaturen im zweistelligen Bereich geben. Oh, das wäre ja so so toll! 😎
  • Musik auf den Ohren und immer noch ist mir nach Rock. Leider ist vieles, von dem was ich gerade so höre, nicht frei im Internet verfügbar, aber immerhin dieses:

Sibirische Kälte

Die sibirische Kälte hat sich über Hamburg gelegt. Auf meinem Balkon liegt Schnee und direkt vor der Balkontür hat sich eine dicke Eisschicht gebildet. Vermutlich ist dort der Schnee durch die Wärme von innen zuerst geschmolzen und das Wasser dann direkt gefroren. Ich finde, das sieht ein bisschen fies aus. Der Schnee dahinter gefällt mir besser.

Das Radio hat bereits am Wochenende verkündet, dass die Kälte 4 (in Worten VIER! 🙁 ) Wochen bleiben möchte. Diese Auskunft stammt angeblich vom Deutschen Wetterdienst. Lustigerweise hat eben derselbe dieselbe laut einer Tageszeitung vehement dementiert. Tja, und nun wissen wir mal wieder nichts. Jedenfalls nichts darüber, wie das Wetter uns mittelfristig mitspielt. Aber mal ehrlich: Wer möchte denn wissen, dass er 4 Wochen lang frieren muss?

Auch wenn mich selbst die Unberechenbarkeit des Wetters bisweilen nervt – man kann ja nichts richtig planen 😉 -, finde ich es richtig klasse vom Wetter, dass es sich eben nicht unter Kontrolle bringen lässt. Und das trotz der Kontrollsucht der Menschen. Es gibt ja jetzt, so las ich kürzlich, sogar schon Stirnbänder, die anzeigen, ob jemand aufmerksam ist oder nicht. Die werden gerade in China an Schülern getestet. Natürlich zum Wohle der Schüler, ganz klar. 🙄 Soviel zu „die Gedanken sind frei“…

Meine guten Dinge aus der Woche vom 17. bis zum 23. Januar 2019 wurden zum großen Teil von der sibirischen Kälte geboren:

  • Der erste Schwall Kälte kam in der Nacht von Donnerstag auf Freitag mit einem Wechsel aus Schnee und Regen. Am nächsten Morgen lag eine Eisschicht auf allen Wegen vor meinem Haus und ich habe mir Schlittschuhe gewünscht, obwohl ich total unfähig bin, darauf zu laufen. Immerhin kam ich heil im Büro an und im Laufe des Tages schmolz das Eis von den Wegen.
  • So gab es einen Wochenmarkt-Einkauf ohne Rutschpartie und abends konnten wir sogar mit Olga zur Tanzschule fahren. In letzterer ist es immer noch sehr voll, aber Herr Grillenscheucher hat mich unfallfrei durch die Menschenmassen geführt.
  • Auch dank der Kälte gab es einen klaren Himmel und einen leuchtenden Jasmin auf meinem Balkon. Wenn man den Schnee so wie auf dem Foto nicht sieht, wirkt es richtig frühlingshaft. 🙂

  • Ein großzügiger Urlaubszuschuss von Herrn Grillenscheuchers Eltern führte zu einem längeren Gespräch mit Herrn Grillenscheucher über mögliche Urlaubsorte für dieses Jahr. Das ist echt ein nettes Thema in der winterlichen Kälte. 😎 (Dennoch kamen wir zu keinem Entschluss, weil wir beide gerade viel zu faul zum Verreisen sind.)
  • Schnee auf den Bäumen vor blauem Himmel am frühen Morgen – friedlich und ohne erkennbare Arglist.

  • In der neuesten Ausgabe des Magazins von Andere Zeiten ist ein wunderschönes, sommerliches Foto voller roter Blumen. Hach ja, irgendwann wird’s auch wieder Sommer, gell.
  • Da es erstens so ist, dass irgendwann auch wieder wärmere Temperaturen diesen Landstrich beglücken werden, und da es zweitens noch eine Weile winterlich bleiben wird, habe ich zwei Gutscheine beim Online-Shopping eingelöst. Verrückt – ich habe gleichzeitig Sommersandalen und Winterstiefel bestellt. 😀
  • Die erste Lieferung von Deerberg ist bereits eingetroffen. Leider passte kein einziges Sandalenpaar, dafür aber eine warme Strickjacke und graue, warm gefütterte Stiefeletten, deren Sohle richtig Profil haben, so dass ich nicht mehr so sehr auf meinen Wegen übers Eis rutschen muss. Ist ja gerade auch viel wichtiger als Sandalen.

  • Dieses Mal habe ich den Blutmond gesehen. Zwar noch sehr verschlafen und mit dem ersten Kaffee des Tages in der Hand, aber immerhin. (Weshalb ich auch kein Foto gemacht habe – viel zu früh und viel zu kalt.)
  • Vorfreude auf eine Verabredung am Wochenende.
  • Immer wieder darf ich feststellen, dass ich mein neues Projekt mit total netten, hilfsbereiten Menschen machen darf. Die überraschen mich ständig mit ihrer Art. Toll!
  • Musik auf den Ohren gibt es gerade nicht, weil es so kalt ist, dass ich meine Kapuze aufsetzen muss und die passt nicht so gut über die Kopfhörer. Dafür gibt es hier ein Lied, das für mich untrennbar mit Sonne, Sommer und Freiheit verbunden ist:

Festtage

Herr Grillenscheucher und ich hatten viele schöne Tage miteinander und auch die Festtage waren friedlich und viel weniger stressig als ich es befürchtet hatte. Nur der Einkauf vorher war ein Graus. Auf dem Wochenmarkt standen wir eine gefühlte Ewigkeit im Regen am Käsestand an. Dort und später auch im Aldi-Markt drängelten sich Leute vor. Vor so einer langen Zeit mit Wochenende und anschließenden Feiertagen drehen immer alle durch. Da werden Rücksichtnahme und Höflichkeit zur Nebensache. 👿

Aber abgesehen davon gab es jede Menge gute Dinge in meiner Woche vom 20. bis 26. Dezember 2018:

  • Letzten Donnerstag war mein letzter Arbeitstag in diesem Jahr. Urlaub, juchuh! 🙂
  • Ich nahm an dem Tag an der ersten Videokonferenz meines Lebens teil und musste aufpassen, dass ich nicht laut los pruste, weil die Mimik der Teilnehmer teilweise so lustig war. Meine eigene wahrscheinlich auch – man nimmt sie auf dem Bildschirm einfach viel deutlicher wahr als wenn man rund um einen Tisch sitzt.
  • Am Nachmittag gab es ein adventliches Kaffeetrinken in der Büroküche. Das muss ich meiner Vorturnerin lassen: Für sowas schaufelt sie sich immer Zeit frei und lädt alle ein. Das tut der Gruppe gut.
  • Herr Grillenscheucher und ich haben die Nachbarn A. und L. von genau gegenüber meiner Wohnung kennen gelernt. Denen hatte ich kürzlich den Auto-Stellplatz von einem Nachbarn in meinem Haus vermittelt, weil A. nach so etwas auf nebenan.de suchte. Dafür haben sie uns auf den süßen Weihnachtsmarkt um die Ecke zum Glühwein eingeladen. Immer wieder spannend, Menschen leibhaftig zu treffen, die man eigentlich nur virtuell „kennt“. Manchmal ist das toll, manchmal super langweilig. In diesem Fall war es toll. Wir haben so viel gelacht über die kuriosen Gestalten, die in unserer Gegend bisweilen unterwegs sind. Und ich habe einen ganz tollen, leuchtenden Weihnachtsstern geschenkt bekommen.

  • Beim anstrengenden Einkauf auf dem Wochenmarkt im Dauerregen haben wir immerhin unsere Plätzchen-Tüten an die Markthändler verteilt und deshalb in viele strahlende Augen blicken können.
  • Obwohl der Freitag mit seinen Einkäufen Stress pur war und ich überhaupt keine Lust hatte, haben wir es trotzdem noch zum Tanzen geschafft. So ein Glück! Es hat total viel Spaß gemacht, eine Tanzstunde lang nur nach Weihnachtsmusik zu tanzen. Am Ende bekamen wir ein Kompliment für unser Tanzen. Dass es schön aussieht, geht natürlich runter wie Öl. Ganz besonders weil man es selbst ja nicht sieht und beurteilen kann. Und unser mitgebrachter Plätzchenteller leerte sich ziemlich schnell.
  • Ein sehr lustiges Weihnachtsvideo auf WhatsApp von C.:

  • Das ganze Wochenende lang hat Herr Grillenscheucher immer mal wieder Teile für das Heiligabend-Essen vorbereitet, aber zwischendurch war die Küche trotzdem weitgehend sauber. 🙂

  • Die vierte Kerze vom Adventskranz durfte angezündet werden.

  • Heiligabend ist Herr Grillenscheucher früh aufgestanden und hat fertigen Kartoffelknödel-Teig aus dem Kühlregal eines Supermarkts besorgt, weil wir am Tag zuvor festgestellt hatten, dass die Fertigvariante von Aldi für unseren Geschmack einfach nur eklig ist. Extra für mich, denn ich liebe Kartoffelknödel. Semmelknödel, die er auch zubereitete, sind eher nicht meins.
  • Auch alle weiteren Vorbereitungen für das Festessen, das wir dieses Jahr zubereiteten und mit brachten, klappten perfekt, und so konnten wir fürstlich neben dem Weihnachtsbaum bei meiner Mama speisen. (Dessen Kerzen dieses Jahr gleich zwei Mal kleine Fackeln wurden. Ein Glück haben wir das rechtzeitig gesehen und konnten schlimmeres verhindern.) Hirschrückenmedaillons mit Kartoffel- und Semmelknödeln und Rotwein-Soße hatte Herr Grillenscheucher allerleckerst zubereitet und dazu gab es Rot- und Rosenkohl von meiner Mama.

  • Ich habe mich besonders gefreut, dass mein Bruder dabei war, der am Tag zuvor noch so erkältet war, dass er nicht wusste, ob er kommen könnte.
  • Ein paar Stunden Zeit für mich allein am 1. Weihnachtstag, in denen Herr Grillenscheucher zu sich nach Hause ging, um dies und das zu erledigen.
  • Schöne Weihnachtspost zu öffnen und zu lesen.
  • Ein Abend mit ganz unweihnachtlichem Essen: Nudeln!!! 😉
  • Mein Jasmin auf dem Balkon hat angefangen, in fröhlichem Gelb zu blühen. Das ist so eine Wohltat für die Augen gegen das Grau in Grau am Hamburger Himmel und macht direkt gute Laune.

  • Am 2. Weihnachtstag sind Herr Grillenscheucher und ich zu seinen Eltern gefahren und wurden mit einem sehr leckeren Grünkohl-Essen verwöhnt. Schön und lustig war es neben der Krippe.

  • Im Radio gab es unglaublich viel Weihnachtsmusik, die bisweilen an Geheule nichts mehr überbieten konnte. Gruselig. Das einzige Lied, das für mich genau auf diese Tage passt, ist dieses:

Das Fest der Liebe

So heißt es doch immer: Weihnachten sei das Fest der Liebe. Wie in jedem Jahr rollt es nun eilig auf uns zu – nur noch 4 Tage ab jetzt. Jeden Tag wird im Radio runter gezählt und die Moderatoren berichten, ob und wie viele Geschenke sie bereits besorgt haben. Die Werbung macht einen ganz wuschig mit all ihren Geschenk-Vorschlägen. Gleichzeitig ist es aber angeblich so, dass die Geschenke ja „nur“ ein Dankeschön, ein Ich-hab-Dich-lieb, eine ganz kleine Wertschätzung sein sollen. Wenn ich all den Trubel darum betrachte, kann ich an das „nur“ irgendwie nicht glauben.

In meinen Familien haben wir uns darauf verständigt, auf die Schenkerei zu verzichten. Schließlich gibt es keine kleinen Kinder, denen man das meiner Meinung nach schlecht antun kann. Es ist also toll, dass ich nicht mehr in diesen Geschenke-Stress gerate. Hilfe, wem schenke ich was? Hab ich jetzt alle bedacht? Sind die Geschenke auch einigermaßen ausgewogen?

Aber natürlich hat auch so ein Entschluss zwei Seiten. Ich kann die Aufregung um mich rum über die Geschenke-Fragen nicht teilen. Ich habe nichts zu verpacken. Meine Vorfreude hält sich in arg kleinen Grenzen. Und das Schlimmste: Ich kann nicht gespannt sein auf die Augen, die die Beschenkten hoffentlich machen. Das fand ich immer viel toller als selbst beschenkt zu werden. Allerdings funktionierte genau dies nicht mehr in den Jahren bevor wir die Geschenke aufgaben. Denn es gab von jedem Wunschzettel, die akribisch abgearbeitet wurden, so dass für Überraschungen kein Platz blieb. Damit haben wir uns den Zauber selbst kaputt gemacht und insofern bin ich weiter froh, dass wir auf die Geschenke verzichten.

Die guten Dinge aus meiner Woche vom 13. bis 19. Dezember 2018:

  • Richtig fit war ich zwar noch nicht, aber ich hatte auch keine Lust mehr, krank zu sein. Also habe ich mich letzten Donnerstag wieder ins Büro begeben, wo ich direkt einen Workshop gerettet habe, für den nichts, aber auch gar nichts vorbereitet war.
  • Allmählich werde ich wirklich wieder gesund und das fühlt sich sehr gut an.
  • Drei Kerzen auf dem Adventskranz durften angezündet werden.

  • Endlich haben Herr Grillenscheucher und ich es geschafft, zum Optiker zu gehen und ein Brillengestell für die Arbeitsplatzbrille aussuchen, die ich bekommen soll. Ich bekam eine sehr nette, kompetente Hilfe von der Optikerin, obwohl ich einigermaßen unleidlich war. Alle Gestelle, die ich mir eingebildet hatte, befand sie nämlich als zu klein für diese Art Brille. 😡 Letztlich konnte ich mich mit einem von ihr vorgeschlagenen anfreunden; vor allem weil es ganz leicht war und perfekt auf meine Nase passte. Ich bin gespannt, wie ich mich damit fühlen werde.
  • Beim Schlachter unseres Vertrauens haben wir Rotwild-Beinscheiben gekauft und Herr Grillenscheucher hat daraus ein sehr leckeres Essen gezaubert.
  • In einer Projektsitzung konnte ich Wissen aus längst vergangenen Projekten beisteuern. Immer wieder erstaunlich, was sich in all den Jahren in meinem Köpfchen festgesetzt hat. 🙂
  • Auf dem Wochenmarkt war es eisig kalt und es war so schön, im warmen Zuhause wieder aufzutauen.
  • Apropos kalt: Hier in Hamburg gab es am Sonntag den ersten Schnee dieses Winters. Eine sehr dünne Puderzucker-Schicht legte sich auf die Stadt. Das hat schon sehr was von einem Zauber, wie S. mir so schön schrieb. Noch mehr natürlich, wenn er am nächsten Morgen vorbei ist und ich rutschfrei ins Büro komme. 😉

  • Drei Aldi-Märkte haben wir abgeklappert, um meinen Lieblingsquark zu kaufen, bis wir fündig wurden. Juchuh.
  • Ein Anruf von N., über den ich mich sehr gefreut habe.
  • Fast hätten Herr Grillenscheucher und ich uns über das Wann der Essensvorbereitung für Heiligabend gestritten, aber wir haben es geschafft, stattdessen eine Lösung zu finden.
  • Das plötzliche Gefühl von Glück und Dankbarkeit für mein Leben.
  • In einem meiner Projekte habe ich zumindest vorerst wenig zu tun, worüber ich sehr froh bin, denn der zugehörige Projektleiter ist sehr fordernd.
  • Mein toller Adventskalender berichtete an einem Tag von der Aktion „Unbezahlbar“ von Johannes Volkmann. In verschiedenen Städten wurden Tische auf einen Marktplatz gestellt, auf denen mit Papier umwickelte Teller standen. Die Passanten konnten auf dieses Papier das schreiben, was für sie persönlich unbezahlbar ist. Spannend finde ich das.
  • Ich hatte einen Tag mit „einem Lauf“. Gestern klappte irgendwie alles und nicht nur die Tür. Wunderbar!
  • Im Januar bekomme ich eine Schulung in einer Projektmethode, mit der ich in einem Projekt arbeiten soll, und zwei der drei Termine lagen auf Freitagen. Och nö! Aber weil ich klar formuliert habe, wann ich freitags spätestens die Firma verlassen muss, darf ich nun an der Schulung teilnehmen, die an einem anderen Wochentag stattfindet. Manchmal muss man eben die Klappe aufmachen…
  • Die Kantine kredenzte ihren super leckeren Tafelspitz mit Meerrettichsoße. Sie haben echt ihre Glanzstunden.
  • Endlich mal wieder ein gutes, vertrauensvolles Gespräch mit A., was dringend nötig war.
  • In fast letzter Sekunde bekam ich für Freitag noch einen Urlaubstag genehmigt. Deshalb habe ich morgen meinen letzten Arbeitstag in diesem Jahr. Wow, was für ein Gefühl!
  • Auf meinen Wegen nach Hause hatte ich nun wieder Musik auf den Ohren und zwar meine persönliche Weihnachtsplatte: „Misty Paradise“ von Hanne Boel. Eigentlich ist das gar keine Weihnachtsmusik und ich weiß auch nicht so genau, warum ich beim Hören immer an Weihnachten denke. Vielleicht weil ich die Platte mal zu Weihnachten bekommen habe, aber das gilt schließlich auch für diverse andere. Egal, ein Lied daraus: