Ein neues Projekt

N. hat kürzlich ein Projekt übertragen bekommen und die Änderung der Projektleitung ist endlich offiziell. Ich darf dort auch mitarbeiten und freue mich total darüber, denn es ist ein Projekt mit der Kantine. Nein, nicht nur weil ich gern esse freue ich mich darüber. 😉 Es ist sowohl für mich als auch für N. ein ganz neuer Bereich und wir sind beide neugierig, wie dort gearbeitet wird, welche Wünsche sie haben und welche Probleme. Und es ist auch ein Bereich, den wir fast täglich nutzen, über den wir manchmal motzen und über den wir uns ebenso oft freuen. Toll, den mal ein bisschen näher kennenlernen zu können und das auch noch bezahlt!

  • Heute hatten N. und ich unseren Einstandstermin für das neue Projekt und haben die Verantwortlichen der Kantine kennengelernt. Das war schon mal ein super Aufschlag, denn es ging alles ratzfatz und ohne großes Gerede, aber dafür mit klaren Worten. Dazu durften wir uns ein Getränk wünschen und ich hab mir dann gleich mal einen Cappucchino geordert. Bloß keine falsche Bescheidenheit…
  • Mein Kollege H. kam mit seinem kleinen Sohn vorbei und erzählte, wie anstrengend das Vatersein für ihn ist. Ich konnte das kaum glauben, denn der Kleine war ganz friedlich und guckte einen mit seinen großen blauen Augen intensiv an als könne er sehen, was man denkt. Aber ich fand es schön, dass H. so ehrlich war.
  • Auf dem Weg nach Hause habe ich jemandem in der U-Bahn die Tür geöffnet, weil der offensichtlich keine Hand frei hatte. Ich wurde nicht mal eines Blickes gewürdigt und so sagte ich: „Bitte.“. Das nutzte bei dem Typen nichts – Benehmen ist ja auch Glückssache 🙄 -, aber dafür sagte die Frau, die nach ihm ausstieg, artig „Danke.“ und lächelte mich an. Ist doch alles viel netter mit ein bisschen Kommunikation!

Wintersonne

Und noch ein sonniger, eiskalter Tag. 😎 Tagsüber steigt die Außentemperatur nicht über 0° und nachts sinkt sie auf – 8° C ab. Mich strengt die Kälte körperlich sehr an – schließlich muss ich ja innerlich immer dagegen anheizen. Folglich bin ich quasi dauermüde, aber dafür schlafe ich gerade sehr gut. Hat ja auch was. Außerdem liebe ich diese Helligkeit! Zumal gerade jetzt die Tage spürbar länger hell werden.

  • Endlich mal wieder eine Mittagspause nur mit den lange bekannten und vertrauten Gesichtern und damit auch endlich mal wieder ein vertrauensvoller Austausch miteinander.
  • Noch ein guter Austausch mit N. über unsere Einschätzung der beruflichen Situation und der daran beteiligten Personen. Schön, dass wir so offen miteinander reden können.
  • Kürzlich kam ich an einem U-Bahn-Kiosk vorbei, der mich irritiert hat. Ich war mir nicht sicher, ob das ernst gemeint ist, was da in den Fenstern auf den Schildern angeboten wurde, oder ob das ein blöder Scherz ist. Als ich dort war, hatte der Kiosk geschlossen, so dass ich es nicht raus finden konnte. Heute hab ich gelesen, dass es kein Scherz ist, und ich finde die Idee total super: In dem Kiosk sitzt ein Mann und hört sich Geschichten an. Einfach so, aus Interesse und Spaß an der Sache. Was für eine tolle Idee!

Kurz und gut

  • Es wurde heute von Stunde zu Stunde fühlbar wärmer. 🙂 Auch wenn es dann doch nicht ganz die 27° C wurden, die Anton mir heute früh anzeigte. 😮
  • F. und ich sind in die Kneipe unseres Vertrauens gegangen und haben geredet, geredet und geredet über alles, was uns durch den Kopf ging. Das war sehr, sehr schön! Dazu haben wir Bratkartoffeln mit Spiegeleiern gegessen.
  • Meine U-Bahn für den Heimweg kam prompt als ich auf den Bahnsteig kam. Welch ein Service.
  • Bonus: Zu Hause durfte ich dann noch nachträgliche Geschenke von F. auspacken. U.a. ein Rezept für Bratkartoffeln mit Spiegelei. 😀

Kurz und gut

  • Morgens in der U-Bahn war es so angenehm leer, dass ich mich fragte, ob ich einen Feiertag verpasst habe. Das leider nicht, aber die Fahrt war toll entspannt.
  • Im Büro habe ich eine blöde Fleißarbeit erledigt und mich zwischendurch mit dem Blick auf meinen Geburtstagstisch und die Tulpen getröstet.
  • Auf jedem Weg im kalten Draußen hab ich Regenpausen erwischt. So ein Glück!

Frustriert

Es gibt so Tage, die fangen einfach schon beschissen an; z.B. dadurch, dass der Wecker eine halbe Stunde früher als gewöhnlich klingelt. Manche von diesen Tagen werden mit fortschreitender Uhrzeit immer besser, andere werden immer schlechter. Zu letzterer Sorte gehörte mein heutiger Tag. Zum Feierabend war ich so frustriert, dass ich hätte heulen mögen.

  • Alles begann also mit dem frühen Weckerklingeln. Ich habe es tapfer nicht ignoriert. In der U-Bahn traf ich zufällig den lieben Kollegen M., der ebenso wie ich auf dem Weg zum anderen Standort war. Es war sehr nett und entspannt, unterwegs mit ihm zu plaudern.
  • Es ging weiter mit einer unendlich grässlichen Abteilungssitzung inklusive Fremdschämen und einem für mich entsetzlichen Projekt-Workshop. Aber ich habe beides lebend überstanden. Ist doch auch schon was.
  • Ach, was war ich heute froh als ich das Büro verlassen durfte! Zu Hause wartete das erste, riesige Weihnachtspäckchen von C. bei meinem Lieblings-Nachbarn auf mich und hätte ich gewusst, dass es für Weihnachten ist, hätte ich es noch gar nicht geöffnet. Aber nun ist es ausgepackt: ein riesiger Kalender mit wunderschönen Mein-Schiff-Fotos. Hach! Eines davon:

  • Bonus: Das Lesen der Geschichte von Richard Brautigan über zwei Schneeflocken und den kleinsten Schneesturm, der je registriert wurde, in meinem Adventskalender brachte mich dann endgültig zum Lächeln. Jetzt geht es mir wieder besser.