Kaputt und Ausgebrannt

und das mitten in meiner Auszeit. 🙁 Zu viel geputzt. Zu viele Sorgen. Zu viel auf die ToDo-Liste geschrieben. Zu viel Druck auf mich selbst aufgebaut. Zu viel Verantwortung empfunden. Und dazu eine ganz, ganz schlechte Planung. Meine eigene Planung, wobei man Nachrichten ĂŒber Krankheiten natĂŒrlich nicht planen kann. Aber es hĂ€tte mir klar sein können, dass es zu viel ist, 2 Wohnungen in einem Rutsch komplett zu putzen – insgesamt ca. 100 mÂČ. Jetzt bin ich körperlich und mental erschöpft.

Gute Dinge gab es zum GlĂŒck trotzdem in meiner Woche vom 5. bis 11. August 2019:

  • Herr Grillenscheucher und ich haben sein Schlafzimmer entrĂŒmpelt, geputzt und wieder eingerĂ€umt.

  • Mit viel GlĂŒck keinen Unfall gebaut. Mein Schutzengel war sehr fleißig.
  • FĂŒr die Nervenberuhigung gab es leckere Spaghetti mit Bolognese.
  • TrĂ€nen durften fließen.
  • Trost von Herrn Grillenscheucher und ein Versprechen.
  • Ein Spaziergang im Regen.
  • Ich habe Tagetes-Saat geerntet. Die sollte fĂŒr nĂ€chstes Jahr reichen.

  • Tage ohne Putzen! 🙂
  • Sonne, Wind und Zeit auf dem Balkon.
  • Eine leckere Schweinefilet-Pfanne mit Pilzen fertig vom Lieblingsschlachter und von uns mit mit Tomaten und Bohnen aufgepeppt.
  • Liebe, super schnelle Mailantworten von E. und H.
  • Ich bin einen guten Schritt in meiner Zielchallenge voran gekommen.
  • Hilfe von meinem Bruder.
  • Die große OP vom Mann meiner Mutter ist  gut verlaufen und ihm war sogar schon wieder nach einem StĂŒck Kuchen. Ich bin erleichtert.
  • Ich habe endlich meine Brombeere auf dem Balkon (links auf den Fotos) eingepflanzt.

  • Ein Telefonat mit meiner Mutter, bei dem ich endlich einige MissverstĂ€ndnisse ausrĂ€umen konnte, die in unserem Mailwechsel entstanden waren
  • Eine total liebe Nachricht ĂŒber WhatsApp von H. Quasi aus einer lĂ€ngst vergangenen Zeit.
  • WĂ€hrend der Arbeit in Herrn Grillenscheuchers Wohnung lief das Radio mit den Top 1000 unseres momentanen Lieblingssenders. So viele Lieder zum Mitsingen. U.a. auch mein absolutes Lieblingslied aus der“neuen deutschen Welle“. Und noch dazu hat mir Herr Grillenscheucher seine CD von Ideal geschenkt, auf der es drauf ist:

Das AufbÀumen des Sommers

So fĂŒhlt es sich fĂŒr mich jedenfalls an. So viel Sonne an so wenigen Tagen und eine Hitze, die sich tĂ€glich steigerte und immer schwĂŒler wurde bis es nur noch eklig war. Inzwischen liebe ich den abendlichen Radio-Moderator, der bei jeder Gelegenheit erzĂ€hlt, dass es ihm viel zu heiß ist. Das ist immer noch besser als all die Pappnasen, die einem freudestrahlend weitere Höchsttemperaturen prognostizieren.

Meine guten Dinge aus der Woche vom 22. bis 28. August 2019:

  • Ein richtiger Urlaubstag in der warmen Sonne und einem kleinen Ausflug mit F. Wir sind durch die Hamburger Innenstadt gebummelt und haben uns die Stadthöfe angesehen. Leider sind die Baumaßnahmen dort immer noch nicht abgeschlossen, so dass es eher langweilig war. DafĂŒr hat F. mir den angeblich schönsten Raum der Stadt im Rathaus-Restaurant „Parlament“ gezeigt. TatsĂ€chlich beherbergt der einen wunderschönen Kronleuchter:

  • Unterwegs haben wir ĂŒber alles mögliche geredet. U.a. ĂŒber Krebskrankheiten. Das hat mir total gut getan. Zum Abschluss gab es Fischbrötchen von Daniel Wischer im Sonnenschein.
  • Herr Grillenscheucher hat mir geholfen, die Gardinen im Schlafzimmer abzunehmen und wieder aufzuhĂ€ngen, nachdem ich sie gewaschen hatte.
  • Ich habe ausgeblĂŒhte EinjĂ€hrige aus KĂ€sten und Töpfen genommen und die BehĂ€lter geschrubbt. Nun sieht es wieder ordentlich aus auf meinem Balkon.
  • Eine Mail von C.
  • Die beiden Zimmerpflanzen, die in viel zu kleinen Töpfen kamen, sind nun umgetopft. Die Ableger der GrĂŒnlilie habe ich in diverse Töpfe gepflanzt. Ich bin gespannt, ob sie anwachsen.

  • Ich habe mir einen Berg Fleiß-Sternchen verdient, denn ich hab trotz Hitze die Sofa-Ecke geputzt. Die steht mir immer besonders bevor, weil ich dafĂŒr unter einer DachschrĂ€ge rumkrabbeln muss.
  • Endlich eine Mail von Kollege H. – langsam machte ich mir schon Sorgen.
  • Meine Mama hat berichtet, dass es ihrem Mann momentan gut geht und sie beide die gemeinsame Zeit genießen.
  • Außerdem hat sie erzĂ€hlt, dass der Schlachter, bei dem sie immer einkauft, so begeistert ĂŒber unser Lob zu seinem marinierten Grillfleisch war, das wir neulich genießen durften, dass er nun Rindfleisch-WĂŒrstchen auf den Namen Hansen getauft hat. Hm, ich bin mir nicht sicher, ob es so eine große Ehre ist, wenn WĂŒrstchen nach einem benannt werden, aber lustig ist es in jedem Fall.
  • Ich habe viel, viel, sehr viel geputzt und verdiene weitere Fleiß-Sternchen. Das macht echt keinen Spaß bei der Hitze, aber zu sehen, dass ich voran komme, schon.
  • Das einzig Gute an der Hitze ist, dass ich alles mögliche putzen oder auch nur abduschen kann und alles hinterher super schnell auf dem Balkon in der Sonne trocknet.
  • Ein weiterer Anruf von der Mutter von Herrn Grillenscheucher. Es ist so lieb, dass seine Eltern selbstverstĂ€ndlich da sind, wenn es „richtige“ Probleme gibt. Ich fĂŒhle mich da sehr aufgefangen.
  • Da ich nur am Ackern bin, wenn auch ohne Bezahlung, gibt es diese Woche ein fast passendes Lied zum Thema:

Guten Morgen, liebe Sorgen

FĂŒr lange Zeit war das böse K-Wort dankenswerter Weise aus meinem Leben verschwunden. Niemand von meinen Lieben und auch niemand, den ich kenne, war akut von Krebs betroffen. Tja, und dann kam das letzte Wochenende. Bei K., dem Mann meiner Mama, wurde in zwei Organen Krebs festgestellt und in anderen gibt es den Verdacht auf Krebs. Der Gedanke daran geistert gerade tagsĂŒber durch meine Gedanken und nachts durch meine TrĂ€ume. Ich fĂŒhle mich verdammt hilflos.

Ich versuche, weiter zu machen mit dem, was ich mir fĂŒr meine Auszeit vorgenommen habe und wofĂŒr ja auch sonst nicht wirklich genug Zeit ist. Ich putze meine Wohnung im großen Stil und finde dabei immer noch Schubladen, die dem Ausmisten bislang entgangen sind, was dringend nachgeholt werden muss. Ich fahre mit Herrn Grillenscheucher in die MĂ€nnerboutique, um alles Notwendige fĂŒr seine Wohnungsrenovierung einzukaufen. Ich gehe zu lang verabredeten Treffen mit Bekannten und Freunden.

Und immer schwingt dabei so ein GefĂŒhl von Sinnlosigkeit mit. WĂ€re es nicht sinniger, jetzt bei K. und meiner Mama zu sein? Aber dann denke ich, dass auch mein Leben irgendwie weitergehen muss und ich dafĂŒr einiges zu tun habe. Also raffe ich mich auf und mache weiter. Unlustig, gereizt und im Disput meiner GefĂŒhle.

Nicht leicht, gute Dinge aus meiner Woche vom 15. bis zum 21. August 2019 aufzuschreiben.

  • SpĂ€t abends – geöffnete BalkontĂŒr – keine Eile. Was fĂŒr ein unglaublich tolles GefĂŒhl! (vor der Krebsdiagnose)
  • Ich habe mir das Vorsorge-Set von der Stiftung Warentest in meinem Buchladen besorgt und angefangen, darin zu lesen. Verschiedene Vollmachten sind darin tatsĂ€chlich einfach und verstĂ€ndlich erklĂ€rt. Die möglichen Fallstricke werden beschrieben und fĂŒr wen ĂŒberhaupt was sinnvoll ist. Das finde ich beruhigend. Nun muss ich mich nur noch durch arbeiten.
  • Nachdem ich so viel Platz in meinem Kleiderschrank gemacht habe: Neue Lieblings-T-Shirts von Deerberg sind eingetroffen. Den Rest der Bestellung hĂ€tte ich mir allerdings sparen können. Wie kommen die dazu, Schuhe als grau zu beschreiben, wenn sie doch in Wirklichkeit rosa sind? 😼
  • Ich habe viele, viele Ableger von meiner GrĂŒnlilie geschnitten und in eine WasserschĂŒssel gelegt. Dort warten sie nun aufs Einpflanzen in Erde.

  • Endlich ist die Sommerpause in der Tanzschule vorbei und Herr Grillenscheucher und ich waren wieder tanzen. Schön war es und nicht mal sonderlich voll. Von J., unserem Tanzlehrer gab es ein großes Lob dafĂŒr, dass wir immer so umsichtig und möglichst allen ausweichend tanzen. Das ist natĂŒrlich hauptsĂ€chlich der Verdienst von Herrn Grillenscheucher, der sehr darauf achtet. Aber auch ich bekam ein Lob dafĂŒr, dass ich das alles (fast) immer so problemlos mit tanze. Gebauchpinselt. 😉
  • Trotz totaler Unlust habe ich mit dem Wohnungs-Herbstputz begonnen und ich bekam Putzhilfe von Herrn Grillenscheucher an den Stellen, an die ich allein einfach nicht ran komme. Inzwischen ist der erste Raum, mein Schlafzimmer, von Kopf bis Fuß sauber.
  • Am Samstag gab es immer wieder Regen, aber Herr Grillenscheucher und ich sind trotzdem auf das Uhlenhorster Stadtteilfest gegangen, weil wir wussten, dass unser Lieblings-Marmeladen-Stand auch dort sein wĂŒrde. Den betreibt ein Ehepaar, das die Marmeladen alle selbst einkocht. So lecker! Ich habe mich schon gewundert, dass nur Herr Beier allein ohne seine Frau hinter dem Tresen stand. Nach einer Weile GeplĂ€nkel ĂŒber Marmeladen im speziellen und besonderen kam der Grund: Seine Frau ist schwer an Krebs erkrankt. Er hat fast geweint, ich habe fast geweint. Und letztlich war ich einfach nur total froh, dass wir dort waren.
  • Und natĂŒrlich haben wir jede Menge Marmelade gekauft. Es gibt einfach keine bessere! Herr Beier erzĂ€hlte uns, dass er einen Kunden hat, der mit seinem Hackenporsche immer auf die MĂ€rkte kommt, auf denen er mit seinem Stand ist. Dieser Kunde lĂ€sst sich den Porsche mit in Servietten gewickelten MarmeladenglĂ€sern voll packen und zieht damit dann wieder von dannen. Zu Hause packt er die GlĂ€ser nicht mal aus, sondern nimmt einfach das nĂ€chste, denn: Jede Marmelade ist total lecker und da ist es doch egal, welche er als nĂ€chstes zu packen kriegt. Ist das nicht sĂŒĂŸ? Ich bin da schon wĂ€hlerischer und packe meine immer aus.

  • Außer dem Marmeladen gab es auch noch zwei verschiedene Tomatensoßen.

  • WĂ€hrend wir dort unterm Dach des Marmeladen-Standes rum standen, Marmeladen und Soßen probierten, und uns mit Herrn Beier und anderen KĂ€ufern unterhielten, fing es heftig an zu regnen. Der Regen hörte auf als wir bezahlt hatten und das schĂŒtzende Dach verlassen mussten. So ein GlĂŒck!
  • Danach haben wir uns in Ruhe den Rest vom Fest angesehen und einen Becher mit klein geschnittenem Obst geteilt.
  • Herr Grillenscheucher ist ein super guter Zuhörer. Wieder zu Hause haben wir lange ĂŒber die Krebsdiagnosen geredet.
  • Ein Treffen mit N. voller GesprĂ€che ĂŒber Familie und die diversen Probleme, die sie verursacht.
  • Im Topf meiner Minze hat sich eine artfremde Tagetes angesiedelt und blĂŒht so hĂŒbsch leuchtend. Es ist eindeutig keine von meinen, denn diese ist viel höher gewachsen.

  • Ein ganz lieber Anruf von Herrn Grillenscheuchers Mutter. Und ein gutes Telefonat mit meinem Bruder.
  • Passend zum Beitragstitel fĂ€llt mir natĂŒrlich ein Lied ein, aber das ist mir zu makaber. DafĂŒr habe ich heute so ein wunderschönes Wasserrauschen-Video von S. bekommen, das mich wunderbar bei allen Problemen beruhigt hat. Und das darf ich hier einstellen. Lieber S., danke dafĂŒr!

BĂŒro-Umzug, Klappe die dritte

Nachdem ich kĂŒrzlich auch bezĂŒglich des anstehenden BĂŒro-Umzugs ĂŒber die Frage der Alternativen schrieb (Klappe die erste) und es dann den vorlĂ€ufigen Stopp (Klappe die zweite) gab, wurde nun von unseren Vorturnern beschlossen (Klappe die dritte), dass es doch bei der zuerst bekannt gegebenen neuen Adresse bleibt. Seit der „zweiten Klappe“ kursierte ein weiteres mögliches GebĂ€ude, dass es leider, leider nicht wurde. Nicht nur wĂ€re dieses GebĂ€ude wegen seiner Raumaufteilung viel passender gewesen, sondern es liegt auch noch in einer einfach netten Gegend von Hamburg. Aber es gibt dort so gut wie keine ParkplĂ€tze und wenn alle ehrlich wĂ€ren, dann ist genau das der Grund, weshalb wir dort nicht hinziehen. Wegen der Autofahrer. 🙁

DarĂŒber Ă€rgere ich mich jetzt einigermaßen und finde es deshalb schade, dass es diese neue Alternative noch gab, die fĂŒr mich persönlich die schönere gewesen wĂ€re. Andernfalls wĂ€re der jetzt bestimmte neue Standort auch meine Wahl gewesen. Alles eben eine Frage der Alternativen, die möglich (gewesen) wĂ€ren.

Und ich Ă€rgere mich darĂŒber, dass die Standortwahl nicht demokratisch, sondern nur unter den Vorturnern abgestimmt wurde. Man hĂ€tte schließlich kurzfristig eine Online-Umfrage in unserer Abteilung machen können. Ich könnte ein Votum von allen viel besser respektieren.

Dennoch bin ich insgesamt eher amĂŒsiert als verĂ€rgert ĂŒber die ganze Sache. Das ist definitiv ein gutes Ding der letzten Tage. Und natĂŒrlich gab es noch weitere gute Dinge in der Woche vom 28. Februar bis 6. MĂ€rz 2019:

  • Es gab einen gar köstlichen Erbseneintopf in der Kantine.
  • Ein ziemlich ausfĂŒhrliches Telefonat mit N.
  • Ich hatte einen Urlaubstag und durfte ausschlafen.
  • Anschließend haben Herr Grillenscheucher und ich in Ruhe die EinkĂ€ufe erledigt und konnten ganz entspannt mit den HĂ€ndlern auf dem Wochenmarkt plaudern.
  • Eine richtig schöne Primel in Gelb mit rotem Rand durfte mitkommen:

  • Nach einem derart stressfreien Tag war das Tanzen einfach nur wunderbar. Ich war so konzentriert und bei der Sache wie schon lange nicht mehr. Wow, was so ein einziger Urlaubstag ausmachen kann!
  • Ein paar Tage spĂ€ter habe ich gelesen, wie gesund das Tanzen ist. Die Erkenntnisse werde ich kĂŒnftig all meinen Kollegen, die Tanzen nicht fĂŒr Sport halten, um die Ohren donnern. Besonders denen, die Radfahren so toll finden und dauernd alle dazu bekehren wollen. 👿
  • WĂ€hrend Herr Grillenscheucher und ich glĂŒcklich tanzten, lag ein leckerer Braten im Römertopf im Ofen und verströmte beim Nach-Hause-Kommen nicht nur leckeren Duft, sondern schmeckte auch noch vorzĂŒglich.
  • Die erste Aussaat des Jahres geht auf! Dabei habe ich die Mini-Aussaat-Sets erst vor ein paar Tagen an den Start gebracht. Salat und Rucola sind schon eifrig am wachsen, wĂ€hrend sich das Basilikum noch ziert.

  • Am Wochenende habe ich mit Herrn Grillenscheucher mein mobiles Arbeiten getestet. Wir hatten so einige Schrecksekunden, aber nun funktioniert es.
  • Entgegen der Wettervorhersage guckte am Samstag die Sonne durch die Wolken und ich habe den FrĂŒhjahrsrĂŒckschnitt gemacht. Das erste Mal in all meinen Balkonjahren habe ich ihn so zeitig wie es eigentlich der GĂ€rtnerkalender vorschreibt gemacht und ich bin ganz stolz auf mich.
  • Anfang der Woche gab es Sturm und Regen. Aber wĂ€hrend meines Heimwegs holte Sturmtief Bennet wohl gerade tief Luft und ich kam weitgehend trocken ins warme Zuhause.
  • Ich darf mir einen zweiten BĂŒro-Bildschirm bestellen, weil meine Vorturnerin gerade versucht, ihren Geiz zu mĂ€ĂŸigen. MĂŒhsam nĂ€hrt sich das Eichhörnchen…
  • Insgesamt war unser regelmĂ€ĂŸiges GesprĂ€ch mal wieder sehr angenehm. Wir können gut miteinander reden. Diese Termine haben sich dahin entwickelt, dass wir uns einfach gegenseitig erzĂ€hlen können, was gefĂŒhlt seltsam lĂ€uft. Selbst wenn das nicht immer mit meiner aktuellen Arbeit zu tun hat. Ich freue mich sehr ĂŒber das Vertrauen, das wir in vielen Jahren miteinander gefunden haben.
  • Ein Schubs von meiner Kollegin-Freundin in einer Sache, die ich schon lĂ€ngst mal angehen wollte.
  • Meine diesjĂ€hrige Auszeit wurde genehmigt. Juchuh! 😎 Und mein Chef hat mir nette WĂŒnsche dafĂŒr auf die Mitteilung geschrieben.
  • Die Tulpen und – mittlerweile auch erkenntlich – die Narzissen auf meinem Balkon wachsen fröhlich vor sich hin. Aber wo bleiben die BlĂŒten?

  • Musik auf den Ohren und ein LĂ€cheln auf den Lippen mit Michael BublĂ© und seinem „Everything“.

Das Fest der Liebe

So heißt es doch immer: Weihnachten sei das Fest der Liebe. Wie in jedem Jahr rollt es nun eilig auf uns zu – nur noch 4 Tage ab jetzt. Jeden Tag wird im Radio runter gezĂ€hlt und die Moderatoren berichten, ob und wie viele Geschenke sie bereits besorgt haben. Die Werbung macht einen ganz wuschig mit all ihren Geschenk-VorschlĂ€gen. Gleichzeitig ist es aber angeblich so, dass die Geschenke ja „nur“ ein Dankeschön, ein Ich-hab-Dich-lieb, eine ganz kleine WertschĂ€tzung sein sollen. Wenn ich all den Trubel darum betrachte, kann ich an das „nur“ irgendwie nicht glauben.

In meinen Familien haben wir uns darauf verstĂ€ndigt, auf die Schenkerei zu verzichten. Schließlich gibt es keine kleinen Kinder, denen man das meiner Meinung nach schlecht antun kann. Es ist also toll, dass ich nicht mehr in diesen Geschenke-Stress gerate. Hilfe, wem schenke ich was? Hab ich jetzt alle bedacht? Sind die Geschenke auch einigermaßen ausgewogen?

Aber natĂŒrlich hat auch so ein Entschluss zwei Seiten. Ich kann die Aufregung um mich rum ĂŒber die Geschenke-Fragen nicht teilen. Ich habe nichts zu verpacken. Meine Vorfreude hĂ€lt sich in arg kleinen Grenzen. Und das Schlimmste: Ich kann nicht gespannt sein auf die Augen, die die Beschenkten hoffentlich machen. Das fand ich immer viel toller als selbst beschenkt zu werden. Allerdings funktionierte genau dies nicht mehr in den Jahren bevor wir die Geschenke aufgaben. Denn es gab von jedem Wunschzettel, die akribisch abgearbeitet wurden, so dass fĂŒr Überraschungen kein Platz blieb. Damit haben wir uns den Zauber selbst kaputt gemacht und insofern bin ich weiter froh, dass wir auf die Geschenke verzichten.

Die guten Dinge aus meiner Woche vom 13. bis 19. Dezember 2018:

  • Richtig fit war ich zwar noch nicht, aber ich hatte auch keine Lust mehr, krank zu sein. Also habe ich mich letzten Donnerstag wieder ins BĂŒro begeben, wo ich direkt einen Workshop gerettet habe, fĂŒr den nichts, aber auch gar nichts vorbereitet war.
  • AllmĂ€hlich werde ich wirklich wieder gesund und das fĂŒhlt sich sehr gut an.
  • Drei Kerzen auf dem Adventskranz durften angezĂŒndet werden.

  • Endlich haben Herr Grillenscheucher und ich es geschafft, zum Optiker zu gehen und ein Brillengestell fĂŒr die Arbeitsplatzbrille aussuchen, die ich bekommen soll. Ich bekam eine sehr nette, kompetente Hilfe von der Optikerin, obwohl ich einigermaßen unleidlich war. Alle Gestelle, die ich mir eingebildet hatte, befand sie nĂ€mlich als zu klein fĂŒr diese Art Brille. 😡 Letztlich konnte ich mich mit einem von ihr vorgeschlagenen anfreunden; vor allem weil es ganz leicht war und perfekt auf meine Nase passte. Ich bin gespannt, wie ich mich damit fĂŒhlen werde.
  • Beim Schlachter unseres Vertrauens haben wir Rotwild-Beinscheiben gekauft und Herr Grillenscheucher hat daraus ein sehr leckeres Essen gezaubert.
  • In einer Projektsitzung konnte ich Wissen aus lĂ€ngst vergangenen Projekten beisteuern. Immer wieder erstaunlich, was sich in all den Jahren in meinem Köpfchen festgesetzt hat. 🙂
  • Auf dem Wochenmarkt war es eisig kalt und es war so schön, im warmen Zuhause wieder aufzutauen.
  • Apropos kalt: Hier in Hamburg gab es am Sonntag den ersten Schnee dieses Winters. Eine sehr dĂŒnne Puderzucker-Schicht legte sich auf die Stadt. Das hat schon sehr was von einem Zauber, wie S. mir so schön schrieb. Noch mehr natĂŒrlich, wenn er am nĂ€chsten Morgen vorbei ist und ich rutschfrei ins BĂŒro komme. 😉

  • Drei Aldi-MĂ€rkte haben wir abgeklappert, um meinen Lieblingsquark zu kaufen, bis wir fĂŒndig wurden. Juchuh.
  • Ein Anruf von N., ĂŒber den ich mich sehr gefreut habe.
  • Fast hĂ€tten Herr Grillenscheucher und ich uns ĂŒber das Wann der Essensvorbereitung fĂŒr Heiligabend gestritten, aber wir haben es geschafft, stattdessen eine Lösung zu finden.
  • Das plötzliche GefĂŒhl von GlĂŒck und Dankbarkeit fĂŒr mein Leben.
  • In einem meiner Projekte habe ich zumindest vorerst wenig zu tun, worĂŒber ich sehr froh bin, denn der zugehörige Projektleiter ist sehr fordernd.
  • Mein toller Adventskalender berichtete an einem Tag von der Aktion „Unbezahlbar“ von Johannes Volkmann. In verschiedenen StĂ€dten wurden Tische auf einen Marktplatz gestellt, auf denen mit Papier umwickelte Teller standen. Die Passanten konnten auf dieses Papier das schreiben, was fĂŒr sie persönlich unbezahlbar ist. Spannend finde ich das.
  • Ich hatte einen Tag mit „einem Lauf“. Gestern klappte irgendwie alles und nicht nur die TĂŒr. Wunderbar!
  • Im Januar bekomme ich eine Schulung in einer Projektmethode, mit der ich in einem Projekt arbeiten soll, und zwei der drei Termine lagen auf Freitagen. Och nö! Aber weil ich klar formuliert habe, wann ich freitags spĂ€testens die Firma verlassen muss, darf ich nun an der Schulung teilnehmen, die an einem anderen Wochentag stattfindet. Manchmal muss man eben die Klappe aufmachen…
  • Die Kantine kredenzte ihren super leckeren Tafelspitz mit Meerrettichsoße. Sie haben echt ihre Glanzstunden.
  • Endlich mal wieder ein gutes, vertrauensvolles GesprĂ€ch mit A., was dringend nötig war.
  • In fast letzter Sekunde bekam ich fĂŒr Freitag noch einen Urlaubstag genehmigt. Deshalb habe ich morgen meinen letzten Arbeitstag in diesem Jahr. Wow, was fĂŒr ein GefĂŒhl!
  • Auf meinen Wegen nach Hause hatte ich nun wieder Musik auf den Ohren und zwar meine persönliche Weihnachtsplatte: „Misty Paradise“ von Hanne Boel. Eigentlich ist das gar keine Weihnachtsmusik und ich weiß auch nicht so genau, warum ich beim Hören immer an Weihnachten denke. Vielleicht weil ich die Platte mal zu Weihnachten bekommen habe, aber das gilt schließlich auch fĂŒr diverse andere. Egal, ein Lied daraus: