Tanzschuhe in der Speicherstadt

Es ist nicht ganz wie in dem Märchen „Die zertanzten Schuhe“ von den Gebrüdern Grimm, denn Herr Grillenscheucher und ich brauchen schon ein paar Jahre und nicht nur eine Nacht, um unsere Tanzschuhe zu zertanzen. Das ist auch gut so, denn andernfalls wäre es ein sehr teurer Sport und außerdem lieben wir unsere Schuhe immer sehr. Aber irgendwann ist es eben soweit und sie sind so ausgeleiert, dass wir keinen guten Halt mehr darin haben, was beim Tanzen nicht nur unangenehm, sondern auch ein bisschen gefährlich ist.

Dieses Jahr wurde es mal wieder Zeit und über den Verlust der alten Tanzschuhe tröstet uns immer der deshalb erforderliche Besuch unseres liebsten Tanzschuh-Ladens hinweg. Dance Affairs liegt mitten in der Hamburger Speicherstadt in einem der Kontorhäuser auf Boden 3 (= Etage 3) und ist einfach ein Tänzer-Paradies. Schon das Treppenhaus ist wunderbar.

Der Laden ist riesig und bietet für jedwede Tanzrichtung die richtige Ausrüstung, sowohl die Schuhe als auch die Klamotten. Ich könnte ewig darin rum laufen und die bunten Stepptanz-Schuhe und die Tutus, die an Baisers erinnern, bestaunen. Mittendrin gibt es einfach so sogar einen kleinen Platz am Fenster zum Ausruhen.

Die Verkäuferinnen und die Verkäufer sind einfach nur wunderbar. Jedes Paar Schuhe, das einem auch nur annähernd gefallen könnte, schleppen sie in der möglichst passenden Größe aus dem Lager heran. Sie sind unglaublich ehrlich und teilen ihr Wissen gern und im Zweifel auch ungefragt. Man kann stundenlang auf den eventuell in Frage kommenden Schuhen rumlaufen und wird auch dazu aufgefordert, das mindestens ein paar Minuten zu machen. Schließlich müssen die Schuhe auch mit Körperwärme noch wie angegossen sitzen. Wäre ja schon blöd, beim Jive plötzlich einen Schuh von sich zu schleudern, weil er sich zu sehr geweitet hat. Nur mit viel Glück träfe er jemanden, der einem eh immer im Weg rumsteht. 😉

Herr Grillenscheucher und ich haben dieses Mal sehr lange sehr viele verschiedene Schuhe anprobieren müssen, um glücklich aus dem Laden zu gehen. Wir hatten es auch schon, dass wir rein kamen, die perfekten Schuhe sahen und damit direkt wieder gehen konnten. Aber das ist halt das Tolle: Man sagt, was man sich so ungefähr vorstellt, und dann bringen sie einem alle Modelle, die dem entsprechen könnten. Anfangs dachte ich noch, dass ich dort dieses Mal einfach keine Schuhe finde, und zum Schluss musste ich mich zwischen zwei Modellen entscheiden. Fast hätte ich beide gekauft… Geworden sind es diese wunderschönen Glitzerteile:

Anschließend sind wir ein bisschen durch die Speicherstadt gelaufen. Es gibt das passende Schloss zum Märchen und auch eine wiederum dazu passende Dienerreihe.

Die Speicherstadt ist immer wieder schön anzusehen.

Dann schlug der kleine Hunger zu. Herr Grillenscheucher und ich haben uns bei Daniel Wischer Fish & Chips gekauft und sie um die Ecke an einem Tisch eines bereits geschlossenen syrischen Lokals, das noch Tische und Bänke draußen stehen hatte, geteilt. Vielen Dank dafür. Immer wieder lecker!

Gestärkt haben wir uns weiter im analogen Einkauf versucht. Leider ohne Erfolg. 🙁 Nicht mal meine Ersatzzahnbürsten für meine elektrische Zahnbürste waren so noch zu kriegen. Das ist doch vollkommen beknackt, dass ich selbst die jetzt im Internet bestellen muss! Ich kann echt nur hoffen, dass es den genialen Tanzsport-Laden mit den super Verkäufern weiterhin geben wird. Sonst müsste ich ja mindestens 10 Paar Schuhe bestellen, um wenigstens annähernd raus zu finden, welche Größe und welche Absatzhöhe mir passt. Mit ganz viel Glück könnte ich dann genau ein Paar davon behalten und müsste den Rest zurück schicken. Das ist doch gruselig, oder?

Zum Schluss und zur Entspannung haben wir noch einen Stopp im Lüttliv gemacht. Draußen sitzen, einen Prosecco auf Eis trinken und über die digitale Welt wundern. Währenddessen hing ein alter Kronleuchter neben einer Disokugel neben uns in der Baumkrone. Och, die analoge Welt war doch auch nicht schlecht, oder?

Sommerzeit

Bis eben dachte ich noch, dass ich die Umstellung auf die Sommerzeit und die dadurch fehlende Stunde dieses Jahr super weg gesteckt habe. Aber nun fallen mir um 19 Uhr schon die Augen vor lauter Müdigkeit zu. Warum kann man mit dem Mist nicht endlich wieder aufhören??? 👿

  • Schön, dass trotz all der Arbeit im Büro auch immer ein bisschen Zeit zum Klönen bleibt. Heute kamen wir irgendwie aufs Tanzen und N. hat mir von der Tanzschule Fern erzählt, die früher im Fernsehen Tanzunterricht gab. Sehr lustig, was es alles für Tänze gab, die heute so gut wie gar nicht mehr getanzt werden. Z.B. den Bossa Nova (und YouTube hält noch viele weitere Filmchen der Tanzschule bereit):

  • Auf dem Heimweg traf ich Hund W. mit meinem Lieblingsnachbarn. Der Hund freute sich über Streicheleinheiten und der Nachbar und ich über einen kurzen Plausch.
  • Eine Mail von D. und ich bin froh, dass ihre lange Funkstille keinen ernsten Hintergrund hat.

Der Nachtrag vom Wochenende

Wow, es war zwar grau, aber nicht kalt und nicht nass! Nahezu angenehmes Wetter. Inzwischen bin ich ja schon für kleine Wetterbesserungen dankbar und vor allem dafür, wenn uns das Wetter nicht von unseren Plänen abhält.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Herr Grillenscheucher sah so schick aus mit den frisch geschnittenen Haaren, der neuen Weste und den neuen Schuhen.
  • Leckere Dinge auf dem Wochenmarkt eingekauft. Bärlauch gab es auch wieder.
  • Endlich waren Herr Grillenscheucher und ich wieder fit genug, um zum Tanzen zu gehen. Zum Glück wurde während unserer Abwesenheit eine Figur im Cha Cha Cha und in der Rumba gelehrt, die wir zwar vergessen, aber schnell wieder drauf hatten.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Herr Grillenscheucher und ich waren in der Innenstadt, um diverses Zeug zu kaufen. Es war zwar anstrengend, zwischen alle den Menschen rum zu laufen, aber das Wetter war mild und wir konnten unsere Mäntel offen lassen. Glücklicherweise haben wir alles bekommen, was auf dem Zettel stand.
  • Spaghetti mit Bolo – mir war so danach und es war total lecker.
  • Rechtzeitig die Uhren auf die beknackte Sommerzeit umgestellt und so haben wir uns gleich dran gewöhnt.

Die guten Dinge von heute:

  • Der Wohnungsputz lag an und wir hatten Spaß dabei.
  • Ich habe die Balkonpflanzen inspiziert – alle sehen gesund und munter aus. Hier und da treibt schon was aus. Hoffentlich nicht zu früh, denn für die kommende Woche ist hier nochmal Schnee angekündigt.
  • Die Narzissen, die ich am Freitag auf dem Wochenmarkt gekauft habe, gehen auf und bringen ein bisschen Frühling in meine Wohnung.

Der Nachtrag vom Wochenende

Und da ist er zurück, der Winter mit seinem Schnee. Dieses Mal ist er wohl gekommen, um zu bleiben. 🙁 Inzwischen liegt eine mindestens 3 cm dicke Schneedecke auf meinem Balkon. Heute Nachmittag sah es noch so aus:

Menno, ich will endlich Frühling haben!

Die guten Dinge von Freitag:

  • Auf dem Wochenmarkt gab es den ersten Bärlauch des Jahres. Welch eine Freude!
  • Es war zwar eiskalt, aber wenigstens trocken und so konnten wir uns von Olga zum Tanzen und zurück bringen lassen. Getanzt haben Herr Grillenscheucher und ich zwar schon mal besser, aber wir hatten Spaß und hinterher war uns wunderbar warm.
  • Geschnetzeltes mit Champignons und Bärlauch und Penne – lecker!

Die guten Dinge von Samstag:

  • Gemeinsam mit Herrn Grillenscheucher lauter leckere Dinge zu frühstücken.
  • Immer noch war es trocken draußen und weil viel Schnee und viel Kälte vorhergesagt wurden, haben wir einen Großeinkauf bei Aldi mit Olga gestartet und uns mit allem bevorratet, was haltbar ist. So kommen wir vielleicht drum rum, große und schwere Sachen zu Fuß durch den Schnee schleppen zu müssen. Hinterher waren wir dann noch bei Famila, wo es Barilla im Sonderangebot gab, und haben uns mit Bavette eingedeckt. Herr Grillenscheucher stellte eine Dose San Pellegrino Aranciata Rossa ins Kühlregal, wir stöberten durch den Laden und konnten hinterher den gekühlten Geschmack Italiens trinken. Außer den Nudeln fand sich noch eine Marmelade mit dem hübschen Namen „Glück“.

  • Irgendwie drehen sich ganz viele gute Dinge dieses Wochenende ums Essen, was aber angesichts der Wetterlage auch kein Wunder ist. An diesem Abend gab es nämlich total leckere Nierchen mit Zucchini, Bärlauch und Bavette. Tolle Kombination – vor allem weil wir erst gar nicht wussten, welches Gemüse zu Nierchen passt.

Die guten Dinge von heute:

  • Angesichts des Schnees bin ich total froh, dass wir gestern diesen Großeinkauf gemacht haben.
  • Der Topf Tulpen, den ich schon vor 2 Wochen auf dem Wochenmarkt gekauft hatte, öffnete dieses Wochenende endlich seine Blüten. Am Freitag war es nur eine Blüte und heute sind alle 3 offen.

  • Das ganze Wochenende hat Herr Grillenscheucher immer mal wieder mein neues Laptop eingerichtet. Er hat es Amelie getauft und nun schreibe ich das erste Mal darauf. Fühlt sich gut an und hübsch ist sie, finde ich.

Der Nachtrag vom Wochenende

So richtig erholt haben sich meine Zähne von der Tortur immer noch nicht, aber sonst war es ein schönes Wochenende. Sogar mit ziemlich milden Temperaturen und ohne Schnee.

Die guten Dinge von Freitag:

  • In der Kantine gab es als Überraschungsessen Fischstäbchen mit Kartoffelpüree und das konnte ich so einigermaßen essen bzw. eher lutschen.
  • Herr Grillenscheucher und ich waren zum Tanzen und hatten viel Spaß. 🙂 Der Azubi hat unterrichtet, seinen Job sehr gut gemacht und schöne Musik aufgelegt. Es waren weniger Paare als sonst da und deshalb wurden wir gebeten, nach der Pause in den kleineren Saal zu wechseln, damit der parallel dort stattfindende Kurs genug Platz zum Lernen einer raumgreifenden Figur hat. Der Azubi kündigte das an und meinte, wir hätten eh nur einen Tanz, für den man viel Platz braucht, noch nicht getanzt: die Samba. Ein Glück war ich geistesgegenwärtig genug, um ihm zu widersprechen. Der Slowfox braucht nämlich erheblich mehr Platz. So kamen wir um die blöde Samba rum 😉 und durften noch einen Slowfox vor der Pause tanzen. Ein Glück, denn im kleinen Saal fühlte es sich an als wären wir plötzlich doppelt so viele Paare.
  • Hinterher gab es leckere, tröstende Bolo.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Es war mild und trocken draußen. Ich konnte endlich mal wieder einen leichteren Mantel tragen.
  • Herr Grillenscheucher und ich waren mit der Mission „Notebook“ unterwegs. Da muss endlich was passieren. Wir haben tatsächlich ein neues für mich gekauft und hinterher hatte Herr Grillenscheucher doch noch eine neue Idee, woran Lisa erkrankt sein könnte. Mal sehen, was dabei raus kommt.
  • Als wir zurück nach Hause kamen, roch die Wohnung lecker nach Hühnersuppe, die den ganzen Tag auf dem Herd vor sich hin köchelte. Herr Grillenscheucher hatte sie gleich nach dem Aufstehen aufgesetzt.
  • Bonus: Wir haben diverse Dinge besprochen und beschlossen. Herr Grillenscheucher hatte eine gute Idee für die Winterflucht, über die wir gerade nachdenken. Da gilt es, noch einiges zu recherchieren.

Die guten Dinge von heute:

  • Lange geschlafen und beim Aufstehen schien die Sonne. 😎
  • Es ist genug Hühnersuppe übrig geblieben, so dass ich zwei Portionen einfrieren konnte. Super! So bin ich für mögliche Erkältungen gerüstet.
  • Ich habe mich darüber gefreut, dass Herr Grillenscheucher so gut drauf war.