Die letzte Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 1

Was bringt einen nach einem vollkommen ätzenden ersten Arbeitstag nach dem Urlaub, der einem die Tränen in die Augen trieb, wieder in die gute Urlaubslaune? Genau! Auf dem Heimweg entspannte Musik von Jack Johnson auf die Ohren:

Damit war der Anfang zur guten Laune gemacht und zu Hause wartete Amelie mit den Urlaubsfotos und der Plan, mit meinem Kreuzfahrtbericht zu starten. Das erste Foto-Kapitel ist bearbeitet, also kann es jetzt losgehen. Zeitnah, wie versprochen. 😉

Bevor unser Lieblingsschiff, die Mein Schiff 1 von TUI Cruises, an eine englische Reederei verkauft wurde, fuhr es eine 42-tägige Abschiedsreise, die in 3 Abschnitte aufgeteilt war. Von Singapur nach Dubai, von Dubai nach Antalya und von Antalya nach Mallorca. Herr Grillenscheucher und ich hatten uns schon vor etwa 2 Jahren entschieden, die alte Lady auf ihrem letzten Abschnitt zu verabschieden. Alles andere hätte unsere Nerven vermutlich blank liegen lassen, denn auf den Abschnitten davor gab es zu viele Seetage am Stück. Erfahrungsgemäß können wir solche Tage aber nur begrenzt genießen.

Die ursprüngliche Route für den letzten Abschnitt sah auch einen 2-tägigen Aufenthalt in Istanbul vor, der wegen der aktuellen Situation in der Türkei abgesagt wurde. Einerseits ist das sehr schade, denn die Stadt hätte ich gern gesehen. Andrerseits waren wir sehr erleichtert über diese Entscheidung der TUI, denn wir hatten eben wegen der Türkei-Situation zwischenzeitlich bereits überlegt, die Kreuzfahrt zu stornieren. Blöd genug, dass wir weiterhin über Antalya anreisen mussten.

Statt Istanbul bekamen wir 2 andere Häfen zu sehen, über die wir uns sehr gefreut haben: Mykonos und Malta. Unsere Kreuzfahrt hatte nun folgenden Ablauf: Seetag, Piräus, Mykonos, Kreta, Seetag, Malta, Seetag, Salerno, Civitavecchia, Seetag, Barcelona, Mallorca.

Aber vor dem ersten Ablegen steht das Kofferpacken. 😕 Ich kann gar nicht sagen, warum es dieses Mal ganz besonders schlimm war, aber definitiv hätte ich in dem Moment die Reise am liebsten abgesagt. Boah, was hatte ich eine schlechte Laune. Herrn Grillenscheucher ging es nicht anders, was gewissermaßen beruhigend war. Noch dazu schneite es am Abend vor dem Abflug ziemlich heftig. 😯

Am Tag unseres Abflugs schien immerhin die Sonne und wir konnten die Koffer über schneefreie Fußwege rollen. Dank C. hatten wir super bequeme Sitzplätze mit viel Beinfreiheit im Flieger und dazu dank Herren Grillenscheucher super leckere Wraps für die Ernährung auf dem Flug. Sowohl beim Start als auch bei der Landung hatte ich keinerlei Probleme mit dem Druckausgleich, was eine echte Rarität ist.

Das Warten auf die Koffer stellte mich vor eine echte Geduldsprobe. Umgeben von Menschen, die mit fast 100%iger Sicherheit ebenfalls mit aufs Schiffchen kommen. Einige kannte ich vom Sehen von vergangenen Kreuzfahrten und ich fühlte mich irgendwie umzingelt und eingesperrt. Wofür die Menschen überhaupt nichts können, denn sie hatten mir noch nie was getan.

Aber dann waren die Koffer endlich eingesammelt und wir durften raus in die warme Abendsonne und rauchen. Juchuh! Außerdem ergatterten wir Sitzplätze ganz vorn im Shuttle-Bus zum Schiff und hatten einen super Blick auf das Verkehrschaos in Antalya. Irre! Am Check-In zum Schiff erwischten wir 2 Jungspunde und hatten richtig Spaß mit den beiden. „Mit welchem Reisepass reisen Sie ein?“ – „Mit dem meiner Eltern. Das war schon immer problemloser.“ 😛

Auf dem anschließenden kurzen Weg zum Schiff winkten uns C. und M. schon vom Schiff aus zu. Welch eine tolle Begrüßung! Nach einem kurzen Schwung über unsere Kabine, in der uns mal wieder diverse Gutscheine für Der-Himmel-weiß-was, ein Schiffsmodell und die obligatorische Rose erwarteten, haben wir die beiden im Casino getroffen und uns glücklich begrüßt. Kennen gelernt hatten wir uns auf demselben Schiff vor 4 Jahren und dies würde unsere zweite gemeinsame Kreuzfahrt werden.

Vor der obligatorischen Seenotrettungsübung haben Herr Grillenscheucher und ich uns mit einem Burger und Pommes im Cliff 24 gestärkt. Zu dem Zeitpunkt war das Pooldeck fast leer und nur die Tische für das erste Auflaufen waren schon aufgebaut.

Vor und nach der Seenotrettungsübung, die zum Glück sehr zügig zu Ende war, haben wir die Koffer ausgepackt. Und wir haben es geschafft, zum ersten Ablegen dieser Kreuzfahrt auf unserem Lieblingsplatz dafür hinten draußen auf Deck 7 zu stehen – in ganz warmer Luft. Danach hatten wir noch einen späten und schönen Abend mit C. und M. im Casino.

Unsere erste Nacht auf dieser Tour wurde leider erheblich von der super lauten und vermutlich kaputten Klimaanlage in unserer Kabine beeinträchtigt. Schlaf gab es deshalb eher wenig. Wie gut, dass der nächste Tag ein Seetag sein würde!

Klirrende Kälte

Himmel, ist das kalt draußen! Heute früh erzählte mir der Mann im Radio was von -14° C und von noch niedrigeren Temperaturen in den Randgebieten der Stadt. 😮 Fortan verlas er bei den viertelstündlich wiederkehrenden Wetterberichten sogar die Nach-Komma-Stellen. Als ich raus musste, waren es immerhin schon -12,8° C.

  • Schon gestern hatte ich mir in weiser Voraussicht einen Termin beim Hausarzt geben lassen. Heutzutage ist es ja nicht mehr so, dass man da einfach hinkommen kann, wenn man akute gesundheitliche Probleme hat. Genau genommen kann man das natürlich schon, muss dann aber stundenlang warten. Wieso nur ging das früher anders? Dank des Termins musste ich heute „nur“ eine halbe Stunde warten. Immerhin wurde mir zugetraut, von selbst die richtigen Maßnahmen gegen den grippalen Infekt zu ergreifen, und ich wurde bis Ende der Woche krank geschrieben.
  • Der Kopf hat aufgehört zu dröhnen und ich konnte mich wieder gut genug konzentrieren, um zu lesen. Deshalb gab es viel Lesezeit auf dem Sofa mit viel Tee. Endlich kam mal wieder meine leicht kitschige Teekanne mit Rosendekor zum Einsatz.

  • Von drinnen sehen die Kälte und der Schnee wirklich hübsch aus. Und die Sonne hat schon so viel Kraft, dass Buddha auf dem Balkon wieder was sehen kann. 😉

Erkältung

Nun hat sie mich anscheinend doch noch erreicht, die blöde Erkältung, wegen der hier gefühlt jeder zweite schon das Bett gehütet hat. 🙁 Wundert mich allerdings nicht sonderlich bei dem saukalten Winterwetter. Passend dazu ist heute der Welteisbärentag – denen würde es in all dem Schnee bestimmt gut gehen.

  • Ich habe mich also für heute krank gemeldet und konnte deshalb mal die Schneemassen auf dem Balkon mittags mit ein bisschen Sonne drauf fotografieren. Wesentliche Änderungen zu gestern gibt es allerdings nicht.

 

  • Den Nachmittag habe ich mit viel Tee auf dem Sofa verbracht und versucht, den Lärm von draußen zu ignorieren. Dort wurde nämlich leider eine ganz alte Weide abgeholzt, weil sie krank war. (Erstaunlich, dass sie das auch bei so einem Wetter machen. 😮 )
  • Wie gut, dass ich Hühnersuppe eingefroren hatte! Die schmurgelt gerade auf dem Herd und wird mir bestimmt gut tun.

Schnee

Schnee, immer wieder Schnee gab es heute. Draußen ist alles weiß – abgesehen von den Straßen natürlich. Gestern sah es auf meinem Balkon ja noch vergleichsweise harmlos aus. Heute früh bot sich folgendes Bild:

Kalt ist es obendrein, so dass das weiße Zeug auch noch liegen bleibt. Die dicken Winterstiefel mussten also raus gekramt und jede Menge Klamotten angezogen werden. Wie ich es hasse, so dick verpackt zu sein!

  • Dennoch sah es schön aus auf meinem Balkon heute früh mit dem Schnee und dem blauen Himmel. Der Buddha hinten rechts in der Ecke ist nur noch als Schneehaufen zu erkennen.

  • Mittags in der Kantine hab ich mich über M. amüsiert, der fand, ich mache die treffenderen Wettervorhersagen als seine gekaufte Wetter-App, die nichts von Schnee vermeldet hatte, während ich davon schon am Freitag wusste. Tja, man sollte sich halt nicht auf eine einzige Quelle verlassen.
  • Nach Hause kommen und endlich einen Teil der vielen Klamotten ausziehen zu können.

Kurz und gut

  • Weil die Ärztin mir gestern für heute Ruhe empfahl, habe ich mich schon gestern im Büro krank gemeldet und konnte heute wunderbar ausschlafen.
  • Kaum bin ich mal einen Tag zu Hause, klingelt immer wieder das Telefon und ich hatte sehr nette Telefonate. (Sprechen geht ja wieder, nur beißen noch nicht so richtig.)
  • Ich durfte dem Schneetreiben von drinnen zugucken.