Der Nachtrag vom Wochenende

Eisige Sturmböen zogen am Wochenende durch Hamburg und lärmten laut in meiner Wohnung, weil die Dunstabzugshaube direkt nach draußen führt. Gewissermaßen zum Glück wurde unsere Verabredung mit Freunden am Samstag abgesagt, weil die beiden erkältet waren. So mussten wir nicht nach draußen und Herr Grillenscheucher konnte seine eigene Erkältung einigermaßen kurieren.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Ich habe mich gerade noch rechtzeitig dem Mitteilungsbedürfnis von A. entzogen, um pünktlich Feierabend zu machen.
  • Trotz der Sturmböen sind Herr Grillenscheucher und ich auf den Wochenmarkt gegangen. Dafür wurden wir mit vielen Leckereien belohnt und motzten mit den Markthändlern um die Wette wegen des ekelhaften Wetters.
  • Herr Grillenscheucher freut sich ganz doll über sein neues Notebook, das den Namen Sardelle bekommen hat.

Die guten Dinge von Samstag:

  • E. hatte mir einen Ausflugstipp für unsere nächste Kreuzfahrt gegeben, den wir recherchiert haben. Leider ist es nicht so einfach, dorthin zu gelangen, aber für den Fall, dass wir dann Hummeln im Hintern haben, sind wir bestens vorbereitet. 😎
  • Viel Gemüse schnippeln.
  • Pläne machen mit Herrn Grillenscheucher.

Die guten Dinge von heute:

  • Ausschlafen.
  • Blauer Himmel den ganzen Tag und die Sturmböen haben endlich nach gelassen.
  • Herrn Grillenscheucher geht es wieder besser und ich fühle mich auch gesund.

Der dritte Seetag

Der dritte Tag dieser Kreuzfahrt, den wir auf See verbrachten. Das Meer lag ruhig und die Sonne schien. Perfektes Wetter für einen Seetag und am Pool war bestimmt die Hölle los. Herr Grillenscheucher und ich taten unser Möglichstes, um den Menschenmassen und ihrem Lärm zu entgehen. Gar nicht so einfach, wenn alle an Bord sind…

Im wesentlichen haben wir an verschiedenen Orten gelesen und sind je nach Lärmpegel weiter gezogen. Zwischendurch gab es leckere Pommes aus dem Cliff 24. Die letzten Postkarten wurden geschrieben.

Um 19 Uhr sollten wir in Barcelona anlegen, aber die Freedom of the Seas belegte noch unseren Ankerplatz. Dort fehlten 100 Passagiere, die Ausflüge gebucht und nun wegen des Formel-E-Rennens kein Durchkommen zurück zu ihrem Schiff hatten. Also warteten zwei Schiffe wegen eines blöden Autorennens eine Stunde lang. 🙄 Ein Glück hatten wir es nicht eilig, denn wir wollten an dem Abend nicht mehr an Land gehen.

Das einzige Foto von diesem Tag ist immerhin perfekt gelungen:

Die guten Dinge von Sonntag, 14. Mai 2017:

  • Verhältnismäßig lange schlafen dürfen und trotzdem noch Frühstück bekommen.
  • Lesen und ausruhen.
  • Eine Weile allein in der Sonne auf unserem Balkon und tatsächlich vollkommener Ruhe zu sitzen.

 

Kurz und gut

  • Genesungsschlaf.
  • Das Wetter war mild und trocken. Ich habe einen Rundgang über den Balkon gemacht, um zu sehen, wie die Pflanzen mit der Kälte und dem Schnee zurecht gekommen sind. Viel lässt sich noch nicht erkennen, aber ich glaube, die meisten haben überlebt. Ich habe die ersten grünen Spitzen der Kroken entdeckt und eine neue weiße Blüte von etwas, was ich vorletztes Jahr verbuddelt hatte. Wenn mir doch bloß der Name davon einfallen würde! Die sind offenbar echt hart im Nehmen.

  • Ich habe einen langsamen Spaziergang im diesigen Sonnenschein um den Block gemacht. Das tat gut, auch wenn es mich schnell erschöpft hat. Gut, dass ich noch ein paar Tage habe, um mich wieder an geschäftigen Alltag zu gewöhnen! Unterwegs habe ich mir ein kleines Primel-Töpfchen gekauft und da es im Einkaufsbeutel immer umkippte, habe ich es in der Hand getragen, was allen, die mir entgegen kamen, ein Lächeln ins Gesicht zauberte. 🙂