Sonne, Hitze und endlich Regen

Schon seit Wochen, ach was seit Monaten beherrscht die Sonne das Hamburger Wetter. Mensch, seit wie vielen Jahren wünschen wir uns hier im Norden mal wieder so einen richtigen Sommer? Aber wenn der dann gefühlte Ewigkeiten lang Temperaturen über 30° C und komplette Trockenheit bedeutet, dann ist es auch nicht recht. Mir jedenfalls nicht, weil ich es nicht mag, wenn ich nur lethargisch auf dem Sofa hängen mag.

Die Gewässer der Stadt sind überwiegend von Blaualgen verseucht, die Fische sterben in Massen und die Alsterschwäne wurden schon vorsorglich in ihr Winterquartier gebracht. 😮 Überall vertrocknen die Pflanzen und die Bäume verlieren ihre Blätter, so dass es auf den Wegen schon wie im Herbst aussieht.

Aber heute sollte es endlich Regen geben. Schon am Vormittag sah der Himmel vielversprechend aus, aber dann schob der Wind die Wolken wieder weg. Am Abend kam er dann doch noch, der Regen. Mit einem Sturm, der sich wortwörtlich gewaschen hatte. Ein Glück ist auf meinem Balkon alles stehen geblieben, aber den Salat hat’s ganz schön gerupft.

Nach maximal einer halben Stunde war der ganze Spuk vorbei. Nicht viel für die durstende Pflanzen- und Tierwelt. Aber es ist doch tatsächlich mal schön, Regentropfen glitzern zu sehen. 🙂

Salat

Heute früh sah der Salat im Kasten wieder aus wie neu. 🙂 Und damit er den heutigen noch heißeren Tag übersteht, habe ich ihn gleich morgens nochmal gegossen. Bei der Gelegenheit bekamen alle anderen Pflanzen wie z.B. Dill und Bohnenkraut, die mit der Hitze und der vielen Sonneneinstrahlung Probleme haben, ebenfalls eine Morgendusche.

Heute Abend hat der Salat mich dann so empfangen:

Welch eine Freude! Gerade so eben nochmal gut gegangen und es gibt weiterhin knackigen Salat vom eigenen Balkon.

Der Dill blüht jetzt einträchtig neben der Minze, was ein lustiges Geruchsmischmasch ergibt.

Kalifornischer Mohn

Kaum schreibe ich über mein Experiment mit dem kalifornischen Mohn und seine empfindlichen Blüten, die er bei mir lieber geschlossen hält, werde ich heute beim Heimkommen mit zwei offenen Blüten begrüßt. Manchmal hilft meckern. 😉

Dafür hat sich der Salat ob der heutigen Hitze niedergelegt. Irgendwas ist ja immer… 😕 Mal sehen, ob ihn die Wassermassen, die ich nun rein geschüttet habe, wieder aufpäppeln können.

Alles so schön grün hier

Auf meinem Balkon ist es gerade wunderschön grün. Das Pikieren vor 3 Wochen hat tolle Ergebnisse gebracht. Die Tagetes-Kästen sind nun üppig bewachsen und in einem gibt es sogar schon erste Blüten.

Der Salat quillt in seinem Kasten und seinen Töpfen fast schon über.

Minze und Dill wetteifern darum, wer höher wachsen kann und die Minze ist mit ihren vielen Blüten die momentane Hauptattraktion für Hummeln auf meinem Balkon.

 

Weil ich fast alles liebe, was gelb oder orange blüht, habe ich mich von dem Foto vom kalifornischen Mohn auf einem Samentütchen hinreißen lassen und ihn in drei Töpfen ausgesät. Obwohl ich doch eigentlich weiß, dass Mohn sehr empfindliche Blüten hat und mit meinem eher ungeschützten Balkon nicht gut klar kommt. Bei mir bleiben die Blüten deshalb leider meistens geschlossen.

Ich finde, er sieht ganz süß aus, aber künftig sollte ich wohl robustere Pflanzen wählen. Ebenso werde ich keine Saat „Wiesenblumen-Mischung“ mehr aussähen. Meine Vorstellung von Wiesenblumen passt nämlich offenbar nicht mit der des Anbieters zusammen. Ich verstehe darunter niedrig wachsende Blumen. Rausgekommen aus der Saat ist eher eine Art Urwald. 😮

Der Urwald besteht zu 50 % aus Disteln, die ich ziemlich langweilig finde. In den Kasten hätte ich besser die vielen im letzten Jahr geernteten Sonnenblumenkerne gesteckt. Hätte, hätte, Fahrradkette… Ein Glück gibt es nächstes Jahr den nächsten Versuchsaufbau. 🙂

Ein Teil der Sonnenblumenkerne (für den Kasten hätte ich noch genügend gehabt) kam in lauter einzelne Töpfe und bildet inzwischen Blütenansätze.

Die Chili-Pflanze, die mir Herr Grillenscheucher geschenkt hat, wächst fröhlich vor sich hin, verweigert allerdings bislang das Blühen.

Trotz all den kleinen Mäkeleien an meiner diesjährigen Saatauswahl bin ich sehr glücklich und zufrieden mit meinem Balkon und genieße es, dort zu sitzen und ins Grün zu gucken. Dem Buddha gefällt es auch unterm Lavendel und Oregano.

Wespen

In diesem Jahr hat sich eine Wespenkönigin ausgerechnet meinen Balkon zum Nisten ausgesucht. Das Nest an sich kann man nicht sehen, weil es hinter einer Abdeckung vom Dach ist. Im Frühling dachte ich lange Zeit, dass die Wespen nur deshalb unter diese Abdeckung fliegen, um dort Holz zu sammeln. Das taten sie nämlich auch schon in den vergangenen Jahren. Es hat lange gedauert bis mir klar wurde, dass ein derartiges Gewimmel nur eins bedeuten kann: ein Nest. Direkt neben meiner Balkontür. Bislang, das muss ich schon zugeben, sind wir ganz gut miteinander klar gekommen. Aber jetzt im Herbst werden die Biester echt lästig. Entspanntes Arbeiten auf dem Balkon ist nicht mehr möglich. 🙁 Immerhin haben Herr Grillenscheucher und ich schon Pläne, wie wir im Winter die Hohlräume unter der Abdeckung verstopfen können, damit das nicht nochmal passiert.

  • Trotz der Wespen habe ich heute das Bohnenkraut und die Tagetes entsorgt und deren Balkonkästen geschrubbt. Allmählich lichtet es sich auf meinem Balkon. Es wird eben Herbst. Seufz. Immerhin blieb es entgegen der Wettervorhersage trocken und ab und zu kam sogar die Sonne raus.
  • Ich habe mir Fleiß-Sternchen verdient, indem ich Schuhe geputzt habe. 😉 Neu imprägniert sind sie nun auch – vorbereitet sein ist alles…
  • Ein leckeres Sandwich mit dem letzten Salat der Saison.