Winterzeit

Am Wochenende war es wieder so weit: Die Uhren mussten auf die Winterzeit zurück gestellt werden. Hach, was wäre ich dankbar, wenn dieses Elend endlich ein Ende hätte! Mich bringt das jedes Mal total durcheinander. Aber da sich die EU-Länder derart uneins sind, ob sie die Umstellung weiter wollen und wenn nicht, welche Zeit – Sommer- oder Winterzeit – sie zukünftig einführen wollen, wage ich nicht mehr, darauf zu hoffen.

Meine guten Dinge aus der Woche vom 25. bis 31. Oktober 2018:

  • Eine wunderschöne Postkarte von E. aus ihrem längst vergangenen Urlaub auf Kreta fand den Weg in meinen Briefkasten.
  • Amelie hat aus ebenso plötzlich und unerwartet damit aufgehört, selbstständig Worte in meine Texte einzufügen, wie sie damit angefangen hat. Der Spuk ist vorbei, juchuh.
  • Ein gutes Gespräch mit meiner Vorturnerin über meine aktuelle berufliche Situation. Sie hat verstanden, was mich umtreibt, und will versuchen, die Dinge zu klären. Die Hoffnung stirbt zuletzt…
  • Schöne Abende mit vielen Gesprächen am Wochenende mit Herrn Grillenscheucher. Dazu gab’s Musik von Ed Sheeran von einer CD, die ich kürzlich tatsächlich bei Aldi fand. Darauf ist auch einer der schönsten Hochzeitswalzer, die ich kenne:

  • Die Erkältung hat mich doch noch beschlagnahmt. Es tat gut, zu Hause zu bleiben und nur zwischen Bett und Sofa wählen zu müssen.
  • Viel Schlaf und zwischendurch Pfefferminztee.
  • Das Gefühl, wieder frei durch die Nase atmen zu können. 😉
  • Mein aktuelles Buch „Schlafen werden wir später“ von Zsuzsa Bánk. Es ist ein Mail-Verkehr von zwei Freundinnen voller Wortschwelgereien. Ganz und gar wundervoll zu lesen.
  • Bei Aldi Nord gibt es diese Woche wieder Matratzen im Angebot. Die letzten, die sie im Frühling anboten, hatten super Testergebnisse. Da ist die Wahrscheinlichkeit doch recht hoch, dass das neue Angebot nicht erheblich schlechter ist. Herr Grillenscheucher hat gleich am Montag zugeschlagen und ist total begeistert.
  • Unser neuer Feiertag, der Reformationstag. Oh, ist es wunderbar, heute mitten in der Woche einen Tag frei zu haben!
  • Und so schön blau präsentierte sich der Himmel heute Mittag:

Blauer Himmel

Die Wettervorhersage hat sich geirrt. Es war hier heute gar nicht grau und nasskalt, sondern sonnig und saukalt. 😉

  • Der neue Radiowecker hat mich ganz ohne Rauschen geweckt und es war wirklich schön, noch ein bisschen mit Musik zu dösen ohne zu befürchten, dass irgendeine Bewegung meinerseits Empfangsstörungen verursachen könnte.
  • Der wunderschöne blaue Himmel den ganzen Tag und sooo viel Helligkeit. Wie gut das tut! 😎 Außerdem habe ich beim Anblick des Himmelsblaus gedacht, dass es irgendwie beruhigend ist, dass es trotz aller Veränderungen immer noch dasselbe Blau wie in meiner Kindheit ist. Etwas, das bleibt.
  • Eine Urlaubskarte von F. im Briefkasten.

Der Nachtrag vom Wochenende

Ein Wochenende voller sinnloser Versuche. Lauter gescheiterte Pläne. 🙄 Trotzdem war es sehr schön. Wir haben einfach das Beste draus gemacht.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Ich habe ein weihnachtliches Feuerzeug geschenkt bekommen, das genau zu meinen weihnachtlichen Teelichthaltern mit den Elchen drauf passt.

  • Da es ja gerade ganz gut läuft mit meiner täglichen Mandarine, habe ich auf dem Wochenmarkt eine ganze Kiste erstanden. Vor allem weil das billiger war als sie einzeln zu kaufen, aber auch weil ich die Kisten so gern mag. Allerdings kriege ich die nie allein aufgegessen bevor sie schlecht werden. Also spende ich mindestens die Hälfte dem Winternotprogramm, bei dem Herr Grillenscheucher einmal pro Woche ehrenamtlich arbeitet. Mandarinen sind nämlich toll für Obdachlose: die kann man in die Tasche stecken und am nächsten Tag noch essen.

  • Obwohl wir überhaupt keine Lust hatten und eigentlich zu müde waren, sind Herr Grillenscheucher und ich tapfer zur Tanzstunde gegangen und haben sehr unkonzentriert, also eher schlecht getanzt. Immerhin waren nur wenige Paare da und wir hatten Platz zum Üben. Der letzte Tanz war wie so oft eine Rumba. Unseren Lieblingstanz haben wir trotz Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten so gut getanzt, dass hinterher jemand extra zu uns kam und uns mit Komplimenten überschüttet hat. So lieb!

Die guten Dinge von Samstag:

  • Herr Grillenscheucher bastelte mir ein Segelschiff aufs Bett.

  • Schon nachmittags wurde das Abendessen vorbereitet, der Adventskranz aufgestellt und der Adventskalender aufgehängt, der immer erst am Tag vor dem ersten Advent beginnt. Wir waren präpariert für unseren Plan, abends zu einem Adventsgottesdienst zu gehen.
  • Die Kirche, auf die wir zu liefen, sah vielversprechend erleuchtet aus, aber leider fand dort eine vollkommen andere Veranstaltung statt. Ich hatte mich in der Kirche geirrt. 😮 Unverrichteter Dinge sind wir also zurück Richtung Heimat gefahren, aber dort dann wenigstens noch über einen Weihnachtsmarkt gelaufen, der dieses Wochenende stattfand. Wir haben uns nur die Stände draußen angesehen, für die man keinen Eintritt bezahlen muss. Ich finde es echt widerwärtig, wenn ich dafür bezahlen soll, dass ich irgendwo shoppen gehen darf. Das ist doch total beknackt. Die Ausbeute war dennoch groß – besonders verliebt bin ich in die Postkarte – und wir hatten ein sehr lustiges Gespräch mit Mutter und Sohn an einem Verkaufsstand.

  • Bonus: Danach sollte es noch einen Glühwein auf dem kleinen, süßen Barmbeker Weihnachtsmarkt geben. Aber dort war es unglaublich voll und laut. Stattdessen sind wir schnell nach Hause gegangen und hatten einen wunderschönen Abend mit ganz viel Kerzenlicht drinnen und draußen.

Die guten Dinge von heute:

  • Gestern waren wir für unsere Verhältnisse echt früh im Bett und ich habe richtig, richtig lange geschlafen. So erholsam! Und dann leuchtete die erste Kerze vom Adventskranz.

  • Ich hatte Herrn Grillenscheucher gebeten, mir ein Programm auf dem Rechner zu installieren, mit dem ich Playlists erstellen kann, die ich dann wiederum mit Anton hören kann. Das gestaltete sich unerwartet schwierig. So schwierig, dass wir die Aktion verschoben haben, denn die Wohnung wollte ja auch noch geputzt werden. Die ist jetzt wieder sauber, juchuh.
  • Eine liebe E-Card zum ersten Advent von S.

Kurz und gut

  • Mittags kam die Sonne raus und blieb bis zum Untergehen. 😎
  • In der Mittagspause habe ich eine große Runde durch raschelndes Laub und über den Wochenmarkt in Büronähe gedreht. Die beiden Italiener von meinem Markt haben dort nun auch einen Stand und wir haben uns fröhlich zugewunken. Leider gibt es aber den kleinen Fischstand mit den leckeren Krabbenbrötchen nicht mehr, auf den ich mich schon so gefreut hatte. Dafür gab’s eine vegetarische Lauchquiche und zum Nachtisch ein riesiges Stück Schmand-Birnen-Torte, an der ich einfach nicht vorbeigehen konnte – auch vegetarisch 😉 . Und es gab das, weshalb ich eigentlich dort war: eine große Auswahl verschiedener Honigsorten, von denen ich vorsichtshalber gleich zwei Gläser mitgenommen hab, denn die Beschaffung von Honig ist hier nicht so einfach, wenn man welchen vom Imker und nicht aus der Industrie haben möchte. Dazu gab es ein sehr nettes Gespräch mit dem Verkäufer.
  • Eine Urlaubskarte von E. im Briefkasten. Die Griechen lassen sich echt Zeit: die Karte hat über 3 Wochen von Kreta nach Hamburg gebraucht. 😮

Kurz und gut

  • Mini-Unterbrechung meiner Auszeit: Ich musste in meiner Firma die neue Karte für die Öffis abholen, habe es aber geschafft, niemandem zu begegnen, mit dem ich hätte reden müssen. Uffz!
  • Nochmal maas-natur. Am Tag, nachdem ich dort im Laden den ersten Teil meiner Bestellung anprobiert und abgeholt hatte, bekam ich den Anruf, dass nun ein weiteres Teil angekommen ist. Das ist also echt lästig, wenn man sich die Sachen in den Laden bestellt und nicht alle gleichzeitig ankommen. Schließlich ist der Laden nicht gerade bei mir um die Ecke. Heute war ich wegen des weiteren Teils, einer Strickjacke, dort. Und während ich anprobierte, wurde auch der letzte Teil meiner Bestellung ausgepackt. Glück gehabt, auch wenn beides nicht meins wurde. Aber die Verkäuferinnen dort sind einfach super und mit deren Hilfe fand ich doch noch eine Strickjacke, in die ich ganz verliebt bin.
  • Urlaubsfeeling beim Postkarten-Schreiben. 😎