Advent, Advent

Das erste Lichtlein brennt.

Leider hat mich schon die zweite Erkältung in diesem Winter erwischt. Man sollte sie eben nicht so früh wie möglich mitnehmen, um sie hinter sich zu haben. Das klappt ganz offensichtlich nicht. 🙁

Gute Dinge gab es trotzdem in der Woche vom 29.11. bis 5.12.2018 und zwar häufig Dinge, die eben trotz_dem gut waren, obwohl sie auf den ersten Blick nicht so erschienen. Manchmal war es nahezu eine Kunst, sie zu erkennen.

  • Ganz einfach und ohne irgendein trotz war das Überraschungsessen am Freitag in der Kantine ein wunderbares Ding: Fischfilet Bordelaise mit Erbsen und Kartoffelpüree. Lecker! Zumal auch gerade noch ganz heiß.
  • Beim Tanzen war es nicht so voll wie die letzten beiden Male, aber Herr Grillenscheucher und ich waren irgendwie nicht gut und fingen uns sogar einen Rüffel vom Tanzlehrer ein. Zu Recht. Trotz_dem war es schön, dass wir dort waren, uns bewegt haben und mal wieder über unseren immer gleichen Fehler bei der Samba lachen konnten.
  • Letzte Woche hat Herr Grillenscheucher Massen an Plätzchen gebacken, die wir am Wochenende gemeinsam in kleine Tüten verstaut haben. Ein IKEA-Beutel ist mit den Tüten fast voll geworden:

  • Ein Glück bekam ich am Sonntag die Hilfe von Herrn Grillenscheucher beim Transport nach Hause. Sonst wäre es auch so ein trotz_dem Ding gewesen.
  • Am Samstag haben Herr Grillenscheucher und ich es endlich zum Adventsgottesdienst von Andere Zeiten e.V. geschafft. Wir kamen ungefähr 10 Minuten nach Öffnung der Kirchentore an und fanden leider nur noch auf der Empore einen Platz, von wo aus wir so gut wie nichts sehen konnten. Das war letztlich ein kleineres Problem. Es wurden Geschichten zum Nachdenken erzählt, was einfach schön war. Jedenfalls dann, wenn man sie trotz der scheppernden Lautsprecher hören konnte. Auch damit wären wir vielleicht noch klar gekommen, wenn es nicht eisig kalt dort oben gewesen wäre. Noch dazu zog es wie Hechtsuppe kalt an meiner Nase vorbei. Mitten im Gottesdienst gab es eine Unterbrechung, in der alle für den Segen nach vorn kommen sollten. Das allgemeine Aufstehen haben wir zur unauffälligen Flucht genutzt. Für uns war es genug Segen, nach Hause ins Warme zu kommen. Trotz_dem war es schön, dort gewesen zu sein und ungefähr zu wissen, wie ein Gottesdienst bei Andere Zeiten verläuft. Vielleicht probieren wir im nächsten Jahr mal einen in einer wärmeren Jahreszeit.
  • Aus der Kirche habe ich vermutlich diese neue Erkältung im wahrsten Sinne des Wortes mitgebracht. Trotz_dem tat es gut, seit Anfang der Woche zu Hause zu bleiben und ganz viel zu schlafen.
  • Heute habe ich mich schweren Herzens entschlossen, noch einen Tag zu Hause zu bleiben, obwohl ich im Büro gebraucht wurde. Das tat mir wirklich leid, aber der Husten war heute früh zu heftig für jede Sitzung. Trotz_dem war diese Entscheidung genau richtig, denn nach diesem weiteren Sofa-Tag geht es mir erheblich besser.
  • Zwei helle Tage mit Sonnenschein, die ich vom Sofa aus betrachten konnte. Immer wieder erstaunlich, was Licht und Sonne mit einem macht.
  • Der Dezember ist Adventskalender-Zeit. 🙂 Wie jedes Jahr genieße ich den Kalender von Andere Zeiten e.V. mit seinen wunderschönen Fotos und Geschichten. Und am Montag lohnte es sich, zu Hause geblieben zu sein, denn es kam ein Adventskalender der Mein Schiff von C. mit einer wunderschönen Karte an. Nun bekomme ich täglich ein Schoko-Trüffelchen und kann auf den Gewinn einer Kreuzfahrt hoffen.

  • Am Wochenende war ökologischer Weihnachtsmarkt beim Museum der Arbeit und da Herr Grillenscheucher und ich am Freitag nach unserem Einkauf auf dem Wochenmarkt noch ein bisschen Zeit hatten, sind wir zumindest über die Außenbereiche geschlendert, die keinen Eintritt kosten. Ich werde wohl nie verstehen, warum ich für den Besuch von Verkaufsständen Geld bezahlen soll. 🙄 Weil es aber bereits kurz vor Toreschluss war, bekamen wir an einem Eingang zu den Innenbereichen Eintrittskarten geschenkt. Hey, hey! Also haben wir uns das Geschehen in den 2 Hallen angesehen und waren froh, dafür keine 5 € pro Nase bezahlt zu haben. Aus unserer Sicht gab es nichts, was sich zu kaufen lohnte, außer Hamburger Stadthonig. Oh, war das toll! Es gab 4 Sorten, die man alle probieren durfte, und 3 davon haben es zu mir nach Hause geschafft. Schließlich machte ich mir bereits Sorgen, weil ich auf meinem letzten Honigglas angekommen bin und immer welchen für meinen Tee brauche.

  • Ich konnte zwei Menschen miteinander „verkuppeln“. Hach, was habe ich mich über die Nachricht gefreut, dass das geklappt hat. Ein Nachbar von mir wollte seinen nicht genutzten Auto-Stellplatz los werden und ich wusste von einer Nachbarin, dass sie einen für ihr neues Auto braucht. Nach viel Hin und Her hat es nun wirklich geklappt und ich freue mich für beide.
  • Mein Adventskranz hat dieses Jahr einen anderen Platz gefunden. Er „ersetzt“ den kürzlich abgeschafften Fernseher, was richtig toll ist, weil ich ihn nun von meinem Platz am Esstisch sehe. Die Kommode, die von diesem Platz aus gesehen hinter mir steht und auf der der Adventskranz bislang immer stand, habe ich ein bisschen weihnachtlich geschmückt. So kommt vielleicht auch Herr Grillenscheucher in weihnachtliche Stimmung, wenn wir beide am Tisch sitzen. 😉

  • Ich freue mich für E., dass sie von ihrer Lungenentzündung gerade noch rechtzeitig vor ihrem dringend nötigen Urlaub genesen ist. Nun tankt sie hoffentlich genug Wärme und Sonne für den Rest des Winters.
  • Musik gab es nicht viel auf die Ohren, denn ich war ja wegen der Erkältung kaum mit den Kopfhörern unterwegs. Dafür gab’s Musik aus dem Radio, das natürlich immer mal wieder ein Weihnachtslied dudelt. An den Wochenenden leider durchgehend, was mir echt zu viel ist. Da muss dann der Sender gewechselt werden. Seufz. Ich finde trotz_dem, mindestens eins muss in der Adventszeit hier hin. Eins meiner liebsten (und, nein, es ist nicht DAS 😉 ):

Der Nachtrag vom Wochenende

Dieses Wochenende hatte seine schwierigen Momente. Glücklicherweise waren die immer ziemlich schnell überstanden und der überwiegende Teil des Wochenendes war schön und produktiv. 🙂

Die guten Dinge von Freitag:

  • Die beiden langen Termine im Büro waren beide ein wenig kürzer als erwartet. Uffz.
  • Als ich ins Wochenende ging, sagte A.: „Kauf Vitamine!“. Sie hat ja recht, im Winter braucht man viele, viele Vitamine. Und sie gab mir damit die perfekte Ausrede, endlich eine Clementinen-Kiste auf dem Wochenmarkt zu kaufen. Ich bin nämlich schon lange total scharf auf die Kiste als solches. 😉

266_Clementinen

  • Ein super leckerer Nudelauflauf mit Thunfisch, Erbsen und Tomaten.

Die guten Dinge von Samstag:

  • So ein schöner, klarer Tag und ein toller Himmel.

261_Kondenzstreifen     262_Mondsichel

  • Reden mit Herrn Grillenscheucher und dabei ein paar Dinge entscheiden. Es tut so gut, wie er mir den Rücken stärkt.
  • Plätzchenduft! Ich esse ja nicht so gern Plätzchen, aber ich liebe den Duft beim Backen. Herr Grillenscheucher hatte schon drei Sorten gebacken, aber die letzte Sorte haben wir zusammen fertig gestellt. Jetzt gibt es Plätzchenberge – alle zum Verschenken.

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  • Bonus: Eine Vorspeise zum Reinlegen! Kartoffel-Sellerie-Puffer mit Crème Fraîche und Lachs.

Die guten Dinge von heute:

  • Zusammen mit Herrn Grillenscheucher die Plätzchenberge in Plätzchentüten verstaut. Ungefähr 60 stehen nun zum Verschenken bereit. Außerdem gibt es einen ganzen Teller für die Tanzschule und den Rest nimmt Herr Grillenscheucher zu seinem Ehrenamt beim Winternotprogramm für Obdachlose mit.

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  • Die Vitamine in Form von Clementinen hab ich nicht nur gekauft, sondern tatsächlich angefangen zu essen. 😉 Lecker!
  • Ich habe eine Entscheidung von gestern umgesetzt und einen schwierigen Brief geschrieben.

Der Nachtrag vom Wochenende

Mein Wochenende war mild und trotz eines heftig krachenden Moments sehr erholsam und erfolgreich.

Die guten Dinge vom Freitag:

  • In einem Forum Kreuzfahrt-Berichte gelesen. Die Erfahrungen und Beschreibungen von anderen helfen mir, selbst zu einer Entscheidung zu kommen.
  • Eine Mail von E., die mich sehr amüsiert hat.
  • Beim Einkaufen einen kuscheligen, runter gesetzten Loop vom Kaffeeröster gefunden:

314_Loop

Die guten Dinge vom Samstag:

  • Herr Grillenscheucher hat Plätzchen gebacken und die ganze Wohnung duftete so schön danach.
  • Ein Shopping-Ausflug in das kleine Einkaufszentrum, das quasi um die Ecke ist. Dort war es ganz entspannt, nicht besonders voll und alle Verkäuferinnen und Verkäufer waren gut drauf. Wir haben eine Menge schöne Dinge gefunden und sind sehr zufrieden nach Hause gefahren. Endlich habe ich Weihnachtsservietten ganz ohne Kitsch und ein großes Tuch für fröstelige Tage überm Mantel statt Cape.

315_Servietten     313_großes_Tuch

  • Hinterher waren die Plätzchen ausgekühlt und konnten in Tütchen gefüllt werden – eine der alljährlichen Weihnachtsvorbereitungen ist erledigt. Juchuh! Danach hatten Herr Grillenscheucher und ich einen schönen Abend voller Gespräche und mit leckerem Essen.

Die guten Dinge von heute:

  • Lange ausgeschlafen.
  • Wieder bei mir zu Hause habe ich all meine Shopping-Schätze ausgepackt und mich nochmal drüber gefreut. Vor allem auch über gleich zwei neue Tagebücher, denn es ist gar nicht so leicht, welche im passenden Format mit linierten Seiten zu finden (Ich hasse es, auf kariertem oder Blanko-Papier zu schreiben.). Die Erlebnisse des kommenden Jahres haben also schon mal Platz, aufgeschrieben zu werden.

317_Tagebuch_Kornblumen     316_Tagebuch_Steine

  • Mein wunderbarer Adventskalender, der am Nikolaustag immer ein kleines Geschenk hat. Dieses Jahr gab es einen Schlüsselanhänger mit einer Geschichte dazu, die mich fast zu Tränen rührte.

318_Schlüsselanhänger     319_Schlüsselbund

  • Bonus: Die zweite Kerze am Adventskalender leuchtet nun zusammen mit der ersten. Ich wünsche allen entspannten zweiten Adventsabend!

320_zweite_Kerze