Heiß und heißer, kalt und kälter

Hier in Hamburg haben wir seit einiger Zeit heftige Temperaturschwankungen. Am Wochenende z.B. gab es Sonne satt und über 30° C, heute gab es gerade mal 18° C mit kühlen Wind. Mich schafft das! Immerhin waren die Hitzetage endlich mal am Wochenende und nicht mitten in der Woche, wenn ich auch noch anständig angezogen im Büro auftauchen muss. Und es war ein Wochenende, das ich bei Herrn Grillenscheucher verbracht habe, dessen Wohnung erheblich kühler bleibt als meine. Fast könnte man sagen, dass diese letzte Hitzewelle ein gutes Ding war. 😉

Weitere gute Dinge aus meiner Woche vom 27. Juni bis 3. Juli 2019 waren:

  • Ich darf wieder in meinem Blog schreiben. 🙂
  • Balkon-Ernte – Erbsen und Erdbeeren:

  • Am heißen Samstag waren Herr Grillenscheucher und ich zum Shoppen in der Innenstadt. Das klingt verrückt, war es aber gar nicht. Wegen der Hitze und zweier Großveranstaltungen war es in der Innenstadt entspannt leer. In Bussen, Bahnen und in den Läden gab es angenehm klimatisierte Temperaturen. Es war ein sehr angenehmes Einkaufen.
  • Und wir wurden fündig: Herr Grillenscheucher bekam neue Hosen und Hemden und ich neue Röcke, T-Shirts und Strickjacken. Wenn schon, denn schon…
  • Schon länger denke ich darüber nach, ob ich vielleicht von Zigaretten auf IQOS umsteige. Angeblich sind die Dinger gesünder, wobei von wirklich gesund natürlich keine Rede sein kann. Ein erster Geschmackstest hatte ergeben, dass mir IQOS zu sehr nach ungezuckertem Popcorn schmeckt. 😕 Aber vielleicht gewöhn ich mich ja daran. Und weil es gerade ein Test-Angebot für 9 € für 30 Tage gibt, habe ich zugeschlagen. Es war ein großer Spaß, mit dem lustigen Verkäufer die Formalitäten zu erledigen. Ich liebe schlagfertige Verkäufer*innen! (Bislang bin ich allerdings weiterhin nicht begeistert vom Geschmack und das Gerät an und für sich mag nur in seinen Sternstunden funktionieren. 🙁 )
  • Abends lange auf Herrn Grillenscheuchers Balkon sitzen und reden.
  • Auf meinem Balkon blühen inzwischen die Kornblumen und der Dill.

  • Ich habe mal wieder eine Challenge bei Zeit zu Leben mit dem Titel „Wie erreiche ich mein Ziel?“ mitgemacht. Das hat nicht nur Spaß gemacht, sondern mich auch tatsächlich auf den Weg zu meinem Ziel gebracht. Ich möchte so gern in 5 Jahren nur noch ungefähr die Hälfte meiner jetzigen Arbeitszeit arbeiten. Die dadurch bedingte Gehaltsverringerung muss natürlich trotzdem noch zu meinem Leben passen und das gilt es, zu errechnen und auszuloten, ob das irgendwie mit welchen Einsparungen geht. Dafür erstelle ich durch die Tritte in den Hintern von der Challenge inzwischen eine tolle Tabelle über meine Einnahmen und Ausgaben, vor der ich mich immer gescheut habe. Zahlen und ich – zwei Welten treffen aufeinander. 😳 Aber nun habe ich den Anfang geschafft und es macht mir tatsächlich Spaß, an dieser Tabelle zu arbeiten.
  • Dafür war es tatsächlich mal hilfreich, dass der Blog nicht funktionierte. So konnte ich mich der Challenge komplett widmen.
  • Herr Grillenscheucher will mir helfen, mein Ziel zu erreichen.
  • Ein Kompliment für meine Jeansjacke.
  • Ich habe zwei neue Zimmerpflanzen. Einen Drachenbaum, der nun endlich die Lücke an meinem einen Wohnzimmerfenster füllt (hoffentlich wird er nicht zu groß dafür) und eine australische Kastanie, die seit ihrer Ankunft bei mir sogar schon neue Zweige gebildet hat. Jeden Tag, wenn ich nach Hause komme, freue ich mich über den Anblick der beiden:

  • Von unserer Patentochter haben wir ihr neuestes Schulzeugnis erhalten. Sie macht sich gut in der Schule und kommt nun in die 6. Klasse.
  • Herr Grillenscheucher hat mir für meine Mittagspausen sehr leckere „Röllchen“ gemacht. Die eine Sorte ist eher asiatisch, die andere eher italienisch. Und beide schmecken einfach himmlisch. So sehen sie aus, die „Röllchen“ in meiner Mittagessen-Box:

  • Ich habe schon Überlegungen für die nächste Balkon-Pflanz-Saison angestellt – damit kann man ja eigentlich gar nicht zu früh anfangen. 😉
  • In meiner Firma ist es eine schier unüberwindliche Aufgabe, Geräte für die Arbeit gestellt zu bekommen. Man braucht viel Geduld und Spucke dafür. Beides habe ich gehabt und jetzt bekomme ich tatsächlich ein Dienst-Handy. 😯 Aus meiner Sicht ein längst fälliges Ding. Trotzdem freue ich mich, dass ich es endlich durch gekriegt hab.
  • Ich habe neue Musik erworben! Gerade erfreue ich mich auf meinen Wegen am Best Of Album der Wise Guys und sie zaubern mir mit ihren Texten immer ein Lächeln ins Gesicht. Teilweise muss ich mich bemühen, in der U-Bahn nicht in schallendes Gelächter auszubrechen. „Denglisch“ gehört zu den Liedern, bei denen ich mich beherrschen musste:

Klimawandel

Am Wochenende erstrahlte Hamburg im Sonnenschein. Es gab die ersten zweistelligen Temperaturen in diesem Jahr, die gefühlt fast schon heiß waren – jedenfalls in der Sonne, die schon ordentlich Wucht hat. Und ich habe es sooo genossen! 😎 Obwohl es erst Mitte Februar und damit der Vorfrühling zu früh dran ist. Vermutlich ist das ein ganz schlechtes Zeichen für unser Klima, auch wenn gern abgewiegelt wird, weil es schon immer solche Ausreißer gegeben hat. Klar, die gab’s. Ausreißer eben, aber allmählich sind das keine Ausreißer mehr, sondern der Frühling kommt jedes Jahr früher.

Ich kann das einfach nur toll finden, aber schließlich habe ich keine Kinder und damit auch keine Enkel, für die der Klimawandel dramatischere Folgen haben wird als für mich zu meinen Lebzeiten. Aus meiner Sicht kann ich im wahrsten Sinne des Wortes sagen: „Nach mir die Sintflut.“. Das können diejenigen, deren Leben quasi gerade erst anfängt, nicht und deshalb finde ich es super, dass es diese Schülerstreiks an jedem Freitag allerorten gibt. Sie sind die Menschen, die ein verändertes Klima spätestens trifft. Es ist sehr gut, dass sie so jung versuchen, dem entgegen zu wirken. Eine andere Chance werden sie nämlich vermutlich nicht haben. Und wer jemals gestreikt hat, auf Demos gegangen ist oder an ähnlichen Aktionen teilgenommen hat, der weiß, dass es anstrengender ist, bei jedem Wetter auf der Straße die Stimme oder das Schild zu erheben als im warmen Klassenzimmer zu sitzen. Mit faulem Schule-Schwänzen hat das wenig zu tun. Wer es nicht glaubt, darf bestimmt gern mit machen.

Soviel für heute vom Moralapostel in mir. 😉 Kommen wir zu meinen guten Dingen aus der Woche vom 14. bis 20. Februar 2019:

  • Der Vorfrühling mit seinem bombastischen Frühlingswetter war trotz aller Moral ein wunderbares Ding!
  • Die Tanzstunde mit Herrn Grillenscheucher, während der wir ganz oft Rumba tanzen durften, weil es eine neue Figur zu lernen gab. Die Figur kannten wir zwar, aber mit einem anderen Ende und insofern war sie auch für uns zu einem kleinen Teil neu. Spannend, wenn ich mich an sehr eingespielten Stellen doch wieder führen lassen muss…
  • Das tolle Wochenend-Wetter lockte uns natürlich nach draußen und Herr Grillenscheucher und ich haben nach Ewigkeiten mal wieder den koreanischen Laden in unserer Nähe besucht. Es gab so einiges, was Herr Grillenscheucher für meine Mittagspausen-Gerichte besorgen wollte. Ich bin gespannt auf die Kreationen daraus.
  • Bei Penny gab es nicht nur meine Lieblingsnudeln von Barilla im Sonderangebot, sondern auch erstes Saatgut und Mini-Pflanzsets. Es war praktisch unmöglich, daran einfach vorbei zu gehen. Also haben wir schon mal so einiges eingekauft. Am liebsten wäre ich damit hinterher direkt auf den Balkon gegangen und hätte ausgesät. Allein die Vernunft hat mich davon abgehalten, denn wer weiß schon, ob es nicht doch noch einen Wintereinbruch gibt.
  • Dank des sagenhaften Wetters strecken Tulpen und/oder Narzissen auf meinem Balkon ihre Köpfe aus der Erde. (Ich habe beide verbuddelt und kann sie noch nicht unterscheiden.) Zwei Suchbilder 😉 :

  • Unsere Patentochter B. hat uns ihren ersten Brief auf Englisch geschrieben und wir haben endlich darauf geantwortet.
  • Ein kurzes Video von S. per WhatsApp mit Wasserrauschen. Hach, ich liebe das!
  • Herr Grillenscheucher hat meine Mittagspausen diese Woche mit Schinkennudeln mit Paprika und viel Käse gerettet. Lecker!
  • Auf Grund der Verkehrslage bin ich zu einem Aldi-Markt gefahren, bei dem ich schon lange nicht mehr war. Oh, war das toll! Dieser kleine, anscheinend nahezu von der Zentrale vergessene Markt ist noch immer so wie früher aufgebaut: breite Gänge und alles war an seinem angestammten Platz. Herrlich!
  • Sonne auf der Nase während meiner Raucherpausen im Job.
  • Ich habe ein wunderhübsches Etui für meine aktuelle Lesebrille gefunden:

  • Von meinem Firmen-Jubiläum im letzten Jahr hatte ich immer noch Geld, das ich für meinen Balkon ausgeben sollte. Ich wollte es unbedingt in einen neuen Sonnenschirm investieren, denn der alte hat seine besten Jahre echt hinter sich. Nun habe ich einen im großen, weiten Internet gefunden und bestellt. Geliefert wurde das Ding als Sperrgut und mit der Vorahnung, dass das dann wirklich ein großes Paket sein würde, habe ich erstmals veranlasst, dass das Paket einfach im Treppenhaus in meinem Stockwerk abgestellt werden kann. Ein bisschen mulmig war mir dabei schon. Schließlich wird heutzutage alles geklaut, was nicht niet- und nagelfest ist. Aber es hat super geklappt. Ein Glück! Nun muss er noch auf dem Balkon getestet werden und ich hoffe, das klappt genauso gut.
  • Als C. das letzte Mal in Hamburg war, hat sie mir ein Büchle ( 😉 ) vom „Äffle & Pferdle“ geschenkt. Gut, so mancher schwäbischer Ausdruck darin lässt mich irritiert zurück, weil ich ihn einfach nicht verstehe. Aber ich habe sehr über folgenden Dialog zwischen den beiden gelacht:

Pferdle: Was machsch?

Äffle: Nix!

Pferdle: Des hasch doch scho geschdern gmacht!

Äffle: Ja, i bin aber net fertig gworda.

aus: „Äffle & Pferdle, Lacha isch gesund“ von Heiko Volz (Text) und Roman Lang (Zeichnungen)

  • Ich bin zu Boden gegangen. 😉 Normalerweise bestelle ich bei Boden sehr selten etwas. Aber ich hatte einen Gutschein, den ich nicht ignorieren konnte, weil ich auf deren Webseite tatsächlich eine Strickjacke und Sandalen fand, die mir gefallen könnten. Den habe ich auf den letzten Drücker eingelöst und bin nun gespannt.
  • An einem Morgen kamen A. von gegenüber und ich zeitgleich aus unseren Haustüren. Lustig, das ist noch nie passiert. Plaudernd sind wir zusammen zum Bahnhof gegangen.
  • Der Sonnenschein hat mich irgendwie veranlasst, mal Klassik auf die Ohren zu nehmen. Das war eine sehr gute Entscheidung! Seitdem höre ich Stück für Stück (alles ist einfach zu lang für meinen Nachhause-Weg) von Vivaldi die „Vier Jahreszeiten“ in einer Aufnahme von Nigel Kennedy:

Der Nachtrag vom Wochenende

Mein erstes Wochenende in 2018 war ruhig und beschaulich. Gerade richtig, um das Kreislauf-Tief und den verkorksten Magen wieder zu beruhigen.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Gerade rechtzeitig für den Wochenend-Einkauf hörte es auf zu regnen.
  • Der Fischhändler auf dem Wochenmarkt nahm unsere Kritik an seinen Muscheln ernst und konnte auch erklären, wie das vermutlich passiert ist. Sie sind beim Verladen einfach zu sehr geschmissen worden und schon bei der Gelegenheit kaputt gegangen. Das klingt schlüssig. Als kleinen Trost bekamen wir zwei von den leckeren, selbst gemachten Dorsch-Frikadellen geschenkt.
  • Tanzen tat dem Kreislauf gut und wir haben sogar ziemlich gut getanzt.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Wir haben ein selbst gemaltes Bild von unserer Patentochter geschickt bekommen. Sehr süß!
  • Ich bin faul gewesen, während Herr Grillenscheucher unseren eigenen Chat wieder ans Fliegen brachte.
  • Ein langer, gemütlicher Abend mit Herrn Grillenscheucher.

Die guten Dinge von heute:

Faulheit ist die Angewohnheit, sich auszuruhen, bevor man müde wird.

Jules Renard

  • Die ersten Tulpen des Jahres stehen hier in ihrem Töpfchen und verkünden vom Frühling.

Der Nachtrag vom Silvesterwochenende

Frohes neues Jahr voller sonniger Gedanken wünsche ich allen, die hier lesen! Mögen Wünsche und Träume in Erfüllung gehen, aber auch ein paar für die kommenden Jahre übrig bleiben. Wäre schließlich auch blöd, wenn man von nichts mehr träumen kann, gell.

Dieses Mal bin ich heil und unbeschadet in das neue Jahr gekommen und ich bin sehr froh darüber. Ich bewege mich momentan allerdings auch sehr vorsichtig und möglichst nicht im Dunkeln. Der Schreck über den Unfall sitzt offenbar noch ziemlich tief. Aber abgesehen von dieser Unsicherheit war es ein sehr schönes Silvesterwochenende. 🙂

Die guten Dinge von Freitag:

  • Es war zwar kalt, aber trocken und sogar ein bisschen sonnig. Mein Jasmin leuchtete so wunderschön:

  • Unser Käsehändler auf dem Wochenmarkt kennt uns inzwischen so gut, dass er schon vormittags, wo er auf einem anderen Markt verkauft, weiß, was wir nachmittags kaufen werden. Oh, wir haben so gelacht! 😀
  • Herr Grillenscheucher hat eine sehr leckere Entenbrust mit Tomaten und Feldsalat gezaubert.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Trotz des grauen Nieselregens haben Herr Grillenscheucher und ich einen kurzen Spaziergang um den Block gemacht. Frische Luft soll ja gesund sein und sie tat auch tatsächlich gut.
  • In meinem Adventskalender war ein so wunderbarer Text, über den ich gelacht und gestaunt habe. Das Internet hat mir verraten, dass die TAZ 2016 ihre Leser aufgefordert hat, eine Weihnachtsansprache zu schreiben, und die folgende von Michael Ritz haben sie dann gedruckt. In meinem Kalender waren die Jahreszahlen natürlich aktualisiert und ich habe sie hier auch angepasst.

„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Angst essen Seele auf, das können Sie mir glauben. Sie haben nur eine Seele, nehmen Sie Rücksicht darauf, fürchten Sie sich nicht so viel, so schlimm ist es gar nicht. Trinken Sie mehr klares Wasser. Atmen Sie bewusst, wenigstens ab und zu. Lesen Sie nicht nur Romane über Gerichtsmedizinerinnen und Serienmörder. Lesen Sie ab und zu Weltliteratur, es lohnt sich. Fangen Sie an mit John Steinbeck ‚Von Männern und Menschen‘. Interessieren Sie sich mehr für Kunst, es muss ja nicht gleich Beuys sein. Finden Sie heraus, wann der Siebenjährige Krieg stattgefunden hat, und merken Sie sich das, Sie werden sich besser fühlen. Versuchen Sie nicht herauszufinden, wer wann wo warum gegen wen gekämpft hat. Verbringen Sie mal einen Tag, ohne auf einen Bildschirm zu blicken. Finden Sie heraus, wer Ihr Bundestagsabgeordneter oder Ihre Bundestagsabgeordnete ist. Googeln Sie ihn oder sie mal ausführlich. Schenken Sie morgen Vormittag den ersten fünf Menschen, denen Sie begegnen, für ein paar Sekunden Ihre volle Aufmerksamkeit. Verstehen Sie das Wunder, dass Sie mit ihnen gleichzeitig auf diesem Planeten leben und mit einem Affenzahn, durch das Weltall sausen. Und auch gerne Pommes mit Mayo essen. Essen Sie jeden Tag einen Apfel. Mögen Sie unser Grundgesetz, es ist besser als sein Ruf, ein fabelhaftes Teil. Lesen Sie mal drin rum, besonders im vorderen Teil. Sprechen Sie mal mit Ihren Geschwistern darüber, was Ihnen Ihre Mutter in der Kindheit für Essen gekocht hat. Umarmen Sie Ihren Partner oder Ihre Partnerin sofort, wenn Sie ihn oder sie das nächste mal sehen. Wenn er oder sie sich dagegen wehrt, haben Sie ein Problem, das gelöst werden muss. Die Lösung liegt bei Ihnen. Fassen Sie mal das Verkehrsschild an, das Ihrer Wohnung am nächsten steht und stellen sich den Menschen vor, der es dort montiert hat. Nehmen Sie Fußball nicht so ernst. Bleiben Sie dran an der Weltliteratur: Stefan Zweig, ‚Schachnovelle‘. Lachen Sie sich mal im Spiegel an. Verbringen Sie noch einen Tag ohne auf einen Bildschirm zu blicken. Besuchen Sie mal einen Soldatenfriedhof, es ist nicht weit. Machen Sie regelmäßig Spaziergänge an einem fließenden Gewässer. Seien Sie nicht so oft zornig, Sie sind ja nicht mehr vier Jahre alt. Machen Sie öfter mal mit. Fragen Sie nicht wobei, das wissen Sie doch. Geben Sie sich mal das Klarinettenkonzert von Mozart, das aus ‚Jenseits von Afrika‘, Sie wissen schon. Gehen Sie jetzt richtig los auf die Weltliteratur: Mark Twain ‚Huckleberry Finn‘ am besten die Ausgabe mit den Illustrationen von Walter Trier. Glauben sie nicht alles, wovon Sie überzeugt sind. Folgen Sie nicht jedem Ratschlag. Aber auch nicht keinem. Sie sind doch erwachsen. Fragen Sie nicht, was 2016 Ihnen gebracht hat, sondern fragen Sie sich, was Sie 2016 2017 gebracht haben. Ziehen Sie aus der Antwort Ihre Schlüsse für 2017 2018. Na los. Sie schaffen das. Beste Wünsche für ein Hammer 2017 2018, Ihr Mitbürger Michael“

Der Text ist von Michael Ritz aus Berlin.

  • Herr Grillenscheucher zauberte noch so ein leckeres Essen: Hirsch-Geschnetzeltes mit Pilzen. Und wir hatten einen schönen, kerzenbeschienenen Abend zusammen.

Die guten Dinge von Sonntag, Silvester:

  • Das war ein sehr fauler Tag. Draußen regnete es mal mehr, mal weniger heftig und die Böller und Raketen lärmten schon nachmittags. Gut, dass wir nicht raus mussten.
  • Herr Grillenscheucher hat einen kleinen Brief mit Wünschen für das neue Jahr an unsere Patentochter geschrieben. Ein Glück, dass er so gut Englisch kann!
  • Die letzten Sekunden vor Mitternacht gemeinsam runter zählen und dann mit Freixenet aufs neue Jahr anstoßen. Meine Güte, ist da viel Blubber drin! Da kann das neue Jahr eigentlich nur lustig werden. 😉 Auf dem Balkon im Nieselregen haben wir viele Wunderkerzen abgebrannt und das Feuerwerk um uns rum bestaunt.

  • Bonus, sogar ein nötiger: Nachdem unser traditionelles Silvesteressen, nämlich Miesmuscheln, nicht so toll war, weil die Muscheln an Frische doch sehr zu wünschen übrig ließen, gab es nach dem Rutsch ins neue Jahr noch eine super leckere Gulaschsuppe. Die tat richtig gut.

Die guten Dinge von heute, Neujahr:

  • In den Nachrichten von den vielen Unfällen, die es mit den Böllern und Raketen letzte Nacht gab, gehört und mal wieder sehr dankbar dafür gewesen, dass Herr Grillenscheucher darauf genauso wenig steht wie ich. So können wir leise zischelnde Wunderkerzen anzünden und sind beide vollauf zufrieden damit. (Vielleicht würde es ein bisschen helfen, wenn die Nachrichten von heute an Silvester 2018 wiederholt werden würden.)
  • Aufräumen und Putzen war angesagt. Meine Güte, machen Muscheln viel Dreck. 😮 Aber dank der Hilfe von Herrn Grillenscheucher war der schnell Geschichte.
  • Ich freue mich, dass 2017 hinter mir liegt. Für mich war es ein schwieriges Jahr. Aber nun: neues Jahr, neues Glück. Meine Wünsche für 2018 hat die IKEA-Family-Zeitung so schön formuliert, dass ich sie mir aufgehängt hab:

Der Nachtrag vom Weihnachtswochenende

Das war ein wunderbar langes Wochenende mit überwiegend bleigrauem Himmel, milden Temperaturen und viel zu viel Essen. Ich fühle mich immer noch pappsatt. Gut, dass Weihnachten nur einmal im Jahr ist. 😉

Die guten Dinge von Freitag:

  • Mein letzter Arbeitstag in diesem Jahr. Klingt doch total gut zu sagen: „Ich muss erst nächstes Jahr wieder arbeiten.“.
  • Unter einem glutroten Abendhimmel sind Herr Grillenscheucher und ich auf den Wochenmarkt gegangen und haben viele, viele Plätzchentüten an die Markthändler verteilt. So schön, wie sich alle immer darüber freuen! Unsere Lieblings-Gemüsehändlerin hat Herrn Grillenscheucher dafür sogar in die Arme genommen. 😮
  • Anschließend sind wir mit einem Teller voller Plätzchen in die Tanzschule gefahren und haben amüsiert beobachtet, wie er immer leerer wurde. Getanzt haben wir natürlich auch und zwar gar nicht so schlecht. Und als letzten Tanz gab es einen Wiener Walzer mit Weihnachtsmusik – ganz traditionell.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Wir sind mit Olga durch die Waschanlage gefahren und sie haben in den Schaum auf der Windschutzscheibe mit Licht „Fröhliche Weihnachten“ geschrieben. Süß!
  • Ganz entspannt noch ein paar letzte Dinge für die Weihnachtstage besorgt und endlich ein Silvestergetränk zum Anstoßen gefunden, nämlich diesen hier:

  • Der schöne lange Abend im Kerzenlicht mit leckerem Essen.

Die guten Dinge von Heiligabend:

  • Auf der Bahnfahrt zu meiner Mama haben Herr Grillenscheucher und ich uns den Saft des Tages von Mr. Clou geteilt. Weihnachtlich passend ganz in rot mit vielen Himbeeren. Ich liebe die Saft-Cocktails von denen!
  • Endlich mal wieder nach Monaten meine Mama und ihren Mann in die Arme zu schließen und zu sehen, dass es ihnen gut geht.
  • Die Freude meiner Mama über ihre nun schon sehr verspäteten Geburtstagsgeschenke.
  • Noch eins:  Es gab einen perfekten Weihnachtsbaum mit echten Kerzen und leckeres Gänseessen mit allem, was man sich wünscht. Irgendwie waren wir alle ganz besonders albern drauf und haben Tränen gelacht. Hach, das war so richtig, richtig toll!

Die guten Dinge vom 1. Weihnachtstag:

  • Ausschlafen und dann ein fauler Tag zu Hause. Nichts musste, alles durfte.
  • Die Weihnachtspost geöffnet. Ich habe einen Weihnachtshamster bekommen und mich riesig darüber gefreut. 😀

  • Traditionell gab es ein leichtes, aber sehr leckeres Nudelgericht zum Essen. Dazu noch ein schöner langer Abend mit vielen Gesprächen im Kerzenlicht.

Die guten Dinge vom 2. Weihnachtstag:

  • Der bleigraue Himmel riss tatsächlich ein bisschen auf und es war Himmelsblau zu sehen.

  • Auf der Fahrt zu den Eltern von Herrn Grillenscheucher haben wir uns wieder den Saft des Tages von Mr. Clou geteilt. Leider war es immer noch derselbe mit vielen Himbeeren, aber der war ja auch lecker.
  • Ein schöner Nachmittag und Abend bei Herrn Grillenscheuchers Eltern. Erzählt, gelacht und lecker Grünkohl gegessen. Wir haben jeder einen ganz süßen selbst gebastelten Weihnachtsbaum geschenkt bekommen.

Die guten Dinge von heute:

  • Es hat mir überhaupt nicht gefallen, dass Herr Grillenscheucher schon mittags nach Hause gegangen ist, aber dann habe ich mich doch irgendwie drein gefunden und meinen eigenen Rhythmus genossen.
  • Haushaltskram erledigt, was ein Fleiß-Sternchen gibt. 😉
  • Eine quietschbunte Mail voller guter Wünsche von unserer Patentochter.