Empfindlichkeiten

Ich wundere mich. Woran genau liegt es, dass ich so unterschiedlich empfindlich bin? Könnte mir mal jemand einen Plan geben, wann es besonders schlimm ist? Am Montag war ich zur Zahnreinigung und nicht nur, dass es mehr weh tat als sonst, sondern außerdem wurde mir noch total übel von all den Substanzen, die durch meinen Mund spülten. Erst schmeckten sie sauer und dann bitter. Ekelhaft! Hätte ich geahnt, dass ich ausgerechnet an dem Tag ein Weichei bin, hätte ich mir einen anderen Termin ausgesucht.

Immerhin hab ich es überstanden, ohne mich zu übergeben, und das ist ja auch ein gutes Ding. Mehr gute Dinge aus meiner Woche vom 7. bis 13. Februar 2019:

  • Am Kantinentisch erzählte ein Kollege eine Geschichte aus seiner beruflichen Vergangenheit als SAP-Projektleiter und die ging folgendermaßen: „Nach der Einführung von SAP für das Personalwesen musste Herr H. regelmäßig zum Rapport bei der Personalchefin, die dem neuen System mehr als skeptisch gegenüber stand. Sie warf ihm deshalb jedes noch so kleine Problem vor, das sich seit dem letzten Rapport ergeben hatte. Oft genug hatte damals tatsächlich das System Schuld. Nicht aber daran, dass bei einem neuen Mitarbeiter als Berufsbezeichnung „Leuchter“ statt „Beleuchter“ stand. Dieses Problem entstand ausnahmsweise vor der Tastatur und nicht dahinter. Man kann noch froh sein, dass dort nicht „Lampe“ stand.“ Hach, was haben wir gelacht! 😀
  • Ich habe bei meinem Chef mobiles Arbeiten beantragt und genehmigt bekommen. Künftig werde ich also ab und zu auch von zu Hause aus arbeiten können. Ich bin sehr gespannt, wie sich das anfühlt. Manchmal könnte das ganz praktisch sein, z.B. wenn sich mal wieder der Heizungsableser angekündigt hat.
  • Mein aktueller Topf Tulpen:

  • Für meine Mittagspausen hat mir Herr Grillenscheucher eine Art Shepherd’s Pie in Muffin-Förmchen gebacken und der ist sehr lecker.
  • Auf dem Weg von der U-Bahn ins Büro traf ich eine Kollegin, mit der ich neuerdings viel zu tun habe, und unterwegs ergab sich beim Reden ein stillschweigendes Du zwischen uns. So schön, wenn sich das ohne förmliche Anfrage ergibt, weil man sich einfach mag.
  • Und noch ein Du von meiner Fußpflegerin. Nun kennen wir uns schon so lange und mögen uns, dass das Sie fast schwierig wurde. Gut, dass wir das geklärt haben.
  • Der einzig wahre Gemüsehändler auf dem Wochenmarkt ist zurück aus seinem Winterurlaub. Juchuh!
  • Der Mond am Nachthimmel:

  • Ich war unterwegs zu einem Termin und in der U-Bahn kam plötzlich die Durchsage, dass sie genau auf meiner Strecke wegen eines Polizeieinsatzes nicht weiter fährt. Sie würden Busse und Taxen als Ersatzverkehr anfordern. Alle liefen also zur Bushaltestelle vor dem Bahnhof und ich bin wie ein Lemming mit gelaufen. Man konnte mich sehr verwirrt erleben. 😯 Bis mir einfiel, dass ich mit der anderen U-Bahn-Linie weiterfahren kann, um dann im großen Bogen mit der S-Bahn zu meinem Ziel zu gelangen. Also stiefelte ich zurück zu den Bahngleisen und just in dem Moment kam die Durchsage, dass der Einsatz beendet sein und die Bahnen wieder fahren. 2 Minuten später konnte ich auch schon einsteigen. So ein Glück! Andernfalls hätte ich meinen Termin nicht halten können.
  • Unser Tanzkurs ist immer noch so furchtbar voll, aber wenigstens war der Boden angenehm glatt.
  • Meine Bestellung beim Kaffeeröster lag ein paar Tage bei der Post bis ich endlich Zeit fand, sie abzuholen. Nun bin ich u.a. Besitzerin eines sehr hübschen Mörsers, denn der alte war inzwischen glatt-gemörst.

  • Noch ein Büro-Witz: Die letzte Woche erwähnten Umzugspläne meiner Abteilung wurden unerwartet gestoppt, weil bei der Besichtigung der neuen Räumlichkeiten befunden wurde, dass die Flure dort nicht kommunikativ genug sind. Seitdem fragen wir uns, ob wir nicht aufmerksam genug waren und dadurch verpasst haben, dass unsere jetzigen Flure mit uns reden. 😉 (Ehrlich, was für ein albernes Problem!)
  • Meine Urlaubsanträge wurden genehmigt. Es wird – vor allem angesichts der albernen Probleme – echt Zeit, Abstand zu gewinnen. Möglicherweise ist das sonst ansteckend…
  • Herr Grillenscheucher hat mir bei den Gebrüdern A. meinen Lieblingsquark besorgt. Ich verstehe gar nicht, warum der momentan dauernd ausverkauft ist, aber offenbar bekommt man ihn nur noch vormittags. Vielleicht bin nicht nur ich, sondern inzwischen auch die Mitarbeiter süchtig danach?
  • So ein berührender Anblick in der U-Bahn am frühen Morgen: Frau und Mann, beide so zwischen 50 und 60, setzten sich auf zwei freie Plätze und hatten den Gang zwischen sich. Sie legte ihre Hand auf seine und er hielt die Hand fest. Sie schloss die Augen und er lächelte still vergnügt vor sich hin. Das sah wundervoll harmonisch aus und als hätten die beiden eine ganz besondere Verbindung.
  • Die Wetteraussichten für das kommende Wochenende. Es soll einen kleinen Vorfrühling mit Sonne und Temperaturen im zweistelligen Bereich geben. Oh, das wäre ja so so toll! 😎
  • Musik auf den Ohren und immer noch ist mir nach Rock. Leider ist vieles, von dem was ich gerade so höre, nicht frei im Internet verfügbar, aber immerhin dieses:

Sibirische Kälte

Die sibirische Kälte hat sich über Hamburg gelegt. Auf meinem Balkon liegt Schnee und direkt vor der Balkontür hat sich eine dicke Eisschicht gebildet. Vermutlich ist dort der Schnee durch die Wärme von innen zuerst geschmolzen und das Wasser dann direkt gefroren. Ich finde, das sieht ein bisschen fies aus. Der Schnee dahinter gefällt mir besser.

Das Radio hat bereits am Wochenende verkündet, dass die Kälte 4 (in Worten VIER! 🙁 ) Wochen bleiben möchte. Diese Auskunft stammt angeblich vom Deutschen Wetterdienst. Lustigerweise hat eben derselbe dieselbe laut einer Tageszeitung vehement dementiert. Tja, und nun wissen wir mal wieder nichts. Jedenfalls nichts darüber, wie das Wetter uns mittelfristig mitspielt. Aber mal ehrlich: Wer möchte denn wissen, dass er 4 Wochen lang frieren muss?

Auch wenn mich selbst die Unberechenbarkeit des Wetters bisweilen nervt – man kann ja nichts richtig planen 😉 -, finde ich es richtig klasse vom Wetter, dass es sich eben nicht unter Kontrolle bringen lässt. Und das trotz der Kontrollsucht der Menschen. Es gibt ja jetzt, so las ich kürzlich, sogar schon Stirnbänder, die anzeigen, ob jemand aufmerksam ist oder nicht. Die werden gerade in China an Schülern getestet. Natürlich zum Wohle der Schüler, ganz klar. 🙄 Soviel zu „die Gedanken sind frei“…

Meine guten Dinge aus der Woche vom 17. bis zum 23. Januar 2019 wurden zum großen Teil von der sibirischen Kälte geboren:

  • Der erste Schwall Kälte kam in der Nacht von Donnerstag auf Freitag mit einem Wechsel aus Schnee und Regen. Am nächsten Morgen lag eine Eisschicht auf allen Wegen vor meinem Haus und ich habe mir Schlittschuhe gewünscht, obwohl ich total unfähig bin, darauf zu laufen. Immerhin kam ich heil im Büro an und im Laufe des Tages schmolz das Eis von den Wegen.
  • So gab es einen Wochenmarkt-Einkauf ohne Rutschpartie und abends konnten wir sogar mit Olga zur Tanzschule fahren. In letzterer ist es immer noch sehr voll, aber Herr Grillenscheucher hat mich unfallfrei durch die Menschenmassen geführt.
  • Auch dank der Kälte gab es einen klaren Himmel und einen leuchtenden Jasmin auf meinem Balkon. Wenn man den Schnee so wie auf dem Foto nicht sieht, wirkt es richtig frühlingshaft. 🙂

  • Ein großzügiger Urlaubszuschuss von Herrn Grillenscheuchers Eltern führte zu einem längeren Gespräch mit Herrn Grillenscheucher über mögliche Urlaubsorte für dieses Jahr. Das ist echt ein nettes Thema in der winterlichen Kälte. 😎 (Dennoch kamen wir zu keinem Entschluss, weil wir beide gerade viel zu faul zum Verreisen sind.)
  • Schnee auf den Bäumen vor blauem Himmel am frühen Morgen – friedlich und ohne erkennbare Arglist.

  • In der neuesten Ausgabe des Magazins von Andere Zeiten ist ein wunderschönes, sommerliches Foto voller roter Blumen. Hach ja, irgendwann wird’s auch wieder Sommer, gell.
  • Da es erstens so ist, dass irgendwann auch wieder wärmere Temperaturen diesen Landstrich beglücken werden, und da es zweitens noch eine Weile winterlich bleiben wird, habe ich zwei Gutscheine beim Online-Shopping eingelöst. Verrückt – ich habe gleichzeitig Sommersandalen und Winterstiefel bestellt. 😀
  • Die erste Lieferung von Deerberg ist bereits eingetroffen. Leider passte kein einziges Sandalenpaar, dafür aber eine warme Strickjacke und graue, warm gefütterte Stiefeletten, deren Sohle richtig Profil haben, so dass ich nicht mehr so sehr auf meinen Wegen übers Eis rutschen muss. Ist ja gerade auch viel wichtiger als Sandalen.

  • Dieses Mal habe ich den Blutmond gesehen. Zwar noch sehr verschlafen und mit dem ersten Kaffee des Tages in der Hand, aber immerhin. (Weshalb ich auch kein Foto gemacht habe – viel zu früh und viel zu kalt.)
  • Vorfreude auf eine Verabredung am Wochenende.
  • Immer wieder darf ich feststellen, dass ich mein neues Projekt mit total netten, hilfsbereiten Menschen machen darf. Die überraschen mich ständig mit ihrer Art. Toll!
  • Musik auf den Ohren gibt es gerade nicht, weil es so kalt ist, dass ich meine Kapuze aufsetzen muss und die passt nicht so gut über die Kopfhörer. Dafür gibt es hier ein Lied, das für mich untrennbar mit Sonne, Sommer und Freiheit verbunden ist:

Ein frohes neues Jahr

wünscht Frau Grillenscheucher in die Weiten des Internets. 🙂 Möge es ein freundliches, warmes, gesundes und fröhliches Jahr für alle werden. Für mich darf es gern wieder so wie 2018 sein, denn mein Jahresrückblick ist voller wunderschöner Momente. Auch wenn es natürlich auch Ärgernisse, Schmerzen und Traurigkeit gab. Die Mischung macht’s eben, gell.

Der Jahreswechsel in der Woche vom 27.12.2018 bis 2.1.2019 wartete für mich mit den folgenden guten Dingen auf:

  • Mein Adventskalender begleitet mich noch bis zum 6. Januar und erfreut mich täglich mit seinen schönen Bildern und Texten. Besonders mochte ich in dieser Woche die Geschichte über einen alten Hund, der auf seine alten Tage sein Macho-Gehabe aufgab, weil ihm dafür sowohl Kraft als auch Seh- und Hörstärke fehlten. Er hat sich drein gefügt und liebt sein Leben unter den neuen Bedingungen.
  • Ich habe meine neue Arbeitsplatz-Brille abgeholt. So ganz kann ich mich mit dem Gestell zwar immer noch nicht anfreunden, aber sie hilft mir sehr am Computer. Und da sehe ich mich ja gewöhnlich nicht selbst. 😉
  • Viel Zeit zum Ausruhen und Schlafen.
  • Silvester gab es hier Nieselregen und Wind, so dass sich die lästige, laute Knallerei in Grenzen hielt. Allerdings führte das auch dazu, dass unsere Wunderkerzen recht schwer anzuzünden waren auf dem Balkon. Ein paar haben wir immerhin geschafft und dazu das Feuerwerk bestaunt, dass die Menschen um uns rum veranstalteten.

  • Herr Grillenscheuer hat so viel leckeres Essen über das letzte Wochenende und Silvester gezaubert, dass ich froh bin, dass meine Waage sicher vor mir im Keller steht. 😉
  • Mein Wochenkalender für 2019 ist der Peanuts-Sorgenfrei-Kalender. Genauso hätte ich 2019 am allerliebsten: sorgenfrei! Und die Peanuts mag ich sowieso gern. Schon der Spruch für die erste Woche ist super:

Das Beste an der Zukunft ist vielleicht die Tatsache, dass nur ein Tag auf einmal kommt.

(Dean Acheson)

  • Der erste Sturm des Jahres, der gestern über Hamburg fegte, hat auf meinem Balkon alles unversehrt gelassen.
  • Heute früh gab es eine wunderschöne Mondsichel neben der Venus zu sehen. Es wurde endlich mal wieder ein heller Tag mit blauem Himmel und Sonnenschein.
  • Auf dem ersten Arbeitstag-Weg des Jahres ins Büro schwiegen tatsächlich alle Baustellen, an denen ich derzeit vorbei komme. Es fühlte sich an wie fälschlicherweise an einem Feiertag diesen Weg zu dieser Tageszeit zu nehmen. Welch eine herrliche Ruhe!!!
  • Nun ist der Alltag für’s Erste zurück und ich bin tatsächlich froh darüber.
  • Am Neujahrstag habe ich ein zauberhaftes Video von S. per WhatsApp bekommen, das ich hier heute statt Musik hier einstelle. Wellenrauschen liebe ich nämlich ebenso wie Musik:

Mykonos und endlich Ruhe in der Kabine

Die dritte Nacht mit lärmender Klimaanlage war überstanden. Wir ankerten vor Mykonos, das uns mit strahlendem Sonnenschein begrüßte. Wenn das Meer so glitzert und die Luft so angenehm warm ist, vergisst man zeitweise sogar den Schlafmangel.

Herr Grillenscheucher und ich sind langsam in den Tag gestartet und erst mittags mit C. und M. an Land getendert. Die Tenderboote waren zur Abwechslung nicht die Rettungsboote der Mein Schiff 1, sondern griechische Boote. Offenbar haben die Griechen gelernt, Geld zu verdienen. 😉

Zum kleinen, alten Hafen von Mykonos Stadt wurden wir gebracht und sind von dort kreuz und quer durch den Ort gelaufen. Es war noch Vorsaison und die Vorbereitungen auf die Saison liefen auf vollen Touren. Überall wurde repariert und gemalert und es roch nach Farbe. Das meiste war aber offenbar schon geschafft, denn die Häuser strahlten überwiegend frisch weiß.

Mykonos ist ja berühmt für seine weiß-blauen Häuser und ich mag das auch sehr gern leiden, aber ab und zu gibt es doch mal eine andere Farbkombination.

Wir haben uns die Windmühlen aus der Nähe angesehen. Von innen konnte man keine besichtigen. Offenbar sind sie in Privatbesitz.

Die Gassen sind teilweise irrwitzig eng. Für mich wäre das ja nichts, wenn ich den Nachbarn gegenüber morgens durchs Fenster per Handschlag begrüßen könnte.

Unterwegs hatte M. ganz oft Gelegenheit, eine Katze zu kraulen, was sie alle sehr genossen haben. Der Katzenflüsterer… 😉

Immer wieder hatten wir einen schönen Blick auf unser Lieblingsschiff mit einem Tenderboot davor. Tolle Kulisse!

Eine sehr steile Treppe sind wir hoch gestiegen, weil wir hofften, danach in reine Wohngebiete zu kommen. Wir waren neugierig auf den Teil, der nicht total touristisch hergerichtet ist und die ganze Zeit ein bisschen an Disney-Land erinnerte. Aber leider war das eine Sackgasse.

Danach fanden wir, es sei Zeit für eine Pause. Natürlich gab es jede Menge Restaurants und Cafés, die geöffnet hatten, aber wir hatten diverse Ansprüche, die es zu erfüllen galt. So landeten wir in der Bar „Scarpa“ mit Blick aufs Meer, die leider keine eigene Webseite hat. Wunderbar war es dort mit vielen Kissen und total entspannt. Auch Donany hat es sehr gefallen.

Langsam sind wir zurück Richtung Anleger und haben noch die ein oder andere Kurve eingelegt, weil irgendwas unser Interesse geweckt hatte.

 

Zurück auf unserem Schiff haben Herr Grillenscheucher und ich eine Weile im Casino entspannt. Als wir am späten Nachmittag feststellen mussten, dass sich immer noch niemand mit unserer nervigen Klimaanlage beschäftigt hat, ist Herr Grillenscheucher ein weiteres Mal deshalb bei der Rezeption vorstellig geworden. Dieses Mal wurde immerhin sofort ein Handwerker angerufen, der erstaunlicherweise auch ein paar Minuten später kam. Dem möchte ich an dieser Stelle nochmal von ganzem Herzen danken, denn er hat unsere Klimaanlage total geschrottet. Sie gab keinen Mucks mehr von sich. Oh, was war das für eine himmlische Ruhe! Und es war ja absehbar, dass wir das Ding auf dieser Fahrt weder fürs Heizen noch fürs Abkühlen brauchen würden. Mal ganz abgesehen davon, dass beides eh nicht mehr funktionierte.

Herrn Grillenscheucher und mir sind Felsbrocken vom Herzen gefallen und wir haben uns total aufs Schlafen gefreut. Also sind wir relativ früh zum Essen ins Atlantic gegangen, was dazu führte, dass wir zwischen den Essensgängen ewig warten mussten. Vor dem Hauptgang bin ich deshalb raus gegangen, um den Sonnenuntergang zu fotografieren bis die Sonne komplett untergegangen war.

Nach dem Essen hielt uns auch nichts mehr lange wach. Wir sind früh in unsere Kabine und haben vom Balkon noch den Mond bewundert.

Und dann haben wir in wunderbarer Ruhe endlich richtig geschlafen.

La Seyne – Toulon

In La Seyne haben wir angelegt und sind von dort über die Bucht mit einem Shuttle-Schiff nach Toulon gefahren. Toulon hat uns total überrascht – es war so hübsch, entspannt und freundlich. Dabei sah es morgens von Bord nicht sonderlich freundlich aus, wenn man mal vom Wetter absieht:

Aber dann war es schon so toll, mit einem Boot „anzureisen“.

Als erstes sind wir über einen riesigen Wochenmarkt gelaufen, der sich über diverse Straßen, Plätze und Gassen hin zog. Ich konnte mich gar nicht satt sehen an der Fülle von Obst, Gemüse und Blumen. Wir haben eine Familienpackung Kräuter der Provence erstanden, die im Gegensatz zur hier nicht solche dämlichen Zutaten wie Lavendel und/oder Fenchel enthielt und sich inzwischen zu Hause schon als super Kauf entpuppt hat.

Anschließend sind wir durch schmale Gassen und über kleine Plätze gelaufen. Alles war so schön entspannt.

Wir haben uns natürlich die Kathedrale angesehen und ein wenig die Kühle drinnen genossen.

Die Kirche Saint Francois de Paule haben wir uns nur von außen angesehen, weil es den Eindruck machte, dass sie drinnen irgendeine Veranstaltung vorbereiten. Davor stand immer noch ein Blumenstand vom Markt.

In einem gefühlten Hinterhof fanden wir die Bateau Sculpture, welches die Reproduktion eines königlichen Schiffes des 18. Jahrhunderts ist. Das fand ich so süß an Toulon: es rühmte sich mit quasi allem, was jemals dort hingestellt wurde. So z.B. auch mit der Bronzefigur Cuverville.

Aber es hat eindeutig ganz viel Spaß gemacht, all diese kleinen Denkmäler aufzuspüren. Unterwegs gab es überall Kunst an den Gebäuden – eine Art Festival für öffentliche Kunst fand gerade statt.

Wir sind zum Place Victor Hugo gegangen, der mit einem beeindruckenden Springbrunnen-Denkmal aufwartet.

Das Theater hat eine eindrucksvolle Fassade und gerade fanden Vorbereitungen für ein Konzert davor statt. Irgendwie war Toulon voller Events, die gerade stattfanden oder in den nächsten Tagen stattfinden sollten.

Danach gab es endlich eine Pause mit Hinsetzen, einem super leckeren Sandwich mit Huhn, Tomate, Salat und Avocado. Donany hat die Pause auch genossen:

Weiter ging es Richtung Marinemuseum. Wir haben die vielen bunten Läden der Stadt bewundert.

Lustig war auch diese Pizzeria:

Außerdem gab es unterwegs zerzauste Tauben, Wasser und interessante Häuser zu sehen.

So als Nicht-Museumsgänger haben wir uns das Marinemuseum nur von außen angeschaut und den Yachthafen gleich daneben.

Danach sind wir zurück auf unser Schiff und hatten einen entspannten Abend mit Sonnenuntergang und später wunderschönem Mond auf dem Wasser.

Die guten Dinge von Samstag, 13. Mai 2017:

  • Toulon hat uns überraschenderweise sehr begeistert und wir waren ganz glücklich, diesen Ort gesehen zu haben.
  • Das super leckere Sandwich unterwegs. Manche Kombination muss man einfach mal erleben.
  • Nachts der Mond von unserem Balkon und zumindest das Gefühl, endlich allein mit Herrn Grillenscheucher zu sein. (Was sicher trügerisch war.)