Wochenmarkt

Herr Grillenscheucher und ich lieben unseren kleinen Wochenmarkt und besuchen ihn bei jedem Wind und Wetter. Gestern war das eine echte Herausforderung. Es war eisekalt und der dichte Nebel fühlte sich an wie Nieselregen. 🙁 Noch dazu ist unser liebster Gemüsestand im Urlaub, weshalb wir auf dem Rückweg eine große Runde drehen mussten, um frisches Gemüse in einem türkischen Laden einzukaufen.

Das erste gute Ding aus meinem 24. Januar 2020 ist deshalb:

  • Trotz Kälte den Einkauf geschafft und auch alles bekommen, was wir brauchten. So schön, danach zu Hause wieder aufzutauen.
  • Zwei kurze und sehr schöne Mails von S. zum Lächeln. 🙂
  • Die ZDF-Mediathek hielt zwei neue Folgen von „Der Staatsanwalt“ für uns bereit. (Auch wenn wir feststellen mussten, dass auch diese Serie allmählich mit immer konfuseren Geschichten aufwartet.)

Geburtstag

„Ich hoffe sehr, dass Du Dich nicht zunehmend wie ein Gespenst fühlst, das ein Leben führt, aber nicht lebt.“, schrieb mir meine Mama u.a. auf ihrer Geburtstagskarte. Ein Satz, der mir immer wieder die Tränen in die Augen treibt, denn genau so fühlt es sich an. Gleichzeitig nervt mich mein eigenes Unglück.

Deshalb habe ich beschlossen, wieder jeden Tag die guten Dinge zu suchen und hier aufzuschreiben. Vielleicht hilft mir das, zurück ins Leben und raus aus den Tränen zu kommen. Und welcher Starttag dafür könnte passender sein als mein Geburtstag?

Hier also meine guten Dinge von Samstag, 11. Januar 2020:

  • Ein schöner Sonnenaufgang und ein sonniger Vormittag – richtig geburtstagsmäßig.
  • Geburtstagspost, Geburtstagsmails und Geburtstagsanrufe.

  • Die ersten Narzissen-Blüten in diesem Jahr in meiner Wohnung.

  • Statt Musik eine Podcast-Empfehlung. In der Adventszeit, in der die privaten Radiosender nicht mehr aufhören wollten, schreckliche, amerikanische, ausgelutschte Weihnachtsmusik zu spielen, haben Herr Grillenscheucher und ich NJoy vom NDR für uns entdeckt. Insgesamt ist deren Musik zwar auch nicht unser Ding, aber gerade in dieser Zeit gab es dazwischen ganz viele, schöne, lustige und weniger bekannte Weihnachtslieder. Außerdem gibt es vor allem am Wochenende spannende und witzige Wortsendungen. Z.B. „Was wollen wissen“, die zwar dienstags live um 22 Uhr läuft, aber samstags zu einer angenehmeren Uhrzeit (18 Uhr) wiederholt wird. So auch gestern.

Kaputt und Ausgebrannt

und das mitten in meiner Auszeit. 🙁 Zu viel geputzt. Zu viele Sorgen. Zu viel auf die ToDo-Liste geschrieben. Zu viel Druck auf mich selbst aufgebaut. Zu viel Verantwortung empfunden. Und dazu eine ganz, ganz schlechte Planung. Meine eigene Planung, wobei man Nachrichten über Krankheiten natürlich nicht planen kann. Aber es hätte mir klar sein können, dass es zu viel ist, 2 Wohnungen in einem Rutsch komplett zu putzen – insgesamt ca. 100 m². Jetzt bin ich körperlich und mental erschöpft.

Gute Dinge gab es zum Glück trotzdem in meiner Woche vom 5. bis 11. August 2019:

  • Herr Grillenscheucher und ich haben sein Schlafzimmer entrümpelt, geputzt und wieder eingeräumt.

  • Mit viel Glück keinen Unfall gebaut. Mein Schutzengel war sehr fleißig.
  • Für die Nervenberuhigung gab es leckere Spaghetti mit Bolognese.
  • Tränen durften fließen.
  • Trost von Herrn Grillenscheucher und ein Versprechen.
  • Ein Spaziergang im Regen.
  • Ich habe Tagetes-Saat geerntet. Die sollte für nächstes Jahr reichen.

  • Tage ohne Putzen! 🙂
  • Sonne, Wind und Zeit auf dem Balkon.
  • Eine leckere Schweinefilet-Pfanne mit Pilzen fertig vom Lieblingsschlachter und von uns mit mit Tomaten und Bohnen aufgepeppt.
  • Liebe, super schnelle Mailantworten von E. und H.
  • Ich bin einen guten Schritt in meiner Zielchallenge voran gekommen.
  • Hilfe von meinem Bruder.
  • Die große OP vom Mann meiner Mutter ist  gut verlaufen und ihm war sogar schon wieder nach einem Stück Kuchen. Ich bin erleichtert.
  • Ich habe endlich meine Brombeere auf dem Balkon (links auf den Fotos) eingepflanzt.

  • Ein Telefonat mit meiner Mutter, bei dem ich endlich einige Missverständnisse ausräumen konnte, die in unserem Mailwechsel entstanden waren
  • Eine total liebe Nachricht über WhatsApp von H. Quasi aus einer längst vergangenen Zeit.
  • Während der Arbeit in Herrn Grillenscheuchers Wohnung lief das Radio mit den Top 1000 unseres momentanen Lieblingssenders. So viele Lieder zum Mitsingen. U.a. auch mein absolutes Lieblingslied aus der“neuen deutschen Welle“. Und noch dazu hat mir Herr Grillenscheucher seine CD von Ideal geschenkt, auf der es drauf ist:

Das Aufbäumen des Sommers

So fühlt es sich für mich jedenfalls an. So viel Sonne an so wenigen Tagen und eine Hitze, die sich täglich steigerte und immer schwüler wurde bis es nur noch eklig war. Inzwischen liebe ich den abendlichen Radio-Moderator, der bei jeder Gelegenheit erzählt, dass es ihm viel zu heiß ist. Das ist immer noch besser als all die Pappnasen, die einem freudestrahlend weitere Höchsttemperaturen prognostizieren.

Meine guten Dinge aus der Woche vom 22. bis 28. August 2019:

  • Ein richtiger Urlaubstag in der warmen Sonne und einem kleinen Ausflug mit F. Wir sind durch die Hamburger Innenstadt gebummelt und haben uns die Stadthöfe angesehen. Leider sind die Baumaßnahmen dort immer noch nicht abgeschlossen, so dass es eher langweilig war. Dafür hat F. mir den angeblich schönsten Raum der Stadt im Rathaus-Restaurant „Parlament“ gezeigt. Tatsächlich beherbergt der einen wunderschönen Kronleuchter:

  • Unterwegs haben wir über alles mögliche geredet. U.a. über Krebskrankheiten. Das hat mir total gut getan. Zum Abschluss gab es Fischbrötchen von Daniel Wischer im Sonnenschein.
  • Herr Grillenscheucher hat mir geholfen, die Gardinen im Schlafzimmer abzunehmen und wieder aufzuhängen, nachdem ich sie gewaschen hatte.
  • Ich habe ausgeblühte Einjährige aus Kästen und Töpfen genommen und die Behälter geschrubbt. Nun sieht es wieder ordentlich aus auf meinem Balkon.
  • Eine Mail von C.
  • Die beiden Zimmerpflanzen, die in viel zu kleinen Töpfen kamen, sind nun umgetopft. Die Ableger der Grünlilie habe ich in diverse Töpfe gepflanzt. Ich bin gespannt, ob sie anwachsen.

  • Ich habe mir einen Berg Fleiß-Sternchen verdient, denn ich hab trotz Hitze die Sofa-Ecke geputzt. Die steht mir immer besonders bevor, weil ich dafür unter einer Dachschräge rumkrabbeln muss.
  • Endlich eine Mail von Kollege H. – langsam machte ich mir schon Sorgen.
  • Meine Mama hat berichtet, dass es ihrem Mann momentan gut geht und sie beide die gemeinsame Zeit genießen.
  • Außerdem hat sie erzählt, dass der Schlachter, bei dem sie immer einkauft, so begeistert über unser Lob zu seinem marinierten Grillfleisch war, das wir neulich genießen durften, dass er nun Rindfleisch-Würstchen auf den Namen Hansen getauft hat. Hm, ich bin mir nicht sicher, ob es so eine große Ehre ist, wenn Würstchen nach einem benannt werden, aber lustig ist es in jedem Fall.
  • Ich habe viel, viel, sehr viel geputzt und verdiene weitere Fleiß-Sternchen. Das macht echt keinen Spaß bei der Hitze, aber zu sehen, dass ich voran komme, schon.
  • Das einzig Gute an der Hitze ist, dass ich alles mögliche putzen oder auch nur abduschen kann und alles hinterher super schnell auf dem Balkon in der Sonne trocknet.
  • Ein weiterer Anruf von der Mutter von Herrn Grillenscheucher. Es ist so lieb, dass seine Eltern selbstverständlich da sind, wenn es „richtige“ Probleme gibt. Ich fühle mich da sehr aufgefangen.
  • Da ich nur am Ackern bin, wenn auch ohne Bezahlung, gibt es diese Woche ein fast passendes Lied zum Thema:

Schwitz!!!

Herrjeh, was macht denn das Wetter dieses Jahr mit uns??? Letzte Woche waren es hier in Hamburg gefühlte 10° C und heute sind es mindestens gefühlte 40° C. Und da rätseln die Experten immer noch, ob es den Klimawandel überhaupt gibt. 😮

Immerhin habe ich den heutigen Tag im Büro überlebt und auch brav ganz viel Wasser getrunken. Was habe ich für ein Glück, dass es hier trinkfertig aus der Leitung kommt! Allerdings vermelden die Wasserwerke, dass es momentan keinen Engpass in der Wasserversorgung gibt, was übersetzt heißt, dass es bei längerer Hitze einen geben wird. Noch nie in meinem Leben habe ich mir Sorgen gemacht, dass das Wasser knapp werden könnte. Außer natürlich damals mit meinen Eltern auf dem Campingplatz, wo für warmes Duschwasser Münzen einzuwerfen waren, von denen ich immer zu wenig bekam, so dass das warme Wasser fast jedes Mal knapp wurde. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Genug der düsteren Prognosen. Hier kommen die guten Dinge aus meiner Woche vom 18. bis 24. Juli 2019:

  • Mein Outlook-Problem hat es bis „ganz nach oben“ und außerdem ins Intranet geschafft. Deshalb bin ich guter Hoffnung, dass Abhilfe geschaffen wird.
  • Endlich mal wieder eine Nacht durch geschlafen. Wow, tat das gut!
  • Tanzen mit Herrn Grillenscheucher war schön. Vor allem weil wir uns an unsere Erkenntnis der letzten Woche gehalten haben und mehr einfach getanzt als perfektioniert haben.
  • Demnächst muss ich ja mit meinem Büro an einen externen Standort ohne Kantine ziehen. (Leider!) Das bedeutet, dass ich nicht wie bisher mit meinem mitgebrachten Essen in die Kantine gehen und es vom dortigen Geschirr mit dortigem Besteck essen kann. Aber immerhin soll es am neuen Standort eine Mikrowelle geben. Hey, das schafft ganz neue Variationen des Mitnehm-Essens! Vor allem im Winter wird es sicher schön, sich dort was Mitgebrachtes aufwärmen zu können.
  • Wegen der Mikrowelle und wegen des Mangels an Tellern und Besteck habe ich im Internet geforscht, wie andere Menschen mit so einer Situation umgehen. Worin nehmen andere ihr Essen mit und woraus essen sie es? Welche Transport-Boxen sind wirklich dicht? Für Erfahrungsberichte ist das Internet wirklich eine tolle Quelle, auch wenn man natürlich nicht alles glauben darf, was dort geschrieben steht.
  • Jedenfalls bin ich so auf die Monbento-Boxen gestoßen und habe mich – zugegeben – auf Anhieb in sie verliebt. Zum Glück ist auch Herr Grillenscheucher der Ansicht, dass er mir damit viel besser als jetzt mit unserer sehr chaotischen Sammlung an mehr oder minder fest verschließbaren Gefäßen Essen mitgeben kann. Also habe ich zwei Boxen mit allerlei Zubehör bestellt.
  • Schon die Benachrichtigungen und Mails von Monbento sind ein echter Hit! Z.b. war ein Salatdressing-Döschen während meiner Bestellung plötzlich ausverkauft und ich bekam als Mitteilung „Opfer des eigenen Erfolgs“. 😉 Ebenso lustig waren die Mails, die ich während der Wartezeit auf die Lieferung bekam. Diese z.B.: „Tick, tack… tick, tack… Nur noch ein paar Tage warten! Versprochen, unser Team wird seine ganze Energie und ganze gute Laune dafür einsetzen, Ihnen innerhalb kürzester Zeit liebevolle Pakete zukommen zu lassen…“. Das einzige, was leider nicht funktioniert hat, war, die Sachen an Herrn Grillenscheuchers Adresse liefern zu lassen. Das Paket wartet nun auf die Abholung und das werden wir am Wochenende tun. Deshalb gibt es an dieser Stelle auch noch keine Fotos der tollen Boxen.
  • Ich liebe meinen Balkon momentan besonders nachts, wenn die Lichter an sind:
  • Mein Kollege M. hat bei seiner Abschiedsfeier in die Rente sehr leckere Schnittchen aus der Kantine kredenzt. Ich konnte kaum aufhören zu essen, was vielleicht auch ein bisschen meiner Traurigkeit über den Anlass verschuldet war. Er war immerhin der erste Projektleiter, mit dem ich jemals zusammengearbeitet hab. Ich habe ihm viel zu verdanken.
  • Ich habe meine erste WhatsApp-Gruppe selbst eingerichtet, sogar mit Gruppenbild, und es war ganz einfach.
  • Viel Freizeit am Freitag Nachmittag, weil Herr Grillenscheucher wie bereits letzte Woche allein einkaufen ging. Die Sonne schien und ich habe ein bisschen auf dem Balkon gepuzzelt.
  • F. hat mir eine Dose Köttbullar geschenkt. Für die neue Bürobehausung, wie sie dazu schrieb. Ich habe sehr gelacht darüber.
  • Einer meiner Lampions auf dem Balkon hat bereits das Leuchten aufgegeben. Nee, die Dinger von IKEA kann ich echt nicht empfehlen. Ein Glück hatte ich noch ein Ersatz-Exemplar, das mir Herr Grillenscheucher aufgehängt hat und nun leuchten wieder beide für mich:

  • Ein „Gespräch“ mit einer rot-getigerten Katze auf meinem morgendlichen Weg ins Büro. Ich habe zwar keine Ahnung, was sie mir mitteilen wollte, aber es war schön, so nett angemaunzt zu werden.
  • Ein entspannter Büro-Tag, an dem Herr A. und ich besprochen haben, wie ungefähr wir unser künftiges gemeinsames Büro einrichten wollen. Dabei hat Herr A. entschieden, den ihm angebotenen höhenverstellbaren Schreibtisch nicht anzunehmen, weil der eine seltsame Form für einen Schreibtisch hat. Ein Glück! So wächst mir gegenüber nicht plötzlich eine Schreibtischplatte in den Himmel…
  • Endlich mal wieder eine ausführliche Mail von S., der eine gefühlte Ewigkeit verreist war.
  • Einvernehmen und gute Zusammenarbeit mit A. Die großen Projekte machen es uns nicht leicht und umso schöner ist es, wenn wir doch mal wieder ein wenig Nähe zueinander herstellen können.
  • Ich habe so gelacht über den Spruch einer Kollegin, bei dem ich überhaupt nicht weiß, um wen oder was es ging. Der war aber auch ohne Zusammenhang einfach witzig: „Damit hat er mal wieder die Lizenz zum Breitbeinig-Sitzen erworben.“. 😀
  • Musik: ein Sommerlied, das bei jedem Wetter passt: