Es grünt so grün

Ich komme momentan zwar kaum dazu, mich um meine Balkonpflanzen zu kümmern, aber das scheint sie nicht weiter zu stören. Alle sprießen fröhlich in den verschiedensten Grüntönen von sich hin. Der Rückschnitt hat sich gelohnt! 🙂

Herr Grillenscheucher hat mir einen Lorbeer und einen Rosmarin eingetopft, weil die beiden letztjährigen bei ihm im Winterquartier leider eingegangen sind.

Die Pfingstrose ist seit dem letzten Fototermin kräftig gewachsen und hat 5 Knospen.

Die Erdbeeren zeigen die ersten unschuldig weißen Blüten.

Und ich freue mich ganz besonders darüber, dass die Bäume hinter dem Haus schon wieder dicht belaubt sind und mir diesen wunderbaren Blick ins Grüne bescheren. Das ist fast als gäbe es keine Nachbarn. 😉

Der Nachtrag vom Wochenende

Dieses Wochenende war ich das erste Mal in diesem Jahr bei Herrn Grillenscheucher. Wir hatten es schön und sonnig und entspannt. Und es so toll, wie der Frühling sich ins Zeug legt. Überall blühen die Forsythien in gelb und die Kirschbäume in rosa und bunte Ostereier hängen in den Vorgärten.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Morgens schon hatte ich einen Termin beim Orthopäden. Die Arzthelferin, die ich dort am liebsten mag, ist wieder gesund und hat sich sehr über die Tüte merci petits gefreut, die ich für alle als Dankeschön mitgebracht hatte. Das haben sie sich wirklich verdient, so toll, wie die Praxis funktioniert. Die Vertretungsärztin – der Doktor war krank – hat mir ohne Diskussion ein neues Rezept für die Physiotherapie verschrieben und sich gewundert, dass ich dafür extra kommen musste. Der Doktor ist da eben knauseriger. Einziger Wermutstropfen: die Vertretungszeit meines Physiotherapeuten ist beendet und ich muss mit anderen arbeiten. 🙁

  • Der überraschende Anruf von S. und wir haben geplappert als hätten wir uns vorgestern erst gesprochen. Dabei war es nach vielen Mails unser erstes Telefonat miteinander.
  • Noch ein erstes Mal in diesem Jahr: Ich bin wieder mit Olga gefahren. Zuerst wollte sie nicht so recht und ging einfach wieder aus. Im zweiten Versuch mit viel Gas konnten wir dann doch los. Nicht ganz so angenehm für meine Schulter, das Autofahren, aber zusammen haben wir es geschafft.
  • Bonus: Und noch ein erstes Mal in diesem Jahr: Die Sonne schien und es war so warm, dass wir auf dem Balkon von Herrn Grillenscheucher Prosecco trinken konnten.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Herr Grillenscheucher und ich haben meine Pflanzen aus dem Winterquartier bei ihm wieder auf meinen Balkon gebracht. Der Lorbeer und der große Rosmarin treiben schon wieder aus – sieht super aus.
  • Eine kleine Einkaufstour mit Olga. U.a. haben wir viele Saattütchen und mein neues liebstes anti-alkoholisches Kaltgetränk erstanden: Rhabarber-Schore von Hella. Sieht ein bisschen eklig aus, schmeckt aber hervorragend säuerlich. Zwischendurch gab es auch noch den Geschmack Italiens im Mund.

  • Und weil es gestern schon so schön war, haben wir nochmal Prosecco auf Herrn Grillenscheuchers Balkon getrunken.

Die guten Dinge von heute:

  • Ausreichend geschlafen und danach eine Latte Macchiato ans Bett serviert bekommen.
  • Herr Grillenscheucher hat sich um Anton gekümmert. WhatsApp läuft jetzt auf meiner neuen Handynummer und Landkarten für unsere Kreuzfahrt sind auch drauf, damit wir uns unterwegs nicht verlaufen.
  • Wieder zu Hause erwarteten mich auf meinem Balkon glücklich aussehende Pflanzen. Der Liebstöckel ist um mindestens 10 cm am Wochenende gewachsen. Die Kroken blühen um die Wette. Der Jasmin kriegt grüne Blätter und der Baum vor meinem Balkon auch. Hach!

    

    

  • Bonus: Die Kresse hat sich ebenfalls prächtig entwickelt und wird gleich mein Abendessen bereichern.

Stillstand

Auf meinem Balkon sieht es gerade nach Stillstand aus. Insgesamt ist es immer noch zu kalt für die Jahreszeit – für die letzte Nacht war sogar Bodenfrost angekündigt. 😯 Heute gab’s dafür Sonnenschein pur mit warmen Temperaturen. Die Pflanzen wirken allesamt verwirrt und sehr zögerlich, was ich durchaus nachvollziehen kann.

Obwohl heute Pfingstsonntag ist, mag die Pfingstrose noch nicht blühen. Ihre Knospen sehen fast genauso aus wie beim letzten Foto vor 10 Tagen:

147_Pfingstrose_Knospe

Nur wenn man genau hinsieht, stellt man fest, das viel mehr Rosa zu sehen ist. Und so ist es wenigstens bei einigen anderen Pflanzen auch – es gibt minimale Entwicklungen. Die Minze bildet winzige Blütenknopsen:

150_Minze

Der Lorbeer bekommt frische, hellgrüne Blätter:

149_Lorbeer

Die Petersilie treibt aus – sogar regelmäßig:

148_Petersilie

Kerbel, Salat und Basilikum bemühen sich immerhin, aber sehr unregelmäßig:

153_Kerbel 154_Salat 155_Basilikum

Ganz zuverlässig und stetig wachsen die Wicken ihren Rankgittern entgegen, worüber ich mich total freue:

151_Wicken

Der Portulak-Salat sieht richtig schön frisch grün aus und schmeckt hervorragend auf Pellkartoffeln mit Sour Cream:

152_Portulak

Richtig stolz bin ich auf den Oregano, der sich seit seiner Teilung super entwickelt:

156_Oregano

Der Salbei ist auch eine Pracht geworden. Nach dem Winter schien er komplett verdörrt, aber nachdem ich ihn fast bis zum Boden zurückgeschnitten habe, hat ihn das Leben zurück:

158_Salbei

Es gibt also viele kleine Erfolgserlebnisse auf meinem Balkon, man muss sie nur wahrnehmen. Und es gibt viele hoffnungsvolle Anzeichen. Ich bin sehr gespannt, wie es aussehen wird, wenn ich aus dem Urlaub zurück bin.

Sichtschutz

Viele Balkone haben ein „durchsichtiges“ Balkongeländer. Nach meinem Eindruck ist das gerade der Trend, wenn ich neu sanierte Balkone sehe. Ist ja auch schön, weil man dadurch weiter gucken kann und sowohl der Wohnraum als auch der Balkon größer wirkt. Das vermittelt einfach Weite. Blöd daran ist nur, dass von außen jeder auf den Balkon gucken kann, wenn man gerade seine nackten Zehen darauf in der Sonne schaukelt. 😎 Auf meinem Balkon ist das problemlos, weil zwischen den Häusern dicht belaubte Bäume stehen (Im Winter sind sie natürlich kahl, aber da schaukel ich auch draußen keine Zehen.).

131_Balkongitter

Ja, da habe ich mal richtig Glück gehabt. Andere Balkone liegen nicht so geschützt und natürlich wünscht man sich dann Sichtschutz. Man kann das offene Balkongeländer mit einem Wind- und Sichtschutz bespannen:

Das macht vor allem dann Sinn, wenn der Wind überwiegend aus einer Richtung kommt und man gern auch mal windgeschützt auf dem Balkon sitzen möchte. Das habe ich bei mir an einer Seite auch gemacht. Aber wenn man das komplette Geländer so verkleidet, geht das schöne Gefühl von Weite verloren. Geht es nur um Sicht- und nicht um Windschutz, empfehle ich Pflanzen, die unkompliziert hoch und dicht genug wachsen. Klar bieten die auch einen gewissen Windschutz, aber für mein Gefühl nicht genug.

Als unkompliziert und hoch wachsend bewährt haben sich bei mir die Pfingstrose, Liebstöckel, Minze und Lorbeer. Alle sind mehrjährig und nur der Lorbeer braucht im Winter einen geschützten Platz.

Meine Pfingstrose ist nun schon höher als das Balkongeländer und hat 9 vielversprechende Blütenknospen:

127_Pfingstrose     130_Pfingstrosenblüte

Sie braucht sehr sandige Erde und hat am liebsten immer denselben Standort. Auch nach der Blüte bleibt das Blattwerk grün und üppig. Im Herbst verfärbt es sich in wunderschönen Rot-Braun-Tönen – eben wie Herbst. Ich liebe es, sie im Wechsel der Jahreszeiten zu beobachten.

Lorbeer, Liebstöckel und Minze sind noch nicht ganz so hoch gewachsen, aber sie holen täglich auf:

128_Lorbeer_Liebstöckel_Minze

Ganz rechts ist die Pfingstrose zu sehen; die anderen drei sind momentan also etwa halb so hoch. Aber noch ist es ja auch noch zu kalt, um draußen Zehen zu schaukeln, und ich denke, bis es dafür warm genug ist, sind sie auch hoch genug, um dafür genug Privatsphäre zu bieten.

Winterquartier

Dieses Wochenende war ich bei Herrn Grillenscheucher, wo meine paar zimperlichen Pflanzen – Rosmarin und Lorbeer – im Winterquartier sind. Auf seinem Balkon ist es wesentlich geschützter als auf meinem und bei mir habe ich keine Möglichkeit, die Pflanzen kühl und hell genug unterzubringen. Ich bin gespannt, ob diese Lösung, die wir das erste Mal ausprobieren, zum Erfolg führen wird.

Und so sieht es dort aus:

14_Winterquartier

15_Rosmarin

Die Kräuter, die da außer meinen noch stehen, gehören Herrn Grillenscheucher. Super, dass sie alle aneinander gekuschelt auf die Fensterbank passen. Manchmal hat man halt auch Glück…