Jubiläum

Heute bin ich seit 25 Jahren fest in meiner Firma angestellt. Ich habe dieses Datum für eher irrelevant gehalten und mich hauptsächlich auf die 5 zusätzlichen Urlaubstage gefreut, die es zu diesem Anlass bei uns gibt. Alles andere war mir weniger wichtig: das Schreiben vom obersten Chef, das zusätzliche Geld, das Firmengeschenk. Zumal mir mein direkter Chef bereits letzte Woche gratulierte und mir Geschenk und Schreiben übergab. (Wie töffelig kann man eigentlich noch sein?)

Aber ich hatte nicht mit meinen Kollegen gerechnet. Heute Morgen wurde ich von ihnen mit einer La-Ola-Welle und einem wunderschön dekorierten Tisch begrüßt.

Das ist einfach nur WOW! So liebevoll und so perfekt passend ausgesucht und mit einem total lieben Text auf der dazugehörigen Karte – der Wahnsinn. Ich glaube, ich habe heute den ganzen Tag wie ein Honigkuchenpferd gestrahlt. 🙂

Es gab eine Fotomontage von meinem Lieblingsschiff, der Mein Schiff 1, auf der Binnenalster. Sogar mit einem Foto vom Schiff als es noch keine 1 hinter dem Namen trug. Auf meiner ersten Kreuzfahrt hieß es noch so, denn damals hatte die TUI nur dieses eine Kreuzfahrtschiff am Start.

Auf der wunderbaren Karte war das Motiv nochmal in kleiner abgebildet:

Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass ich dieses Jahr meine letzte Kreuzfahrt gemacht habe, aber nun habe ich eine Alster-Kreuzfahrt geschenkt bekommen. Wie wunderbar! Das habe ich nämlich noch nie gemacht und plane sie direkt in meine bevorstehende Auszeit ein.

Das Köfferchen ist einfach entzückend und die Schokoladen-Taler erinnern mich an meine Kreuzfahrten, bei denen ein ähnlicher jeden Abend als Betthupferl auf dem Kopfkissen lag.

Die Servietten sind so klasse:

Den Sand auf dem Tisch und das Geld, das sich im Köfferchen verbarg, wird glückliche Verwendung auf meinem Balkon finden. Schließlich lieben die meisten Kräuter eine Zugabe von Sand in ihrer Erde.

Den lustigen Jubiläums-Tee werde ich im Herbst trinken und mich dabei an diesen Tag erinnern. Besonders dann, wenn es mal wieder schwierig ist, die guten Seiten meines Jobs zu sehen.

Den hat mir A. extra aus England mitgebracht, weil der Titel „Jubilee“ in Verbindung mit den 25 Teebeuteln so toll passte.

Ja, sie sind schon echte Herzchen, meine Kollegen – meistens. Heute haben sie mich sehr glücklich gemacht und das ist, was zählt – das Jetzt.

Schneeflöckchen, Weißröckchen

Nun ja, von Flöckchen kann man nicht wirklich sprechen. Es waren riesige Schneeflocken, die den ganzen Vormittag auf Hamburg herab gerieselt sind. Passend zum Welttag des Schneemanns schufen sie leise eine Schneedecke über der Stadt. Direkt danach wurde die Decke den ganzen Nachmittag mit Nieselregen besprengelt und weitgehend zu Matsch aufgeweicht. 🙄 Auf meinem Balkon konnte ich abends beides „bewundern“, den Schnee und den Matsch:

Ich weiß wirklich nicht, was am Schnee so toll sein soll. Aber wenigstens wurden wir vom Sturm verschont, denn wir lagen im Auge desselben.

  • Ein Glück hatte ich den leckeren Erbseneintopf in der Kantine bereits vertilgt als mir das Geplapper einer Kollegin derart auf die Nerven ging, dass ich den Mittagstisch dringend verlassen musste. 👿 Wenn das so weiter geht, muss ich mir andere Gesellschaft suchen und wenn es „nur“ meine eigene ist.
  • Ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk von D. – ein wunderbar kitschig glitzerndes Feuerzeug. Hach! Nie würde ich mir sowas selbst kaufen, aber wenn ich es geschenkt bekomme, liebe ich es.

  • Alle Fußwege auf meinem Heimweg waren voller Schneematsch und Pfützen. Nicht mal die Läden unterwegs hatten sich an die Räumpflicht gehalten. 🙁 Ich bin ganz langsam und vorsichtig da durch geschlittert und war unglaublich froh, dass wenigstens der Himmel aufgehört hatte, irgendwas von oben fallen zu lassen. Heil zu Hause angekommen habe ich mir auf die Schulter geklopft, weil ich so schlau war, schon gestern statt heute den Aldi-Wocheneinkauf mit Olga zu erledigen.

Alles Gute

„Alles Gute.“ wurde heute bei uns ein geflügeltes Wort, weil ein Kollege sich damit in den Feierabend verabschiedete, obwohl wir uns – sofern nichts Unvorhergesehenes passiert – doch morgen schon wiedersehen und es auch sonst keinen Anlass dafür gab. Wir hatten viel Spaß, uns in der Folge beim Gehen alles Gute zu wünschen. 😀 Dabei kann man das ja eigentlich so machen – ganz egal, wann man sich wieder sieht oder was anliegt. Ist doch ein hübscher Wunsch.

  • Ich habe daran gedacht, dass ein Regenschirm nicht nur bei Regen, sondern auch bei ins Gesicht wirbelnden Schneeflocken hilfreich ist, was meinen Weg zur Arbeit erheblich erleichtert hat. Zum Glück blieb nichts vom Schnee liegen, aber mal sehen, wie das morgen wird.
  • Viel gearbeitet und viel gelacht.
  • Eine Mail von C., die mich sehr beruhigt hat.

Ich wünsche allen, die hier lesen, alles Gute, und hoffe, Ihr kommt morgen wieder vorbei. 😉

Viele Wochen

Heute früh war ich ganz deprimiert bei dem Gedanken, dass jetzt viele Wochen bis zum nächsten Urlaub vor mir liegen. Viele Wochen Hamsterrad. Puh. 🙁 Irgendwie habe ich es im Laufe des Tages geschafft, mich davon zu überzeugen, dass ich es trotzdem gut habe. Das ist auch meinen Kollegen und insbesondere A. zu verdanken.

  • In meinem Büro wartete ein wunderschöner, bunter, fröhlicher Geburtstagstisch auf mich. Man beachte die winzigen goldenen Schweinchen auf dem zweiten Foto! Und später kam A. noch mit einem tollen Strauß Tulpen. Hach, ich liebe Tulpen! (Ich entschuldige mich für die schlecht Foto-Qualität, aber ich hatte nur das Handy und nicht die Kamera dabei.)

  • In der Kantine gab es überraschenderweise Cheeseburger. Darauf hatte ich schon letzte Woche einen Jieper, der heute dann endlich gestillt werden konnte.
  • Ich habe mit nur ganz wenig Gejammer die Entfernung eines Mini-Leberflecks überstanden und finde mich ziemlich tapfer. 😉 (Das Elend damit kommt allerdings noch: Pflaster rauf und runter, weil es beim Duschen ein wasserfestes sein muss, aber danach ein normales sein soll. Grummel.)

Frustriert

Es gibt so Tage, die fangen einfach schon beschissen an; z.B. dadurch, dass der Wecker eine halbe Stunde früher als gewöhnlich klingelt. Manche von diesen Tagen werden mit fortschreitender Uhrzeit immer besser, andere werden immer schlechter. Zu letzterer Sorte gehörte mein heutiger Tag. Zum Feierabend war ich so frustriert, dass ich hätte heulen mögen.

  • Alles begann also mit dem frühen Weckerklingeln. Ich habe es tapfer nicht ignoriert. In der U-Bahn traf ich zufällig den lieben Kollegen M., der ebenso wie ich auf dem Weg zum anderen Standort war. Es war sehr nett und entspannt, unterwegs mit ihm zu plaudern.
  • Es ging weiter mit einer unendlich grässlichen Abteilungssitzung inklusive Fremdschämen und einem für mich entsetzlichen Projekt-Workshop. Aber ich habe beides lebend überstanden. Ist doch auch schon was.
  • Ach, was war ich heute froh als ich das Büro verlassen durfte! Zu Hause wartete das erste, riesige Weihnachtspäckchen von C. bei meinem Lieblings-Nachbarn auf mich und hätte ich gewusst, dass es für Weihnachten ist, hätte ich es noch gar nicht geöffnet. Aber nun ist es ausgepackt: ein riesiger Kalender mit wunderschönen Mein-Schiff-Fotos. Hach! Eines davon:

  • Bonus: Das Lesen der Geschichte von Richard Brautigan über zwei Schneeflocken und den kleinsten Schneesturm, der je registriert wurde, in meinem Adventskalender brachte mich dann endgültig zum Lächeln. Jetzt geht es mir wieder besser.