Geduld, Geduld

Ich halte mich für einen sehr geduldigen Menschen, stelle aber immer wieder fest, dass meine Einschätzung nicht ganz richtig sein kann. Jeden Abend, wenn ich nach Hause komme, führt mein erster Weg auf den Balkon. Hat sich endlich die Saat, die bislang nicht gekeimt hat, doch dazu entschlossen? Nee, warten tue ich offensichtlich überhaupt nicht gern. Naja, Selbsterkenntnis ist ja bekanntlich hilfreich. 😉

  • Ich hatte ein sehr, sehr wertschätzendes Feedback-Gespräch mit meinem Vorturner. Wow, ich bin besser in meinem Job als ich dachte. Das ging nicht nur runter wie Öl, sondern hat mich auch in meiner Entscheidung, genau in diesem Job zu bleiben, bestätigt.
  • Ein Warten hat ein Ende, juchuh! Morgen bekomme ich endlich mein dienstliches IPad. Auch etwas, was mich ganz ungeduldig machte.
  • Die Kiwi-Pflanze beginnt zögerlich, sich um das Rankgitter zu winden. Und die Sommerblumen-Saat im selben Kasten treibt schon üppig aus. Das wird bestimmt hübsch bunt.

130_Kiwi_Ranke     131_Sommerblumen_Keimlinge

Kiwi

Eine Kiwi? Echt, eine Kiwi? Irgendwie habe ich immer gedacht, Kiwis wachsen nur in Australien oder so. Aber bei meiner Lektüre über Kletterpflanzen bin ich tatsächlich über Kiwis gestolpert. Angeblich sollen sie es hier klimatisch gut vertragen und außerdem super klettern. Ich habe ein Rankgitter auf dem Balkon, das sich schon ganz lange nach Bewuchs sehnt, und alle bisherigen Versuche schlugen fehl. Also warum nicht mal eine Kiwi ausprobieren?

Bestellt habe ich sie bei meinem Lieblings-Pflanzenversand, der mir zwar mal die bestellten Erdbeerpflanzen vor enthielt, aber wenigstens immer gute Ware geliefert hat: Hof Jeebel. Ich konnte meine Kiwi Jenny sogar für eine bestimmte Kalenderwoche ordern – logischerweise für die nach der Kreuzfahrt.

Alles hat super geklappt und am Samstag kam der riesige Karton. Drin war jede Menge Stroh und natürlich die Kiwi mittendrin.

106_Kiwi_Karton   107_Kiwi

Extra für die Kiwi hatte ich einen riesigen Balkonkasten gekauft. Es hat ewig gedauert, bis der mit Erde gefüllt war, denn die musste erst gemischt werden: Kokoserde, Blumenerde und Sand. Kiwis mögen, so habe ich gelesen, eher einen sandigen Boden. Na, was tut frau nicht alles für ihre Pflanzen, gell. Stunden später war Frau Jenny also eingepflanzt:

108_Kiwi_im_Kasten

Um sie rum habe ich Sommerblumen-Saat gesät, damit sie nicht ganz so einsam ist. Nun hoffe ich, dass der Hagel am nächsten Tag sie nicht allzu sehr erschreckt hat und sie trotzdem anwachsen und bleiben möchte. Wenn sie dann noch das Gitter berankt, bin ich glücklich.

Der Nachtrag vom Pfingstwochenende

Herrlich, so ein langes Wochenende! Endlich kriegt man mal was erledigt. 😉 Trotz April-Wetter und viel Kram, der erledigt werden wollte, habe ich es sehr genossen.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Nochmal schönes Sonnenschein-Wetter und ich habe weiter auf dem Balkon geackert. Endlich konnte ich den großen Lavendel umtopfen, der sich vorher einfach nicht aus seinem alten Topf bewegen wollte. Aber eine Nacht in der trockenen Wohnungsluft konnte ihn doch überzeugen. Ausgetrickst.
  • Einkauf auf dem Wochenmarkt im Sonnenschein und unseren ersten weißen Spargel in diesem Jahr erstanden. Für nur 2,90 € das Kilo! 😯
  • Let’s Dance gucken. Es macht erstaunlicherweise gar nichts aus, eine Folge zu verpassen – Ulli war immer noch am Start. 😉 Ich liebe seinen Humor und hätte ihn allein deshalb gern weiter dabei gehabt. Aber tanzen, das kann er nun mal wirklich nicht. Muss er ja auch nicht – niemand muss alles können.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Endlich wurde die sehnsüchtig erwartete Kiwi-Pflanze geliefert! Ich hatte schon Sorge, sie würde das lange Pfingstwochenende in ihrem dunklen Karton schmachten müssen.
  • Glück gehabt und eben diese Kiwi draußen eingepflanzt bevor der große Regen kam. Außerdem sämtliches restliches Saatgut in Töpfen untergebracht. Nun muss es nur noch keimen.
  • Spargel polnisch! Der billige sogenannte „Haushaltsspargel“ war zwar dick und krumm, aber ungeahnt lecker.

Die guten Dinge von Sonntag:

  • Hilfe von Herrn Grillenscheucher und hinterher war die Wohnung wieder sauber und der Müll vom Pflanzen entsorgt. Zu zweit geht’s eben schneller.
  • Eine Menge Mails geschrieben, um mich überall wieder zurück zu melden.
  • Ganz, ganz langsam komme ich auch mental von der Kreuzfahrt zurück. Dieses Mal dauert das echt lange. Vielleicht weil es so wunderschön war. Jedenfalls fühlt es sich gut an, allmählich wieder im Hier und Jetzt zu sein.

Die guten Dinge von heute:

  • Ein Tag für mich allein: me, myself and I. 🙂
  • Begonnen habe ich ihn natürlich mit einem gemütlichen Ausschlafen – womit sonst. 😉
  • Ich habe mich in meine neue Challenge gekniet, die schon letzten Montag anfing, als wir noch auf hoher See Richtung Bremerhaven waren. Leider packt sie mich nicht so wie die letzte. Vielleicht ist sie mir zu kopflastig. Vielleicht ist es doch gar nicht mein Thema. Aber ich freue mich, dass ich dort jetzt auf dem neuesten Stand bin.
  • Bonus: Die Mini-Sonnenblume, die vom Wochenmarkt mit durfte.

109_Mini_Sonnenblume

Pauschalreisen

Man sollte ja annehmen, dass Pauschalreisen total bequem sind und man sich, weil alles zusammen gebucht wird, um nichts mehr kümmern muss außer ums Kofferpacken. Leider erlebe ich immer wieder das Gegenteil: die Flüge gehen zu Uhrzeiten, für die man Schmerzensgeld, mindestens aber Taxigeld für den Weg zum Flughafen verlangen müsste; die Unterkunft ist bei Ankunft noch nicht beziehbar, weil es ja noch viel zu früh am Tag ist, und dafür wird man am Abreisetag schon morgens aus der Unterkunft geschmissen, auch wenn der Rückflug erst abends geht. Ja, ich weiß, ich bin selbst Schuld, denn ich wollte ja unbedingt auf mein Lieblingsschiff und habe die Reise gebucht. Trotzdem bin ich gerade total genervt und habe eigentlich gar keine Lust mehr auf die Reise. 🙁

  • Immerhin die Nachricht von C., dass unsere Sitzplatzbuchung für den Flug gültig ist. Es ist nämlich derselbe Flieger, nur dass er noch eine Viertelstunde früher als geplant fliegt. Örks! (Der andere Teil von gestern mit dem Reiseführer ist noch ungeklärt.)
  • Die Bestellung für eine Kiwi-Pflanze ist raus. Hoffentlich wird sie nun auch zu dem vereinbarten Zeitpunkt geliefert und kommt nicht früher so wie der Flieger.
  • Viele Fotos von S. aus dem Urlaub. Eines aus einem richtig frühlingshaften Laubwald, das ich total beruhigend finde. Sehr hilfreich bei all meiner Urlaubsaufregung.

Laubwald

Kletterpflanzen

Vor ein paar Jahren hab ich mir eine Art Pergola auf den Balkon bauen lassen. Sie ist im Prinzip ein Metallgestell, steht direkt am Haus und somit um und über meiner Fensterfront vom Wohnzimmer und ist etwa einen Meter tief. Drum rum habe ich Maschendraht gezogen. Das Ding sieht in etwa so aus:

Nur hübscher. 😉 Eben aus Metall und Maschendraht statt aus Holz und einiges größer ist meine auch.

Meine Idee war, auf beiden Seiten Kletterpflanzen hoch zu ziehen, die dann auch oben quer wachsen. Damit wollte ich eine natürliche Beschattung für die großen Fenster herstellen, auf die im Sommer sonst den ganzen Nachmittag die Sonne steht. Tja, bestimmt eine gute Idee, die sich leider in der Umsetzung sehr schwer tut.

Auf der einen Seite habe ich einen mittlerweile richtig großen Winterjasmin stehen, der aber leider gar keinen Bock hat, oben quer zu wachsen. Er bewächst ganz wunderbar die eine Seite der Pergola, ist im Sommer total grün und blüht im Winter sehr hübsch gelb, aber oben quer wachsen, dazu hat er keine Lust. Lieber treibt er von unten immer weiter aus.

80_Jasmin_eingewickelt     Winterjasmin-Blüte

Auf der anderen Seite habe ich nun schon diverse Versuche gestartet: Feuerbohnen, eine Clematis und dieses Jahr Kürbis und Zucchini. Warum auch immer – nichts will so richtig.  Die Feuerbohne kam am Anfang immer ganz begeistert, ließ dann aber extrem nach.

Feuerbohne2

Die Clematis war ein paar Jahre bei mir zu Gast und entwickelte sich zuerst sehr schön. Leider ist auch sie mit dem Knick in der Pergola nicht klar gekommen und wollte nicht quer wachsen.

Clematis_Ecke

Ich habe es auch mit Kappuzinerkresse ausprobiert, aber die kriegt bei mir immer nur Blattläuse. Dieses Jahr habe ich für den Platz Zierkürbis und Zucchini in einen Kübel gesät. Von den beiden weiß ich zumindest aus Erfahrung, dass sie schnell und in die seltsamsten Richtungen wachsen. Aber auch sie haben es nicht geschafft, die Seite zu begrünen geschweige denn den oberen Querteil der Pergola. Außerdem verwelken ihre großen grünen Blätter so schnell, dass man fast Depressionen kriegt. 🙁

259_Zucchini_riesig     46_Zucchini_welk

Gut, es gab einen Versuch des Kürbis‘, oben quer zu wachsen. Er hat sich auch tapfer gehalten, aber immer noch ist es weit entfernt von einer kompletten Begrünung der Pergola.

61_Kürbis_oben

Also stehe ich immer noch vor der Frage, wie ich die zweite Seite und vor allem das Dach der Pergola begrünt bekomme. Am allerliebsten hätte ich natürlich eine mehrjährige Pflanze an der Stelle, die so langsam das ganze Gestänge überwuchert. Ich fürchte nur, dass eines der Probleme an der Stelle das ist, dass dort kein Platz für einen wirklich großen Topf ist. Direkt daneben ist nämlich meine Balkontür und der Topf muss so klein oder schmal sein, dass ich daneben noch den Balkon betreten kann. Wäre ja sonst auch ein bisschen dämlich, wenn ich nicht mehr raus könnte. 😉

Momentan denke ich darüber nach, an die Stelle eine Kiwi zu pflanzen. Angeblich kommen die gut mit den hiesigen Temperaturen klar und sind sogar immergrün. Und vielleicht finde ich dafür sogar einen eher schmalen, rechteckigen und hohen Behälter statt eines runden Topfes. Für rechteckig habe ich an der Stelle nämlich mehr Platz.

Es bleibt spannend…