Wiesenblumen

Die schon mal erwähnten Wiesenblumen wachsen mir noch über den Kopf. 😮 Nie hätte ich gedacht, dass die derart riesig werden.

Inzwischen sind sie größer als die Kiwi, die allerdings dieses Jahr frühzeitig das Wachsen eingestellt hat. Irgendwie fühlt sie sich nicht richtig wohl bei mir. Schade. Immerhin sehe ich dieses Elend dank der Wiesenblumen nicht mehr, sondern jede Menge Blüten in diversen Lilatönen.

Trotz der schönen Blüten habe ich für nächstes Jahr den festen Plan, an diese Stelle was anderes zu pflanzen. Erstens gehört Lila nicht zu meinen Lieblingsfarben und zweitens möchte ich doch eigentlich eine Pflanze, die an dem Gitter hoch rankt. Mal sehen, ob ich der Kiwi noch eine Chance gebe oder ob die beiden heute beim Buchladen um die Ecke bestellten Balkon-Bücher eine bessere Idee haben.

Ackern auf dem Balkon

Drei Tage habe ich nun auf meinem Balkon geackert im wahrsten Sinne des Wortes. Jetzt spüre ich quasi jeden Muskel vom Schleppen der Kübel und Kästen, vom Bücken und Heben und vom Mischen der Erde. Aber ich bin glücklich und zufrieden und wirklich stolz, dass ich alles geschafft habe. Gestern Nachmittag sah es noch nicht danach aus. Ein einziges Chaos auf meinem Balkon:

Es war super, dass das Wetter so toll mitgespielt hat. Sonnenschein pur und kein Regen in Sicht. So konnte ich abends das Chaos einfach stehen lassen und musste nicht befürchten, dass ein Regenguss den offenen Sack Erde in Klackermatsch verwandelt. Lediglich der Wind war einigermaßen nervig und versuchte dauernd, mir die Erde von der Schaufel zu pusten. Ich habe gewonnen. 😉

Heute am späten Nachmittag war es dann endlich soweit: alle Saat war verbraucht, die Mehrjährigen hatten frische Erde und neuen Dünger und einige davon habe ich umgetopft, auch die Zimmerpflanzen hatten frische Erde und neuen Dünger, alles auf dem Balkon war geputzt – sogar die Fenster.

 

Die Erdbeeren tragen ganz viele Früchte. Wenn sie doch nur endlich rot werden würden! Die Kiwi hat angefangen auszutreiben und die Pfingstrose trägt fette Knospen.

Für die Lichtkeimer, die bei dem Wind weg geweht worden wären, hatte ich dieses Jahr eine geniale Idee. Ich habe die leeren Tüten der Kokoserde auseinander geschnitten, die Töpfe und Kästen damit bedeckt und die Plastikfolie mit Wäscheklammern und Steinen befestigt. Müsste doch eigentlich ähnlich wie im Gewächshaus sein.

Gegen den Anmarsch der Wespen hatten Herr Grillenscheucher und ich bereits im Winter diverse Varianten überlegt. Eigentlich sagt man ja, dass Wespen nicht nochmal ein Nest an derselben Stelle bauen. Das kann ich nicht bestätigen. Wieder versuchten sie, ihr Nest direkt neben meiner Balkontür unter die Dachabdeckung zu bauen. Als erstes stopfte Herr Grillenscheucher Stahl-Putzschwämme in die Lücken zwischen Holzwand und Abdeckung:

Das trug schon zu einiger Irritation bei den Wespen bei, aber sie fanden trotzdem einen Weg dran vorbei. Im Internet wird oft empfohlen, alles lückenlos mit Bauschaum dicht zu machen. Das finde ich schwierig – wer weiß, wozu die Lücken beim Bauen gelassen wurden? Außerdem kriegt man Bauschaum da nicht wieder so ohne weiteres raus, die Schwämme schon. Dann habe ich gelesen, dass Wespen den Geruch von Lavendel nicht mögen. Ha, damit kann ich dienen! Ich habe Küchenpapier mit ein wenig Lavendelöl beträufelt und es vor den Eingang zum entstehenden Nestes gehängt.

Hui, da wurden die Wespenaugen aber groß. Das fanden sie so richtig eklig. Und endlich bin ich sie los. Also, sie dürfen ja gern kommen und hier und da rumknabbern, aber ein Nest möchte ich nicht nochmal auf meinem Balkon haben.

Frühjahrsputz

Nachdem Herr Grillenscheucher und ich die ersten warmen Sonnentage in Hamburg verpasst haben, weil wir übers Mittelmeer kreuzten, hat Petrus mir heute, am Tag nach unserer Rückkehr, trockenes und relativ warmes Wetter gegönnt. Während also drinnen die Waschmaschine mit den Urlaubs-Wäschebergen beschäftigt war, habe ich auf dem Balkon den Frühling eingeläutet.

Die Petersilie hat mal wieder nicht überlebt und ich glaube, ich gebe es auf, welche zu säen. Wir essen eh kaum welche, so dass sie nicht gerade nützlich ist. Und schön genug, um sie einfach zum Spaß zu haben, sieht sie auch nicht aus. Die Petersilien-Töpfe habe ich heute also geleert und geschrubbt.

Der Winterschutz wanderte ebenso in den Müll. Dabei konnte ich entdecken, dass außer der Petersilie alle Pflanzen überlebt haben und wieder austreiben. Juchuh! 🙂 Der Sauerampfer wächst schon mächtig und die Pfingstrose streckt erste Fühler aus dem Boden.

Der Kasten mit den Erdbeeren ist grün belaubt, nachdem ich die vertrockneten Zweige raus geschnitten hatte.

Ebenso treibt meine Bodendecker-Pflanze, deren Namen ich nicht mehr weiß, fröhlich aus. Ich habe ihr die trockenen Äste abgeschnitten und schätze, sie wird fast explodieren vor Wuchsfreude.

Der Jasmin, über den ich mir schon ein bisschen Sorgen gemacht hatte, kriegt frische grüne Blätter.

Die Kiwi trägt knospenähnliches und will offenbar austreiben. Auf ihren weiteren Verlauf bin ich unglaublich gespannt.

Ich habe den für mich schwierigen Frühjahrsrückschnitt erledigt. Da treiben die Pflanzen schon so schön aus und ich muss ganz viel davon weg schneiden. Seufz. Aber letztlich tut es ihnen ja gut, so habe ich mir mantraartig zugeredet. Jetzt ist alles ordnungsgemäß beschnitten.

Die Töpfe mit den Kroken geben mir Rätsel auf. Da kommt Grün aus der Erde, das aber an den oberen Enden überwiegend vertrocknet aussieht. An Wassermangel kann es nicht liegen. Ist es vielleicht die böse Staunässe? Jedenfalls sind sie weit davon entfernt, Blüten zu kriegen. Schade!

Aber auch ohne blühende Kroken kommt jetzt der Frühling. Davon bin ich überzeugt, denn schließlich wurden die Alsterschwäne bereits in die Freiheit entlassen. Und es wird höchste Zeit, den Pflanzplan für meinen Balkon auszuarbeiten. Frisch ans Werk…

Tag des gelben Schweins

Meine Güte, was es für verrückte Feiertage gibt! Noch verrückter finde ich, dass den Tag des gelben Schweins ausgerechnet zwei Mathematiker erfunden haben und ihn jährlich zelebrieren, wobei Yellow-Pig-Lieder gesungen und Yellow-Pig-Kuchen gegessen wird. 😮 Die ganze Story findet sich bei den Kuriosen Feiertagen und hat mich zum Staunen und Grinsen gebracht, was natürlich schon mal ein gutes Ding ist. Und dann gab’s da noch:

  • Doofe Sachen vom Schreibtisch weg gearbeitet. Gibt ein Fleiß-Sternchen. 😉
  • Ein trockener, sonniger Tag und es ist so schön, dann abends auf dem Balkon das Pflanzenwachstum zu bestaunen. Die Kiwi lässt sich tatsächlich dazu bewegen, waagerecht zu wachsen.

  • Eine Weile auf der Seite von Wohlfühl-Schirme geschwelgt und endlich eine Anfrage dorthin losgeschickt. Ich grübel nämlich schon eine ganze Weile, ob ich mir so einen Schirm leisten sollte.

Der Nachtrag vom Wochenende

Dieses Wochenende war ich faul, so richtig faul. Wie passend, dass es nichts gab, was unbedingt getan werden musste.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Die Frau im Radio begann die Nachrichten mit den Worten „Es ist 10 Uhr.“. 😯 Zum Glück bestätigten mir meine Wecker, dass es erst 7 Uhr war. Puh, ich habe nicht hoffnungslos verschlafen!
  • Die schönen Blüten meiner Pfingstrose.

  • Herr Grillenscheucher und ich haben eine schwierige Situation friedlich gemeistert.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Die Latte Macchiato, die mir Herr Grillenscheucher zum Aufwachen ans Bett servierte.
  • Faul sein dürfen.
  • Ein langer, schöner Abend mit Herrn Grillenscheucher, leckerem Essen und vielen Gesprächen.

Die guten Dinge von heute:

  • Die Kiwi auf meinem Balkon blüht. 🙂

  • Die erste Balkon-Erdbeere war reif und lecker.
  • Der Tag war eklig schwül und klebrig. Jetzt regnet es und die Luft wird allmählich wieder erträglich.