Warmer Sonnenschein

Wow, was war das denn für ein perfektes Osterwetter? 😎 Vier freie Tage und dazu Sonne, Sonne, Sonne. Einfach wunderschön! Da war es ganz einfach, viele gute Dinge in der Woche vom 18. bis zum 24. April 2019 zu finden:

  • ver.di hatte einen Info-Stand in unserer Kantine und einen ganzen Tisch voller Osterhasen mit Schildern „in der Hand“. Ich durfte den mitnehmen, mit dessen Schild ich jederzeit – selbst wenn man mich spontan aus dem Schlaf reißen würde – auf die Straße ginge:

  • Am Gründonnerstag konnte ich früher Feierabend machen und mich mit Herrn Grillenscheucher auf dem Wochenmarkt in der Sonne (!) treffen. Die meisten unserer liebsten Markthändler waren extra einen Tag früher als normalerweise gekommen und wir haben uns mit ganz viel leckerem Essen eingedeckt.
  • Vier Tage zusammen mit Herrn Grillenscheucher zu verbringen.
  • Manchmal liebe ich meine Nachbarn. 😉 Die Büsche vor den Häusern waren liebevoll mit Ostereiern geschmückt:

  • Bei schönstem Wetter haben Herr Grillenscheucher und ich meinen Balkon Stück für Stück sommerfein gemacht. Gesät, getopft, geputzt und Möbel aus dem Keller geholt. Jedes Jahr wieder wundere ich mich, wie viel Arbeit das ist. Und jedes Jahr wieder freue ich mich wie Bolle, wenn alles so langsam schön wird. Erste Fotos:

 

  • Seit es nur noch diese blöden LED-Lichternetze gibt, muss dieses Netz jedes Jahr ausgetauscht werden, weil zu viele Birnchen kaputt gehen und man sie im Gegensatz zu früher nicht mehr auswechseln kann. Was daran jetzt energiesparender sein soll, erschließt sich mir nicht. 🙄 Aber Herr Grillenscheucher hat sich tapfer an die Arbeit gemacht, die einen eigentlich die ganze Zeit fluchen lässt, weil nicht zu erkennen ist, wo vorn, hinten, oben oder unten von dem blöden Netz sein soll. (Können die denn nicht einfach Markierungen an den Ecken anbringen, die Dussel?) Und schließlich erstrahlte mein Balkon in neuem Licht:

  • Zusätzlich gibt es dieses Jahr Beleuchtung durch Lampions, die ich kürzlich bei IKEA erstand und die uns zunächst leicht verzweifeln ließen. Sie wollten nämlich einfach nicht leuchten. Auch nicht als wir den An- und Ausschaltknopf gefunden hatten. Leider ist die Bedienungsanleitung mal wieder derart kryptisch, dass sich einfach nicht erschloss, dass sie nicht nur einen An- und Ausschaltknopf haben, sondern zusätzlich einen Lichtsensor, so dass sie eben erst bei Dunkelheit leuchten. Hach, was habe ich mich gefreut, als sie es endlich taten!

  • Ganz liebe Osterpost im Briefkasten.
  • Jeden Abend gab es leckeres Essen.
  • Ein Video mit Wasserrauschen von S. auf WhatsApp.
  • Ein Blumenstrauß von meinem Balkon. Sozusagen letzte Grüße der Narzissen und Tulpen bevor sie ihren Platz für anderes räumen mussten. Und die Tulpen duften unendlich gut.

  • Das grandiose Gefühl, nach den vier freien Tagen noch Urlaub zu haben. Nach all der Anstrengung auf dem Balkon am Wochenende habe ich erstmal einen sehr faulen Tag eingelegt.
  • So viele lächelnde Menschen unterwegs und alle waren total freundlich und hilfsbereit miteinander. Wie schön und einfach das Miteinander manchmal sein kann. Es braucht nur ein paar freie Tage und gutes Wetter.
  • Alle Fenster sind geputzt und ich habe wieder den totalen Durchblick. 😉
  • Ich habe – vermeintlich – alle mehrjährigen Pflanzen gedüngt und mit frischer Erde versorgt. Irgendwie habe ich doch eine übersehen. Naja, die kommt nun morgen dran. So ein Glück, dass ich noch Urlaub habe!
  • Am Wochenende haben wir den Radiosender gewechselt, um den Osterhitmarathon von Radio Hamburg zu hören. Dieses Jahr gab es die Top 830 und wir haben uns köstlich über die Moderationen und die Auswahl der Lieder amüsiert. Das ist jedes Jahr ein großer Spaß. Daraus gibt es diese Woche die Musik. Ein Evergreen und eins, das mich fasziniert, weil es schon mehrfach gecovert wurde, obwohl es erst seit letztem Jahr existiert:

Sonne pur

Seit Tagen haben wir in Hamburg Sonne pur von morgens bis abends. Das ist so so so toll! 😎 Allerdings wird es langsam auch wieder empfindlich kalt. Nachts liegen die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und für Freitag verkündet die Wetter-App sogar Schnee. Örks. Hoffentlich überleben meine Balkonpflanzen das, obwohl ich ihnen doch schon ihre Wintermäntelchen abgenommen hab.

Meine guten Dinge aus der Woche vom 4. bis 10. April 2019:

  • Ein total süßes Lob von einem Projektleiter zu meinem Protokoll, das eigentlich nur ungefähr 3 Sätze lang war. In der Kürze liegt eben die Würze. 😉
  • Meine Projektleiterin A. hat sich endlich entschlossen, dass es doch hilfreich ist, mit mir zu reden. Da liegt einiges quer zwischen uns und ich hoffe, nun kriegen wir die Kurve.
  • Wie eigentlich immer ein gutes Gespräch mit meiner Vorturnerin. Tatsächlich verblüfft mich das jedes Mal, denn sie kann mir ganz schön auf die Nerven gehen. Aber zu zweit reden ist eben oft ganz anders als mit Publikum. Ganz besonders hat mich gefreut, dass wir beide dabei Ideen für den Abschied eines Kollegen entwickelt haben. Das hat Spaß gemacht.
  • Daraus ergab sich ein paar Tage später ein konspiratives Treffen mit wenigen Kollegen, um diese Ideen weiter zu entwickeln, was uns definitiv gelungen ist. Ich freue mich sehr, dass wir so kreativ waren.
  • Herr Grillenscheucher hat die letzten beiden Karten für den Tanz in den Mai in unserer Tanzschule ergattert.
  • Wochenend und Sonnenschein und mit Olga offen fahren zu können. 😎
  • Meine Tulpen und Narzissen auf dem Balkon blühen. Damit hatte ich nun echt nicht mehr gerechnet. Welch eine Freude!

  • Gefragt zu werden, ob Herr Grillenscheucher und ich mal Turniertanz gemacht haben, geht schon runter wie Öl. 🙂
  • Lamm in Bärlauch mariniert von unserem Lieblingsschlachter – so lecker.
  • Zusammen mit Herrn Grillenscheucher habe ich einen Einkaufsmarathon hingelegt. Von IKEA über die Männerboutique zu Famila und Penny. Puh, aber nun sollten wir alles beisammen haben, was wir für die Frühjahrspflanzerei brauchen. Außer Winterheckenzwiebel-Saat – unfassbar, aber die werde ich wohl im Internet bestellen müssen. Na, wenigstens habe ich schöne Lampions für meinen Balkon gefunden:

  • Bei IKEA haben wir uns beide so auf das Preiselbeergetränk hinterher gefreut und waren dann sehr enttäuscht, dass es dieses Mal total eklig war, weil es zu viel Kohlensäure enthielt. Umso schöner, dass es später bei Famila eine gekühlte Dose San Pellegrino Aranciata Rossa für uns zum Teilen gab.

  • Totgesagte leben länger. Meine Kiwi treibt doch wieder aus und darf deshalb bleiben.

  • Mein Radiosender sendet seit Neuestem noch bis spät in die Nacht stündlich Nachrichten. Ich finde das super.
  • Herr Grillenscheucher und ich hatten unseren ersten Hochzeitstag und bekamen wunderschöne Glückwunsch-Karten zu diesem Anlass.
  • Ein Nachmittag im Homeoffice mit zwei, nein eigentlich drei guten Ergebnissen: So konnte ich die Wartezeit auf den Menschen, der bei mir neue Rauchmelder einbauen wollte, sinnvoll nutzen. Ich habe neue Rauchmelder. Und ich habe konzentriert an einer Anleitung geschrieben, so dass sie nun zumindest im ersten Entwurf fertig ist. Alles in allem sehr befriedigend.
  • Die weiß und rosa blühenden Bäume unterwegs. Ein besonders schöner steht vor der Tür von Herrn Grillenscheucher.

  • Für meine Mittagspausen hat mir Herr Grillenscheucher Pfannkuchen mit Bärlauch, grünem Spargel und Forellenfilets gemacht. Die sind nicht nur lecker, sondern ersparen mir gerade auch die endlos langen Schlangen in der Kantine. Wo kommen bloß plötzlich all die Menschen her??? 😮
  • Musik auf den Ohren gab es von Stoppok und hat mich z.B. mit diesem Lied zum Lachen gebracht:

Novembernebel

Nebel, Dunkelheit, Müdigkeit. Typisch Herbst ist es also geworden. Die Aussicht vom Balkon ist morgens deprimierend grau und nach Feierabend rabenschwarz. Letzteres lohnt nicht mal ein Foto.

Auf der IKEA-Ideenseite habe ich Tipps für die kalte Jahreszeit gelesen. Die finde ich zwar etwas widersprüchlich, aber durchaus bedenkenswert.

Ein Tipp ist: Ignoriere die Dunkelheit! Das klingt so wunderbar trotzig. 🙂 Zwar halte ich es für nicht sehr zielführend, mit einer flackernden Laterne einen Spaziergang zu machen oder gar den Arbeitsweg anzutreten, aber vielleicht würde eine Taschenlampe tatsächlich helfen, auf den hier sehr unebenen und sehr dunklen Fußwegen weniger zu stolpern.

Ein weiterer Tipp ist: Alles einfach so nehmen, wie es ist. Tja, wenn das immer so einfach wäre… Irgendwie ist der Herbst eben eine Challenge, wie S. mir so schön schrieb, und es gilt jedes Jahr aufs Neue, sich die dunklen Tage hell zu machen.

Meine guten Dinge aus der Woche vom 1. bis 7. November 2018:

  • Mittags, wenn sich der Nebel aufgelöst hat und die Sonne scheinen lässt. Endlich Helligkeit! Dazu ist es zumindest dann fast warm mit 15° C und der Mantel kann auf dem Heimweg offen bleiben.
  • Herr Grillenscheucher hat mir Kartoffelrösti für meine Mittagspausen gemacht, die sehr lecker sind.
  • Meine Erkältung verzieht sich Stück für Stück.
  • Am Wochenende hat Herr Grillenscheucher eine Tarte Normande gebacken und damit sind wir zu L. und S. zum Kaffeetrinken gefahren. Die Tarte war toll und der Nachmittag auch.
  • Olga, die uns zu diesem Treffen brachte und auch wieder zurück. Keine Strecke, die ich üblicherweise fahre, und deshalb war ich ganz begeistert, dass ich den Weg mit Anleitung problemlos fand.
  • Sowieso war es ein Wochenende voller kulinarischer Köstlichkeiten: Entenbrust mit Spitzkohl und Bandnudeln stand sozusagen im Gegensatz zu Grützwurst mit Kartoffelpüree und Apfelmus. Und dazwischen gab’s die Tarte. Man braucht ja ein bisschen Polsterung gegen die Kälte. 😉
  • Musik! Gerade höre ich auf meinem Heimweg Billy Joel, mit dessen Songs ich so unglaublich viele Erinnerungen verbinde. (Leider kann ich viel zu viele davon mitsingen, was in der U-Bahn nicht sooo gut kommt. 😉 ) Welcher mein liebster ist, kann ich gar nicht sagen. Das ist sehr stimmungsabhängig. Aber einer, den ich immer total gern höre, ist dieser:

  • Gekühlte Rubinette-Äpfel! Für mich haben sie genau die richtige Mischung aus süß und sauer. Sie sind wunderbar saftig und außerdem klein genug, dass ich nicht nach der Hälfte schon satt bin. Und seit Spritta, der Apfelschneider, in meinem Büro wohnt, esse ich tatsächlich jeden Tag einen Apfel. (Allerdings muss ich zu Spritta anmerken, dass das Teilen von saftigen Äpfeln damit ziemlich spritzt. Es ist keine gute Idee, das kurz vor einem wichtigen Termin zu versuchen…)
  • Eine Sitzung mit meinem Ex-Chef, die richtig gut war, was vor allem an ihm lag. Endlich jemand, der das Thema, um das es ging, ernst nimmt und dessen Komplexität nicht abstreitet.
  • Auf dem Wochenmarkt habe ich herrlich weiche Tannenzweige zum Abdecken der Erde von den Balkonpflanzen gekauft. Der Plan war, sie am kommenden Wochenende in den Töpfen und Kästen zu verteilen. Weil die Wettervorhersage fürs Wochenende hartnäckig von Regen spricht, habe ich mich doch heute in der abendlichen Dunkelheit damit beschäftigt. Auch dieser Teil der Wintervorbereitung ist damit weitgehend erledigt und das gibt drei Fleiß-Sternchen dafür, dass es im Dunkeln echt doof war. Ich hoffe auf trockene Momente im Hellen am Wochenende, um vielleicht hier und da noch nachzubessern.
  • Ich durfte wieder Bücher kaufen, weil der SUB auf einen gefährlichen Tiefstand gefallen ist. Ein paar habe ich vorbestellt und weitere zwei beim Stöbern im Buchladen gefunden. Das macht mich immer sehr glücklich.

 

Nur noch 2 Monate

Unfassbar, aber tatsächlich ist in schon zwei Monaten Heiligabend. 😮 Das fühlt sich ganz seltsam an nach dem langen heißen Sommer gefolgt von dem sommerlichen Herbst. Aber so langsam scheint sich auch Petrus daran zu erinnern, welche Jahreszeit wir hier in Hamburg eigentlich haben. Es ist kalt und regnerisch geworden und gestern fegte ein Herbststurm über die Stadt und hat die Bäume fast leer geschüttelt. Laubhäufchen haben sich auf meinem Balkon versammelt:

Ganz langsam finde ich mich in die kalte Zeit und freue mich über Kerzenschein, kuschelige Klamotten und meine stets warme Wohnung. Die guten Dinge vom 18. bis zum 24. Oktober 2018:

  • Ein interessantes und lustiges Gespräch mit meiner Fußpflegerin über ihr Alltagsleben und die vielen Fragen, die ihre Kunden ihr nur deshalb stellen, weil sie eine etwas dunklere Hautfarbe hat als hier gemeinhin üblich. Wir haben geflachst, dass sie auf die Frage: „Fahren Sie denn noch oft in Ihre Heimat?“, einfach mal nur mit „Täglich.“ antworten sollte. Schließlich ist ihre Heimat genau hier!
  • Neue puschelige Hausschuhe beim wöchentlichen Aldi-Einkauf ergattert. Passt doch gut zum Herbst.
  • Lange Schlangen an den Wochenmarkt-Ständen, warum auch immer. Vielleicht weil das Wetter sehr nett war. Nee, das ist kein so gutes Ding, aber gut war, dass Herr Grillenscheucher und ich genug Zeit dafür hatten. Und natürlich freuen wir uns auch sehr, wenn unser Markt wieder gut besucht ist. Zwischenzeitlich haben wir schon befürchtet, dass er in Ermangelung von Kunden eingestellt wird. Danach wenigstens sieht es jetzt gerade nicht mehr aus.
  • Beim Tanzen haben Herr Grillenscheucher und ich tatsächlich eine uns neue Figuren-Folge in der Rumba gelernt. Die einzelnen Teile kannten wir zwar schon, aber eben nicht so zusammengesetzt. Das hat ziemlichen Seltenheitswert in unserem Lieblingstanz. Noch dazu gefällt mir die Folge sehr. (Leider allerdings hatte ich hinterher genau davon höllische Rückenschmerzen. 🙁 )
  • We survived IKEA!!! Wer rechnet schon damit, dass bei schönstem sonnigen Herbstwetter komplette Familien durch den Laden toben? Nicht mal die Kinder wurden im Smaland abgegeben. Aber Herr Grillenscheucher und ich waren tapfer, haben alles bekommen, was wir brauchten, und haben nichts von dem gekauft, was wir uns nur angucken wollten. Also waren wir doppelt tapfer 😉 , wofür es hinterher lecker Preiselbeersaft gab.
  • Vor dem IKEA-Besuch hatte ich auf der Webseite gestöbert und bin über die Werbung für den Apfelteiler gestolpert. Ein Ding, bei dem ich immer dachte: „Wer braucht denn so was? Schließlich gibt es Messer!“. Aber in der Werbung für diesen Teiler stand „Kennst Du das Phänomen, dass man Obst nur isst, wenn es mundgerecht serviert wird?“ (Zitat von der IKEA-Webseite). Und ich dachte: „Ja, ja, ja, genau!!!“. Für 2,50 € wurde mir versprochen, dass das Zerteilen von Äpfeln viel schneller geht. Keine so große Investition in einen Versuch, fand ich. Tja, und nun bin ich stolze Besitzerin eines Spritta und tatsächlich begeistert davon. So schnell ging „Kerngehäuse raus und Apfel in Stücke schneiden“ noch nie und ich esse endlich meine Äpfel, die ich gern mag, mir aber immer zu mühsam waren. (Das folgende hübsche Foto ist auch von der IKEA-Seite.)

  • Im Baumarkt nebenan habe ich einen neuen Wäscheständer gefunden, weil meiner schon leichte Schlagseite hatte. Schön, wenn sich solche eher langweiligen Dinge ganz einfach erledigen.
  • Eine Entscheidung meiner Kollegin N., die mich für sie sehr, sehr freut. Auch wenn sie mein ganzes eh schon wackeliges Konstrukt meiner zukünftigen Arbeit auf noch wackeligere Füße stellt. Positiv formuliert: es bleibt spannend. Negativ formuliert: es wird schwieriger. Mit anderen Worten: auch wenn ich mich für N. freue, wird die Lage für mich echt schwierig. Aber was wäre das Leben langweilig ohne Schwierigkeiten?
  • Ich habe zufällig meine Kollegin T. getroffen und wir konnten ein paar Minuten vertraulich reden. Das war sehr interessant.
  • Herr Grillenscheucher hat mir für Mittagspausen Wraps gemacht, die sehr lecker sind. Vielleicht ein bisschen knoblauch-lastig, aber bislang gab es keine Kollegen-Beschwerden. 😉
  • Gerade versucht eine Erkältung, mich zu übernehmen, und ich wehre mich erbittert. Möge es bitte nicht schlimmer werden!
  • Amelie führt seit 2 Tagen ein Eigenleben und fügt immer wieder irgendwelche Textteile in meine eigenen Texte ein. Herr Grillenscheucher versucht, den Grund zu finden, während ich langsam die Krise kriege. Das fühlt sich an als würde jemand Unbekanntes, den ich nicht eingeladen habe, plötzlich in meiner Küche Spiegeleier braten. Einfach ätzend! 🙁 Ich hoffe, ich kann diesen Beitrag ohne derlei Textteile abschicken und wenn ich das schaffe, ist es ein superduper gutes Ding.
  • Die Musik auf den Ohren war diese Woche die CD „Haste mal ’ne Mark“ von Stoppok und ich habe mich ziemlich über den Song „Denk da lieber nochmal drüber nach“ amüsiert. Besonders über die Zeile mit dem Schäferhund – einfach mal zuhören…

Der Nachtrag vom Silvesterwochenende

Frohes neues Jahr voller sonniger Gedanken wünsche ich allen, die hier lesen! Mögen Wünsche und Träume in Erfüllung gehen, aber auch ein paar für die kommenden Jahre übrig bleiben. Wäre schließlich auch blöd, wenn man von nichts mehr träumen kann, gell.

Dieses Mal bin ich heil und unbeschadet in das neue Jahr gekommen und ich bin sehr froh darüber. Ich bewege mich momentan allerdings auch sehr vorsichtig und möglichst nicht im Dunkeln. Der Schreck über den Unfall sitzt offenbar noch ziemlich tief. Aber abgesehen von dieser Unsicherheit war es ein sehr schönes Silvesterwochenende. 🙂

Die guten Dinge von Freitag:

  • Es war zwar kalt, aber trocken und sogar ein bisschen sonnig. Mein Jasmin leuchtete so wunderschön:

  • Unser Käsehändler auf dem Wochenmarkt kennt uns inzwischen so gut, dass er schon vormittags, wo er auf einem anderen Markt verkauft, weiß, was wir nachmittags kaufen werden. Oh, wir haben so gelacht! 😀
  • Herr Grillenscheucher hat eine sehr leckere Entenbrust mit Tomaten und Feldsalat gezaubert.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Trotz des grauen Nieselregens haben Herr Grillenscheucher und ich einen kurzen Spaziergang um den Block gemacht. Frische Luft soll ja gesund sein und sie tat auch tatsächlich gut.
  • In meinem Adventskalender war ein so wunderbarer Text, über den ich gelacht und gestaunt habe. Das Internet hat mir verraten, dass die TAZ 2016 ihre Leser aufgefordert hat, eine Weihnachtsansprache zu schreiben, und die folgende von Michael Ritz haben sie dann gedruckt. In meinem Kalender waren die Jahreszahlen natürlich aktualisiert und ich habe sie hier auch angepasst.

„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Angst essen Seele auf, das können Sie mir glauben. Sie haben nur eine Seele, nehmen Sie Rücksicht darauf, fürchten Sie sich nicht so viel, so schlimm ist es gar nicht. Trinken Sie mehr klares Wasser. Atmen Sie bewusst, wenigstens ab und zu. Lesen Sie nicht nur Romane über Gerichtsmedizinerinnen und Serienmörder. Lesen Sie ab und zu Weltliteratur, es lohnt sich. Fangen Sie an mit John Steinbeck ‚Von Männern und Menschen‘. Interessieren Sie sich mehr für Kunst, es muss ja nicht gleich Beuys sein. Finden Sie heraus, wann der Siebenjährige Krieg stattgefunden hat, und merken Sie sich das, Sie werden sich besser fühlen. Versuchen Sie nicht herauszufinden, wer wann wo warum gegen wen gekämpft hat. Verbringen Sie mal einen Tag, ohne auf einen Bildschirm zu blicken. Finden Sie heraus, wer Ihr Bundestagsabgeordneter oder Ihre Bundestagsabgeordnete ist. Googeln Sie ihn oder sie mal ausführlich. Schenken Sie morgen Vormittag den ersten fünf Menschen, denen Sie begegnen, für ein paar Sekunden Ihre volle Aufmerksamkeit. Verstehen Sie das Wunder, dass Sie mit ihnen gleichzeitig auf diesem Planeten leben und mit einem Affenzahn, durch das Weltall sausen. Und auch gerne Pommes mit Mayo essen. Essen Sie jeden Tag einen Apfel. Mögen Sie unser Grundgesetz, es ist besser als sein Ruf, ein fabelhaftes Teil. Lesen Sie mal drin rum, besonders im vorderen Teil. Sprechen Sie mal mit Ihren Geschwistern darüber, was Ihnen Ihre Mutter in der Kindheit für Essen gekocht hat. Umarmen Sie Ihren Partner oder Ihre Partnerin sofort, wenn Sie ihn oder sie das nächste mal sehen. Wenn er oder sie sich dagegen wehrt, haben Sie ein Problem, das gelöst werden muss. Die Lösung liegt bei Ihnen. Fassen Sie mal das Verkehrsschild an, das Ihrer Wohnung am nächsten steht und stellen sich den Menschen vor, der es dort montiert hat. Nehmen Sie Fußball nicht so ernst. Bleiben Sie dran an der Weltliteratur: Stefan Zweig, ‚Schachnovelle‘. Lachen Sie sich mal im Spiegel an. Verbringen Sie noch einen Tag ohne auf einen Bildschirm zu blicken. Besuchen Sie mal einen Soldatenfriedhof, es ist nicht weit. Machen Sie regelmäßig Spaziergänge an einem fließenden Gewässer. Seien Sie nicht so oft zornig, Sie sind ja nicht mehr vier Jahre alt. Machen Sie öfter mal mit. Fragen Sie nicht wobei, das wissen Sie doch. Geben Sie sich mal das Klarinettenkonzert von Mozart, das aus ‚Jenseits von Afrika‘, Sie wissen schon. Gehen Sie jetzt richtig los auf die Weltliteratur: Mark Twain ‚Huckleberry Finn‘ am besten die Ausgabe mit den Illustrationen von Walter Trier. Glauben sie nicht alles, wovon Sie überzeugt sind. Folgen Sie nicht jedem Ratschlag. Aber auch nicht keinem. Sie sind doch erwachsen. Fragen Sie nicht, was 2016 Ihnen gebracht hat, sondern fragen Sie sich, was Sie 2016 2017 gebracht haben. Ziehen Sie aus der Antwort Ihre Schlüsse für 2017 2018. Na los. Sie schaffen das. Beste Wünsche für ein Hammer 2017 2018, Ihr Mitbürger Michael“

Der Text ist von Michael Ritz aus Berlin.

  • Herr Grillenscheucher zauberte noch so ein leckeres Essen: Hirsch-Geschnetzeltes mit Pilzen. Und wir hatten einen schönen, kerzenbeschienenen Abend zusammen.

Die guten Dinge von Sonntag, Silvester:

  • Das war ein sehr fauler Tag. Draußen regnete es mal mehr, mal weniger heftig und die Böller und Raketen lärmten schon nachmittags. Gut, dass wir nicht raus mussten.
  • Herr Grillenscheucher hat einen kleinen Brief mit Wünschen für das neue Jahr an unsere Patentochter geschrieben. Ein Glück, dass er so gut Englisch kann!
  • Die letzten Sekunden vor Mitternacht gemeinsam runter zählen und dann mit Freixenet aufs neue Jahr anstoßen. Meine Güte, ist da viel Blubber drin! Da kann das neue Jahr eigentlich nur lustig werden. 😉 Auf dem Balkon im Nieselregen haben wir viele Wunderkerzen abgebrannt und das Feuerwerk um uns rum bestaunt.

  • Bonus, sogar ein nötiger: Nachdem unser traditionelles Silvesteressen, nämlich Miesmuscheln, nicht so toll war, weil die Muscheln an Frische doch sehr zu wünschen übrig ließen, gab es nach dem Rutsch ins neue Jahr noch eine super leckere Gulaschsuppe. Die tat richtig gut.

Die guten Dinge von heute, Neujahr:

  • In den Nachrichten von den vielen Unfällen, die es mit den Böllern und Raketen letzte Nacht gab, gehört und mal wieder sehr dankbar dafür gewesen, dass Herr Grillenscheucher darauf genauso wenig steht wie ich. So können wir leise zischelnde Wunderkerzen anzünden und sind beide vollauf zufrieden damit. (Vielleicht würde es ein bisschen helfen, wenn die Nachrichten von heute an Silvester 2018 wiederholt werden würden.)
  • Aufräumen und Putzen war angesagt. Meine Güte, machen Muscheln viel Dreck. 😮 Aber dank der Hilfe von Herrn Grillenscheucher war der schnell Geschichte.
  • Ich freue mich, dass 2017 hinter mir liegt. Für mich war es ein schwieriges Jahr. Aber nun: neues Jahr, neues Glück. Meine Wünsche für 2018 hat die IKEA-Family-Zeitung so schön formuliert, dass ich sie mir aufgehängt hab: