Sonne pur

Seit Tagen haben wir in Hamburg Sonne pur von morgens bis abends. Das ist so so so toll! ­čśÄ Allerdings wird es langsam auch wieder empfindlich kalt. Nachts liegen die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und f├╝r Freitag verk├╝ndet die Wetter-App sogar Schnee. ├ľrks. Hoffentlich ├╝berleben meine Balkonpflanzen das, obwohl ich ihnen doch schon ihre Winterm├Ąntelchen abgenommen hab.

Meine guten Dinge aus der Woche vom 4. bis 10. April 2019:

  • Ein total s├╝├čes Lob von einem Projektleiter zu meinem Protokoll, das eigentlich nur ungef├Ąhr 3 S├Ątze lang war. In der K├╝rze liegt eben die W├╝rze. ­čśë
  • Meine Projektleiterin A. hat sich endlich entschlossen, dass es doch hilfreich ist, mit mir zu reden. Da liegt einiges quer zwischen uns und ich hoffe, nun kriegen wir die Kurve.
  • Wie eigentlich immer ein gutes Gespr├Ąch mit meiner Vorturnerin. Tats├Ąchlich verbl├╝fft mich das jedes Mal, denn sie kann mir ganz sch├Ân auf die Nerven gehen. Aber zu zweit reden ist eben oft ganz anders als mit Publikum. Ganz besonders hat mich gefreut, dass wir beide dabei Ideen f├╝r den Abschied eines Kollegen entwickelt haben. Das hat Spa├č gemacht.
  • Daraus ergab sich ein paar Tage sp├Ąter ein konspiratives Treffen mit wenigen Kollegen, um diese Ideen weiter zu entwickeln, was uns definitiv gelungen ist. Ich freue mich sehr, dass wir so kreativ waren.
  • Herr Grillenscheucher hat die letzten beiden Karten f├╝r den Tanz in den Mai in unserer Tanzschule ergattert.
  • Wochenend und Sonnenschein und mit Olga offen fahren zu k├Ânnen. ­čśÄ
  • Meine Tulpen und Narzissen auf dem Balkon bl├╝hen. Damit hatte ich nun echt nicht mehr gerechnet. Welch eine Freude!

  • Gefragt zu werden, ob Herr Grillenscheucher und ich mal Turniertanz gemacht haben, geht schon runter wie ├ľl. ­čÖé
  • Lamm in B├Ąrlauch mariniert von unserem Lieblingsschlachter – so lecker.
  • Zusammen mit Herrn Grillenscheucher habe ich einen Einkaufsmarathon hingelegt. Von IKEA ├╝ber die M├Ąnnerboutique zu Famila und Penny. Puh, aber nun sollten wir alles beisammen haben, was wir f├╝r die Fr├╝hjahrspflanzerei brauchen. Au├čer Winterheckenzwiebel-Saat – unfassbar, aber die werde ich wohl im Internet bestellen m├╝ssen. Na, wenigstens habe ich sch├Âne Lampions f├╝r meinen Balkon gefunden:

  • Bei IKEA haben wir uns beide so auf das Preiselbeergetr├Ąnk hinterher gefreut und waren dann sehr entt├Ąuscht, dass es dieses Mal total eklig war, weil es zu viel Kohlens├Ąure enthielt. Umso sch├Âner, dass es sp├Ąter bei Famila eine gek├╝hlte Dose San Pellegrino Aranciata Rossa f├╝r uns zum Teilen gab.

  • Totgesagte leben l├Ąnger. Meine Kiwi treibt doch wieder aus und darf deshalb bleiben.

  • Mein Radiosender sendet seit Neuestem noch bis sp├Ąt in die Nacht st├╝ndlich Nachrichten. Ich finde das super.
  • Herr Grillenscheucher und ich hatten unseren ersten Hochzeitstag und bekamen wundersch├Âne Gl├╝ckwunsch-Karten zu diesem Anlass.
  • Ein Nachmittag im Homeoffice mit zwei, nein eigentlich drei guten Ergebnissen: So konnte ich die Wartezeit auf den Menschen, der bei mir neue Rauchmelder einbauen wollte, sinnvoll nutzen. Ich habe neue Rauchmelder. Und ich habe konzentriert an einer Anleitung geschrieben, so dass sie nun zumindest im ersten Entwurf fertig ist. Alles in allem sehr befriedigend.
  • Die wei├č und rosa bl├╝henden B├Ąume unterwegs. Ein besonders sch├Âner steht vor der T├╝r von Herrn Grillenscheucher.

  • F├╝r meine Mittagspausen hat mir Herr Grillenscheucher Pfannkuchen mit B├Ąrlauch, gr├╝nem Spargel und Forellenfilets gemacht. Die sind nicht nur lecker, sondern ersparen mir gerade auch die endlos langen Schlangen in der Kantine. Wo kommen blo├č pl├Âtzlich all die Menschen her??? ­čś«
  • Musik auf den Ohren gab es von Stoppok und hat mich z.B. mit diesem Lied zum Lachen gebracht:

Noch ein Geburtstag

Mein Blog hatte n├Ąmlich am Montag Geburtstag. Er ist echt schon 4 Jahre alt geworden. ­čś« Seit vier Jahren schreibe ich hier so vor mich hin. Mehr oder weniger regelm├Ą├čig und mit einigen Pausen, aber immer noch mit jeder Menge Freude am Schreiben und Erz├Ąhlen. Wahrscheinlich erkl├Ąren mich die meisten f├╝r verr├╝ckt, denn ich habe weder x-tausend Follower noch bin ich au├čer mit diesem Blog irgendwo anders im Internet unterwegs und also bin ich nicht ├╝berall und nirgends vernetzt. Nein, so kann man nat├╝rlich kein Geld mit einem Blog verdienen. Welch ein Gl├╝ck f├╝r mich! ­čÖé

Das Schreiben hier tut mir gut und ich habe Spa├č dabei. Vielleicht, dar├╝ber denke ich nat├╝rlich bisweilen nach, h├Ątte ich mir einen Beruf aussuchen sollen, in dem ich mit eben dem, was mir gut tut und Spa├č macht, Geld verdienen k├Ânnen. Aber dann w├Ąre ja aus Spa├č Ernst geworden. Ich h├Ątte schreiben m├╝ssen. Das stelle ich mir wenig spa├čig vor.

Also fr├Âne ich hier weiter meinem Hobby, das auch Hobby bleiben wird, und berichte jetzt endlich von meinen guten Dingen vom 24. bis 30. Januar 2019:

  • C. war mit ihrer Kollegin A. beruflich in Hamburg und wir haben uns in unserem Lieblingsrestaurant, der Taverna Romana, getroffen. Ein Gl├╝ck fr├╝h genug, so dass wir noch geruhsam quatschen und lecker speisen konnten, bevor das Handball-Halbfinale begann, das dort in voller Lautst├Ąrke ├╝bertragen wurde. So kam ich dann auch mal dazu, ein Handballspiel zu sehen.
  • Trotz all der leicht ├╝berdimensionierten Warnungen in den Wettervorhersagen gab es kein Blitzeis, Eisregen oder andere schlimme Wetterph├Ąnomene, sondern Tauwetter. ­čśÄ
  • Ein neuer Wintermantel und ein erstes Paar Sandalen, das passt, kamen bei mir an. Sie passen auch noch super gut zusammen, weil beide grau sind. Welch eine lustige Mischung der Jahreszeiten.
  • S. schrieb in einer Mail sinngem├Ą├č, dass man seine Arbeit als Challenge begreifen kann. Seitdem versuche ich das: jede Aufgabe, jeden Tag als Herausforderung zu sehen. Das ist toll, denn f├╝r mich ist es jetzt eher ein Spiel und ich kann den bitteren Ernst dahinter ziemlich gut verdr├Ąngen.
  • Am Wochenende bei nass-grauem Wetter gem├╝tlich zu Hause zu bleiben und dies und das zu erledigen. U.a. habe ich den Kalk aus den Wasserh├Ąhnen gepuhlt. Was f├╝r eine doofe Aufgabe, aber es ist so toll, wenn das Wasser wieder ohne Seitw├Ąrts-Spritzer flie├čt.
  • Herr Grillenscheucher hat mir f├╝r meine Mittagspausen┬áArancini zubereitet. Sein erster Versuch mit denselben und ich w├╝rde mal sagen: Das hat noch Luft nach oben. Aber ich freue mich total ├╝ber seine so liebevolle Art, f├╝r mich zu sorgen. Er hat sogar eine Liste mit Mittagspausen-Ideen angelegt, die er im Internet zusammen gesammelt hat. Alles klingt so lecker. Wunderbar!
  • Erstes Treffen mit meiner ehemaligen Kollegin N., seit sie nicht mehr bei uns arbeitet. Das war fein und ich habe nachtr├Ąglich zu meinem Geburtstag einen sehr h├╝bschen Blumenstrau├č geschenkt bekommen:

  • Mal wieder war ich soweit, die Chili-Pflanze zu entsorgen. Seit ich sie vom Balkon rein geholt habe, hat sie alle Bl├Ątter verloren, stakst nur noch mit ein paar Stengeln in die Luft und jetzt hatte auch noch eine Spinne ihre F├Ąden in die Ast-Achsen gewebt. Ich hatte also schon den gro├čen M├╝llbeutel ge├Âffnet und dann sah ich, dass sie neu austreibt. ­čś» Nat├╝rlich durfte sie bleiben und ich habe sie nur von den Spinnenweben befreit.
  • Nach sehr anstrengenden Projektterminen am Ende der letzten Woche ist diese Woche zur Abwechslung eher entspannt. Das tut gut so zwischendurch bevor es n├Ąchste Woche wieder richtig los geht.
  • Ich werde immer besser darin, deutlich meine Meinung zu sagen. Und ich finde es sehr interessant, welche Reaktionen das bisweilen ausl├Âst. N├Ąmlich oft genug ein Wegknicken von der gegenteiligen Meinung. Spannende Erfahrung!
  • Endlich, endlich ist es fast noch hell, wenn ich Feierabend hab. Das ist sowas von wunderbar, dass es kaum in Worten auszudr├╝cken ist.
  • Musik, Musik, Musik. Hach, ich sehne mich so nach W├Ąrme und Sommer ­čśë :

 

Sturm und Regen

Sturmtief Benjamin (Warum haben die eigentlich immer so nette Namen?) brachte Hamburg vorgestern nicht nur jede Menge Wind, sondern auch jede Menge Regen. F├╝r meinen Weg zur Arbeit h├Ątte ich glatt ein Paddelboot gebrauchen k├Ânnen, so gro├č und tief waren die Pf├╝tzen auf den B├╝rgersteigen. Oh, war ich sauer! ­čĹ┐ Ganz besonders auf dem Abschnitt, auf dem sie erst im Dezember die Fu├čwege erneuert haben. Dort waren die Pf├╝tzen derart gro├č, dass man sie nicht mal balancierend umranden konnte, sondern auf einen total matschigen Sandweg ausweichen musste. Eine Zumutung!!!

Unterwegs habe ich also geflucht wie ein Rohrspatz und mich gefragt, wer zust├Ąndig ist. Wen kann ich jetzt mal so richtig anp├Âbeln? Tante Google fand die L├Âsung f├╝r mich: Probleme dieser Art kann man in Hamburg beim Melde-Michel abladen. Juchuh! ­čÖé P├Âbeln werde ich aber nicht. H├Âflich vorgetragener ├ärger ist schlie├člich viel wirkungsvoller…

Verglichen mit dem Schneechaos anderswo ist das Jammern auf hohem Niveau, ich wei├č. Ich bin unfassbar dankbar daf├╝r, dass es hier nur Regen gab und dass der Sturm keine Sch├Ąden auf meinem Balkon angerichtet hat. Au├čerdem gab es noch so einige andere gute Dinge in meiner Woche vom 3. bis zum 9. Januar 2019:

  • Meine ersten Tage des Jahres im B├╝ro waren sehr ruhig. So konnte ich ganz langsam wieder rein finden ins Arbeitsleben.
  • Nach 3 N├Ąchten mit total anstrengenden Tr├Ąumen und st├Ąndigem Aufwachen habe ich endlich wieder super geschlafen. Wow, tat das gut!
  • Erste Tulpen:

  • Der Samstag Nachmittag war trocken und Herr Grillenscheucher und ich haben uns vor die Haust├╝r getraut. Wir konnten mit offenen M├Ąnteln ­čśÄ durch die Innenstadt laufen und haben einen feinen Beutezug gemacht. Manchmal l├Ąuft’s und man kriegt alles, was auf dem Einkaufszettel steht, und noch ein bisschen mehr.
  • Interessante Erkenntnisse ├╝ber mich und die anderen bei einer Gruppensitzung, in der uns unsere Vorturnerin fragte, was jeder von uns sagen w├╝rde, was er im letzten Jahr gut gemacht hat. Mein Fokus liegt ganz klar nicht im Job. ­čśë
  • Der erste Wohnungsputz des Jahres und es tat mir richtig gut, mit Herrn Grillenscheucher den „Mief“ der Feiertage zu vertreiben.
  • Diese Woche hatte ich f├╝r meine Mittagspausen eine sehr leckere Spinat-Hack-Quiche dabei. Meine Rettung, denn der Kantinen-Ern├Ąhrungsplan war f├╝rchterlich.
  • Ich habe mich sowohl bei der Pedik├╝re als auch beim Friseur verw├Âhnen lassen.
  • Trotz gro├čer Unlust, mehrfach durch den Nieselregen zu m├╝ssen, sind Herr Grillenscheucher und ich zu unserer ersten Tanzstunde des Jahres gegangen. Es war definitiv gut, dass wir uns bewegt haben. Allerdings frage ich mich, was die mit ihrem Parkett machen, dass es immer so stumpf ist. Geh├Ârt das etwa zu einem geheimen Abnehm-Programm? So ein Boden macht das ganze n├Ąmlich erheblich anstrengender als einer, auf dem man dahin gleiten kann.
  • Das Miniatur-Wunderland bietet auch in diesem Jahr wieder freien Eintritt f├╝r Menschen an, die sich den Eintrittspreis nicht leisten k├Ânnen. Ich liebe diese vertrauensvolle Aktion!

  • Im B├╝ro haben wir als Pilot-Bereich neue Rechner bekommen und nun sieht alles anders aus. Die Umgew├Âhnungsphase wird f├╝r mich sicher noch eine ganze Weile dauern und ich bin bisweilen ziemlich genervt. Aber ich wei├č auch, dass nicht alles so bleiben konnte, wie es war. Also versuche ich, es ruhig anzugehen und den zust├Ąndigen Projektleitern sinnvoll Feedback zu geben. Deshalb sind wir ja auch Pilot-Bereich: um Verbesserungsvorschl├Ąge f├╝r die weiteren Umstellungen im gesamten Betrieb zu geben. Einen Vorschlag hatte ich inzwischen und er wurde sehr dankbar aufgenommen, was mich ungeheuer freut.
  • Im Januar kommt immer der Heizungs- und Wasserz├Ąhler-Ableser. Dieses Jahr lag der Termin so bl├Âd und war so lang, dass ich definitiv nicht zu Hause sein konnte. Daf├╝r ist Herr Grillenscheucher schon am Vorabend gekommen. Wir hatten einen sch├Ânen Abend zusammen und am n├Ąchsten Tag konnte ich alles ihm ├╝berlassen. Eine gro├če Entlastung.
  • Eine anstrengende, aber interessante Schulung.
  • ├ťber die letzte 3-Tage-Woche taste ich mich diese Woche mit einer 4-Tage-Woche langsam an die 5-Tage-Woche ran. Morgen habe ich mir n├Ąmlich einen Urlaubstag zum Geburtstag geschenkt.
  • Die letzten Tage hatte ich irgendwie keine Lust auf Musik auf den Ohren. Aber mein Radio hat letztes Wochenende die deutschen Single-Charts aus der ersten Woche des Jahres 1989 gesendet und auf Platz 1 landete eins meiner liebsten St├╝cke: „Don’t worry, be happy“. Und da das ja gerade in den dunklen Monaten nicht so leicht ist, stelle ich es hier zur Stimmungsaufhellung mal ein:

Ein frohes neues Jahr

w├╝nscht Frau Grillenscheucher in die Weiten des Internets. ­čÖé M├Âge es ein freundliches, warmes, gesundes und fr├Âhliches Jahr f├╝r alle werden. F├╝r mich darf es gern wieder so wie 2018 sein, denn mein Jahresr├╝ckblick ist voller wundersch├Âner Momente. Auch wenn es nat├╝rlich auch ├ärgernisse, Schmerzen und Traurigkeit gab. Die Mischung macht’s eben, gell.

Der Jahreswechsel in der Woche vom 27.12.2018 bis 2.1.2019 wartete f├╝r mich mit den folgenden guten Dingen auf:

  • Mein Adventskalender begleitet mich noch bis zum 6. Januar und erfreut mich t├Ąglich mit seinen sch├Ânen Bildern und Texten. Besonders mochte ich in dieser Woche die Geschichte ├╝ber einen alten Hund, der auf seine alten Tage sein Macho-Gehabe aufgab, weil ihm daf├╝r sowohl Kraft als auch Seh- und H├Ârst├Ąrke fehlten. Er hat sich drein gef├╝gt und liebt sein Leben unter den neuen Bedingungen.
  • Ich habe meine neue Arbeitsplatz-Brille abgeholt. So ganz kann ich mich mit dem Gestell zwar immer noch nicht anfreunden, aber sie hilft mir sehr am Computer. Und da sehe ich mich ja gew├Âhnlich nicht selbst. ­čśë
  • Viel Zeit zum Ausruhen und Schlafen.
  • Silvester gab es hier Nieselregen und Wind, so dass sich die l├Ąstige, laute Knallerei in Grenzen hielt. Allerdings f├╝hrte das auch dazu, dass unsere Wunderkerzen recht schwer anzuz├╝nden waren auf dem Balkon. Ein paar haben wir immerhin geschafft und dazu das Feuerwerk bestaunt, dass die Menschen um uns rum veranstalteten.

  • Herr Grillenscheuer hat so viel leckeres Essen ├╝ber das letzte Wochenende und Silvester gezaubert, dass ich froh bin, dass meine Waage sicher vor mir im Keller steht. ­čśë
  • Mein Wochenkalender f├╝r 2019 ist der Peanuts-Sorgenfrei-Kalender. Genauso h├Ątte ich 2019 am allerliebsten: sorgenfrei! Und die Peanuts mag ich sowieso gern. Schon der Spruch f├╝r die erste Woche ist super:

Das Beste an der Zukunft ist vielleicht die Tatsache, dass nur ein Tag auf einmal kommt.

(Dean Acheson)

  • Der erste Sturm des Jahres, der gestern ├╝ber Hamburg fegte, hat auf meinem Balkon alles unversehrt gelassen.
  • Heute fr├╝h gab es eine wundersch├Âne Mondsichel neben der Venus zu sehen. Es wurde endlich mal wieder ein heller Tag mit blauem Himmel und Sonnenschein.
  • Auf dem ersten Arbeitstag-Weg des Jahres ins B├╝ro schwiegen tats├Ąchlich alle Baustellen, an denen ich derzeit vorbei komme. Es f├╝hlte sich an wie f├Ąlschlicherweise an einem Feiertag diesen Weg zu dieser Tageszeit zu nehmen. Welch eine herrliche Ruhe!!!
  • Nun ist der Alltag f├╝r’s Erste zur├╝ck und ich bin tats├Ąchlich froh dar├╝ber.
  • Am Neujahrstag habe ich ein zauberhaftes Video von S. per WhatsApp bekommen, das ich hier heute statt Musik hier einstelle. Wellenrauschen liebe ich n├Ąmlich ebenso wie Musik:

Hochh├Ąuser

Mitten in einem der teuersten Stadtteile Hamburgs, in Harvestehude, stehen zwischen lauter Altbauten 12 Gelbklinker-Hochh├Ąuser – die Grindelhochh├Ąuser. Vor mittlerweile 2 Jahren ( ­čś│ ) haben Herr Grillenscheucher und ich zwei der viel begehrten Pl├Ątze bei der F├╝hrung durch diese H├Ąuser beim Denkmaltag ergattert. Vorher fand ich diese H├Ąuser immer faszinierend h├Ąsslich, seitdem bin ich fasziniert von ihrer Geschichte und dem Leben in ihnen, wie es kurz nach ihrer Fertigstellung gewesen sein muss.

Auf dem Weg dorthin kommt man an einer sehr h├╝bsch bemalten Hausfassade und Altbauten mit Skulpturen vorbei.

Und dann steht man vor jeder Menge Gelbklinker – Kontrast pur.

Bei unserer F├╝hrung war es ├╝bervoll. Die Frau, die uns die Hochh├Ąuser nahe bringen wollte, war zwar sehr resolut (fast h├Ątten wir in Zweier-Reihen gehen m├╝ssen ­čśë ), hatte aber trotzdem M├╝he, ihre Sch├Ąflein beisammen zu halten. Was wahrscheinlich auch an der Geschwindigkeit lag, die sie vorlegte, die f├╝r Rollator-Fahrer definitiv zu schnell war. Aber sie wollte uns halt in der K├╝rze der Zeit so viel wie m├Âglich von den H├Ąusern zeigen und erkl├Ąren.

Urspr├╝nglich war die ganze Anlage f├╝r die Besatzungsm├Ąchte nach dem 2. Weltkrieg geplant bis diese beschlossen, ihr Hauptquartier doch lieber nach Frankfurt zu legen. Der Hamburger Senat entschied sich daraufhin, die H├Ąuser, deren Fundamente bereits gelegt waren, fertig zu bauen. Es entstand eine sehr moderne Wohnanlage mit M├╝llschluckern, einem Park zwischen den H├Ąusern, Spielpl├Ątzen mit W├Ąrtern, einer W├Ąscherei und einer Tankstelle. Letztere gibt es – leer stehend – immer noch. Dabei lag die doch so praktisch zwischen Ein- und Ausgang der Tiefgarage.

Im Erdgeschoss der H├Ąuser gab es damals alle L├Ąden, die das Herz begehrte: Metzger, Obst- und Gem├╝seh├Ąndler, Schuhladen usw. Au├čerdem gab es dort Arztpraxen und Caf├ęs. F├╝r das allt├Ągliche Leben musste man das Areal der H├Ąuser quasi nicht verlassen. Das stelle ich mir total praktisch vor.

Die Gr├╝nfl├Ąchen zwischen den H├Ąusern beinhalten einen Teich, viele B├Ąume und diverse Skulpturen. Letztere haben sich mir nicht so erschlossen, aber das mag daran liegen, dass ich sowas eher ├╝berfl├╝ssig finde. (Ist es sicherlich nicht. Lediglich ich kann damit nicht so viel anfangen.)

Leider durften wir im Inneren der H├Ąuser nichts besichtigen. Es h├Ątte mich brennend interessiert, wie die Wohnungen geschnitten sind. Wobei das nat├╝rlich auch unterschiedlich je nach Haus ist. Es gibt ein Geb├Ąude, das nur aus Ein-Zimmer-Wohnungen besteht. Es wurde extra f├╝r die sogenannten Postfr├Ąuleins geschaffen: ledige, arbeitende Frauen.

Rein durften wir zwar nicht, aber drauf. Zum Abschluss der F├╝hrung waren wir eingeladen, mit auf die Dachterrasse eines der Geb├Ąude zu kommen. Dort gab es nicht nur eine ├╝berw├Ąltigende Aussicht ├╝ber Hamburg, sondern wir wurden auch zu Getr├Ąnken und Kuchen eingeladen. Das war total nett und die Terrasse war obendrein liebevoll herbstlich geschm├╝ckt.

Die Aussicht von oben auf eins der Hochh├Ąuser:

Blicke ├╝ber viele, viele D├Ącher:

Man konnte die Kirche St. Nikolai (nicht zu verwechseln mit dem Mahnmal St. Nikolai) und das Planetarium von dort oben sehen.

Ist sie nicht wundersch├Ân gr├╝n, unsere Stadt? ­čÖé