Balkon-Experimente

Dieses Jahr habe ich ein paar Experimente auf meinem Balkon gewagt. Einerseits aus purer Neugierde, andrerseits weil ich es mir hübsch vorgestellt habe. Die Neugierde ist befriedigt. Die Sache mit dem „hübsch“ eher unzureichend erfüllt. Hmpf.

In den großen Kasten mit der Kiwi habe ich Kornblumen ausgesät. Das ließ sich erstmal gut an, aber Sturm und Regen und hinterher wieder glühende Hitze mögen sie gar nicht. Entsprechend wurde meine grüne Kornblumen-Oase sehr schnell zu nichts als Gestrüpp, in dem sich besonders die Wespen wohl fühlten. Das war nicht die tollste Idee.

In einem sehr großen Balkonkasten habe ich Kamille gesät. Das war eine echt spannende Erfahrung. In ihren Anfangszeiten sah sie einfach nur toll aus mit dem lichten Grün. Direkt danach siedelten sich jede Menge schwarze Blattläuse auf dem tollen Grün an. Folglich sah ich meine Kamille schon vernichtet, aber da habe ich nicht mit ihr und dem Marienkäfer gerechnet. Ein einziger Marienkäfer fraß sich durch die Läuse und ich glaube, den Rest hat die Kamille den Läusen gegeben. Jedenfalls waren in kürzester Zeit keine mehr zu sehen. 🙂

Nach der Blüte sah die Kamille relativ schnell relativ oll aus. Sie ist ähnlich wie die Kornblume nur eine kurze Augenweide.

Die Kamille sät sich selbst aus und zwar sehr effektiv. Angeblich ist die Neu-Aussaat auch winterhart. Ich würde sie eher für einen Garten als für einen Balkon empfehlen. Dennoch werde ich versuchen, einen kleinen Topf, in den sie sich ausgesät hat, über den Winter zu retten.

Erstmals habe ich auch Erbsen ausgesät. Für mich benahmen sie sich wie jede einjährige Kletterpflanze: zuerst sehr hübsch grün und mit fortschreitender Zeit verwelkte das untere Grün quasi beim Zugucken.

Die Erbsen mussten sehr schnell geerntet werden, denn je länger sie dort hingen umso bitterer wurden sie. Das ist durchaus mal nett, aber irgendwie nichts, was mir für meinen Balkon jedes Jahr vorschwebt.

 

Neue Experimente stehen aber bereits im Raum bzw. sogar schon auf dem Balkon: Hopfen und Brombeere. Die Brombeere habe ich ja bereits erworben. Sie soll an den Platz, an dem dieses Jahr die Erbsen standen. Der Hopfen soll die Kiwi ersetzen. Wobei ich diesbezüglich inzwischen wieder unentschlossen bin, denn die Kiwi hat sich in diesem Jahr echt gemausert und sieht jetzt sehr schön und kräftig aus. Vielleicht braucht sie noch mehr Geduld?

Erbseneintopf

  • 500 g Erbsen, (getrocknete Schälerbsen)
  • 100 g Knollensellerie
  • 100 g Karotte(n)
  • 1 Stange/n Porree, Lauch
  • 2 mittelgroße Zwiebel(n)
  • 300 g Kartoffel(n), ( mehligkochende)
  • 100 g Speck, (Bauchspeck, geräuchert)
  • 20 g Schweineschmalz
  • je 1 EL (gehäuft) Majoran und Oregano (frisch)
  • 2 Stängel Petersilie
  • ca 4-5 Liter Wasser
  • etwas Gemüsebrühe, Fleischjus schadet auch nix
  • 500g Kasseler (am Knochen)
  • Pfeffer, Salz

 

Erstmal die Erbsen einweichen. Für 500g nimmt man etwa 3l Wasser. Auf keinen Fall salzen – sonst werden sie später nicht weich! Mindestens 8, besser 24 Stunden quellen lassen.

Schweineschmalz im Topf bei niedriger Stufe schmelzen.

Klein gewürfelten Bauchspeck dazu und leicht auslassen. Dann die klein gehackten Zwiebel dazu und mitdünsten bis sie glasig sind.

Gewürfelte Karotten, Sellerie, klein geschnittenen Lauch dazu. Temperatur hoch drehen und unter rühren alles kurz andünsten. Nicht zu lange, sonst besteht Anbrenngefahr.

Einen Liter Wasser dazu. Alles verrühren.

Jetzt die Erbsen unter Rühren hinzufügen. Restliches Wasser dazu. Alles zum Kochen bringen. Immer noch nicht salzen!

Bei niedriger Stufe köcheln lassen. Mindestens 3 Stunden. Immer wieder umrühren, damit es nicht ansetzt! Und: „niedrige Stufe“ heißt hier „es soll nicht blubbern, nur gelegentlich mal ’ne Blase aufsteigen“

Dann die Gemüsebrühe und den Fleischjus sowie Oregano und Majoran dazu. Nochmal ’ne Stunde köcheln lassen.

Jetzt den Kasseler und die Kartoffeln dazugeben (sollte der Eintopf schon richtig dickflüssig sein – gern ’nen Liter Wasser dazugeben) und nochnal mindestens 3 Stunden köcheln lassen. Das mir dem Rühren sagte ich glaub ich schon. Das mit der Hitze auch.

So. Jetzt ist das in Prinzip fertig. Aber wenn’s richtig gut werden soll, lässt man es noch bis zum nächsten Tag stehen. Danach sollte es ungefähr aussehen wie Fensterkitt oder sowas. Jaja, das soll so.

Als Einlage sind natürlich Würstchen typisch – aber man kann auch Schweinefiletspitzen, Tafelspitz etc. nehmen…

Also Einlage rein, geschätzt ’nen Liter Wasser dazu und in Ruhe warmwerden lassen. Wenn’s dann noch zu dick ist: Mehr Wasser. Bis es reicht. Und dann natürlich noch würzen…

 

Und wirklich: Das Zeug muß vor dem Aufwärmen aussehen wie irgendwas zwischen Fensterkitt und Mauerputz. Nur dann wirds am Ende richig gut.

Der Frühling aus einem Topf: One-Pot-Pasta

Zutaten (für 2 Portionen)

1 kleine Zwiebel geschält, halbiert und in dünne Scheiben geschnitten

2 Knoblauchzehen geschält und fein gehackt

1,5 TL Salz

1/2 Brokkoli in kleinen Röschen zerpflückt, ich verwende auch die Stiele

1/2 TL Pfeffer

150 g Erbsen, tiefgekühlt

150 g grüner Spragel, in Raute geschnitten

220 ml Sahne

2 EL geriebener Parmesan

1 EL Zitronenschale

eine Prise mildes Paprikapulver

100 g Champignons, braun in Scheiben geschnitten

200 g getrocknete Pasta

Petersilie, frisch

Schnittlauch, frisch

Saft einer 1/2 Zitrone

Bergkäse

Zubereitung

Die Pasta, Spargel, Brokkoli, Zwiebeln, Knoblauch, Champignons, Salz, Pfeffer und Paprikapulver in einen großen Topf geben und mit Wasser bedecken.

Alles für 7-9 Minuten kochen lasssen, dabei immer ab und an umrühren! Die Erbsen hinzufügen und kurz mitkochen lassen. Das Wasser abgießen und die Sahne hinzufügen. Alles gründlich vermischen. Mit Zitronenschale- und saft, und etwas geraspelten Bergkäse abschmecken. Zum Schluß den fein geschnittenen Schnittlauch und Petersilie hinzufügen.

Das Foto und das Rezept habe ich im Blog „Gaumenthrill“ gefunden.