Touristenwahnsinn auf der Elbfähre

Heute war so richtig schönes Ausflugswetter: warm (fast zu warm), sonnig und ein leichter Wind. Kein Regengebiet in Sicht. Passender Weise waren Herr Grillenscheucher und ich mit L. und S. zu einem Ausflug auf der Elbe verabredet. Dafür haben wir uns am Nachmittag an den Landungsbrücken getroffen. Das hat schon mal super geklappt.

Leider hatten außer uns noch gefühlte 1000 andere Leute dieselbe Idee: perfektes Wetter für Bötchenfahren auf der Elbe. So voll hatte ich den Anleger noch nie gesehen. 😮 Schon beim Warten auf die Fähre war es drängelig, aber das war ja nichts im Vergleich zu dem, was passierte als die Fähre anlegte. Ein einziges Schubsen und Schieben von allen Seiten. Es ist ein Wunder, dass niemand vom Anleger in die Elbe fiel. Dort gibt es nämlich kein Geländer oder ähnliches, sondern nur noch den Abgrund.

Inzwischen stehen dort sogar fünf (!) Menschen von einem Sicherheitsdienst, denn es ist den Leuten ja nicht möglich, den Anweisungen des Kapitäns zu folgen. So eine Fähre hat nun mal eine maximale Kapazität und wenn die erreicht ist, müssen alle anderen eben auf die nächste Fähre warten, die übrigens ungefähr alle 10 Minuten fahren. Aber „Bitte nicht mehr einsteigen.“ wird einfach überhört und die Fähre weiter geentert. Also gibt es jetzt den Sicherheitsdienst.

Wir hatten gewissermaßen Glück, denn kurz bevor wir die Fähre hätten besteigen können, kam besagte Durchsage. So mussten wir zwar noch ein paar Minuten mitten in den Menschenmassen und mit der brizzelnden Sonne auf dem Kopf aushalten, aber dafür konnten wir mit als erste auf die nächste Fähre und ergatterten sogar 4 Sitzplätze draußen. Dieses Mal war das Gedrängel beim Einsteigen noch schlimmer als vorher. Die Leute kämpfen sich da echt mit brutaler Ellbogengewalt durch. Alles Touristen, deutsche Touristen und meist mindestens mittleren Alters. Es interessiert sie auch nicht, wenn man sie bittet, einen nicht nieder zu strecken. Die sind gnadenlos. 👿

Liebe Touristen, wir freuen uns wirklich, wenn Ihr kommt, um unsere wunderschöne Stadt zu bestaunen. Wir helfen Euch gern weiter, wenn Ihr den Weg nicht wisst oder Tipps irgendwelcher Art braucht. Wir teilen auch gern unsere fantastischen Öffis mit Euch. Aber bitte bringt das nächste Mal, wenn Ihr kommt, Eure Geduld, Eure Rücksichtnahme, Eure Höflichkeit und Euren Respekt wieder mit, ja? Das braucht doch nicht viel Platz im Koffer und wir könnten alle miteinander einen wunderschönen Tag haben, der vielleicht an der einen oder anderen Stelle ein wenig ausgebremst wird, aber, hey, Ihr habt Urlaub! Schon vergessen???

So, nun hatten wir es auf die Fähre geschafft und ließen uns von den Landungsbrücken über Finkenwerder bis zurück zum Fischmarkt schaukeln. Ist auf so einem vollen Schiff natürlich nicht dasselbe wie auf einem eher leeren, aber sei’s drum. Unterwegs sahen wir das wunderschöne italienische Segelschulschiff „Amerigo Vespucci“ in Hamburg einlaufen, das bis Montag bei uns liegen wird. So viel Kitsch können irgendwie nur die Italiener. 😉

Natürlich kamen wir an vielen Hafenkränen vorbei.

Und an der Köhlbrandbrücke:

Am Fischmarkt sind wir wieder ausgestiegen. Direkt vor uns die Fischauktionshalle.

Von dort sind wir an der Elbe lang zurück Richtung Landungsbrücken gelaufen und hatten die Elphi immer im Blick.

Wie wahrscheinlich überall sind in Hamburg Beachclubs voll im Trend. Dort tummelt man sich in einer Art Strand-Sand bei Musik und Getränken. So weit, so gut. Mag ja im Sommer nett sein, aber im Winter? Der Club „StrandPauli“ ist jedenfalls ganzjährig geöffnet. 😮

Immerhin hisst er Lieblingsflaggen von mir:

Von der Sonne und der Wärme kamen wir einigermaßen lädiert in unserem Lieblingscafé im Portugiesenviertel an und hatten glücklicherweise die freie Platzwahl. Schatten und dringend Getränke! Ausgeruht, abgekühlt, erzählt und leckere Toasts gegessen. Das war ein sehr schöner Ausflug! 🙂 (Wenn man von unflätigen Touristen mal absieht.)

Straßenmampf

Der Straßenmampf auf dem Spielbudenplatz hatte uns ja schon letztes Jahr begeistert und in diesem Jahr gehörte er zum dritten Auszeit-Ausflug am 25. August. Es war ein sehr heißer Tag – über 30° C -, aber im luftigen Kleidchen und ohne Eile war es auszuhalten.

Herr Grillenscheucher, Donany und ich fuhren am frühen Nachmittag mit der U-Bahn zu den Landungsbrücken und von dort eine Station mit der Fähre zum Fischmarkt.

01_Donany 02_Blohm_und_Voss 03_Fischmarkthalle

Dort sind wir ein Stück an der Elbe lang gelaufen, haben die Elphi bewundert und sehr über das begeisterte Plakat von Blohm + Voss zu ihrer Eröffnung gelacht.

04_Elphi     05_DaDaDaDaaa

Ein paar Treppen hoch vorbei am Golden Pudel Club, der dieses Jahr leider abgebrannt ist, und schon standen wir in einem ganz idyllischen Teil von St. Pauli.

08_St_Pauli 06_Glaube_Liebe 07_Platz

Von dort ist es nur ein Katzensprung zur Reeperbahn und dem Spielbudenplatz. Wir hatten noch Zeit und sind durch diverse Nebenstraßen gestromert. Bilder von unterwegs:

09_Badewanne 10_rosa_Haus 11_St_Paula

13_betreutes_Trinken 15_Sorgenbrecher 14_Hilde

Ich fand den Tanzschuh-Laden wieder, in dem ich als Teenie meine allerersten Tanzschuhe bekam – von meiner Mama. Erstaunlich, dass es den Laden immer noch gibt! Dass er gleich neben der Heilsarmee ist, hatte ich gar nicht in meiner Erinnerung.

16_Heilsarmee 17_Tanzschuhe 18_Heilsarmee

Zurück auf der Reeperbahn kam wir an der aus Funk und Fernsehen 😉 bekannten Davidwache vorbei und glotzten eine Weile auf die neue Medienfassade vom Klubhaus St. Pauli, auf der sich die LED-Anzeigen alle naslang ändern. Wer braucht eigentlich sowas?

19_Davidwache 22_Fassade 23_Fassade

Kurz vor der Öffnung des Straßenmampfs waren wir wieder auf dem Spielbudenplatz. Alle waren noch dabei, ihre Stände aufzubauen.

21_Unicorn_Sweets 25_Mother_Phils 26_Frau_Waffel

28_So_Qalicious 30_Street_Kitchen 29_Bier

32_Falafel 33_Currywerk 31_London_Bus

(Der Hund neben dem Currywerk ist echt.) Ich verliebte mich in einen Buddha und bestellte am zugehörigen Stand einen Burger, der hauptsächlich aus Hack und Käse bestand, eher langweilig, aber ungemein sättigend war. Herr Grillenscheucher hatte mehr Glück mit seinem Burger mit Ziegenkäse und Senf-Feigen-Soße von einem anderen Stand.

34_Buddha 36_Burger 35_Burger

Donany beobachtete das ganze eher ein bisschen skeptisch.

37_DonanyNach all der Sonne auf dem Kopp und dem mächtigen Essen war mir nach eiskaltem Bier. So sind wir ins Portugiesenviertel marschiert, um uns mit einem Sagres abzukühlen. Dort guckte auch Donany wieder zufrieden aus der Wäsche. 😉

38_Donany 39_Fischerfigur 40_Donany

Falkensteiner Ufer und Römischer Garten

Schon am nächsten Tag waren Herr Grillenscheucher und ich wieder für einen Ausflug verabredet. Am Mittwoch, dem 17. August, machten wir uns auf zum Falkensteiner Ufer.  Das Wetter war perfekt für einen Strandtag: blauer Himmel und warmer Sonnenschein. Wir sind die kleine Ewigkeit bis nach Blankenese mit der S-Bahn gefahren und dort mit einer sogenannten Bergziege runter zur Elbe. Eine Horde Rentner bevölkerte den kleinen Bus und war entsetzlich laut. Hinterher wussten wir alles über diverse Läden und Kneipen, die es unterwegs in dem einen oder anderen Haus früher mal gab. Welch himmlische Ruhe umgab uns nach dem Aussteigen!

Zuerst sind wir zum Römischen Garten hoch gestiegen. Unterwegs fuhr schon mal ein Containerschiff an uns vorbei und wir sichteten einen Leuchtturm.

01_Containerschiff     02_Leuchtturm

Zum Römischen Garten geht es eine steile Treppe rauf, auf der an dem Tag lauter Papierherzen lagen. Na, das war ja was für die Romantik-Seele in mir. 😉

05_Treppe     04_Papierherzen

Der Römische Garten ist ein kleiner öffentlicher Park, den wir an dem Tag ganz allein für uns hatten. Es gibt grandiose Blicke auf die Elbe, ein kleines Freilufttheater, eine über allem thronende Bank und eine Art Teich.

06_Römischer_Garten 07_Treppe 10_Freilufttheater

11_Treppe_von_unten 13_Hecken 15_Bank

Donany hat es auf der Bank mit Blick auf den Teich und die Elbe auch gut gefallen.

22_Donany 17_Teich 19_Teich

Elbblicke:

23_Hecke_Elbblick 24_Elbblick 25_Elbblick

Wir sind die steile Treppe wieder runter und unten ein Stück Richtung Nordsee gegangen. Wir kamen an einer ehemaligen Wasseraufbereitungsanlage mit ihren Auffangbecken vorbei.

29_Wasserwerk 27_Hausfassade 30_Auffangbecken

Und dann waren wir endlich am Strand, am Falkensteiner Ufer! Barfuß durch den Strandsand und das Elbwasser. Das Geräusch von Wellen in den Ohren. Die Sonne. Ab und zu ein vorbei ziehendes Containerschiff. Urlaubsfeeling pur! Man glaubt kaum, dass man fast mitten in einer Großstadt ist.

31_Elbstrand 33_Elbstrand 34_Wellen

37_Containerschiff_mit_Strand     36_Containerschiff

Auch Donany gefiel es am Strand und er genoss ganz offensichtlich die Sonne:

44_Donany     46_Donany

Eine ganze Weile sind wir da lang gelaufen und hatten eine Menge Spaß mit übermütigen Hunden. Ein Campingplatz zieht sich über eine weite Strecke oben am Strand. Über den sind wir zurück auf asphaltierte Wege gekommen. Füße und Schuhe entsandet und ein sehr faszinierendes Wohnmobil gesehen, das gerade ankam.

40_Campingbus     42_Campingbus

Langsam ging es wieder zurück durch viel Grün, vorbei an einem weiteren Containerschiff und so manchen Villen.

47_Baum 48_Schilf 49_Container_Strand_Baum

52_Containerschiff     51_Villa

Herr Grillenscheucher wollte gern noch zum Falkenstein hoch, was im Prinzip so eine Art bewaldeter Hügel ist. Also sind wir steil durch den Wald nach oben gestiefelt.

53_Wald     55_Baumkronen

Zum Glück gab es oben eine Bushaltestelle, von der aus wir zurück zum S-Bahnhof fahren konnten. Dort erwischten wir eine S 11, die nur im Berufsverkehr und die ganze Strecke überirdisch fährt. So kamen wir in den Genuss, direkt an der Alsterfontäne vorbei zu fahren. Wunderschön!

Abschließend gab es noch ein Getränk im LüttLiv. Was für ein wunderschöner Urlaubs-Ausflugs-Tag! 😎

Bötchen fahrn

Hach, das war ein richtig richtig toller Urlaubstag! Sommer, Sonne und 30° C Hitze sind ja nun auch wirklich nichts fürs Büro. 😉

  • Olga durfte aus der Werkstatt und die sind so klasse da. Es hat nicht einen Cent mehr als im Kostenvoranschlag gekostet, obwohl ich zusätzlich drum gebeten hatte, nach einer unregelmäßig vorkommenden Störung zu suchen. Manchmal klingt Olga nämlich so als würde sie jeden Moment absaufen und das macht mich ein bisschen unruhig. Sie haben also gesucht und sind mehrfach mit ihr gefahren, konnten aber den Fehler nicht nachstellen. Gekostet hat die Suche nichts außer Arbeitszeit!
  • Donany wollte so gern mal wieder Bötchen fahrn und so sind Herr Grillenscheucher und ich heute mit ihm zu den Landungsbrücken gefahren und auf die Fähre gestiegen. Hach, das war herrlich und es hat sogar ab und zu ganz ordentlich geschaukelt auf der Elbe. Sonne und Wind um die Nase und auf der ersten Fahrt ergatterten wir Plätze ganz vorn auf dem Sonnendeck. 😎 (Der Kampf beim Besteigen der Fähre war allerdings ziemlich daneben. Ich stelle mal wieder fest, es sind immer Leute ab etwa 70, die die Ellbogen ausfahren und einen schubsen. Wann haben die ihr Benehmen abgegeben? Oder hatten die nie eins und haben es nur ihren Kindern eingeprügelt?)
  • In Teufelsbrück sind wir ausgestiegen und durch den grünen, schattigen Jenischpark spaziert. Hinterher ging es wieder mit den Fähren zurück zu den Landungsbrücken und in unser Lieblingscafé im Portugiesenviertel. Bei Tosta Mista und Sagres haben wir einen neuen Ausflugsplan für morgen geschmiedet.

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Ausflugswetter

Hach, ich werde gerade verwöhnt! Das Wetter ist perfekt für Ausflüge: trocken, meist sonnig, warm, aber nicht zu heiß. Und Herr Grillenscheucher hat Zeit für mich. 😎

  • Die BKK Landesverband Bayern versenden Lebensfreude-Botschaften per Mail. Dank des Tipps von S. habe ich mich dafür angemeldet und erhielt heute meine zweite Botschaft, die perfekt zu diesem Tag passte:

  • Herr Grillenscheucher und ich fuhren mit der S-Bahn quer durch Hamburg nach Blankenese und von dort mit einem kleinen Bus, einer sogenannten Bergziege, runter an die Elbe. Der Bus war fast komplett von einer Rentnergruppe besetzt, die sich irrsinnig laut unterhielten. Je stiller ich wurde, umso lauter kam mir ihr Gespräch vor. 😉 Die Stille nach dem Aussteigen war nahezu greifbar. Wir besuchten den römischen Garten, der zum Glück menschenleer war, und danach das Falkensteiner Ufer. Am Elbstrand sind wir ein ganzes Stück lang gelaufen und hatten viel Spaß mit diversen Hunden. Am schönsten war es barfuß im Sand und im Elbwasser. Besonders wenn ein großer Pott vorbei kam und Wellen machte. Ich liebe das Geräusch der Wellen! Donany hatte es lieber trocken in der Sonne auf dem Sand.

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  • Zum Abschluss gab es noch einen Absacker im LüttLiv. Das war ein wunderschöner Urlaubstag! 🙂