Heiß und heißer, kalt und kälter

Hier in Hamburg haben wir seit einiger Zeit heftige Temperaturschwankungen. Am Wochenende z.B. gab es Sonne satt und über 30° C, heute gab es gerade mal 18° C mit kühlen Wind. Mich schafft das! Immerhin waren die Hitzetage endlich mal am Wochenende und nicht mitten in der Woche, wenn ich auch noch anständig angezogen im Büro auftauchen muss. Und es war ein Wochenende, das ich bei Herrn Grillenscheucher verbracht habe, dessen Wohnung erheblich kühler bleibt als meine. Fast könnte man sagen, dass diese letzte Hitzewelle ein gutes Ding war. 😉

Weitere gute Dinge aus meiner Woche vom 27. Juni bis 3. Juli 2019 waren:

  • Ich darf wieder in meinem Blog schreiben. 🙂
  • Balkon-Ernte – Erbsen und Erdbeeren:

  • Am heißen Samstag waren Herr Grillenscheucher und ich zum Shoppen in der Innenstadt. Das klingt verrückt, war es aber gar nicht. Wegen der Hitze und zweier Großveranstaltungen war es in der Innenstadt entspannt leer. In Bussen, Bahnen und in den Läden gab es angenehm klimatisierte Temperaturen. Es war ein sehr angenehmes Einkaufen.
  • Und wir wurden fündig: Herr Grillenscheucher bekam neue Hosen und Hemden und ich neue Röcke, T-Shirts und Strickjacken. Wenn schon, denn schon…
  • Schon länger denke ich darüber nach, ob ich vielleicht von Zigaretten auf IQOS umsteige. Angeblich sind die Dinger gesünder, wobei von wirklich gesund natürlich keine Rede sein kann. Ein erster Geschmackstest hatte ergeben, dass mir IQOS zu sehr nach ungezuckertem Popcorn schmeckt. 😕 Aber vielleicht gewöhn ich mich ja daran. Und weil es gerade ein Test-Angebot für 9 € für 30 Tage gibt, habe ich zugeschlagen. Es war ein großer Spaß, mit dem lustigen Verkäufer die Formalitäten zu erledigen. Ich liebe schlagfertige Verkäufer*innen! (Bislang bin ich allerdings weiterhin nicht begeistert vom Geschmack und das Gerät an und für sich mag nur in seinen Sternstunden funktionieren. 🙁 )
  • Abends lange auf Herrn Grillenscheuchers Balkon sitzen und reden.
  • Auf meinem Balkon blühen inzwischen die Kornblumen und der Dill.

  • Ich habe mal wieder eine Challenge bei Zeit zu Leben mit dem Titel „Wie erreiche ich mein Ziel?“ mitgemacht. Das hat nicht nur Spaß gemacht, sondern mich auch tatsächlich auf den Weg zu meinem Ziel gebracht. Ich möchte so gern in 5 Jahren nur noch ungefähr die Hälfte meiner jetzigen Arbeitszeit arbeiten. Die dadurch bedingte Gehaltsverringerung muss natürlich trotzdem noch zu meinem Leben passen und das gilt es, zu errechnen und auszuloten, ob das irgendwie mit welchen Einsparungen geht. Dafür erstelle ich durch die Tritte in den Hintern von der Challenge inzwischen eine tolle Tabelle über meine Einnahmen und Ausgaben, vor der ich mich immer gescheut habe. Zahlen und ich – zwei Welten treffen aufeinander. 😳 Aber nun habe ich den Anfang geschafft und es macht mir tatsächlich Spaß, an dieser Tabelle zu arbeiten.
  • Dafür war es tatsächlich mal hilfreich, dass der Blog nicht funktionierte. So konnte ich mich der Challenge komplett widmen.
  • Herr Grillenscheucher will mir helfen, mein Ziel zu erreichen.
  • Ein Kompliment für meine Jeansjacke.
  • Ich habe zwei neue Zimmerpflanzen. Einen Drachenbaum, der nun endlich die Lücke an meinem einen Wohnzimmerfenster füllt (hoffentlich wird er nicht zu groß dafür) und eine australische Kastanie, die seit ihrer Ankunft bei mir sogar schon neue Zweige gebildet hat. Jeden Tag, wenn ich nach Hause komme, freue ich mich über den Anblick der beiden:

  • Von unserer Patentochter haben wir ihr neuestes Schulzeugnis erhalten. Sie macht sich gut in der Schule und kommt nun in die 6. Klasse.
  • Herr Grillenscheucher hat mir für meine Mittagspausen sehr leckere „Röllchen“ gemacht. Die eine Sorte ist eher asiatisch, die andere eher italienisch. Und beide schmecken einfach himmlisch. So sehen sie aus, die „Röllchen“ in meiner Mittagessen-Box:

  • Ich habe schon Überlegungen für die nächste Balkon-Pflanz-Saison angestellt – damit kann man ja eigentlich gar nicht zu früh anfangen. 😉
  • In meiner Firma ist es eine schier unüberwindliche Aufgabe, Geräte für die Arbeit gestellt zu bekommen. Man braucht viel Geduld und Spucke dafür. Beides habe ich gehabt und jetzt bekomme ich tatsächlich ein Dienst-Handy. 😯 Aus meiner Sicht ein längst fälliges Ding. Trotzdem freue ich mich, dass ich es endlich durch gekriegt hab.
  • Ich habe neue Musik erworben! Gerade erfreue ich mich auf meinen Wegen am Best Of Album der Wise Guys und sie zaubern mir mit ihren Texten immer ein Lächeln ins Gesicht. Teilweise muss ich mich bemühen, in der U-Bahn nicht in schallendes Gelächter auszubrechen. „Denglisch“ gehört zu den Liedern, bei denen ich mich beherrschen musste:

Gelöscht

Direkt vorm Pfingstwochenende wurde mein Blog gelöscht. Einfach so ohne Vorankündigung und ohne, dass er irgendwem irgendwas angetan hätte. Der lapidare Grund war ein Administrator des Servers, auf dem mein Blog lag. Er, der Admin, war im Aufräum-Rausch. 👿

Das tat mehr weh als ich gedacht hätte. Er fehlte mir, der Grillenscheucher. Mir fehlte das Schreiben hinein in die große weite Welt. Ich war traurig und ich war wütend. Ich habe geweint und ich war entsetzlich unausgeglichen. Aber das hat natürlich alles nichts geändert.

Der Blog war unwiderruflich gelöscht und ich konnte nicht mehr in die Welt hinaus schreiben. Da half alles Zetern und Fluchen nichts. Dass mich diese ganz Sache so aufgewühlt hat, hat mir glasklar gemacht, dass ich auf keinen Fall auf das Blog-Schreiben verzichten mag. Für viele Menschen mag das seltsam erscheinen, weil ich damit weder über Werbung noch über Verkäufe von irgendwas Geld verdiene. Das kann ich gut verstehen, denn manchmal finde ich mich diesbezüglich selbst seltsam. 😉 Aber ich schreibe um des Schreibens willen und es tut mir gut.

Also habe ich für den Blog einen neuen Server gesucht. Einen ganz professionellen mit Vertrag und Monatsmiete. Man sollte sich nicht täuschen – auch dort können Fehler passieren. Aber ich hoffe doch sehr, dass niemand dort ohne Vorwarnung aufräumt.

Nun ist der Grillenscheucher also in sein neues Zuhause umgezogen. Zum Glück hatte Herr Grillenscheucher noch eine Sicherungskopie mit einem letzten Stand aus dem April. Es fehlen die Beiträge von ungefähr 2 Monaten und ein paar Fotos aus den letzten Einträgen im April. 🙁 Nächstes Wochenende werden wir versuchen, das wieder herzustellen, was wir noch irgendwo haben. Eine Menge aus diesen beiden Monaten wird aber verschwunden bleiben. Und da sage noch einer: „Das Internet vergisst nichts.“.

Aber jetzt freue ich mich erst mal total, dass ich hier wieder schreiben kann! 🙂 Und natürlich wird es am Mittwoch an dieser Stelle wieder die guten Dinge meiner letzten 7 Tage geben.

Noch ein Geburtstag

Mein Blog hatte nämlich am Montag Geburtstag. Er ist echt schon 4 Jahre alt geworden. 😮 Seit vier Jahren schreibe ich hier so vor mich hin. Mehr oder weniger regelmäßig und mit einigen Pausen, aber immer noch mit jeder Menge Freude am Schreiben und Erzählen. Wahrscheinlich erklären mich die meisten für verrückt, denn ich habe weder x-tausend Follower noch bin ich außer mit diesem Blog irgendwo anders im Internet unterwegs und also bin ich nicht überall und nirgends vernetzt. Nein, so kann man natürlich kein Geld mit einem Blog verdienen. Welch ein Glück für mich! 🙂

Das Schreiben hier tut mir gut und ich habe Spaß dabei. Vielleicht, darüber denke ich natürlich bisweilen nach, hätte ich mir einen Beruf aussuchen sollen, in dem ich mit eben dem, was mir gut tut und Spaß macht, Geld verdienen können. Aber dann wäre ja aus Spaß Ernst geworden. Ich hätte schreiben müssen. Das stelle ich mir wenig spaßig vor.

Also fröne ich hier weiter meinem Hobby, das auch Hobby bleiben wird, und berichte jetzt endlich von meinen guten Dingen vom 24. bis 30. Januar 2019:

  • C. war mit ihrer Kollegin A. beruflich in Hamburg und wir haben uns in unserem Lieblingsrestaurant, der Taverna Romana, getroffen. Ein Glück früh genug, so dass wir noch geruhsam quatschen und lecker speisen konnten, bevor das Handball-Halbfinale begann, das dort in voller Lautstärke übertragen wurde. So kam ich dann auch mal dazu, ein Handballspiel zu sehen.
  • Trotz all der leicht überdimensionierten Warnungen in den Wettervorhersagen gab es kein Blitzeis, Eisregen oder andere schlimme Wetterphänomene, sondern Tauwetter. 😎
  • Ein neuer Wintermantel und ein erstes Paar Sandalen, das passt, kamen bei mir an. Sie passen auch noch super gut zusammen, weil beide grau sind. Welch eine lustige Mischung der Jahreszeiten.
  • S. schrieb in einer Mail sinngemäß, dass man seine Arbeit als Challenge begreifen kann. Seitdem versuche ich das: jede Aufgabe, jeden Tag als Herausforderung zu sehen. Das ist toll, denn für mich ist es jetzt eher ein Spiel und ich kann den bitteren Ernst dahinter ziemlich gut verdrängen.
  • Am Wochenende bei nass-grauem Wetter gemütlich zu Hause zu bleiben und dies und das zu erledigen. U.a. habe ich den Kalk aus den Wasserhähnen gepuhlt. Was für eine doofe Aufgabe, aber es ist so toll, wenn das Wasser wieder ohne Seitwärts-Spritzer fließt.
  • Herr Grillenscheucher hat mir für meine Mittagspausen Arancini zubereitet. Sein erster Versuch mit denselben und ich würde mal sagen: Das hat noch Luft nach oben. Aber ich freue mich total über seine so liebevolle Art, für mich zu sorgen. Er hat sogar eine Liste mit Mittagspausen-Ideen angelegt, die er im Internet zusammen gesammelt hat. Alles klingt so lecker. Wunderbar!
  • Erstes Treffen mit meiner ehemaligen Kollegin N., seit sie nicht mehr bei uns arbeitet. Das war fein und ich habe nachträglich zu meinem Geburtstag einen sehr hübschen Blumenstrauß geschenkt bekommen:

  • Mal wieder war ich soweit, die Chili-Pflanze zu entsorgen. Seit ich sie vom Balkon rein geholt habe, hat sie alle Blätter verloren, stakst nur noch mit ein paar Stengeln in die Luft und jetzt hatte auch noch eine Spinne ihre Fäden in die Ast-Achsen gewebt. Ich hatte also schon den großen Müllbeutel geöffnet und dann sah ich, dass sie neu austreibt. 😯 Natürlich durfte sie bleiben und ich habe sie nur von den Spinnenweben befreit.
  • Nach sehr anstrengenden Projektterminen am Ende der letzten Woche ist diese Woche zur Abwechslung eher entspannt. Das tut gut so zwischendurch bevor es nächste Woche wieder richtig los geht.
  • Ich werde immer besser darin, deutlich meine Meinung zu sagen. Und ich finde es sehr interessant, welche Reaktionen das bisweilen auslöst. Nämlich oft genug ein Wegknicken von der gegenteiligen Meinung. Spannende Erfahrung!
  • Endlich, endlich ist es fast noch hell, wenn ich Feierabend hab. Das ist sowas von wunderbar, dass es kaum in Worten auszudrücken ist.
  • Musik, Musik, Musik. Hach, ich sehne mich so nach Wärme und Sommer 😉 :

 

Zurück aus der Denkpause

Da bin ich wieder. Zurück aus meiner Denkpause und außerdem zurück von einer wunderschönen Kreuzfahrt über das Mittelmeer. Meine Denkerei hat zum Ergebnis, dass ich versuchsweise die Rubrik der guten Dinge nicht mehr täglich befülle, sondern nach Lust und Laune. Dafür mag ich mehr in den anderen Rubriken schreiben. Da gibt es ja gerade auch viel zu berichten über die Kreuzfahrt, sobald die vielen, vielen Fotos gesichtet und sortiert sind. Ich bemühe mich um zeitnahes Aufarbeiten. 😉

Datenklau

Letzte Woche las ich einen Kommentar auf Spiegel Online, der mir seitdem nicht aus dem Kopf geht. Aufgehängt daran, dass über Facebook Nutzerdaten in falsche Hände geraten sind, geht es in dem Kommentar hauptsächlich darum, was Menschen im Internet preisgeben, preisgeben wollen (und warum) und preisgeben dürfen. U.a. stand in dem Kommentar, dass wir hier in Deutschland in einer Freiheit und Sicherheit leben, die es möglich macht, alles mögliche im Internet zu schreiben. Menschen in Ländern wie z.B. China oder der Türkei können davon maximal träumen, wenn sie denn wenigstens das dürfen. Ich könnte hier immer wieder schreiben, wie schrecklich ich unseren neuen Heimatminister finde und damit meine Meinung kundtun. Ähnliches kann in anderen Ländern tödlich enden.

Auch wenn ich nicht auf Facebook oder diversen anderen Plattformen wie z.B. Instagram bin, nutze ich doch WhatsApp, ich schreibe diesen Blog und ich schreibe Mails. Das Internet merkt sich alles, womit man es füttert. Was ist also, wenn sich hier in Deutschland die Verhältnisse ändern? Wenn man irgendwann dafür eingesperrt wird, weil man sich für Asylanten eingesetzt hat? Wenn auf negative Äußerungen über Politiker irgendeiner Couleur die Todesstrafe steht? Wenn eine Vorliebe für Fleischgerichte oder fürs Rauchen die sofortige Entziehungskur zur Folge hätte? Wenn…?

Vor vielen Jahren in einer anderen Wohnung hatte ich mal eine sehr nette Nachbarin, die Tagebuch schrieb. Also so klassisch auf Papier. Sie erzählte mir, dass sie wegen all der Dinge, die ihr ihre Eltern (!) aus dem 2. Weltkrieg berichtet hatten, nie Namen in ihrem Tagebuch ausschreibt, sondern lediglich den Anfangsbuchstaben nutzt. Wohlgemerkt nicht im Internet, sondern mit Füller auf Papier, das in ihrer Wohnung blieb. So mache ich es hier im Blog ja auch mit den Menschen aus meinem persönlichen Umfeld, aber der ursprüngliche Grund dafür war ein anderer. Nämlich der, dass ich es unfair finde, Menschen hier namentlich zu erwähnen, die ich vorher nicht gefragt habe, ob ich das darf. Inzwischen bin ich froh, dass ich das so handhabe. Selbst wenn ein Vorname an und für sich nicht sooo viel preis gibt, aber am Ende machen es die Verknüpfungen, die sich das Internet eben auch merkt mit seinem Elefantengedächtnis.

Das alles kreiselt mir im Kopf. Keiner weiß, was die Zukunft bringen wird. Aber ich merke, dass ich immer vorsichtiger werde mit meinen Äußerungen hier im Blog. Das ist einfach so oder so nicht gut für mich, denn ich finde es anstrengend, im Zweifel die Klappe zu halten. Deshalb werde ich jetzt eine Blog-Schreib-Pause einlegen und darüber nachdenken, was ich glaube, verantworten zu können und zu wollen.

Für heute gibt es aber noch die guten Dinge meines Tages:

  • Es gab ein bisschen ganz warme Sonne. 😎
  • Eine interessante Besprechung mit Chefchef. Besonders deshalb, weil ihm in letzter Zeit irgendwie aufgegangen sein muss, was bestimmte Veränderungen an Arbeitsaufwand für uns und damit in seiner Abteilung bedeuten. Hihi…
  • Mein Termin bei der Fußpflege. Die Mitarbeiter dort sind so nett und wir quatschen immer ein bisschen.

Allen, die hier lesen, wünsche ich entspannte Ostertage mit vielen bunten Ostereiern! Nach meiner Nachdenk-Pause kreuze ich hier wieder auf, verkünde das Ergebnis und hoffe, dass es euch interessiert.