Es grünt so grün

Ich komme momentan zwar kaum dazu, mich um meine Balkonpflanzen zu kümmern, aber das scheint sie nicht weiter zu stören. Alle sprießen fröhlich in den verschiedensten Grüntönen von sich hin. Der Rückschnitt hat sich gelohnt! 🙂

Herr Grillenscheucher hat mir einen Lorbeer und einen Rosmarin eingetopft, weil die beiden letztjährigen bei ihm im Winterquartier leider eingegangen sind.

Die Pfingstrose ist seit dem letzten Fototermin kräftig gewachsen und hat 5 Knospen.

Die Erdbeeren zeigen die ersten unschuldig weißen Blüten.

Und ich freue mich ganz besonders darüber, dass die Bäume hinter dem Haus schon wieder dicht belaubt sind und mir diesen wunderbaren Blick ins Grüne bescheren. Das ist fast als gäbe es keine Nachbarn. 😉

Frühjahrsputz

Nachdem Herr Grillenscheucher und ich die ersten warmen Sonnentage in Hamburg verpasst haben, weil wir übers Mittelmeer kreuzten, hat Petrus mir heute, am Tag nach unserer Rückkehr, trockenes und relativ warmes Wetter gegönnt. Während also drinnen die Waschmaschine mit den Urlaubs-Wäschebergen beschäftigt war, habe ich auf dem Balkon den Frühling eingeläutet.

Die Petersilie hat mal wieder nicht überlebt und ich glaube, ich gebe es auf, welche zu säen. Wir essen eh kaum welche, so dass sie nicht gerade nützlich ist. Und schön genug, um sie einfach zum Spaß zu haben, sieht sie auch nicht aus. Die Petersilien-Töpfe habe ich heute also geleert und geschrubbt.

Der Winterschutz wanderte ebenso in den Müll. Dabei konnte ich entdecken, dass außer der Petersilie alle Pflanzen überlebt haben und wieder austreiben. Juchuh! 🙂 Der Sauerampfer wächst schon mächtig und die Pfingstrose streckt erste Fühler aus dem Boden.

Der Kasten mit den Erdbeeren ist grün belaubt, nachdem ich die vertrockneten Zweige raus geschnitten hatte.

Ebenso treibt meine Bodendecker-Pflanze, deren Namen ich nicht mehr weiß, fröhlich aus. Ich habe ihr die trockenen Äste abgeschnitten und schätze, sie wird fast explodieren vor Wuchsfreude.

Der Jasmin, über den ich mir schon ein bisschen Sorgen gemacht hatte, kriegt frische grüne Blätter.

Die Kiwi trägt knospenähnliches und will offenbar austreiben. Auf ihren weiteren Verlauf bin ich unglaublich gespannt.

Ich habe den für mich schwierigen Frühjahrsrückschnitt erledigt. Da treiben die Pflanzen schon so schön aus und ich muss ganz viel davon weg schneiden. Seufz. Aber letztlich tut es ihnen ja gut, so habe ich mir mantraartig zugeredet. Jetzt ist alles ordnungsgemäß beschnitten.

Die Töpfe mit den Kroken geben mir Rätsel auf. Da kommt Grün aus der Erde, das aber an den oberen Enden überwiegend vertrocknet aussieht. An Wassermangel kann es nicht liegen. Ist es vielleicht die böse Staunässe? Jedenfalls sind sie weit davon entfernt, Blüten zu kriegen. Schade!

Aber auch ohne blühende Kroken kommt jetzt der Frühling. Davon bin ich überzeugt, denn schließlich wurden die Alsterschwäne bereits in die Freiheit entlassen. Und es wird höchste Zeit, den Pflanzplan für meinen Balkon auszuarbeiten. Frisch ans Werk…

Der Nachtrag vom Wochenende

Wow, es war zwar grau, aber nicht kalt und nicht nass! Nahezu angenehmes Wetter. Inzwischen bin ich ja schon für kleine Wetterbesserungen dankbar und vor allem dafür, wenn uns das Wetter nicht von unseren Plänen abhält.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Herr Grillenscheucher sah so schick aus mit den frisch geschnittenen Haaren, der neuen Weste und den neuen Schuhen.
  • Leckere Dinge auf dem Wochenmarkt eingekauft. Bärlauch gab es auch wieder.
  • Endlich waren Herr Grillenscheucher und ich wieder fit genug, um zum Tanzen zu gehen. Zum Glück wurde während unserer Abwesenheit eine Figur im Cha Cha Cha und in der Rumba gelehrt, die wir zwar vergessen, aber schnell wieder drauf hatten.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Herr Grillenscheucher und ich waren in der Innenstadt, um diverses Zeug zu kaufen. Es war zwar anstrengend, zwischen alle den Menschen rum zu laufen, aber das Wetter war mild und wir konnten unsere Mäntel offen lassen. Glücklicherweise haben wir alles bekommen, was auf dem Zettel stand.
  • Spaghetti mit Bolo – mir war so danach und es war total lecker.
  • Rechtzeitig die Uhren auf die beknackte Sommerzeit umgestellt und so haben wir uns gleich dran gewöhnt.

Die guten Dinge von heute:

  • Der Wohnungsputz lag an und wir hatten Spaß dabei.
  • Ich habe die Balkonpflanzen inspiziert – alle sehen gesund und munter aus. Hier und da treibt schon was aus. Hoffentlich nicht zu früh, denn für die kommende Woche ist hier nochmal Schnee angekündigt.
  • Die Narzissen, die ich am Freitag auf dem Wochenmarkt gekauft habe, gehen auf und bringen ein bisschen Frühling in meine Wohnung.

Palma de Mallorca

Wir haben den letzten Hafen erreicht. Gerade zur rechten Zeit, denn ich war total erkältet und meine Stimme war so gut wie weg. Wenigstens konnten wir es ruhig angehen lassen, denn unser Flieger ging erst am frühen Nachmittag. Für das Frühstück half das allerdings nichts, denn es waren überall alle Tische besetzt. Meine Güte, so voll wie auf dieser Fahrt hab ich unser Lieblingsschiff noch nie erlebt. 😮

Herr Grillenscheucher ergatterte Espresso und Latte Macchiato für uns und wir warteten geduldig auf unseren Bus zum Flughafen. Inzwischen trudelten die ersten Neuankömmlinge ein und verzweifelten an dem gewöhnungsbedürftigen Schließmechanismus der Klo-Türen. Ich hätt’s ja gern erklärt, aber meine Stimme…

Wir wurden zum Flughafen kutschiert, wo das nächste Warten begann. Unser Flieger hatte letztlich eine Stunde Verspätung. In der Zeit konnten wir geruhsam Saft und ein belegtes Baguette für viel Geld kaufen. Beides war aber wirklich lecker und letztlich nicht teurer als die Papp-Sandwiches, die man im Flieger kaufen kann. Umsonst gibt es da nichts mehr, nicht mal Wasser.

Im Flieger mussten wir dann die nächste Horde unangenehmer Zeitgenossen ertragen. Da wurde sich doch tatsächlich mit einem Kind um einen Fensterplatz gerangelt. 😯 Meine Mitmenschen sind mir auf dieser Reise wirklich unsympathisch geworden.

Am frühen Abend sind wir endlich in Hamburg gelandet, wo es in die dritte Runde Warten ging: auf das Gepäck. Aber dann, dann waren wir endlich zu Hause. Es war warm und sonnig. Den Balkonpflanzen ging es super. Alles ist gut! 🙂

Die guten Dinge von Mittwoch, 17. Mai 2017:

  • Herrn Grillenscheucher an meiner Seite zu wissen als ich kaum noch einen Ton raus brachte.
  • Das leckere Baguette statt pappiges Sandwich im Flieger.
  • Home, sweet Home!!!

La Seyne – Toulon

In La Seyne haben wir angelegt und sind von dort über die Bucht mit einem Shuttle-Schiff nach Toulon gefahren. Toulon hat uns total überrascht – es war so hübsch, entspannt und freundlich. Dabei sah es morgens von Bord nicht sonderlich freundlich aus, wenn man mal vom Wetter absieht:

Aber dann war es schon so toll, mit einem Boot „anzureisen“.

Als erstes sind wir über einen riesigen Wochenmarkt gelaufen, der sich über diverse Straßen, Plätze und Gassen hin zog. Ich konnte mich gar nicht satt sehen an der Fülle von Obst, Gemüse und Blumen. Wir haben eine Familienpackung Kräuter der Provence erstanden, die im Gegensatz zur hier nicht solche dämlichen Zutaten wie Lavendel und/oder Fenchel enthielt und sich inzwischen zu Hause schon als super Kauf entpuppt hat.

Anschließend sind wir durch schmale Gassen und über kleine Plätze gelaufen. Alles war so schön entspannt.

Wir haben uns natürlich die Kathedrale angesehen und ein wenig die Kühle drinnen genossen.

Die Kirche Saint Francois de Paule haben wir uns nur von außen angesehen, weil es den Eindruck machte, dass sie drinnen irgendeine Veranstaltung vorbereiten. Davor stand immer noch ein Blumenstand vom Markt.

In einem gefühlten Hinterhof fanden wir die Bateau Sculpture, welches die Reproduktion eines königlichen Schiffes des 18. Jahrhunderts ist. Das fand ich so süß an Toulon: es rühmte sich mit quasi allem, was jemals dort hingestellt wurde. So z.B. auch mit der Bronzefigur Cuverville.

Aber es hat eindeutig ganz viel Spaß gemacht, all diese kleinen Denkmäler aufzuspüren. Unterwegs gab es überall Kunst an den Gebäuden – eine Art Festival für öffentliche Kunst fand gerade statt.

Wir sind zum Place Victor Hugo gegangen, der mit einem beeindruckenden Springbrunnen-Denkmal aufwartet.

Das Theater hat eine eindrucksvolle Fassade und gerade fanden Vorbereitungen für ein Konzert davor statt. Irgendwie war Toulon voller Events, die gerade stattfanden oder in den nächsten Tagen stattfinden sollten.

Danach gab es endlich eine Pause mit Hinsetzen, einem super leckeren Sandwich mit Huhn, Tomate, Salat und Avocado. Donany hat die Pause auch genossen:

Weiter ging es Richtung Marinemuseum. Wir haben die vielen bunten Läden der Stadt bewundert.

Lustig war auch diese Pizzeria:

Außerdem gab es unterwegs zerzauste Tauben, Wasser und interessante Häuser zu sehen.

So als Nicht-Museumsgänger haben wir uns das Marinemuseum nur von außen angeschaut und den Yachthafen gleich daneben.

Danach sind wir zurück auf unser Schiff und hatten einen entspannten Abend mit Sonnenuntergang und später wunderschönem Mond auf dem Wasser.

Die guten Dinge von Samstag, 13. Mai 2017:

  • Toulon hat uns überraschenderweise sehr begeistert und wir waren ganz glücklich, diesen Ort gesehen zu haben.
  • Das super leckere Sandwich unterwegs. Manche Kombination muss man einfach mal erleben.
  • Nachts der Mond von unserem Balkon und zumindest das Gefühl, endlich allein mit Herrn Grillenscheucher zu sein. (Was sicher trügerisch war.)