Dicke Flocken

Als ich heute früh aufstand, war noch alles gut. Kaum musste ich das Haus verlassen, fing es an, in dicken weißen Flocken zu schneien. Sofort bildete sich eine matschige, rutschige Pampe auf allen Wegen. 🙁 Den ganzen Tag schneite es immer wieder und taute weg. Pünktlich zum Feierabend dasselbe Elend wie am Morgen. Menno! Das hab ich nun von den „wärmeren“ Temperaturen… Jetzt geht mir der Winter so richtig auf die Nerven und ich habe darüber nachgedacht, ob es nicht schlauer wäre, meine jährliche Auszeit vom Spätsommer in den Winter zu verlegen und dann in wärmere Gefilde zu flüchten.

  • Ein sitzungsfreier Tag im Büro und ich habe einiges vom Schreibtisch gekriegt.
  • Meine Fußpflegerin hat sich total über das Sparschwein für ihr Trinkgeld gefreut, das ich ihr heute mitgebracht habe. Ihres war ihr nämlich neulich kaputt gegangen.

  • Ich bin sehr konzentriert und langsam durch den Schneematsch geschlittert und zum Glück heil zu Hause angekommen. Wenn man erlebt hat, was Knochenbrüche für unangenehme Folgen haben, dann tut man einfach alles, um einen weiteren zu verhindern. Meine inzwischen eiskalten Füße durften in vorgewärmten Hausschuhen auftauen. Erleichterung auf ganzer Linie!

Wecker-Diplom

Heutzutage kann man ja in allen möglichen Fachgebieten ein Diplom machen. Neuerdings bietet die Hochschule Luzern sogar Kurse für ein Jodeldiplom an. 😮 Da sollte es doch wohl möglich sein, auch ein Wecker-Diplom zu machen. Ich wäre jetzt jedenfalls bestens darauf vorbereitet und würde mich sofort einschreiben. 😉

  • Tatsächlich hat der Lichtwecker mich heute früh nicht nur mit Licht, sondern auch mit dem Radio geweckt. Sogar rauschfrei, obwohl der nur UKW-Empfang hat. Allerdings war alles etwas anders als erwartet. Das Radio gab erst Töne von sich als das Licht seine größte Helligkeit erreicht hatte. Macht ja auch Sinn, denn zu dem Zeitpunkt sollte man vom Licht schon weitgehend wach sein. Bin ich aber nicht und insofern ist das alles optimierungsbedürftig. Da käme mir jetzt ein Kurs für ein Wecker-Diplom gerade recht…
  • Eine ganz interessante Besprechung mit meinem Chef-Chef mit dem Ergebnis „nichts genaues weiß man nicht“ oder so ähnlich. Seltsam, diese Planungslosigkeit, aber genau das war interessant.
  • Kürzlich habe ich leider feststellen müssen, dass mein Guthaben an angesparten Urlaubstagen mit meiner Auszeit in diesem Jahr aufgebraucht sein wird. Also habe ich mir ausrechnen lassen, was es für mich bedeutet, wenn ich weiterhin für jedes Jahr eine Auszeit ansparen will. Heute kam das Ergebnis: Es ist viel weniger schlimm als ich befürchtet habe. So ein Glück, dass ich das weiterhin machen kann!

Der Nachtrag vom Wochenende

Das war ein schönes Wochenende für mich. 🙂 Das Wetter war mild. Der Himmel warf das hellgraue und nicht das dunkelgraue Gewand über. Und der Regen ließ uns bis Sonntag Abend in Ruhe.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Meine diesjährige Auszeit ist genehmigt worden. 😎
  • Den fröhlichen und so gut riechenden Herrn Grillenscheucher in die Arme zu schließen.
  • Tanzen hat Spaß gemacht.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Dank des ganz erträglichen Wetters haben wir uns nach draußen getraut und sind in die Innenstadt gefahren. Wir haben eine Menge Kram eingekauft, der auf der Einkaufsliste stand, bei Nespresso Kaffee probiert und nicht schlecht darüber gestaunt, dass in den Schaufenstern des Alsterhauses Frauen auf Rädern trainierten. Das war eine Werbeaktion für Hicycle. Was es alles gibt. 😮
  • Erschöpft ganz ohne Cyclen sind wir nach einigen Stunden wieder nach Hause gefahren. Ein Glück stand schon die S-Bahn parat und bot uns sogar Sitzplätze an.
  • Ein gemütlicher Abend im Kerzenschein mit Herrn Grillenscheucher. Es gab Grützwurst mit Kartoffelstampf und Apfelmus. Für letzteres hatte uns der Apfelbauer vom Wochenmarkt die perfekten Äpfel verkauft – die mussten nur einkochen und überhaupt nicht gewürzt werden.

Die guten Dinge von heute:

  • Gut und lange genug geschlafen.
  • Ich habe mir endlich Musik von Jack Johnson bestellt. Wenn sie da ist, werde ich nicht mehr aufhören, von Strand und Meer zu träumen. 😉

  • Mit Herrn Grillenscheuchers Hilfe ist meine Wohnung wieder strahlend sauber.

Zurück im Büro

Mein erster Arbeitstag nach der Auszeit ist überstanden und war gar nicht so schlimm, was vielleicht auch am eher bescheidenen Wetter lag. Vorher habe ich sogar einigermaßen gut geschlafen. Und ich habe die Wecker nicht ignoriert. 🙂

  • Von mir abgesehen fanden es alle schön, dass ich wieder zurück bin.
  • In der Kantine gab es leckeren Erbseneintopf.
  • Die Nachricht, dass alle abteilungsinternen Büro-Umzugspläne vorerst auf Eis gelegt sind.
  • Und es gibt sogar einen Bonus-Punkt: Aus irgendeinem Grund riecht es in den Räumen auf unserem Büroflur immer ganz schnell muffelig. Deshalb habe ich mich in meiner Auszeit durch die Raumdüfte von Millefiori geschnuppert, von denen ich schon zwei zu Hause habe und die ich sehr liebe – Pampelmuse und Grüner Tee. Gefunden habe ich den Duft Legni & Fiori d’Arancio, was soviel heißt wie Holz & Blüten von Orangen, auch wenn sie tatsächlich noch anderes da rein mischen. Der stand nun also heute erstmals in meinem Büro, duftete vor sich hin und machte mir gute Laune. Und so ein schönes Foto haben sie auf ihrer Webseite dafür:

Letzter Auszeittag

Zwei Monate Auszeit sind rum. Ich mag es kaum glauben. Dieses Jahr kam mir die Zeit sehr lang vor, was vermutlich daran liegt, dass ich mit Hilfe von Herrn Grillenscheucher und ein wenig der meines Bruders unglaublich viel erledigt habe. Das ist ein gutes Gefühl. Zurück ins Büro zieht mich dieses Jahr dennoch nichts außer der Tatsache, dass leider nach wie vor an keiner meiner Pflanzen Geldscheine wachsen. Bleibt die spannende Frage, ob ich überhaupt noch so früh aufstehen kann. 😉

  • Während es draußen immer wieder regnete, hatte ich drinnen einen ruhigen, langsamen Tag mit ein bisschen Kreativität und ein paar Erledigungsanfällen. U.a. habe ich sämtliche Wecker gestellt und meinen Adventskalender bestellt.
  • Ich bin dankbar, dass ich mir diese Auszeit leisten kann und meine Firma sie mir erlaubt.
  • Zum Trost gibt es gleich Bolo mit Spaghetti.