Stapelweise Termine

Aus irgendeinem unbekannten Grund schaffe ich es immer wieder, dass meine Arzttermine Rudel bilden, obwohl ich wirklich ernsthaft versuche, das zu vermeiden. Vielleicht sollte ich mich über die Rudelbildung mehr freuen, denn dadurch habe ich zwischendurch immer monatelang Ruhe vor Arztpraxen. Ja, das sollte ich wohl tun, auch wenn es momentan anstrengend ist, die Feierabende mit Vorsorge-Untersuchungen zu verbringen.

Zum Glück gab es dabei, davor und danach viele gute Dinge in der Woche vom 8. bis 14. November 2018:

  • Ich war beim Hautscreening zur Hautkrebs-Vorsorge und hatte ein sehr nettes Gespräch über Berufe und Arbeitswege mit der Arzthelferin, während sie die Fotos machte. Hinterher hat der Hautarzt nicht nur die Fotos betrachtet, sondern auch geschaut, ob es außer an diesen Stellen neue Auffälligkeiten gibt, und mich dann damit entlassen, dass alles super ist. Hui, welch eine Erleichterung!
  • Die alljährliche, eher sinnbefreite Abteilungssitzung ist mal wieder überstanden. Dieses Mal war der Raum für die Menge Menschen viel zu klein, was aber immerhin dazu führte, dass es nicht so kalt wie sonst war. Man muss auch für kleine Dinge dankbar sein…
  • Leider war Herr Grillenscheucher am Freitag so krank, dass wir weder zum Tanzen noch uns sehen konnten. Ich habe ihn sehr vermisst und mich total gefreut, dass es ihm am Samstag besser ging, so dass wir uns sehen konnten.
  • Hier in Hamburg wurde der analoge Kabelempfang abgestellt und mein etwas in die Jahre gekommener Fernseher kann keinen DVB-C-Empfang. Ich habe mit mir diskutiert, ob ich wahlweise einen entsprechenden Receiver oder einen neuen Fernseher kaufe. Allerdings ist die Kiste so selten an, dass ich mich dazu entschlossen hab, sie in den Keller zu verfrachten. Bislang finde ich es einfach nur wunderbar, dass das hässliche Ding raus aus meiner Wohnung ist. Und sollte ich es wider Erwarten vermissen, kann ich ja immer noch kaufen, was nötig ist.
  • Herr Grillenscheucher hat mir für meine Mittagspausen so eine Art Shepherd’s Pie in kleinen Muffin-Förmchen gebacken. Lecker ist das! Und außerdem muss ich dank meines eigenen Essens nie in den derzeit sehr langen Schlangen in der Kantine anstehen.
  • Leuchtend gelbes Laub im Regen auf meinem Arbeitsweg. Das leuchtet derart, dass es nahezu in den Augen brennt. Ein unglaublicher Stimmungsaufheller.
  • Genauso wie die leckere Bolo, die es am Samstag gab.
  • Das Projektkarussell im Büro dreht sich weiter. Inzwischen ist immerhin klar, dass ich in einem Projekt weiter arbeiten darf, das ich gern mag und interessant finde. Noch dazu übernimmt es der Projektleiter, mit dem ich meine allerersten Projekterfahrungen gesammelt habe. Ich freue mich sehr, dass wir nochmal zusammen arbeiten dürfen. Und ich amüsiere mich über die Reaktionen auf diese Entscheidung. Ist doch immer wieder interessant, wie sich Menschen verhalten. 😉
  • Ich konnte im Hellen und (!) Trockenen begutachten, ob meine Tannenzweige-Verteil-Aktion im Dunklen geklappt hat. Natürlich nicht so richtig. Welch ein Glück, dass noch ein Bündel Zweige übrig war! Damit konnte ich die übersehenen Stellen ausbessern und jetzt ist der Balkon wirklich fertig gerüstet für den Winter. (Nächste Woche soll es hier den ersten Schnee geben. 😮 )
  • Herr Grillenscheucher und ich haben Pläne für bevorstehende Ereignisse gemacht – hauptsächlich leckere Essenspläne.
  • Nachdem ich schon in meiner Auszeit beim Optiker war, um meine Augen „nachmessen“ zu lassen, und mir dort eine Bildschirmarbeitsplatzbrille empfohlen wurde, hatte ich nun endlich einen Sehtest-Termin beim Betriebsarzt. Erstaunlicherweise wurde mir dort dasselbe empfohlen. Offenbar sind in diesem Bereich die Sparmaßnahmen gelockert worden. Jetzt darf ich mir auf Kosten des Arbeitgebers sogar eine Nahkomfortbrille (mit der man angeblich auch in die Ferne gucken kann) aussuchen und muss nichts dafür bezahlen, wenn ich ein passendes Nulltarif-Gestell für mich finde. Selbst wenn ich für das Gestell zuzahlen muss, dürfte es nicht allzu viel sein. Welch ein Luxus!
  • Ich konnte einer Kollegin, die ich gar nicht kenne und die mich eher zufällig anrief, sehr weiterhelfen, weil ich einfach mein Wissen geteilt habe. Genauso ergab es sich bei einem Gespräch mit einem Kollegen und seine Idee, von der er mir zufällig beim Rauchen erzählte. In meiner Firma wird Wissen eher ungern geteilt und deshalb freut es mich immer ganz besonders, wenn ich diese blödsinnige Attitüde brechen kann.
  • Herr Grillenscheucher hat mir die bereits letzte Woche erwähnte CD von Ed Sheeran „Divide“ auf Anton überspielt. Deshalb höre ich sie auf meinen Nach-Hause-Wegen gerade rauf und runter, höre der Musik und den Texten genau zu. Es verblüfft mich immer wieder, wie glücklich Musik mich machen kann. Wie manche Stücke nur anfangen müssen und schon habe ich ein breites Lächeln im Gesicht und Glücksgefühle im Bauch. Eins davon ist „Galway Girl“:

 

Goldener Oktober

Hier in Hamburg zeigt sich der Oktober gerade von seiner schönsten Seite. Wenn sich der morgendliche Nebel aufgelöst hat, scheint die Sonne, der Himmel ist blau und das Laub an den Bäumen leuchtet bunt. 🙂 Morgens, mit Nebel, sieht es hinter meinem Balkon jetzt so aus:

Insofern trägt momentan das Wetter einiges zu meinen guten Dingen bei. Hier sind sie für die Woche vom 4. bis zum 10. Oktober:

  • Natürlich das wunderbare Herbstwetter, das wir hier seit Samstag haben. 😎
  • Ich habe eine Formation Gänse Richtung Süden fliegen sehen (und wäre gern mit geflogen).
  • Der Ausflug von Herrn Grillenscheucher und mir nach Rahlstedt, wo es leckeres russisches Essen gab.
  • Das Tanzen hat Spaß gemacht, obwohl manche Figuren unerlernbar schwer scheinen. Wobei es nicht um die jeweilige Figur an und für sich geht, sondern um das Führen in die Figur für den Mann bzw. das Erkennen der Führung für die Frau. Es war mir deshalb ein großer Trost, dass eine unserer Mittänzerinnen zu mir sagte, dass es Figuren gibt, die sie als Paar eben deshalb einfach nicht hinkriegen. Und dass unser Tanzlehrer erzählte, dass er kürzlich Einzelunterricht gab und versuchte, dem Paar den Führungsunterschied zwischen den beiden Figuren im Slowfox beizubringen, an denen Herr Grillenscheucher und ich auch gerade verzweifeln. Das Paar hat sich letztlich dazu entschlossen abzumachen, dass er sie einfach für eine der beiden Figuren an der Schulter drückt. Tja, vielleicht sollte man das echt pragmatischer angehen. 😉
  • Die ersten Arbeitstage nach meiner Auszeit sind überstanden. Ich fand es sehr schwer, in den Büro-Irrsinn wieder rein zu finden, aber so langsam geht es mir besser damit. Und ich habe noch keinen einzigen Morgen verschlafen.
  • Herr Grillenscheucher hat mir eine sehr leckere Lauchquiche für meine Mittagspausen gebacken.
  • WhatsApps zum Lachen und zum Entspannen.
  • Beim Friseur habe ich eine total angenehme Kopfmassage beim Haarewaschen und danach die Haare wieder schön bekommen.
  • Ich habe berufliche Entscheidungen getroffen und eine Sache zugesagt und eine andere abgesagt. Lustigerweise ergab sich aus dieser Kombination eine neue Konstellation der Projektarbeit für die nächsten Jahre, die ich mir für mich gut vorstellen kann. Es wäre schön, wenn das so bleiben darf.
  • Nun ist wieder Zeit für Musik auf den Ohren. Im heißen Sommer war es mir einfach zu viel Zeug auf dem Kopf – Kopfhörer und Sonnenbrille. Sonnenbrille musste aber sein, also blieb der Kopfhörer zu Hause. Jetzt ist das Licht nicht mehr so grell und die Sonnenbrille bleibt zu Hause. Momentan machen mich vor allem Lotto + Pape mit ihrer CD „Die große Liebe“ glücklich. Ich liebe besonders das Lied „Stereo“ und die Textzeile „unsere Träume flogen noch ewig“. Hach!

Die letzten Auszeit-Tage

Ich merke, dass mich der Herbst mit seinem schwindenden Licht, dem Regen und den deutlich kälter gewordenen Temperaturen gerade ziemlich runter zieht. Noch dazu geht für mich der Alltagstrott wieder los und die Wecker lärmen zu nachtschlafener Zeit. Also ist es wohl eine gute Idee, mich mit der Konzentration auf die guten Dinge in meinem Leben aufzumuntern. Allerdings gibt es sie ab jetzt hier nicht wieder täglich, sondern als Sammelsurium aus einer Woche, damit ich auch noch dazu komme, mal über was anderes zu schreiben.

Los geht’s von Donnerstag bis Mittwoch – Montag bis Sonntag wäre doch irgendwie zu langweilig 😉 – die Woche vom 27. September bis zum 3. Oktober:

  • Es gab noch einen letzten Auszeit-Ausflug. Herr Grillenscheucher und ich haben zusammen mit seinen Eltern das verschlafene Buxtehude beguckt und das Wetter war brav trocken.
  • Ich habe Heidepflanzen auf dem Wochenmarkt gekauft und dabei ein neues Wort gelernt: Rudelpflanzen. 😉
  • Die Pflanzen habe ich umgehend eingetopft, während Herr Grillenscheucher so lieb war und meine Balkonmöbel in den Keller verfrachtete. Mein Balkon ist auf den Winter vorbereitet.
  • Obwohl ich überhaupt keine Lust dazu hatte, war es richtig schön beim Tanzen. Wir haben eine Figur im langsamen Walzer gelernt, die wir eigentlich kannten, aber komplett verdrängt hatten. Dabei ist es eine so eine nette, kleine Figur.
  • Herr Grillenscheucher sind nun 19 Jahre zusammen und zum Glück ist der Tag für uns keine heilige Kuh. Wir konnten entspannt erst einen Tag später gemeinsam darauf anstoßen.
  • Der Feiertag mitten in der Woche.
  • Ein nieselverregneter Tag, aber als ich mich zur Post und zum Einkaufen begab, war es trocken von oben. Das war sehr rücksichtsvoll vom Wetter.
  • Herr Grillenscheucher und ich haben mit Geschenken viel Freude verbreitet.
  • Ich habe meine Schuhsammlung um je ein Paar in blau und in grau erweitert. Genau genommen habe ich die beiden alten Schuhpaare damit ersetzt, denn die sind schon völlig ausgelatscht. Dann darf das ja auch mal sein.
  • Herr Grillenscheucher hat ganz viele tolle Rezeptideen für den Herbst (auch wenn ich lieber leugnen würde, dass es Herbst ist).
  • Ich bin zutiefst dankbar, dass ich 2 Monate lang Urlaub hatte. Wunderschöne Ausflüge durfte ich ganz entspannt erleben. Den jährlichen Herbstputz habe ich bewältigt. Meine Wohnung und meinen Balkon habe ich ausgiebig genossen. Das Wetter war die meiste Zeit sehr, sehr fein. Es ist ein großes Glück, dass ich das machen darf!
  • Vorhin gab es einen wunderschönen Abendhimmel:

  • Es war eine gute Idee, die guten Dinge aufzuschreiben. Jetzt habe ich doch glatt viel bessere Laune. 🙂

Hase und Igel

Herr Grillenscheucher und ich haben zusammen mit seinen Eltern den Ort besucht, in dem sich Hase und Igel im Märchen ihr Wettrennen lieferten: Buxtehude in Niedersachsen. Wir alle vier waren noch nie dort, um uns Buxtehude wirklich anzusehen, und waren ganz angetan von all dem Fachwerk vor allem in der hübschen Altstadt.

Aber erstmal herzlich willkommen bei Hasen und Igeln, die es überall zu Hauf zu sehen gab:

Wir haben uns am Bahnhof getroffen und sind die recht langweilige Bahnhofsstraße bis in die Altstadt gelaufen. Unterwegs gab es Rüdiger zu sehen, der sich im Supermarkt verloren haben soll.

Derartige Kunstwerke gab es immer wieder in Buxtehude zu sehen. Das war allerdings das einzige, dem ich noch einen gewissen Sinn abgewinnen konnte. Liegt wahrscheinlich an mir, zugegeben.

Der ganze Ort war in Vorbereitung auf das am Wochenende dort stattfindende Oktoberfest mit Fähnchen geschmückt. Es ist mir vollkommen unklar, warum bloß überall im Norden auch Oktoberfeste stattfinden müssen. Naja, nicht wirklich – damit wird halt Geld verdient. Schrecklich finde ich das trotzdem. Warum kann man nicht einfach allen Orten ihre Besonderheiten lassen? München das Oktoberfest, Buxtehude das Rennen von Hase und Igel. Jedenfalls fanden überall schon die entsprechenden Vorbereitungen statt und ein Kinderkarussell spielte bereits die grauseligsten Schlager dazu. Helene Fischer ist echt super dagegen!

Das Rathaus hat uns mit dieser Schrecklichkeit gleich wieder versöhnt. So hübsch!

Und dann kamen wir endlich in die „richtige“ Altstadt mit vielen wunderschönen Fachwerkhäusern.

Ganz besonders habe ich die vielen verschnörkelten Türen bewundert. Hach, wenn ich dagegen meine eigene Haustür angucke, fielen mir sooo viele Verschönerungsideen ein.

Die Kirche war von überall immer mal wieder zu sehen, aber leider nicht offen, wie es evangelische Kirchen so an sich haben.

 

Ein paar ganz süße Läden begegneten uns unterwegs und ich habe mich besonders in einen Blumenladen verliebt – wie sollte es auch anders sein. 😉

Wir sind am winzig kleinen Hafen lang gegangen und ich war fasziniert von Dingen, die vermutlich aus längst vergangenen Zeiten stammen. Eine Werbung für ein seemännisches Wörterbuch, Schneewitchen hinter Gittern.

Vom Hafen gingen wir zurück in die Altstadt und kamen an Schleusen und dem Marschtor-Zwinger vorbei, von dem aus die Stadt früher verteidigt wurde. Sogar den europäischen Anforderungen wurde entsprochen, denn es gab eine Fischtreppe!

Eine hübsche Straße mit einem Kanal in der Mitte folgte. Dort gab es sogar einen Sommerleseplatz der Stadtbibliothek – was für eine geniale Idee!

Erstaunlicherweise waren statt Hase und Igel in einem Innenhof Schweine zu sehen.

Wir wanderten durch die Gassen zurück Richtung Marktplatz. Eine offene und entspannte Atmosphäre versprach downtown yoga. Klar, wenn’s da immer so viel Wein gibt wie die leeren Flaschen über der Tür bekunden. 😉

Dafür musste wohl die Kneipe schräg gegenüber aufgeben, von der nur noch die Astra-Leuchten zeugen.

Das alte Zollamt wird gerade renoviert und das hat es auch wirklich nötig. Die alte Markthalle dagegen ist schon schick gemacht und beherbergt heute leider eine C&A-Filiale.

Häuser, Schilder und diverse Sitzgelegenheiten waren zu bewundern. Das ist schon echt nett, überall mal kurz die Füße ausruhen zu können.

In ein Café am Marktplatz kehrten wir für einen Cappuccino ein. Leider gab es außer Butterkuchen nichts mehr zu essen, denn es war kurz nach 16 Uhr und belegte Brote gibt es eben nur bis um 16 Uhr. Irgendwie passte das zu dem Ort und der offensichtlichen Nachsaison: verschlafen und wenig flexibel. Naja, der Kuchen war gar nicht schlecht. Die überall zu Hauf anzufindenden Wespen vertrieben uns recht schnell und wir begaben uns unter Umgehung der schrecklichen Schlager des Kinderkarussells zurück zum Bahnhof. Dafür fanden wir einen hübschen Weg am Wasser lang und quasi durch ein Restaurant, das tolle Außensitzplätze direkt auf dem Wasser mit Blick auf ein Entenhaus hatte.

In der Straße, in der die Eltern von Herrn Grillenscheucher ihr Auto geparkt hatten, gab es ein interessantes Haus mit lauter Kunstwerken im Garten. Mir gefiel der Taucher auf dem Balkon am besten.

Buxtehude ist definitiv einen Ausflug wert. In Worten: einen! Schön, dass wir den Ort gesehen haben, und er ist auch wirklich nett. Aber nicht so spannend, dass er uns nochmal reizen würde.

Lichter der Nacht

Vorgestern war nochmal Sommer in der Stadt. 31° C und Sonnenschein pur mitten im September! 🙂 Unter meinem Sonnenschirm war es sehr angenehm.

Für diesen warmen Abend hatte Herr Grillenscheucher uns für eine Lichterfahrt bei Kapitän Prüsse angemeldet. Nachdem wir die Karten abgeholt hatten, warteten wir auf unsere Abfahrt, während die untergehende Sonne den Hafen in schönes Licht tauchte.

Um 20 Uhr sollte es los gehen, aber da waren sie immer noch dabei, möglichst viele Menschen auf das kleine Boot zu stopfen. Erst nachdem einige in Ermangelung weiterer Sitzplätze wieder an Land gingen, gab es ein Einlenken und es wurde ein zweites Boot gechartert.

Dann ging’s endlich los. Unser Kapitän war ein junger Nautik-Student, der sehr lustig und interessant erzählte. Zuerst ging es von den Landungsbrücken in die Speicherstadt.

Für meinen Geschmack hätten wir dort gern noch ein wenig länger bleiben können. Die Backsteinbauten mit all ihren Lichtern sind wunderschön romantisch. Aber es ging weiter in die Hafencity, den jüngsten Hamburger Stadtteil. Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich all die neuen Bauten schrecklich oder faszinierend finden soll.

Oben in dem Turm auf dem letzten Foto befindet sich tatsächlich eine Wohnung. Man kann sie drehen und sich somit aussuchen, ob man morgens von der Sonne geweckt wird oder nicht. Praktisch, aber hässlich.

Weiter ging es auf der Elbe vorbei an den Lichtern der Stadt in den Containerhafen. Spannend, die riesigen Hafenkräne und Containerschiffe von unserem winzigen Boot aus zu betrachten. Der Nautik-Student war ganz in seinem Element und fuhr uns unter den Bug eines der größten Schiffe, der Ebba Maersk. Mensch, kommt man sich da klein vor!

Die Treppe auf dem letzten Foto gehörte zu unserem Boot und das riesige graue Ding dahinter ist der Bug der Ebba. Wahnsinn!

Die Container auf dem Schiff sind nur bis zu einer bestimmten Höhe gesichert. Alle darüber stehen einfach nur drauf und wenn es Sturm gibt, fallen die eben runter. Das dient dazu, dass das Schiff dann ruhiger im Wasser liegt – je niedriger das Schiff, umso weniger anfälliger ist es logischerweise für den Wind.

Der Nautik-Student erzählte, dass die Überfahrt von China nach Deutschland so eines Containers ungefähr 1000 € kostet – ohne Zoll und alles andere Drumherum. Wenn man bedenkt, wie viel man darin unterbringen kann und wie lang die Strecke ist, ist das nahezu ein Schnäppchen.

Im Containerhafen wurde immer noch gearbeitet und es sind nur wenige Mitarbeiter dafür erforderlich. Denn so ein Hafenkran merkt sich, wo er den letzten Container abgeladen hat. Beim nächsten Container nimmt er einfach dieselbe Position, nur um die standardisierten Containermaße niedriger als beim Container zuvor und trägt ihn raus. Technik, die fasziniert…

Langsam wurde es frisch auf dem Boot, aber nun ging es auch zurück zu den Landungsbrücken. Wir kamen nochmal an der hübsch beleuchteten Fischauktionshalle vorbei.

Das war ein schöner, lustiger und interessanter Ausflug. Definitiv zu empfehlen! Wobei ich natürlich nicht sagen kann, ob es bei einem der diversen anderen Anbieter noch toller ist. Dazu fehlt mir jeder Vergleich.