Oh, welch eine Freude

Gestern habe ich aus lauter Neugierde und Langweile feststellen dürfen, dass IKEA neuerdings Glimma liefert. Hach, ist das toll, toll, toll! Herr Grillenscheucher und ich zünden nämlich momentan jeden Abend 11 Teelichte an, weil es schön aussieht und wärmt und kuschelig ist.

Deshalb laufen wir langsam auf den letzten beiden Packungen und haben uns schon gesorgt, wie wir an neue kommen. Unserer Meinung nach brennen die Teelichte von IKEA länger als andere und sind oft auch noch günstiger als andere. Der Versandkostenpreis ist derart günstig, dass jede Fahrt in einen IKEA-Laden für uns teurer wäre. Zumal ich mit meinem lädierten Kopf momentan eh nicht in der Lage bin, so eine Fahrt geschweige denn den Trubel in dem Laden zu überstehen.

Also habe ich gestern einen großen Vorrat Teelichte und Kerzen für den Adventskranz bestellt. Ich freu mich wie Bolle auf die Lieferung! 🙂

Warten, warten, warten

Nichts tut man in einem Krankenhaus so viel wie Warten. Warten aufs Essen, die Visite, Ärzte, Schwestern und Pfleger, Untersuchungen, Ergebnisse, Informationen. Vor allem auf letztere! Da fing mal alles so gut an mit dem Pieper, der nicht gepiept hat. Dann nach meiner Aufnahme mit der Abfrage unserer Handynummern, über die sie sich melden wollten, wenn wir gesucht werden, aber auch kein Handy klingelte. Stattdessen bekam ich immer wieder zu hören: „Frau Grillenscheucher, Sie wurden gesucht.“. 😮

Es war ein Ding der Unmöglichkeit, bei der vormittäglichen Visite von den Ärzten oder irgendwann am Tag von den Schwestern oder Pflegern eine Antwort auf die Frage, was anliegt, zu bekommen. Es war als träfen sie ihre Entscheidungen immer ganz spontan und als Patient hat man ja schließlich im Bett zu liegen und eben zu warten. Dabei wäre ich allerdings verrückt geworden. Ich musste raus aus diesem 3-Bett-Zimmer.

In dieser Anfangszeit war das Wetter meistens gut genug für Spaziergänge im Park, wo Herr Grillenscheucher und ich immer nach Bob, dem Baumeister sahen. Dieser spezielle Maulwurf hatte sich für seine Hügel nämlich hellen Sand und keine dunkle Muttererde ausgewählt und einmal konnten wir beobachten, wie ein Hügel ein wenig größer wurde.

Herbstbalkon

Heute mal ein erfreulicheres Thema, nämlich mein verpackter Herbstbalkon.

Herr Grillenscheucher hat alle meine Töpfe mit den mehrjährigen Pflanzen liebevoll in die Schutzfolie gewickelt. Und das waren dieses Jahr echt viele, vor allem viele kleine.

Meine große Kiste für die leeren Töpfe und Kästen und bleibt diesen Winter im Keller. Dafür müssen ein paar Einjährige auf dem Balkon verharren. Unperfekt ist auch mal gut.

Wunderschön finde ich, dass die Tagetes, die sich selbst ausgesät hat, immer noch blüht. Lichtblicke…

Am sonnigen Donnerstag letzte Woche haben wir einen Gutschein von meinen lieben Kollegen gegen Tannenzweige eingelöst und die Töpfe damit bedeckt. Ich bin guter Hoffnung, dass meine Pflanzen nun gut auf den Winter vorbereitet sind.

Zu den 3 Eichen

Eineinhalb Wochen haben sie mich für 3 Untersuchungen im Krankenhaus fest gehalten. Dabei hätte jede Untersuchung ambulant durchgeführt werden können. Ein großes Glück, dass Herr Grillenscheucher mich jeden Tag besuchen kam, mir leckeres selbst gekochtes Essen mitbrachte und mit mir Spaziergänge im Krankenhauspark unternahm. So ein Segen, dass es ihn in meinem Leben gibt.

Ein anderer Segen war der Treffpunkt zu den 3 Eichen. Ein Unterstand in einem Innenhof des Krankenhauses, in dem 3 Eichen standen und gern mal scharf mit den Eicheln auf das Blechdach schossen. (Aber es konnte ja wenig passieren, denn schließlich waren wir im Krankenhaus.) Dort traf sich unsere „Selbsthilfegruppe“ zum Quatschen, Lachen und Rauchen. Natürlich mit ständig wechselnder Besetzung, denn die einen wurden entlassen und andere kamen neu hinzu. Selbst mitten in der Nacht konnte man dort manchmal noch Gesellschaft finden. Die unglaublichsten Geschichten haben wir dort gehört und viele, viele Tipps ausgetauscht. Survival im Krankenhaus…

Ich bin sehr dankbar, all diese lieben, erstaunlichen Menschen getroffen zu haben und mit ihnen zusammen unsere Situation ein wenig erleichtert zu haben. Deshalb hat diese Rubrik in meinem Blog auch das Titelbild mit den 3 Eicheln, die mir Herr Grillenscheucher extra an meinem letzten Krankenhaustag eingesammelt hat.

Pommes rot-weiß

Natürlich dauerte es noch eine Weile, bis ein Bett für mich organisiert war. Und natürlich war bis dahin das Abendessen dieses Tages längst Geschichte. Deshalb hatten Herr Grillenscheucher und ich uns vorgenommen, im Schweinske, das direkt gegenüber vom Krankenhaus war, essen zu gehen.

Die Nachtschwester, die mich auf der Station empfing, fand die Idee nicht so toll. Mit dem Armbändchen des Krankenhauses am Handgelenk darf man das Gelände desselben nämlich eigentlich nicht verlassen.Vermutlich aus Gründen des Versicherungsschutzes oder so. Zum Glück wird man trotzdem weder kontrolliert noch eingesperrt.

Sie gab uns noch mit, dass die Besuchszeit um 20 Uhr endet. Bis dahin sollten wir also zurück sein. Eine Bestätigung dieser Regelung fanden wir allerdings nirgendwo. Lediglich gab es an den Türen mancher Stationen den Hinweis, dass in diesen die Besuchszeit um 22 Uhr endet. Ich glaube ja nach wie vor, dass die Schwester das nur sagte, damit die beiden alten Damen, mit denen ich das Zimmer teilte, wie gewohnt früh einschlafen konnten.

Also gab es Pommes rot-weiß. Nicht, dass das mein Lieblingsessen wäre, aber es war das einzige, was ich mir in diesem Lokal vorstellen konnte. Und brav waren wir um 20 Uhr zurück. Meine erste Nacht im Krankenhaus brach an.