Büro-Umzug, Klappe die dritte

Nachdem ich kürzlich auch bezüglich des anstehenden Büro-Umzugs über die Frage der Alternativen schrieb (Klappe die erste) und es dann den vorläufigen Stopp (Klappe die zweite) gab, wurde nun von unseren Vorturnern beschlossen (Klappe die dritte), dass es doch bei der zuerst bekannt gegebenen neuen Adresse bleibt. Seit der „zweiten Klappe“ kursierte ein weiteres mögliches Gebäude, dass es leider, leider nicht wurde. Nicht nur wäre dieses Gebäude wegen seiner Raumaufteilung viel passender gewesen, sondern es liegt auch noch in einer einfach netten Gegend von Hamburg. Aber es gibt dort so gut wie keine Parkplätze und wenn alle ehrlich wären, dann ist genau das der Grund, weshalb wir dort nicht hinziehen. Wegen der Autofahrer. 🙁

Darüber ärgere ich mich jetzt einigermaßen und finde es deshalb schade, dass es diese neue Alternative noch gab, die für mich persönlich die schönere gewesen wäre. Andernfalls wäre der jetzt bestimmte neue Standort auch meine Wahl gewesen. Alles eben eine Frage der Alternativen, die möglich (gewesen) wären.

Und ich ärgere mich darüber, dass die Standortwahl nicht demokratisch, sondern nur unter den Vorturnern abgestimmt wurde. Man hätte schließlich kurzfristig eine Online-Umfrage in unserer Abteilung machen können. Ich könnte ein Votum von allen viel besser respektieren.

Dennoch bin ich insgesamt eher amüsiert als verärgert über die ganze Sache. Das ist definitiv ein gutes Ding der letzten Tage. Und natürlich gab es noch weitere gute Dinge in der Woche vom 28. Februar bis 6. März 2019:

  • Es gab einen gar köstlichen Erbseneintopf in der Kantine.
  • Ein ziemlich ausführliches Telefonat mit N.
  • Ich hatte einen Urlaubstag und durfte ausschlafen.
  • Anschließend haben Herr Grillenscheucher und ich in Ruhe die Einkäufe erledigt und konnten ganz entspannt mit den Händlern auf dem Wochenmarkt plaudern.
  • Eine richtig schöne Primel in Gelb mit rotem Rand durfte mitkommen:

  • Nach einem derart stressfreien Tag war das Tanzen einfach nur wunderbar. Ich war so konzentriert und bei der Sache wie schon lange nicht mehr. Wow, was so ein einziger Urlaubstag ausmachen kann!
  • Ein paar Tage später habe ich gelesen, wie gesund das Tanzen ist. Die Erkenntnisse werde ich künftig all meinen Kollegen, die Tanzen nicht für Sport halten, um die Ohren donnern. Besonders denen, die Radfahren so toll finden und dauernd alle dazu bekehren wollen. 👿
  • Während Herr Grillenscheucher und ich glücklich tanzten, lag ein leckerer Braten im Römertopf im Ofen und verströmte beim Nach-Hause-Kommen nicht nur leckeren Duft, sondern schmeckte auch noch vorzüglich.
  • Die erste Aussaat des Jahres geht auf! Dabei habe ich die Mini-Aussaat-Sets erst vor ein paar Tagen an den Start gebracht. Salat und Rucola sind schon eifrig am wachsen, während sich das Basilikum noch ziert.

  • Am Wochenende habe ich mit Herrn Grillenscheucher mein mobiles Arbeiten getestet. Wir hatten so einige Schrecksekunden, aber nun funktioniert es.
  • Entgegen der Wettervorhersage guckte am Samstag die Sonne durch die Wolken und ich habe den Frühjahrsrückschnitt gemacht. Das erste Mal in all meinen Balkonjahren habe ich ihn so zeitig wie es eigentlich der Gärtnerkalender vorschreibt gemacht und ich bin ganz stolz auf mich.
  • Anfang der Woche gab es Sturm und Regen. Aber während meines Heimwegs holte Sturmtief Bennet wohl gerade tief Luft und ich kam weitgehend trocken ins warme Zuhause.
  • Ich darf mir einen zweiten Büro-Bildschirm bestellen, weil meine Vorturnerin gerade versucht, ihren Geiz zu mäßigen. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen…
  • Insgesamt war unser regelmäßiges Gespräch mal wieder sehr angenehm. Wir können gut miteinander reden. Diese Termine haben sich dahin entwickelt, dass wir uns einfach gegenseitig erzählen können, was gefühlt seltsam läuft. Selbst wenn das nicht immer mit meiner aktuellen Arbeit zu tun hat. Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das wir in vielen Jahren miteinander gefunden haben.
  • Ein Schubs von meiner Kollegin-Freundin in einer Sache, die ich schon längst mal angehen wollte.
  • Meine diesjährige Auszeit wurde genehmigt. Juchuh! 😎 Und mein Chef hat mir nette Wünsche dafür auf die Mitteilung geschrieben.
  • Die Tulpen und – mittlerweile auch erkenntlich – die Narzissen auf meinem Balkon wachsen fröhlich vor sich hin. Aber wo bleiben die Blüten?

  • Musik auf den Ohren und ein Lächeln auf den Lippen mit Michael Bublé und seinem „Everything“.

Die Waschmaschine bestellt neues Waschmittel im Internet

In den Nachrichten habe ich dieser Tage gehört, dass der Otto-Versand der Überzeugung ist, dass es in ein paar Jahren keine Haushaltsgeräte mehr geben wird, die nicht mit dem Internet kommunizieren. Dort wird davon ausgegangen, dass z.B. eine Waschmaschine deshalb künftig selbstständig neues Waschmittel bestellt, wenn sie glaubt, der Vorrat sei aufgebraucht. 😮 Mal ganz davon abgesehen, dass ich auf gar keinen Fall, nie und nimmer, nicht in 300 Jahren möchte, dass in meinem Haushalt irgendwer oder irgendwas außer mir selbst Bestellungen im Internet aufgibt, rate ich nach meinen neuesten Erfahrungen mit DHL definitiv davon ab.

Nachdem die Lieferung meines neuen Sonnenschirms ins Treppenhaus letzte Woche so super geklappt hat, habe ich denselben Ablageort für eine Klamottenbestellung gewählt. Das war ein großer Fehler. Vermutlich hat den Zusteller der angegebene 4. Stock schon so verschreckt, dass er mein Paket lieber gleich in einem Postshop in einem anderen Stadtteil abgab. Das wurde mir per Mail mitgeteilt; die zugehörige Abholkarte landete allerdings erst 4 Tage später in meinem Briefkasten. Letzteres ist sicherlich dem zu verdanken, dass die Post ausprobiert, am Montag keine Post mehr zu verteilen. Sie wollen rausfinden, ob es deshalb viele Beschwerden gibt. Ein sehr witziger Test, denn wie soll man sich beschweren, wenn man gar nicht weiß, ob man etwas, das man erst am Dienstag bekommt auch schon am Montag hätte haben können. 👿

Wegen des Pakets musste ich letztlich eine halbe Stunde mit dem Bus zum Postshop und eine halbe Stunde wieder zurück fahren. Immerhin kann ich von Glück sagen, dass mir das der Zusteller des großen und schweren Sonnenschirm-Pakets nicht angetan hat!

Nun stelle man sich vor, die Haushaltsgeräte fangen auch noch an, ihre Bedürfnisse online zu befriedigen. Dann bestellt die Waschmaschine Waschpulver, der Geschirrspüler Reinigungstabs, die Kaffeemaschine Kaffee in irgendeiner Form usw. usf. Jeder Haushalt bekommt ständig Päckchen geliefert und reist durch seine Stadt, um die einzusammeln. Denn die Paketzusteller sind doch jetzt schon über Gebühr beansprucht und gleichzeitig unterbezahlt. Na, das ist aber echt viel praktischer als mal eben in den nächsten Supermarkt zu gehen. Wieviel bescheuerter möchte die Welt eigentlich noch werden?

Nun aber endlich die guten Dinge aus meiner Woche vom 21. bis 27. Februar 2019:

  • Ich habe erste Knospen an den Bäumen, blühende Schneeglöckchen und Kroken gesehen.
  • Nachdem mir Herr Grillenscheucher lieberweise die letzten Wochen meinen Lieblingsquark bei den Gebrüdern Aldi besorgt hat, weil der in meinem Markt immer ausverkauft war, wenn ich dort auflief, habe ich endlich selbst wieder welchen kaufen können. Ich wüsste zu gern, warum es ab und zu derartige Szenarien gibt.
  • Eine berufliche Veranstaltung, zu der ich eingeladen war, begann damit, dass wir Schnick-Schnack-Schnuck spielen sollten. So zur Auflockerung. Ein Glück war das keine Pflichtveranstaltung und durfte ohne mich stattfinden. Ich habe dieses Spiel schon immer gehasst, weil es so unlogisch ist, und mich still und leise an meinen Schreibtisch verpieselt.
  • Wunderbarer Sonnenschein und Frühlingstemperaturen! Es gab unglaublich schöne Abendhimmel über den Dächern:

  • Erstmals in diesem Jahr bin ich sogar von Vogelgezwitscher vor dem Weckerklingeln aufgewacht. Auch wenn das ein wenig Schlaf gestohlen hat, finde ich es sehr schön anzuhören.
  • Endlich ist wieder Skrei-Zeit und so gab es am Wochenende sehr leckeren in einer Prosecco-Gemüse-Soße.
  • Eine Einladung von S. und L.
  • Unser allerliebster Blumen- und Pflanzenhändler ist nach der Winterpause wieder auf dem Wochenmarkt und begrüßte uns mit den Worten: „Schön, dass ihr wieder da seid.“. Hach, da ging mir das Herz auf, denn eigentlich ist es unser Spruch in die andere Richtung, wenn jemand im Urlaub war.
  • Für die quietschende Tür von Olga gab es ein Ölkännchen und nun ist wieder Ruhe. Wunderbar!
  • Der neue Sonnenschirm von Anndora passt ohne Wackeln und Luft haargenau in die schon vorhandenen Halterungen und sieht richtig toll aus.

  • Unser Tanzlehrer J. erklärte die Tanzhaltung: „Wenn ihr zum Tanzen kommt, dann geht es euch bestimmt so wie mir. Ihr überlegt euch, wie ihr den Abend für eure Liebste so schön wie möglich macht. Z.B. mit tollen Kombinationen von Figuren oder mit einem leckeren Getränk in der Pause. Dabei ist es viel einfacher, eure Liebste glücklich zu machen. Ihr müsst nämlich nur beachten, dass ihr immer zwei Kontaktpunkte ganz gleichmäßig und ruhig haltet: eure Hand auf ihrer Schulter und eure gefasste Hand auf Augenhöhe des kleineren Partners. Und schon fühlt sie sich sicher und geborgen und ihr könnt alles tanzen, ohne dass sie irritiert wird.“ So eine süße Erklärung und tatsächlich habe ich mich selten beim Tanzen so entspannt gefühlt wie bei dem danach folgenden langsamen Walzer.
  • Ich habe sehr viel Freude wegen meiner Ehrlichkeit ausgelöst. 😮
  • Herr Grillenscheucher hat mir für meine Mittagspausen eine sehr leckere Hack-Lauch-Quiche mit extra-dünnem Teig gebacken. Und diese Woche hat auch die Kantine ein Einsehen mit mir und bewirtet mich gelegentlich mit leckerem Essen. Ich fühle mich diesbezüglich gerade rundum versorgt.
  • Nach vielem Hin und Her und der Hilfe von M. kann mein dienstliches IPad nun telefonieren. Ich kann es sogar so einstellen, dass mein Bürotelefon direkt darauf umgeleitet wird. Genial! Nächste Woche kann ich damit nun endlich den ersten Versuch des mobilen Arbeitens starten.
  • Einen Tag lang bin ich in einer anstrengenden Schulung gewesen und sehr dankbar, dass der zweite, folgende Tag wegen Krankheit des dann erwarteten Lehrers abgesagt wurde. Das passt zwar so überhaupt gar nicht in die Planung, aber mich erleichterte es sehr.
  • Wegen der oben beschriebenen Paket-Arie bin ich mit dem Bus durch mir relativ unbekannte Stadtteile Hamburgs gefahren und habe unterwegs gestaunt. Puh, welch hässliche Wohngegenden es hier gibt. Immerhin waren die Busse nicht besonders voll und ich konnte am Fenster sitzen und raus gucken.
  • Erträglich wurde das besonders mit der Musik von Ed Sheeran auf den Ohren:

Klimawandel

Am Wochenende erstrahlte Hamburg im Sonnenschein. Es gab die ersten zweistelligen Temperaturen in diesem Jahr, die gefühlt fast schon heiß waren – jedenfalls in der Sonne, die schon ordentlich Wucht hat. Und ich habe es sooo genossen! 😎 Obwohl es erst Mitte Februar und damit der Vorfrühling zu früh dran ist. Vermutlich ist das ein ganz schlechtes Zeichen für unser Klima, auch wenn gern abgewiegelt wird, weil es schon immer solche Ausreißer gegeben hat. Klar, die gab’s. Ausreißer eben, aber allmählich sind das keine Ausreißer mehr, sondern der Frühling kommt jedes Jahr früher.

Ich kann das einfach nur toll finden, aber schließlich habe ich keine Kinder und damit auch keine Enkel, für die der Klimawandel dramatischere Folgen haben wird als für mich zu meinen Lebzeiten. Aus meiner Sicht kann ich im wahrsten Sinne des Wortes sagen: „Nach mir die Sintflut.“. Das können diejenigen, deren Leben quasi gerade erst anfängt, nicht und deshalb finde ich es super, dass es diese Schülerstreiks an jedem Freitag allerorten gibt. Sie sind die Menschen, die ein verändertes Klima spätestens trifft. Es ist sehr gut, dass sie so jung versuchen, dem entgegen zu wirken. Eine andere Chance werden sie nämlich vermutlich nicht haben. Und wer jemals gestreikt hat, auf Demos gegangen ist oder an ähnlichen Aktionen teilgenommen hat, der weiß, dass es anstrengender ist, bei jedem Wetter auf der Straße die Stimme oder das Schild zu erheben als im warmen Klassenzimmer zu sitzen. Mit faulem Schule-Schwänzen hat das wenig zu tun. Wer es nicht glaubt, darf bestimmt gern mit machen.

Soviel für heute vom Moralapostel in mir. 😉 Kommen wir zu meinen guten Dingen aus der Woche vom 14. bis 20. Februar 2019:

  • Der Vorfrühling mit seinem bombastischen Frühlingswetter war trotz aller Moral ein wunderbares Ding!
  • Die Tanzstunde mit Herrn Grillenscheucher, während der wir ganz oft Rumba tanzen durften, weil es eine neue Figur zu lernen gab. Die Figur kannten wir zwar, aber mit einem anderen Ende und insofern war sie auch für uns zu einem kleinen Teil neu. Spannend, wenn ich mich an sehr eingespielten Stellen doch wieder führen lassen muss…
  • Das tolle Wochenend-Wetter lockte uns natürlich nach draußen und Herr Grillenscheucher und ich haben nach Ewigkeiten mal wieder den koreanischen Laden in unserer Nähe besucht. Es gab so einiges, was Herr Grillenscheucher für meine Mittagspausen-Gerichte besorgen wollte. Ich bin gespannt auf die Kreationen daraus.
  • Bei Penny gab es nicht nur meine Lieblingsnudeln von Barilla im Sonderangebot, sondern auch erstes Saatgut und Mini-Pflanzsets. Es war praktisch unmöglich, daran einfach vorbei zu gehen. Also haben wir schon mal so einiges eingekauft. Am liebsten wäre ich damit hinterher direkt auf den Balkon gegangen und hätte ausgesät. Allein die Vernunft hat mich davon abgehalten, denn wer weiß schon, ob es nicht doch noch einen Wintereinbruch gibt.
  • Dank des sagenhaften Wetters strecken Tulpen und/oder Narzissen auf meinem Balkon ihre Köpfe aus der Erde. (Ich habe beide verbuddelt und kann sie noch nicht unterscheiden.) Zwei Suchbilder 😉 :

  • Unsere Patentochter B. hat uns ihren ersten Brief auf Englisch geschrieben und wir haben endlich darauf geantwortet.
  • Ein kurzes Video von S. per WhatsApp mit Wasserrauschen. Hach, ich liebe das!
  • Herr Grillenscheucher hat meine Mittagspausen diese Woche mit Schinkennudeln mit Paprika und viel Käse gerettet. Lecker!
  • Auf Grund der Verkehrslage bin ich zu einem Aldi-Markt gefahren, bei dem ich schon lange nicht mehr war. Oh, war das toll! Dieser kleine, anscheinend nahezu von der Zentrale vergessene Markt ist noch immer so wie früher aufgebaut: breite Gänge und alles war an seinem angestammten Platz. Herrlich!
  • Sonne auf der Nase während meiner Raucherpausen im Job.
  • Ich habe ein wunderhübsches Etui für meine aktuelle Lesebrille gefunden:

  • Von meinem Firmen-Jubiläum im letzten Jahr hatte ich immer noch Geld, das ich für meinen Balkon ausgeben sollte. Ich wollte es unbedingt in einen neuen Sonnenschirm investieren, denn der alte hat seine besten Jahre echt hinter sich. Nun habe ich einen im großen, weiten Internet gefunden und bestellt. Geliefert wurde das Ding als Sperrgut und mit der Vorahnung, dass das dann wirklich ein großes Paket sein würde, habe ich erstmals veranlasst, dass das Paket einfach im Treppenhaus in meinem Stockwerk abgestellt werden kann. Ein bisschen mulmig war mir dabei schon. Schließlich wird heutzutage alles geklaut, was nicht niet- und nagelfest ist. Aber es hat super geklappt. Ein Glück! Nun muss er noch auf dem Balkon getestet werden und ich hoffe, das klappt genauso gut.
  • Als C. das letzte Mal in Hamburg war, hat sie mir ein Büchle ( 😉 ) vom „Äffle & Pferdle“ geschenkt. Gut, so mancher schwäbischer Ausdruck darin lässt mich irritiert zurück, weil ich ihn einfach nicht verstehe. Aber ich habe sehr über folgenden Dialog zwischen den beiden gelacht:

Pferdle: Was machsch?

Äffle: Nix!

Pferdle: Des hasch doch scho geschdern gmacht!

Äffle: Ja, i bin aber net fertig gworda.

aus: „Äffle & Pferdle, Lacha isch gesund“ von Heiko Volz (Text) und Roman Lang (Zeichnungen)

  • Ich bin zu Boden gegangen. 😉 Normalerweise bestelle ich bei Boden sehr selten etwas. Aber ich hatte einen Gutschein, den ich nicht ignorieren konnte, weil ich auf deren Webseite tatsächlich eine Strickjacke und Sandalen fand, die mir gefallen könnten. Den habe ich auf den letzten Drücker eingelöst und bin nun gespannt.
  • An einem Morgen kamen A. von gegenüber und ich zeitgleich aus unseren Haustüren. Lustig, das ist noch nie passiert. Plaudernd sind wir zusammen zum Bahnhof gegangen.
  • Der Sonnenschein hat mich irgendwie veranlasst, mal Klassik auf die Ohren zu nehmen. Das war eine sehr gute Entscheidung! Seitdem höre ich Stück für Stück (alles ist einfach zu lang für meinen Nachhause-Weg) von Vivaldi die „Vier Jahreszeiten“ in einer Aufnahme von Nigel Kennedy:

Empfindlichkeiten

Ich wundere mich. Woran genau liegt es, dass ich so unterschiedlich empfindlich bin? Könnte mir mal jemand einen Plan geben, wann es besonders schlimm ist? Am Montag war ich zur Zahnreinigung und nicht nur, dass es mehr weh tat als sonst, sondern außerdem wurde mir noch total übel von all den Substanzen, die durch meinen Mund spülten. Erst schmeckten sie sauer und dann bitter. Ekelhaft! Hätte ich geahnt, dass ich ausgerechnet an dem Tag ein Weichei bin, hätte ich mir einen anderen Termin ausgesucht.

Immerhin hab ich es überstanden, ohne mich zu übergeben, und das ist ja auch ein gutes Ding. Mehr gute Dinge aus meiner Woche vom 7. bis 13. Februar 2019:

  • Am Kantinentisch erzählte ein Kollege eine Geschichte aus seiner beruflichen Vergangenheit als SAP-Projektleiter und die ging folgendermaßen: „Nach der Einführung von SAP für das Personalwesen musste Herr H. regelmäßig zum Rapport bei der Personalchefin, die dem neuen System mehr als skeptisch gegenüber stand. Sie warf ihm deshalb jedes noch so kleine Problem vor, das sich seit dem letzten Rapport ergeben hatte. Oft genug hatte damals tatsächlich das System Schuld. Nicht aber daran, dass bei einem neuen Mitarbeiter als Berufsbezeichnung „Leuchter“ statt „Beleuchter“ stand. Dieses Problem entstand ausnahmsweise vor der Tastatur und nicht dahinter. Man kann noch froh sein, dass dort nicht „Lampe“ stand.“ Hach, was haben wir gelacht! 😀
  • Ich habe bei meinem Chef mobiles Arbeiten beantragt und genehmigt bekommen. Künftig werde ich also ab und zu auch von zu Hause aus arbeiten können. Ich bin sehr gespannt, wie sich das anfühlt. Manchmal könnte das ganz praktisch sein, z.B. wenn sich mal wieder der Heizungsableser angekündigt hat.
  • Mein aktueller Topf Tulpen:

  • Für meine Mittagspausen hat mir Herr Grillenscheucher eine Art Shepherd’s Pie in Muffin-Förmchen gebacken und der ist sehr lecker.
  • Auf dem Weg von der U-Bahn ins Büro traf ich eine Kollegin, mit der ich neuerdings viel zu tun habe, und unterwegs ergab sich beim Reden ein stillschweigendes Du zwischen uns. So schön, wenn sich das ohne förmliche Anfrage ergibt, weil man sich einfach mag.
  • Und noch ein Du von meiner Fußpflegerin. Nun kennen wir uns schon so lange und mögen uns, dass das Sie fast schwierig wurde. Gut, dass wir das geklärt haben.
  • Der einzig wahre Gemüsehändler auf dem Wochenmarkt ist zurück aus seinem Winterurlaub. Juchuh!
  • Der Mond am Nachthimmel:

  • Ich war unterwegs zu einem Termin und in der U-Bahn kam plötzlich die Durchsage, dass sie genau auf meiner Strecke wegen eines Polizeieinsatzes nicht weiter fährt. Sie würden Busse und Taxen als Ersatzverkehr anfordern. Alle liefen also zur Bushaltestelle vor dem Bahnhof und ich bin wie ein Lemming mit gelaufen. Man konnte mich sehr verwirrt erleben. 😯 Bis mir einfiel, dass ich mit der anderen U-Bahn-Linie weiterfahren kann, um dann im großen Bogen mit der S-Bahn zu meinem Ziel zu gelangen. Also stiefelte ich zurück zu den Bahngleisen und just in dem Moment kam die Durchsage, dass der Einsatz beendet sein und die Bahnen wieder fahren. 2 Minuten später konnte ich auch schon einsteigen. So ein Glück! Andernfalls hätte ich meinen Termin nicht halten können.
  • Unser Tanzkurs ist immer noch so furchtbar voll, aber wenigstens war der Boden angenehm glatt.
  • Meine Bestellung beim Kaffeeröster lag ein paar Tage bei der Post bis ich endlich Zeit fand, sie abzuholen. Nun bin ich u.a. Besitzerin eines sehr hübschen Mörsers, denn der alte war inzwischen glatt-gemörst.

  • Noch ein Büro-Witz: Die letzte Woche erwähnten Umzugspläne meiner Abteilung wurden unerwartet gestoppt, weil bei der Besichtigung der neuen Räumlichkeiten befunden wurde, dass die Flure dort nicht kommunikativ genug sind. Seitdem fragen wir uns, ob wir nicht aufmerksam genug waren und dadurch verpasst haben, dass unsere jetzigen Flure mit uns reden. 😉 (Ehrlich, was für ein albernes Problem!)
  • Meine Urlaubsanträge wurden genehmigt. Es wird – vor allem angesichts der albernen Probleme – echt Zeit, Abstand zu gewinnen. Möglicherweise ist das sonst ansteckend…
  • Herr Grillenscheucher hat mir bei den Gebrüdern A. meinen Lieblingsquark besorgt. Ich verstehe gar nicht, warum der momentan dauernd ausverkauft ist, aber offenbar bekommt man ihn nur noch vormittags. Vielleicht bin nicht nur ich, sondern inzwischen auch die Mitarbeiter süchtig danach?
  • So ein berührender Anblick in der U-Bahn am frühen Morgen: Frau und Mann, beide so zwischen 50 und 60, setzten sich auf zwei freie Plätze und hatten den Gang zwischen sich. Sie legte ihre Hand auf seine und er hielt die Hand fest. Sie schloss die Augen und er lächelte still vergnügt vor sich hin. Das sah wundervoll harmonisch aus und als hätten die beiden eine ganz besondere Verbindung.
  • Die Wetteraussichten für das kommende Wochenende. Es soll einen kleinen Vorfrühling mit Sonne und Temperaturen im zweistelligen Bereich geben. Oh, das wäre ja so so toll! 😎
  • Musik auf den Ohren und immer noch ist mir nach Rock. Leider ist vieles, von dem was ich gerade so höre, nicht frei im Internet verfügbar, aber immerhin dieses:

Eine Frage der Alternativen

Oft ist es nur eine Frage der Alternativen, wie gut oder schlecht einem etwas gefällt. Das ist mir in den letzten Tagen sehr bewusst geworden. Nachdem nämlich für ein paar Monate sicher war, dass ich mit dem Büro nicht an einen anderen Standort ziehen muss, wurde diese Sicherheit durch akute Raumprobleme in meiner Firma abrupt aufgehoben. Es kursierten besonders in der letzten Woche diverse Gerüchte, wohin meine Abteilung wohl ziehen muss. Klar war nur, dass wir würden ziehen müssen und zwar an einen ganz neuen Standort. Hui, was hab ich gegruselt, wohin es laut Gerüchten überall hätte gehen können. 😮 Selbst in Hamburg sind so manche Adressen nur sehr umständlich mit den Öffis zu erreichen. Seit letzten Freitag steht zu 99 % fest, wohin es gehen wird, und ich bin immer noch erleichtert über die Entscheidung. Begeisterung wäre was anderes, aber angesichts der Alternativen, die im Raum standen, bin ich froh.

Vielleicht sollte man sich viel öfter beim Jammern über irgendwas fragen, was denn die Alternative wäre. Wobei klar sein sollte, dass es nicht immer Alternativen gibt. Man kann z.B. vorzüglich bedauern, dass früher alles besser war, aber ein „Zurück in die Vergangenheit“ gibt es nun mal nicht.

Also ran ans Heute. 🙂 Meine guten Dinge in der Woche vom 31. Januar bis zum 6. Februar 2019 waren diese:

  • Die Morgen- und Abendhimmel waren so oft wunderschön: voller rosa Wolken.
  • Ich habe einen sehr anstrengenden, ganztägigen Projekt-Workshop überlebt und das, obwohl ich gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe war. Aber es war für mich wichtig, dass ich dabei war, um allmählich zu kapieren, wovon genau in diesem Projekt eigentlich die Rede ist. Ich bin stolz auf mich.
  • In unserem Tanzkurs war es sehr voll und der Boden mal wieder unglaublich stumpf. Herr Grillenscheucher hat uns irgendwie da durch geschleust, aber gefühlt waren wir nicht wirklich gut dabei. Trotzdem haben wir ein total süßes Lob von einer ganz neuen Mittänzerin bekommen: „Ich fand es so toll, wie ihr tanzt, dass ich ganz vergessen hab, selbst zu tanzen.“.
  • Manchmal ist es fast noch hell, wenn ich Feierabend mache. Ganz langsam wird dieser Ort wieder sehr lebenswert.
  • Ich habe beim Kaffee-Röster Dinge bestellt und bin sehr gespannt, als was sie sich entpuppen.
  • Dabei fiel mir ein, dass ich mal wieder Kresse aussähen könnte, denn dort gibt es derzeit ein Anzuchtset dafür. Also hab ich das gemacht – gleich ran in die neuen Einfälle. (Allerdings fürchte ich, die Saat ist schon zu alt.)
  • Mein Büro ziert jetzt das Wort „CHALLENGE“ in großen, fetten, bunten Buchstaben und lässt mich jedesmal, wenn ich rein komme, lächeln.
  • Bei meinem Einkauf im Drogeriemarkt wanderte eine Spülbürste in meinen Einkaufskorb, weil sie so wunderbar fröhlich aussieht. Nun erfreut sie mich täglich in meiner Küche.

  • Ab und zu gab es in dieser Woche auch ein paar Sonnenstrahlen. Welch eine Freude. Noch dazu wird es momentan fast täglich wärmer. Ob es wohl ganz bald Frühling wird?
  • Mein Feedback-Gespräch mit meiner Vorturnerin war sehr konstruktiv. Ich bin da mit wenig konkreten Vorstellungen rein gegangen und dann unterhielten wir uns plötzlich über Projekte, die wir beide anno Dazumal zusammen gemacht haben. Dabei wurde mir klar, was ich inzwischen in meinem Job vermisse: das Schreiben. Und ich dachte an das, was ich letzte Woche hier darüber geschrieben habe. So wurde eine neue Idee für meine Einsatzmöglichkeiten geboren. Ich bin gespannt, was daraus wird, und würde mich wahnsinnig freuen, wenn was draus wird.
  • In einigen Punkten dieses Feedback-Gesprächs war ich aber auch ziemlich belustigt. Besonders über Dinge, die mir verweigert wurden. Tja, dafür gibt es dann:
  • Kollegen-Hilfe! Ich habe ein paar echt tolle Kollegen, die einfach immer helfen, wenn es ihnen möglich ist. Und ich denke, da schallt es aus dem Wald raus, wie es rein schallt…
  • Kollegen-Hilfe, die zweite: In einem ganz anderen Zusammenhang mit einem ganz anderen Kollegen konnte ich vollkommen problemlos eine nervige Angelegenheit aus dem Weg schaffen.
  • Die Kantine bescherte mir heute außer der Reihe Rinderbraten mit Rotkohl und Kartoffelpürree und das war super lecker.
  • Gestern Abend habe ich ein neues Buch angefangen: „Die Hauptstadt“ von Robert Menasse. Und gleich auf Seite 13 habe ich mich in einen Satz verliebt:

„Wenn man das Unbegreifliche dort erlebt, wo man gar nicht erwartet, alles zu verstehen – wie heiter ist dann das Leben.“

Robert Menasse

 

  • Die Außentemperaturen sind wärmer geworden und ich muss nicht mehr ständig meine Kapuze über den Kopf ziehen. Also gibt es auch wieder Musik auf die Ohren, wonach ich mich eh gesehnt habe. Gerade ist mir rockig zumute und so gab es u.a. Bryan Adams: