Parkspaziergang

Momentan haben wir herrlichstes Spätsommerwetter in Hamburg. Zumindest wenn sich gegen Mittag der Nebel aufgelöst hat und die Wolken sich verzogen haben. Ich finde das super von der Sonne, dass sie zusammen mit mir und Herrn Grillenscheucher wach wird und uns bis zum Abend begleitet. 🙂 Heute haben wir die Arbeit und die Putzlappen liegen gelassen und stattdessen einen wunderschönen Spaziergang durch mehrere Parks gemacht. Bei der Suche nach dem Titel für diesen Beitrag fiel mir doch glatt wieder dieses schöne alte Lied ein:

Zuerst haben wir einen kleinen Schlenker durch die Schanze gemacht. Schließlich gehört zu jeder meiner Auszeiten inzwischen mindestens ein Besuch im wunderbaren Büromarkt Hansen. Nun habe ich wieder genügend Patronen für meinen Füller und einen dicken gelben Ordner mehr. Der Büromarkt ist immer noch so verwinkelt und mit allem möglichen Kram voll gestellt, wie wir ihn kennen und lieben. Die Schanze hingegen verändert sich zusehends und verliert dabei ihr Flair. Gentrifizierung lässt grüßen…

Der erste Park des Tages war folgerichtig der Schanzenpark. Den kannten wir beide noch nicht und es gibt immer wieder Schlagzeilen über Dealer in diesem Park. Bei Dunkelheit würde ich da nicht gern durch gehen, aber bei Sonnenschein ist er toll mit seinen vielen alten Bäumen.

Mittendrin steht der ehemals größte Wasserturm Europas, der Schanzenturm, in dem inzwischen ein Hotel untergebracht ist.

Immer wieder hatten wir von dort einen schönen Blick auf unseren Telemichel, der aus unserem Winkel heraus irgendwie schief aussah. Wir haben uns schon Sorgen um ihn gemacht, aber zum Glück haben ihn die Fotos gerade gerückt.

Vom Schanzenpark aus sind es nur ein paar Schritte über vielspurige Straßen und schon ist man in Planten un Blomen, der zweite Park des Tages. Dort müssen sie in diesem heißen Sommer extrem viel gewässert haben, denn es war wunderschön grün und bunt dort.

Zuerst gab es ein Eis und dann haben wir den Goldfischen guten Tag gesagt.

Interessiert haben wir einen schwarzen Wasservogel mit rotem Schnabel und grünen Füßen beobachtet und uns gefragt, was das wohl für einer ist. In jedem Fall hat er eine sehr lustige Farbkombination. Tante Google sagt, es ist ein Teichhuhn – man lernt doch nie aus.

Die Sonnenuhr zeigte 20 Minuten zu früh an. Was wird die erst machen, wenn die blöde Zeitumstellung endlich abgeschafft wird und wir immer Sommerzeit haben?

Weiter ging es in den Rosengarten, den ich noch nie so leer erlebt habe. Haben die Touristen denn gerade Urlaub?

Wir haben dort eine kurze Pause gemacht bis uns die Sonne doch zu sehr brizzelte. Dann sind wir weiter in den japanischen Garten gegangen, wo es auch angenehm leer war, obwohl gerade Teezeit war. Herr Grillenscheucher hat grünen Tee mit irgendeinem Pfeffer probiert. Ich bin weniger experimentierfreudig.

Und dann fragten wir uns, was wir mit dem angebrochenen Tag noch so anstellen. Ich schlug den Michel vor und Herr Grillenscheucher befand, dass wir dorthin am besten noch eine Weile durch Planten un Blomen gehen. Im Prinzip gingen wir zurück in die Richtung, aus der wir kamen, nur auf anderen Parkwegen. Wir gingen durch die Mittelmeerterrassen.

Anschließend landeten wir im quasi dritten Park des Tages, den Wallanlagen. Die gehören zwar zu Planten un Blomen, sind aber mehr wie ein englischer Garten. Also mehr Grün als Bunt. Toll war das! Überall Bäume und Rasen und noch mehr Wasser.

Allmählich taten mir die Füße weh vom vielen Laufen und bei einer Pause auf einer Bank haben wir die Möwen beobachtet. Ich finde es wirklich erstaunlich, dass sich so viele von ihnen mittlerweile an den Gewässern in der Stadt aufhalten. Früher waren sie hauptsächlich an der Elbe zu sehen und kamen nur im Winter, wenn es echt kalt wurde, an die Gewässer in der Stadt. Aber wahrscheinlich haben sie die Erfahrung gemacht, dass die Futterlage in der Stadt gleichbleibend gut ist, und sind deshalb geblieben.

Ja, zum Michel sind wir dann auch noch gegangen, aber dazu gibt es einen extra Blogbeitrag, denn der ist einfach zu und zu schön und muss gesondert gewürdigt werden.

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