Dunkle Wolken über der Stadt

Heute gibt es einen sensationell aktuellen Ausflugsbericht – nämlich von heute. 🙂 Ich war mit F. in der Hamburger Innenstadt verabredet. Die Wettervorhersagen sind hier momentan nicht sonderlich zuverlässig. Man könnte natürlich auch sagen, dass die Wetterlage nicht sonderlich stabil ist. Jedenfalls wurde es ein mit dunklen Wolken verhangener Tag. Wider Erwarten und tatsächlich im Einklang mit der Wettervorhersage blieb es trocken.

Da ich aber sehr skeptisch war und wir beide keinen Regenschirm dabei hatten, sind wir vorsichtshalber in der Innenstadt geblieben, wo wir uns jederzeit in irgendeinen Laden hätten flüchten können. Den eigentlichen Plan, an der Alster lang zu gehen, haben wir aus diesen Sicherheitsgründen verworfen, denn dort gibt es nicht so viele Unterstell-Möglichkeiten. Letztlich war es aber auch ein bisschen egal, welche Wege wir beschritten, denn die allermeiste Zeit waren wir in unser Gespräche versunken.

Große Kreise haben wir gezogen und wenigstens ab und zu einen Blick auf die viel gepriesenen Erneuerungen geworfen, die in den letzten Jahren entstanden sind. Gefallen hat uns nichts davon. In den allermeisten Fällen wurde vor allem das Pflaster auf den Fußwegen und die Straßenführung verändert. Früher gab es dunkles Kopfsteinpflaster und heute gibt es helle, nichtssagende Platten auf den Wegen und Plätzen. Heimelig ist echt was anderes für mich.

Wenigstens gibt es die Alsterfontäne noch! Ich wundere mich, denn dagegen muss doch auch irgendwas ökologisches sprechen.

In einem großen Schwung sind wir zum Haus der Patriotischen Gesellschaft gegangen, weil ich gern sehen wollte, wie es fertig restauriert aussieht. Durchaus nett geworden, finde ich.

Direkt daneben hat man einen schönen Blick auf St. Nikolai. Klar, bei den Wolken am Himmel sieht das Mahnmal sehr düster aus, aber ich freue mich immer wie Bolle, dass die Restauration endlich abgeschlossen ist und die Baugerüste rundrum endlich abgebaut sind.

Gleich um die Ecke steht der Laeiszhof mit seinem Pudel auf dem Dach und seinen tollen Paternostern im Treppenhaus. Leider hat F. Angst vorm Paternoster-Fahren und ich konnte sie auch nicht überreden. Schade!

Es wurde Zeit für eine Pause und wir waren erstaunt, wie viele Cafés und Restaurants in der Gegend zu finden sind. Und noch erstaunter waren wir über die Preise. Hui, ein belegtes Panini für 8 €! Hoffentlich ist das ein ganz besonderes Panini! Zum Glück fiel mir ein kleines, eher verstecktes Café ein, für das wir keinen Kleinkredit aufnehmen mussten, um eine nette, leckere Pause zu haben.

Als wir genug pausiert und vor allem genug erzählt hatten, haben wir uns tapfer in die Haupteinkaufsmeile der Stadt gewagt und jeden Schuhladen durchforstet (was nicht sonderlich viele sind, leider). Ich musste zu dem Schluss kommen, dass ich dieses Jahr keine Sandalen mehr finden werde. Was so kurz vor dem Herbst auszuhalten ist. Schlimmer ist, dass ich auch zu dem Schluss kam, dass es für mich keine neuen Schuhe für Herbst geben wird, die ich aber dringend bräuchte. Mit Sicherheit liegt das an mir, denn ich finde den Turnschuh-Hype, der gerade vorherrscht, aus verschiedenen Gründen ganz und gar schrecklich. Gäbe es keine anderen Schuhe als Turnschuhe mehr, dann müsste ich mir bestimmt irgendwann auch welche kaufen. Aber so weit ist es ja zum Glück noch nicht. Ich muss mich in Geduld üben und das werde ich tun, auch wenn es mir sehr schwer fällt.

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