Palma de Mallorca und Abflug

Wie schon so oft war Palma de Mallorca der letzte Hafen der Kreuzfahrt. Und wie fast ebenso oft ging unser Flug nach Hamburg am frühen Morgen. 🙁 Zu und zu schade, denn weil es ja die letzte Fahrt der Mein Schiff 1 für die TUI war, musste man dieses eine Mal die Kabinen nicht schon um 9 Uhr räumen. Es hätte so ein gemütlicher Abreisetag werden können…

Ich bin schon sehr früh vom dröhnenden und schlingernden Schiff aufgewacht. Das Motor-Getöse hörte einfach nicht auf, obwohl wir schon längst angelegt haben müssten. Kaum hatte ich mich an den Lärm gewöhnt und hätte nochmal in seligen Schlaf sinken können, da klingelte der Wecker. Nun gut, die Kreuzfahrt begann ziemlich schlaflos und musste wohl ebenso enden.

Draußen war noch pechschwarze Nacht und weiterhin dröhnten Motoren. Auf dem Balkon fanden wir endlich raus, was los war. Es war derart stürmisch, dass es kaum möglich war, das Schiff fest zu vertäuen. Deshalb drückten auf unserer Schiffsseite zwei Schlepper das Schiff gegen den Anleger. Kein Wunder, dass es so laut war.

Kaum hatten wir des Rätsels Lösung gesehen, verschwanden die Schlepper. Das Schiff war vertäut. Sehr gut, es würde also kein größeres Abenteuer werden, vom Schiff zu gehen.

Herr Grillenscheucher und ich funktionierten trotz Müdigkeit eingespielt. Kurzes Frühstück. Restlichen Kram einpacken. Und tschüß. Das Tschüß wurde unerwartet ein ganz besonderes, denn der Kreuzfahrtdirektor D., der uns getraut hatte, stand am Ausgang und verabschiedete die Gäste. Es war so schön, ihn zu umarmen und nochmal danke sagen zu können. Wir fühlten uns gebauchpinselt, weil wir natürlich annahmen, dass er sich diese Verabschiedungsschicht wegen uns ausgesucht hat. Und das wollen wir auch bitte weiter glauben. 😉

Den Flughafen von Mallorca kennen wir allmählich ziemlich gut. Wir wissen, wo man rauchen darf und wo es leckere Sandwiches gibt und wo die Toiletten sind. Das reicht ja normalerweise an Wissen über einen Flughafen. Also haben wir geraucht, die Sicherheitsprozedur über uns ergehen lassen, ein Sandwich und eine Cola gekauft und an unserem Gate auf den Abflug gewartet.

Der Rückflug wurde von der Germania durchgeführt und die kannten wir noch nicht. Im Flieger gab es ein ziemliches Gerangel mit dem Handgepäck, weil sie viel zu große Brocken desselben rein gelassen hatten. Ich verstehe wirklich nicht, warum so viele Leute meinen, sie könnten die Hälfte ihres Gepäcks im Handgepäck transportieren. Ganz besonders dann nicht, wenn diese Leute von so einer Kreuzfahrt kommen, wo man schließlich jederzeit seine Wäsche waschen lassen kann – zu echt moderaten Preisen.

Was wir auch nicht wussten ist, dass es bei Germania im Gegensatz zu anderen Anbietern immer noch einen Snack und ein Getränk inklusive gibt. Das teure Sandwich am Flughafen hätten wir uns also sparen können. Und die Cola war eine richtig, richtig blöde Idee, denn durch den Druck beim Starten explodierte die Flasche beim Öffnen fast. Merke: Nimm keine kohlensäurehaltigen Getränke mit in den Flieger, wenn Du keine Dusche benötigst! Man lernt eben nie aus.

Mittags waren Herr Grillenscheucher erschöpft und müde, aber glücklich wieder zu Hause. Es war für uns eine wunder-, wunderschöne Kreuzfahrt, an die wir sehr gern zurück denken. Der perfekte vorläufige Abschied von unserer Kreuzfahrt-Phase.

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