Seetag und Koffer packen

Nein, es war nicht der letzte Tag dieser Kreuzfahrt. Morgen würden wir noch Barcelona anlaufen. Aber irgendwie lag den ganzen Tag so eine Art Abschiedsgefühl über dem Schiff. Alle fingen an, die Koffer zu packen, damit für Barcelona möglichst viel Zeit bleibt und morgen eben nur noch die Reste verstaut werden müssen. Denn nur einen Tag später würden wir früh morgens in Palma de Mallorca anlegen und endgültig von der Mein Schiff 1 Abschied nehmen.

Herr Grillenscheucher und ich haben lange geschlafen und unseren Kaffee mit Zigarette auf dem Balkon genossen. Das Frühstück fiel eher unter Reste-Essen. Es gab nur noch billige Aufschnitt- und Käsesorten am Buffet. Das Zeug musste jetzt anscheinend endlich weg. 😕

Ich habe den Hochzeitsstrauß auf unserem Balkon fotografiert. Oh, wie wunder-, wunderschön, dass es Sonnenblumen werden durften!

Herr Grillenscheucher und ich hatten einen weitgehend entspannten Tag und haben Trinkgelder verteilt, die Shops aufgesucht und noch ein Schnäppchen gemacht, aufs Meer und in den Himmel geguckt.

Aber die allgemeine Aufbruchstimmung steckte uns an und so haben auch wir angefangen, die Koffer zu packen. Dieses Mal haben wir nur meinen voll gepackt, um ihn von Bord tragen zu lassen. Und wir beschlossen, den von Herrn Grillenscheucher mit den restlichen Sachen erst am Abreisetag zu bepacken und selbst von Bord zu tragen. Das war eine gute Idee, die problemlos funktionierte. Dass wir aber auch erst auf unserer vorerst letzten Kreuzfahrt darauf kommen würden. 😳

Für den kleinen Imbiss zwischendurch gingen wir mal wieder zum Cliff 24 und mein bestellter Cheeseburger bekam doch tatsächlich eine Käsescheibe mit irgendwelchen Kräutern drin. 😯 Das Zeug muss definitiv weg! Schmeckte aber nach nichts, nicht mal nach Käse. Puh, Glück gehabt.

Alle, die bei dieser letzten Fahrt der Mein Schiff 1 unter der TUI-Flagge dabei waren, hatten ein Modellschiff von der Mein Schiff 1 als Geschenk in die Kabine bekommen – eins pro Kabine sehr richtiger Weise. E. und G., die ja schon seit Singapur dabei waren und entsprechend einiges an Souvenirs angesammelt hatten, fragten uns, ob wir ihr Modellschiff haben wollen. Sie konnten es nicht mehr unterbringen und wussten inzwischen, dass Herr Grillenscheucher und ich in getrennten Wohnungen leben. Insbesondere wegen der Hochzeit fanden sie, dass dies für jeden von uns ein ganz besonderes Andenken wäre. Das war sooo lieb! Wir haben uns sehr gefreut und konnten das zweite Schiff auch gerade noch so unterbringen. Immer, wenn einer von uns jetzt auf sein Schiff guckt, denkt er an E. und G. 🙂

Abends gab es im Atlantic bereits das Abschiedsmenü. 😯 Die Begründung dafür war, dass viele am nächsten Tag lange in Barcelona verbringen würden und danach nicht mehr die Muße für dieses Menü haben würden. Herr Grillenscheucher bekamen einen sehr schönen Tisch weit hinten und nachdem wir das Menü gegessen hatten, verstanden wir die Begründung. Es war so, so, so unglaublich lecker! Die Küche hatte sich absolut selbst übertroffen und das Käsebuffet, das es auch an diesem Abend gab, war ein Zuviel des Guten. In die Hauptspeise, Tournedos Rossini, hätte ich mich rein legen mögen. Hach, war das toll, nochmal so ein wunderbares Essen auf unserem Lieblingsschiff genießen zu dürfen. Insbesondere nachdem früher am Tag ja alles weg musste…

Wie immer haben wir den Tag im Casino ausklingen lassen und uns eine Weile mit C. und M. unterhalten. Das Bett rief uns relativ früh an diesem Abend.

 

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