Abreise und Valletta

Am 6. Mai ging es los auf unsere diesjährige Kreuzfahrt. Im Gegensatz zum letzten Jahr hatten wir – bestimmt dank der Hilfe von C. – erheblich angenehmere Flugzeiten. Der Flieger von Hamburg nach Malta ging erst um 12 Uhr und so konnten wir einigermaßen in Ruhe aufstehen, die letzten Dinge einpacken und mit der S-Bahn zum Flughafen fahren. Dort waren wir fast in Windeseile durch die Gepäckabgabe und hatten bis zum Abflug noch jede Menge Zeit. Herr Grillenscheucher und ich teilten uns einen Smoothie, den wir – da noch vor der Sicherheitskontrolle – zu einem moderaten Preis erstanden. Und ich kaufte vorsichtshalber Hustenbonbons, weil ich vergessen hatte, welche einzupacken. Tja, hätten da doch nur schon gewusst, was uns ernährungstechnisch auf dem Flug erwartet.

Auch nach der Sicherheitskontrolle hatten wir noch viel Zeit und endlich, endlich konnte ich mir mal all die Läden, an denen ich sonst nur vorbei gehetzt bin, angucken. Was soll ich sagen? Nette Sachen zu vollkommen überhöhten Preisen.

Am Gate hieß es warten:

Mit etwas Verspätung flogen wir ab, kamen dafür aber auch etwas früher als geplant an. Wieder hatten wir dank C. Plätze mit mehr Beinfreiheit bezahlt und waren sehr dankbar dafür. Bestimmt stand es irgendwo im Kleingedruckten, dass wir dieses Mal – erstmals – weder was zu essen noch was zu trinken ohne dafür zu bezahlen bekommen. 😮 Allerdings habe ich letztes Jahr aufgrund des Kleingedruckten schon gedacht, dass wir nichts bekommen, was sich als Irrtum herausstellte. Mir hing der Magen mittlerweile in den Kniekehlen und mein Blutzuckerspiegel war bedenklich niedrig. Also studierte ich die Speisekarte, fand aber alles eklig – insbesondere nach unserer Erfahrung mit dem Essen letztes Jahr. Nee, dafür bezahle ich nicht auch noch! Es wäre aber echt richtig nett von der TUI gewesen, hätten sie uns einen deutlichen Hinweis zu den Flug-Modalitäten gegeben. Echt jetzt! Zum Glück hatten wir ja die Hustenbonbons, die sich als sehr lecker mit Honig gefüllt herausstellten. Außerdem konnten wir kostenlos Trinkwasser nach der Sicherheitskontrolle am Flughafen zapfen. Pah. (Dass man allerdings nicht mal mehr Wasser im Flieger bekommt, ohne dafür zu bezahlen, finde ich trotzdem unverschämt. Man kriegt kein Getränk durch die Sicherheitskontrolle und die Preise nach diesem Bereich sind exorbitant.)

Auf Malta in Valletta gelandet. Da wir ganz vorn saßen, durften wir auch als erste den Flieger verlassen. Ha, Sonne und Wärme! 😎 Herrlich! Vor allen anderen sind wir Richtung Gepäckausgabe gelaufen und es war toll, keine drängelnden Menschen um uns rum zu haben, sondern nur dem Flughafenpersonal zu verstehen zu geben, dass wir kapiert haben, wo wir lang sollen. Alles ging zügig und gegen 16 Uhr waren wir wieder auf unserem Lieblingsschiff. Da wir so „spät“ ankamen, konnten wir auch sofort auf unsere Kabine. Wunderbar! Leichtere Klamotten aus dem Handgepäck anziehen. Herr Grillenscheucher fragte den Zimmerservice nach einem härteren Kopfkissen für mich, weil die Dame an der Rezeption mit der Frage leicht überfordert erschien. Klar war der Zimmerservice sofort im Film – geht doch alles. Und von unserem Balkon gab es einen schönen Blick auf Valletta:

Wir haben uns im Cliff 24 jeder einen leckeren Burger und anschließend in der Aussichtbar einen richtigen Kaffee gegönnt. Ich wäre am liebsten dort sitzen geblieben, aber Herr Grillenscheucher wollte sich Valletta ansehen. Ein Glück habe ich mich überreden lassen! Was für eine süße Stadt. Also runter vom Schiff.

Herr Grillenscheucher hat einen Apotheker, der gerade seinen Laden schloss, gefragt, wo es zum Fahrstuhl in die Altstadt geht. Der nette Apotheker hat uns fast bis dorthin begleitet. 2 € pro Person für das Hochfahren – runter ist kostenfrei. Für die Höhe ist Preis o.k., finde ich.

Oben angekommen standen wir in den Upper Barrakka Gardens und hatten einen tollen Ausblick.

Der Garten war zwar eher winzig, aber auch sehr hübsch.

Von dort sind wir durch die Altstadt geschlendert. Es war herrlich warm und entspannt und überall spielte irgendeine Musik.Wir sahen das Regierungsgebäude und die Kathedrale.

Außerdem war es irgendwie englisch, aber es erinnerte auch sehr an San Francisco.

Es gab viele kitschige Balkone und viele Katzen.

Wir bestaunten die Sprache, diverse Häuserfassaden und Restaurants mit Sofas vor der Tür.

Und dann gab es noch die Bibliothek (wenn man bedenkt, wie hässlich die Gebäude hierzulande häufig aussehen…).

So ganz langsam wurde es Zeit, zum Schiff zurück zu gehen.Wir haben natürlich den Fahrstuhl genommen – jetzt war er schließlich umsonst. 😉 Und sind dann durch die Hafengewölbe vorbei an einem kleinen Schiff auf die große Mein Schiff 1.

Dort haben wir unsere Koffer ausgepackt und sind anschließend zur obligatorischen Seenotrettungsübung. Für ein richtiges Abendessen war irgendwie keine Zeit, aber für den Sekt beim Ablegen auf dem Pooldeck, wo wir erstmals die sehr nette, neue Kreuzfahrtdirektorin erlebten. (Kreuzfahrtdirektoren sind schon so eine Spezies für sich…)

Unser Abend klang natürlich im Casino an der Bar aus. Schön, wieder dort zu sitzen. 🙂

Das war der erste Tag. Mir bleiben die guten Dinge von diesem und dem Tag davor nach zu tragen.

Die guten Dinge von Freitag, 5. Mai 2017:

  • Ich habe mich aus einer Telefonkonferenz gestohlen, die eh schon wieder 3 Mal so lang wie geplant lief. 🙄
  • Das Kofferpacken bewältigt, was mindestens ein Fleiß-Sternchen gibt. 😉
  • Unvernünftig lange mit Herrn Grillenscheucher gequatscht, aber danach wenigstens gut und tief geschlafen.

Die guten Dinge von Samstag, 6. Mai 2017:

  • Der späte Flug, der zu einem ganz entspannten Ankommen auf unserem Lieblingsschiff führte. Für unterwegs zum Glück Hustenbonbons dabei gehabt, denn es gab keinerlei Verpflegung inklusive auf dem Flug.
  • Die Sonne und die Wärme in Valletta. Hach, war das ein unbeschreibliches Gefühl nach all dem Winter hier!
  • Dank Herrn Grillenscheucher aufgerafft und Valletta angesehen. Was für eine schöne, angenehme Stadt voller kleiner Besonderheiten.

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