Sommer im Herbst

Immer noch ist in Hamburg Sommer im Herbst. Sonne, Sonne, Sonne und täglich über 20° C. 😎 Selbst der Nebel hat es aufgegeben. Wunderschön und so ungewohnt, dass ich mich nur mit Mühe entscheiden kann, was ich anziehen soll. Es gibt wahrhaftig schlimmeres. Z.B. habe ich gelesen, dass unsere Flüsse langsam austrocknen, weil es so wenig regnet. Noch gehe ich fest davon aus, dass Regen und Kälte auch in diesem Herbst kommen werden, und hoffe dabei sehr, dass es nicht solche Wassermassen sein werden wie kürzlich z.B. auf Mallorca.

Meine guten Dinge aus der Woche vom 11. bis 17. Oktober 2018:

  • Weil der Nebel kaum noch eine Chance hatte, leuchteten die Bäume rot hinter meinem Balkon morgens vor blitzeblauem Himmel:

  • Büropausen mit Sonne auf der Nase.
  • Herr Grillenscheucher hat sich sehr über meine Geschenke zu seinem Geburtstag gefreut.
  • Und wir hatten einen fabelhaften Nachmittag und Abend an seinem Geburtstag.
  • Die Werbung für Radiowerbung bringt mich so oft zum Lachen. Ganz besonders für „Smart Home“ könnte ich die Macher knuddeln. „Der Espresso ist fertig.“ – das entspricht genau meiner Horrorvorstellung. 😀 (Ich glaube nicht, dass ich den Spot veröffentlichen darf. Deshalb bitte eigenständig aus der Liste suchen und anhören.)
  • In meinem Briefkasten lag ein dicker Umschlag von der Stadtreinigung und ich dachte schon, ich hätte irgendwas falsch gemacht. Aber nein, sie haben mir einen Teil der 30 kostenlosen Biomüll-Tüten, auf die Hamburger pro Jahr jetzt Anspruch haben, geschickt. Na, das nenn ich doch mal Service! Und das Beste ist, dass man darin auch Pflanzenabfälle entsorgen kann. Dafür kamen die Tüten in diesem Jahr etwas spät, aber nächstes Jahr werde ich sie garantiert dafür nutzen.
  • Meine Firma veranstaltet jährlich eine Jubiliarsfeier. Dieses Jahr durfte ich auch teilnehmen und tat es sogar aus lauter Neugierde. Erwartet habe ich so ein Smalltalk-Ding, was mir grundsätzlich keinen Spaß macht. Das war es wohl grundsätzlich auch. Aber ich traf zu meinem großen Glück Kollegen aus meiner ehemaligen Abteilung, die ich schon immer gern mochte, und wir hatten jede Menge Spaß.
  • Ein Sommer-Herbst-Abend mit Herrn Grillenscheucher auf meinem Balkon.
  • Ich habe es geschafft, meine Chilischoten aufzufädeln und aufzuhängen.
  • Herr Grillenscheucher hatte mir eine leckere Tortilla Espanola für meine Mittagspausen vorbereitet.
  • Mein Chef wurde doch einigermaßen kleinlaut als ich ihm sagte, dass wir eine seiner Erwartungen seinetwegen nicht erfüllen können. Eine innere Befriedigung für mich, auch wenn es nichts ändern wird.
  • Rascheln durch buntes Herbstlaub.
  • Und natürlich Musik auf den Ohren. In dieser Woche gab es u.a. Queen und mein absolutes Lieblingslied von ihnen:

Goldener Oktober

Hier in Hamburg zeigt sich der Oktober gerade von seiner schönsten Seite. Wenn sich der morgendliche Nebel aufgelöst hat, scheint die Sonne, der Himmel ist blau und das Laub an den Bäumen leuchtet bunt. 🙂 Morgens, mit Nebel, sieht es hinter meinem Balkon jetzt so aus:

Insofern trägt momentan das Wetter einiges zu meinen guten Dingen bei. Hier sind sie für die Woche vom 4. bis zum 10. Oktober:

  • Natürlich das wunderbare Herbstwetter, das wir hier seit Samstag haben. 😎
  • Ich habe eine Formation Gänse Richtung Süden fliegen sehen (und wäre gern mit geflogen).
  • Der Ausflug von Herrn Grillenscheucher und mir nach Rahlstedt, wo es leckeres russisches Essen gab.
  • Das Tanzen hat Spaß gemacht, obwohl manche Figuren unerlernbar schwer scheinen. Wobei es nicht um die jeweilige Figur an und für sich geht, sondern um das Führen in die Figur für den Mann bzw. das Erkennen der Führung für die Frau. Es war mir deshalb ein großer Trost, dass eine unserer Mittänzerinnen zu mir sagte, dass es Figuren gibt, die sie als Paar eben deshalb einfach nicht hinkriegen. Und dass unser Tanzlehrer erzählte, dass er kürzlich Einzelunterricht gab und versuchte, dem Paar den Führungsunterschied zwischen den beiden Figuren im Slowfox beizubringen, an denen Herr Grillenscheucher und ich auch gerade verzweifeln. Das Paar hat sich letztlich dazu entschlossen abzumachen, dass er sie einfach für eine der beiden Figuren an der Schulter drückt. Tja, vielleicht sollte man das echt pragmatischer angehen. 😉
  • Die ersten Arbeitstage nach meiner Auszeit sind überstanden. Ich fand es sehr schwer, in den Büro-Irrsinn wieder rein zu finden, aber so langsam geht es mir besser damit. Und ich habe noch keinen einzigen Morgen verschlafen.
  • Herr Grillenscheucher hat mir eine sehr leckere Lauchquiche für meine Mittagspausen gebacken.
  • WhatsApps zum Lachen und zum Entspannen.
  • Beim Friseur habe ich eine total angenehme Kopfmassage beim Haarewaschen und danach die Haare wieder schön bekommen.
  • Ich habe berufliche Entscheidungen getroffen und eine Sache zugesagt und eine andere abgesagt. Lustigerweise ergab sich aus dieser Kombination eine neue Konstellation der Projektarbeit für die nächsten Jahre, die ich mir für mich gut vorstellen kann. Es wäre schön, wenn das so bleiben darf.
  • Nun ist wieder Zeit für Musik auf den Ohren. Im heißen Sommer war es mir einfach zu viel Zeug auf dem Kopf – Kopfhörer und Sonnenbrille. Sonnenbrille musste aber sein, also blieb der Kopfhörer zu Hause. Jetzt ist das Licht nicht mehr so grell und die Sonnenbrille bleibt zu Hause. Momentan machen mich vor allem Lotto + Pape mit ihrer CD „Die große Liebe“ glücklich. Ich liebe besonders das Lied „Stereo“ und die Textzeile „unsere Träume flogen noch ewig“. Hach!

Die letzten Auszeit-Tage

Ich merke, dass mich der Herbst mit seinem schwindenden Licht, dem Regen und den deutlich kälter gewordenen Temperaturen gerade ziemlich runter zieht. Noch dazu geht für mich der Alltagstrott wieder los und die Wecker lärmen zu nachtschlafener Zeit. Also ist es wohl eine gute Idee, mich mit der Konzentration auf die guten Dinge in meinem Leben aufzumuntern. Allerdings gibt es sie ab jetzt hier nicht wieder täglich, sondern als Sammelsurium aus einer Woche, damit ich auch noch dazu komme, mal über was anderes zu schreiben.

Los geht’s von Donnerstag bis Mittwoch – Montag bis Sonntag wäre doch irgendwie zu langweilig 😉 – die Woche vom 27. September bis zum 3. Oktober:

  • Es gab noch einen letzten Auszeit-Ausflug. Herr Grillenscheucher und ich haben zusammen mit seinen Eltern das verschlafene Buxtehude beguckt und das Wetter war brav trocken.
  • Ich habe Heidepflanzen auf dem Wochenmarkt gekauft und dabei ein neues Wort gelernt: Rudelpflanzen. 😉
  • Die Pflanzen habe ich umgehend eingetopft, während Herr Grillenscheucher so lieb war und meine Balkonmöbel in den Keller verfrachtete. Mein Balkon ist auf den Winter vorbereitet.
  • Obwohl ich überhaupt keine Lust dazu hatte, war es richtig schön beim Tanzen. Wir haben eine Figur im langsamen Walzer gelernt, die wir eigentlich kannten, aber komplett verdrängt hatten. Dabei ist es eine so eine nette, kleine Figur.
  • Herr Grillenscheucher sind nun 19 Jahre zusammen und zum Glück ist der Tag für uns keine heilige Kuh. Wir konnten entspannt erst einen Tag später gemeinsam darauf anstoßen.
  • Der Feiertag mitten in der Woche.
  • Ein nieselverregneter Tag, aber als ich mich zur Post und zum Einkaufen begab, war es trocken von oben. Das war sehr rücksichtsvoll vom Wetter.
  • Herr Grillenscheucher und ich haben mit Geschenken viel Freude verbreitet.
  • Ich habe meine Schuhsammlung um je ein Paar in blau und in grau erweitert. Genau genommen habe ich die beiden alten Schuhpaare damit ersetzt, denn die sind schon völlig ausgelatscht. Dann darf das ja auch mal sein.
  • Herr Grillenscheucher hat ganz viele tolle Rezeptideen für den Herbst (auch wenn ich lieber leugnen würde, dass es Herbst ist).
  • Ich bin zutiefst dankbar, dass ich 2 Monate lang Urlaub hatte. Wunderschöne Ausflüge durfte ich ganz entspannt erleben. Den jährlichen Herbstputz habe ich bewältigt. Meine Wohnung und meinen Balkon habe ich ausgiebig genossen. Das Wetter war die meiste Zeit sehr, sehr fein. Es ist ein großes Glück, dass ich das machen darf!
  • Vorhin gab es einen wunderschönen Abendhimmel:

  • Es war eine gute Idee, die guten Dinge aufzuschreiben. Jetzt habe ich doch glatt viel bessere Laune. 🙂

Kalender-Erfahrungen

Letztes Jahr im Sommer habe ich mir ein neues Kalendersystem bestellt und zwar das von x17. Ich war sehr begeistert und bin es eigentlich immer noch. Die Einlage-Hefte sind toll. Es schreibt sich super auf dem Papier und zumindest mit Kugelschreiber sind keine „Schattenschriften“ auf den Rückseiten zu sehen. (Füller oder Filzstifte kann ich nicht beurteilen, da ich sie für den Kalender nicht benutze.) Inzwischen habe ich mich auch daran gewöhnt, dass ich nur noch halb so viel Platz habe wie in meinem Rote-Faden-Kalender zuvor. Den trug ich immer in DIN A5 Format mit mir rum und damit ich weniger tragen muss, hatte ich mich bei x17 für das DIN A6 Format entschieden. Mir reicht das jetzt vollkommen aus und ich bringe alles unter, was ich in meinem externen Gedächtnis stets dabei haben möchte.

Soweit so gut. Leider wurde die Hülle aus offenem Lederfasermaterial in der Farbe Graphit sehr schnell sehr porös. Irgendwie hat sie das viele Öffnen und Schließen nicht gut vertragen, aber das ist ja nun mal was, was man mit einem Kalender dauernd macht. Ich war sehr traurig darüber, denn besonders diese Hülle hatte es mir angetan. Aber nach nicht ganz einem Jahr zerfledderte sie so hässlich an den Kanten, dass ich mich von ihr trennen musste.

x17 gibt auf der Webseite eine Garantie von 17 Jahren für alle Hüllen aus Leder oder Lederfasermaterial. Also habe ich die Fotos per Mail an x17 geschickt und nett gefragt, ob das wohl unter die Garantie fällt. Ich war ehrlich ein bisschen erstaunt als die prompte Antwort kam, dass es natürlich so sei. Eigentlich hätte sich ja jeder Käufer ausrechnen können, dass ein offenes Material bei ständiger Beanspruchung Macken kriegt. Aber ich war natürlich auch hoch erfreut.

Meine weitere Befragung ergab, dass ich entweder Leder oder beschichtetes Lederfasermaterial als Hülle nehmen sollte, damit das Zerfleddern nicht wieder so schnell passiert. Inzwischen haben sie das offene Lederfasermaterial auch weitgehend aus ihrem Shop genommen – sehr vernünftig, auch wenn es sich toll anfühlte. Dieses Material ist meiner Meinung nach nur geeignet, um das Buch auf dem Schreibtisch oder sonst wo liegen zu lassen. Keinesfalls für ein Buch, das man immer wieder auf und zu schlägt und auch noch mit sich rum trägt.

Nun war ich gefordert, denn ich musste mir eine neue Hülle aussuchen. Das fiel mir echt schwer, denn eine andere Hülle in einem irgendwie gearteten Grau gibt es leider nicht. Schließlich habe ich mich für eine schwarze aus italienischem Rindsleder entschieden. Glücklicherweise ist diese nicht pechschwarz, sondern auch ein bisschen dunkelgrau, wenn man mit dem Finger drüber wischt. Auch diese Hülle fühlt sich super an für mich und ich hoffe, sie hält einiges mehr aus als die Lederfaserhülle. Und wenn nicht, gibt es ja immer noch die 17-Jahre-Garantie…

Logischerweise musste ich den Aufpreis von der Lederfaserhülle zur Lederhülle bezahlen. Das ist ja vollkommen in Ordnung. Aber ich musste auch einen neuen Stifthalter kaufen, da der an der Hülle fest geklebt wird und nicht nochmal an einer neuen Hülle halten würde. Das fand ich ärgerlich.

Schon mal beim Bestellen dabei, habe ich mir auch neue Doppelbuchbänder gegönnt und sie dieses Mal für’s erste in ihrer normalen Länge gelassen. Wenn ich mir sicher bin, welche Länge sie haben sollen, werde ich sie noch kürzen. Insgesamt kann ich sagen, dass ich mit der neuen Lederhülle sehr glücklich bin. Alles gut ausgegangen. 🙂

TÜV für’s Töfftöff

Olga, mein wunderbares Auto, hat heute mit Bravour die TÜV-Prüfung bestanden – eine glatte Eins mit Sternchen hat sie bekommen! 🙂 Der Prüfer hat rein gar nichts zu beanstanden gefunden. Nicht mal irgendwas, was zu beobachten wäre. Nissan Micras sind eben auch mit 19 Jahren noch so gut wie neu. Nun ziert eine hübsche blaue Plakette das Nummernschild und wir freuen uns wie Bolle.