Bötchen fahrn…

Hallo, nochmal Herr Grillenscheucher.

Wie vermutlich jeder hier weiß, hat Frau Grillenscheucher die See sehr geliebt. Deshalb werden wir am 17.03.2020 ihre Asche der See übergeben.

Wenn jemand ihr noch etwas sagen möchte (ihr, nicht mir) – gern. Auch wenn es nach dem 17.03. ist.

Entweder schreibt ihr eure Nachricht auf ein Blatt Papier, faltet ein Schiff daraus und lasst es schwimmen. Wenn ihr nicht am Meer wohnt – macht nichts, alle Flüsse enden am Ende im Meer.

Oder ihr schickt eine Mail an carmen@grillenscheucher.de – dann mach ich das mit dem Falten und lass euer Schiff auf der Elbe schwimmen.

Ich bin sicher, daß die Nachrichten ankommen.

Das Licht ist aus.

Hallo, Herr Grillenscheucher hier.

Am 18.02.2020 um 22.45 Uhr hat Frau Grillenscheucher den Kampf gegen den Krebs verloren.

Ich habe den letzten Tag mit ihr verbracht – und ich glaube nach allem, was ich gesehen habe, daß sie eine Entscheidung getroffen hat. Nämlich zu gehen. Das respektiere ich. Auch wenn es unglaublich weh tut.

Die letzten Monate waren brutal. Eine einzige Achterbahn zwischen Hoffen und Bangen. Jetzt hat sich mein Engel zum Aussteigen entschlossen. Das kann ich verstehen – zumindest rational. Emotional ist es noch nicht angekommen.

Gute Reise, meine Süße. Ich hoffe, die anderen Engel sind gut zu dir.

Gezupfte Rinderschaufel in Rotwein-Tomaten-Sugo

Tach, Herr Grillenscheucher hier.

Tja, wenn meine Süße schon das Schäufele erwähnt, will ich euch mal nicht im Dunkeln lassen.

Übrigens – falls hier Schwaben, Franken oder Badenser mitlesen: mit dem, was ihr als Schäufele kennt, hat das hier nix zu tun. Aber auch schon gar nix. Aber Schäufele ist auch lecker…

Also:

Die Schaufel ist ein Teilstück der Rinderschulter. Da sie ziemlich sehnig ist, eignet sie sich nur zum Schmoren. Also müßt ihr viel Zeit mitbringen – aber es macht wenig Arbeit.

Für vier Personen braucht ihr:

  • ca. 1 kg Rinderschaufel
  • 1 Suppenbund
  • 4 Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 Fleischtomaten
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 Lorbeerblätter
  • 0,5 l trockenen Rotwein ( ich habe einen einfachen Merlot genommen )
  • etwas Butterschmalz

  1. Ofen auf ca. 190 Grad (Ober/Unterhitze) vorheizen
  2. Suppenbund, Schalotten und Knoblauch kleinschneiden, Tomaten achteln.
  3. Einen großen (wichtig: ofenfesten!) Topf oder Bräter aufsetzen. Butterschmalz reingeben.
  4. Das Fleisch so teilen, daß es gut in den Topf passt, salzen, pfeffern und von allen Seiten gut anbraten ( insgesamt ca. 10 Minuten ).
  5. Fleisch rausnehmen und stattdessen das Gemüse reingeben. Etwa 5 Minuten anbraten.
  6. In der Mitte etwas Platz schaffen, Tomatenmark reingeben und ca. 2 Minuten mitrösten.
  7. Fleisch wieder reingeben, Lorbeerblätter dazu und mit dem Rotwein ablöschen.
  8. Kurz ankochen lassen, Deckel drauf und ab in den Ofen.
  9. In Ruhe lassen. Mindestens 3 Stunden. Lieber länger.
  10. < zzzzz >
  11. Aus dem Ofen nehmen und das Fleisch ( das jetzt richtig zart sein sollte ) mit 2 Gabeln zerpflücken.
  12. Und – nix. Das war’s. Klar, man kann jetzt noch etwas Sahne dazugeben. Muß man aber nicht.

Ich habe dazu gewalzte Bandnudeln und karamelisierte Möhrchen gegeben – aber das sei euch selbst überlassen (kam aber gut).

Natürlich kann man das auch mit gewürfeltem Fleisch als eine Art Gulasch machen – ist aber nicht dasselbe Gericht (aber auch lecker).

Spruch des Tages

Moin, Herr Grillenscheucher hier.

Manchmal, wenn man so durch’s Web streift, findet man ja echte Perlen. Heute war das für mich dieser Satz:

Freiheit schützt man nicht, indem man sie abschafft.*

Sollten sich mal diverse Politiker (und auch andere) auf der Zunge zergehen lassen…

BTW: mein gestriger Spruch des Tages war von Jackie Robinson, dem ersten schwarzen Spieler in der MLB (höchste amerikanische Baseball-Liga):

I’m not concerned with your liking or disliking me. All I ask is that you respect me as a human being.

(„Ich bin nicht daran interessiert, ob ihr mich mögt oder nicht. Ich möchte nur, dass ihr mich als Mensch respektiert.“)

Und da sollten wir vielleicht alle mal drüber nachdenken.

In diesem Sinne,

HG

* Der Satz ist zitiert von finanzer.org. Das ist ein ziemliches Special-Interest-Blog (und seit 4 Jahren inaktiv) – aber der Satz ist gut.

Alles bleibt anders.

Moin, Herr Grillenscheucher hier.

Sieht alles irgendwie anders aus, oder? Tja, das kam so:

Wie Frau Grillenscheucher schon sagte, hat irgendein <bitte ein Expletiv nach Wahl einsetzen> unseren Server gehackt. Darf zwar nicht passieren, kann aber – mal gewinnt man, mal nicht. In diesem Fall hab ich leider verloren.

Am Ende war die einzige sinnvolle Lösung ein kompletter Neuaufbau der Site.  Aber da die Inhalte davon nicht betroffen waren, kann ich damit leben.

Es wird sich in nächster Zeit noch einiges ändern, aber ich denke, wir sind auf einem ganz guten Weg. Für Feedback etc. bin ich jederzeit dankbar.