Raus aus dem Alltag

Es ist wieder soweit: meine jährliche 2-Monats-Büro-Auszeit hat begonnen. 😎 So ein großer Grund zur Freude, aber dieses Jahr kam der Start zum eher ungünstigen Zeitpunkt. Letzte Woche hatte ich mir ja diese blöde Sommer-Erkältung zugezogen und konnte dadurch erst am letzten Arbeitstag nur halb fit nochmal arbeiten. Das war sehr anstrengend und ich habe das Gefühl, nur Chaos hinterlassen zu haben. 🙁

Das erste Mal war ich in meinem neuen Büro, in dem die Möbel und Kisten noch kreuz und quer standen. Ich war einigermaßen entsetzt. H., mein neuer Bürokollege, hat versprochen, einen Termin mit den Handwerkern zu vereinbaren, bei dem dann die Möbel ordentlich aufgestellt und Bilder und Whiteboards an die Wände gehängt werden. Dafür werde ich meine Auszeit unterbrechen und einen Tag Handwerker beaufsichtigen und Möbel putzen. Man darf gar nicht genauer darüber nachdenken, dass wir inzwischen alles selbst putzen müssen, aber immer noch keinen Nagel für ein Bild in die Wand hämmern dürfen. Das ist so absurd!

Jedenfalls habe ich letzten Freitag das Büro ohne das sonst so schöne Freiheitsgefühl am Beginn der Auszeit verlassen. Das stellte sich erst ein paar Tage später ein. Dafür gab es gleich beim Verlassen ein sehr gutes Ding. Aber der Reihe nach: meine guten Dinge aus der Woche vom 8. bis zum 14. August 2019:

  • Erkältungsbedingt blieb ich auch am Donnerstag im Bett und auf dem Sofa. So ein gutes Gefühl, wenn der Schnupfen nachlässt und sich der Kopf wieder durchlässig anfühlt.
  • Kollege H. hat sich so gefreut, mich vor meiner Auszeit nochmal zu sehen.
  • Mit Kollegin S., die noch ziemlich neu bei uns ist, bin ich den neuen ungewohnten Weg zur U-Bahn geschlendert und wir haben uns total nett unterhalten. Himmel, ist die Frau empathisch!
  • Das Wochenende diente hauptsächlich der Genesung. Also war ganz viel Ausruhen angesagt, das sehr gut tat.
  • Außerdem haben Herr Grillenscheucher und ich konkrete Pläne für meine Auszeit gemacht. Bislang hatten wir viel in Erwägung gezogen. Jetzt steht fest: Es wird eine arbeitsreiche Auszeit. Wir werden die Wohnung von Herrn Grillenscheucher renovieren und meine Wohnung dem üblichen Großputz unterziehen. Ich bin sehr zufrieden mit diesem Plan. So werden wir es in unseren Wohnungen in der dunklen Jahreszeit schön, sauber und gemütlich haben.
  • Das Kalenderblatt dieser Woche ist wie für uns gemacht:

  • Immer noch nicht ganz fit, aber ich bin trotzdem zum Zahnreinigungs-Termin gegangen. Was war ich froh, dass ich das getan habe! Denn all das kühle Wasser in meinem Mund tat mir einfach nur gut und es hat nicht mal weh getan. Hinterher ging es mir viel besser als vorher.
  • Neuerdings gibt es einen Bus, der von meiner Haltestelle direkt zur Haltestelle bei meiner Zahnarztpraxis fährt. Das ist sehr praktisch, denn ich kann mich einfach hin und zurück schaukeln lassen. Dieses Mal allerdings musste der Bus auf beiden Strecken wegen Baustellen anders als sonst fahren. Auf beiden Strecken haben sich die Busfahrer verfahren und geflucht. So ein Glück, dass ich es nicht eilig hatte!
  • Ich habe angefangen, meine Wohnung auszumisten. Allem voran natürlich die Kleiderschränke, in denen sich seltsamerweise immer alles mögliche ansammelt, was ich dann doch nicht oder nur ungern anziehe. 😯 Die sind bereits von allem unnötigen befreit.
  • Im Flur bin ich auch durch und im Wohnzimmer habe ich bereits mit Elan angefangen. Stapel von Geburtstags- und Weihnachtskarten sind entsorgt. Wie befreiend ist das denn!
  • Am Montag Abend endlich dieses Gefühl der „grenzenlosen“ Freiheit. Hach, ich liebe es!
  • Mein Bruder hat zugesagt, beim Renovieren bei Herrn Grillenscheucher zu helfen. Das ist super, denn er kann richtig gut streichen.
  • Ein Besuch in der Männerboutique mit Herrn Grillenscheucher. Für ihn gab es lauter Farbkarten für Wandfarben, damit wir überlegen können, welche Farbe wohin kommt. Für mich gab es Saat für Alfalfa-Sprossen und eine dornenlose Brombeere für den Balkon. Ich freue mich so sehr über die Brombeere! 🙂
  • Herr Grillenscheucher hat mir bei der Gelegenheit Frikadellen und Kartoffelsalat mitgebracht. Von den Frikadellen habe ich bereits genascht und sie sind sehr lecker.
  • Musik auf den Ohren gibt es während meiner Auszeit nicht, denn ich habe ja deshalb keine regelmäßigen Strecken in der U-Bahn zurück zu legen. Aber natürlich fällt mir trotzdem ein passendes Lied zu dieser Woche ein. Ich kriege immer Gänsehaut, wenn ich es in der Live-Version höre, denn da war ich auch mal dabei. An einem schön sonnigen Abend Open Air.

Durchzug

Ich muss es endlich lernen: Es ist total ungesund, sich in den Durchzug zu setzen! Auch wenn es noch so ekelhaft klebrig, schwül und heiß ist. Aber solange ich dort im Büro saß – Fenster und Bürotür offen und im Büro gegenüber ebenso – tat es einfach nur gut.

Dafür habe ich heute den Tag mit einer Packung Kleenex auf dem Sofa verbracht. 🙁 Allmählich fühlt sich meine Nase nicht mehr wie ein tropfender Wasserhahn an, aber ich könnte nicht sagen, dass ich wieder fit bin.

Nun denn, das Erzählen meiner guten Dinge aus der Woche vom 1. bis zum 7. August 2019 wird wenigstens meine Laune wieder steigern.

  • Mein Projektleiter Herr A. und ich werden morgen in ein gemeinsames Büro ziehen (müssen). Diese Tatsache habe ich zum Anlass genommen, ihm nach all den Jahren das Du anzubieten. Ich bin die ältere und darf das. 😉 Daraufhin hatten wir ein sehr angenehmes Gespräch darüber, was uns eigentlich vom Du abhielt. Wir waren uns in allen Punkten einig und haben trotzdem wegen des künftigen gemeinsamen „Wohnens“ beschlossen, das Du zu wagen. Schließlich mögen wir uns genug dafür und finden es hauptsächlich nur ungewohnt. Der Übergang vom Sie zum Du verlief bislang sogar erstaunlich problemlos. Schön!
  • Trotz Zeitknappheit habe ich täglich meine kleinen Aufgaben für meine Ziele erledigt. Ich bin stolz auf mich.
  • Entspannter Einkauf auf dem Wochenmarkt. Endlich sind wieder alle Händler da.
  • Herr Grillenscheucher und ich haben in der Hamburger Innenstadt die diesjährige CSD-Parade gesehen. Die Haupteinkaufsmeile war zur Abwechslung bunt und laut und voller guter Laune. Seifenblasen-Wolken flogen durch die Luft, die Bässe der Musik aus den Trucks wummerten bis in den Magen, Regenbogen-Fahnen wurden geschwenkt oder einfach als Rock getragen. Ein großer, friedlicher Spaß mit einem sehr ernsten Hintergrund.

  • Die Suche nach Besteck und Tellern für mein künftiges Büro, mit dem und von denen ich demnächst essen darf (bislang nutze ich ja das vorhandene Kantinengeschirr, was nach dem Büro-Umzug nicht mehr möglich ist), gestaltete sich schwierig. Himmel, werden dafür Preise aufgerufen! Es gab nur entweder teuer oder ganz billig und hässlich. Nichts in der Mitte dazwischen. Da wundert mich dann auch echt nicht mehr, dass Innenstadtläden zu wenig Umsatz machen, um sich halten zu können. Im letzten Laden des Tages in einem Einkaufszentrum anderswo, den wir ansteuerten und den wir gar nicht auf der Rechnung hatten, wurden wir endlich fündig. Das ist meine künftige Essensgrundlage:

  • Und ein hübsches neues Tagebuch für mich gab es auch:

  • Eine geteilte Kugel Joghurt-Eis, die riesig war.
  • Urlaubsvorfreude. 😎
  • Ich habe Kisten im Büro gepackt, um meine Unruhe vor dem Umzug zu vertreiben. Nun ist alles verstaut. Alle Möbel, Kisten, Bildschirme usw. sind mit Aufklebern versehen, auf denen ihr künftiges Zuhause steht. Nein, das ist überhaupt kein gutes Ding. Aber ich bin irgendwie erleichtert, dass es jetzt los geht mit dem Umzug. Dass ich morgen weiß, wie das neue Büro aussieht. Dass die Ungewissheit ein Ende findet.
  • Wider Erwarten klappen berufliche Termine. Uffz.
  • Wohnungsputz und zumindest kurzfristig sind alle Fluginsekten im Staubsauger verschwunden. Nachdem mich nämlich ein riesiger Falter beim morgendlichen Zähneputzen ständig anflog, war es vorbei mit meiner Geduld mit den Viechern. (Aber natürlich kamen gleich wieder welche nach. 🙁 )
  • Gemeinsam mit den Kollegen das Geschirr aus der Teeküche in Zeitungspapier wickeln und in Kartons verstauen. Hinterher hatten wir alle schwarze Hände von der Druckerschwärze. Schön, wenn alle mit anpacken.
  • Eiskalte süße Melone mit Schinken.
  • Ich habe meine Handtasche aufgeräumt und bei der Gelegenheit die neue Speicherkarte für meine Kamera, die ich schon seit über einem Jahr vermisse, gefunden. Handtaschen sollten eben öfter aufgeräumt werden…
  • Die Plattform für den Austausch der Teilnehmer meiner letzten Challenge bei Zeit zu Leben wurde nun geschlossen. Das ist jedes Mal ein bisschen traurig, aber dieses Mal lässt sich unsere stattdessen gegründet WhatsApp-Gruppe sehr gut an. Ich freue mich sehr, die Menschen, die ich dort kennenlernen durfte, weiter an meiner Seite zu wissen.
  • Wetterbedingt gab es wieder keine Musik auf den Ohren, aber dafür gibt es hier ein Lied, das mich immer an eine Hochzeit in Spanien erinnern wird und für mich ein absoluter Sommer-Song ist:

 

Sandalen-Wetter

Nachdem meine Lieblingssandalen perfekt repariert waren, habe ich es mir ja gewünscht: Sandalen-Wetter. Schon am frühen Morgen über 20° C finde ich perfekt für das Tragen von Sandalen den ganzen lieben langen Tag lang. Aber ich habe mir bestimmt nicht gewünscht, dass es über 30° C heiß wird. Schon gar nicht, dass meine Wohnung auf so eine Backofen-Temperatur aufgeheizt wird. Leider ist es trotzdem so gekommen. Könnte bitte mal jemand die Heizung da draußen auf angenehme Maße runter drehen?

Die guten Dinge aus meiner Woche vom 25. bis 31. Juli 2019:

  • Den heißesten Tag der letzten Woche habe ich tut überstanden und im Büro war es erstaunlich entspannt. Als würde niemand mehr bei Temperaturen um die 35° C arbeiten, was ich durchaus verstehe. Ich habe dennoch dies und das erledigt und hier und da helfen können. Solange ich mich nicht viel bewegen musste, ging’s. 😉
  • Den Wocheneinkauf haben Herr Grillenscheucher und ich in klimatisierten Räumen statt auf dem Wochenmarkt erledigt. Es tat gut, auf diese Art und Weise ein bisschen runter gekühlt zu werden.
  • Einen Tag habe ich im Home-Office verbracht und viel geschafft. Auch in meinen Bildschirmpausen. Das ganze Leben fühlt sich gleich viel effektiver an, wenn neben der Schreibtischarbeit der Geschirrspüler laufen kann.
  • Die Monbento-Boxen wurden bei einem seltsamen Kiosk abgegeben und Herr Grillenscheucher und ich haben sie dort abgeholt. Nachdem mir so großartige Mails über den Lieferstatus geschickt wurden, war die Spannung natürlich riesig vor dem Öffnen des relativ kleinen Pakets. Und wurde prompt enttäuscht. Von Energie und guter Laune war darin nichts zu sehen, aber die Boxen sind trotzdem sehr hübsch:

  • Bestellt hatte ich zwei Boxen. Die gelb-weiße Box gab es im Sonderangebot zusammen mit dem Besteck, von dem Messer und Gabel zwar kurz, aber gut zu gebrauchen sind. Der Löffel eignet sich eher für Nachtisch, aber auf keinen Fall für das Löffeln eines Eintopfs.

  • Die blau-grau-pinke Box habe ich mir selbst konfiguriert und finde sie extrem hübsch gelungen. Sogar einem Kollegen, der bestimmt nicht auf Pink steht, fiel sie schon positiv auf.
  • Außerdem hatte ich einiges an Zubehör bestellt, das sinnvoll wirkte, und bin so dazu gekommen, die Versandkosten zu „sparen“. Silikonbackformen, die genau in die Boxen passen und vermutlich sehr praktisch für Pies aller Art sein werden, Kleine Döschen für Dips und Soßen, die sich bereits extrem bewährt haben. Und eine Trinkflasche, die absolut dicht und sehr platzsparend ist.

  • Herr Grillenscheucher hat die Boxen erstmals befüllt und so lecker sah das dann aus:

  • Mein Ziel aus der Challenge „Wie komme ich ans Ziel?“ von Zeit zu Leben verfolge ich nach wie vor täglich und das, was ich dafür tun muss, ist mir schon nahezu in Fleisch und Blut übergegangen. Außerdem habe ich ein weiteres Ziel auserkoren bzw. eher eine Gewohnheit, die ich momentan versuche zu etablieren: Ich möchte täglich wenigstens ein paar Minuten meine Balkonpflanzen pflegen (wobei das Gießen nicht dazu gehört). Bislang bin ich tapfer dabei und es tut mir obendrein gut, nach einem ganzen Tag vor dem Bildschirm etwas zu tun, was keinen Bildschirm nötig hat.
  • Außerdem sind meine paar verbliebenen Mitstreiter aus der Challenge einfach super und helfen mir allein durch ihr Dasein über jeden Hänger hinweg. Wir wollen uns weiter gegenseitig über eine WhatsAppGruppe begleiten. Darüber freue ich mich sehr.
  • In der Nacht von Sonntag auf Montag herrschten über 30° C und kein auch nur winziges Lüftchen wehte zur Abkühlung. Nach dem Aufstehen kreiselte der Kreislauf lustig und der Kopf dröhnte und mir war übel. Also blieb ich zu Hause. Unter bedecktem Himmel mit immerhin ein wenig Luftzug konnte ich ein bisschen auf dem Balkon werkeln und viele Pausen machen. Als endlich der Regen kam und die Luft kühlte, ging es mir wieder besser.
  • Meine Erbsen treiben erneut aus.
  • Ich habe die Rucola-Saat aus den Schoten gepuhlt. Fürs Aussähen im nächsten Jahr reicht es allemal.

  • Für die erste Anmeldung bei einem neuen Konto bekam ich ein Passwort mit einer Null oder vielleicht auch mit einem großen O. Ohne Vergleichswert kann doch niemand eine 0 von einem O unterscheiden! Wie blöd kann man eigentlich sein, dass man solche Passwörter ausgibt? Nach viel Probieren habe ich es trotzdem geschafft, die Anmeldung zu bewerkstelligen und das dämliche Passwort zu ändern.
  • Ich hatte ein super Idee, wie ich eins meiner Schlafzimmerfenster befestigen kann, damit es sperrangelweit offen bleibt. Bei der Hitze keine unwesentliche Maßnahme. Jetzt wird es an einer Seite an mein Bücherregal gebunden und auf der anderen Seite von 2 Tennisbällen ein bisschen gehalten. Endlich klappt es nicht mehr zu wie es das zuvor nur mit den Bällen tat.

  • Ich habe die ausgeblühten Dill-Dolden abgeschnitten und hoffe jetzt, dass sie auf einem Teller trocknen, damit die Saat-Körnchen zu ernten sind.

  • Kollegen, die sich gefreut haben, dass ich so schnell wieder zurück im Büro war, und die jede Menge Verständnis für mein Unwohlsein hatten.
  • Die einzige meiner Sonnenblumen aus eigener Saat fängt an zu blühen und die zugekaufte versteckt eine Blüte so süß unter einem großen Blatt.

  • Musik auf den Ohren gab es in dieser Woche keine, denn es war mir einfach zu heiß, meine Ohren auch noch mit den Kopfhörern zu bedecken. Aber ein passendes Lied fällt mir natürlich trotzdem ein:

Schwitz!!!

Herrjeh, was macht denn das Wetter dieses Jahr mit uns??? Letzte Woche waren es hier in Hamburg gefühlte 10° C und heute sind es mindestens gefühlte 40° C. Und da rätseln die Experten immer noch, ob es den Klimawandel überhaupt gibt. 😮

Immerhin habe ich den heutigen Tag im Büro überlebt und auch brav ganz viel Wasser getrunken. Was habe ich für ein Glück, dass es hier trinkfertig aus der Leitung kommt! Allerdings vermelden die Wasserwerke, dass es momentan keinen Engpass in der Wasserversorgung gibt, was übersetzt heißt, dass es bei längerer Hitze einen geben wird. Noch nie in meinem Leben habe ich mir Sorgen gemacht, dass das Wasser knapp werden könnte. Außer natürlich damals mit meinen Eltern auf dem Campingplatz, wo für warmes Duschwasser Münzen einzuwerfen waren, von denen ich immer zu wenig bekam, so dass das warme Wasser fast jedes Mal knapp wurde. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Genug der düsteren Prognosen. Hier kommen die guten Dinge aus meiner Woche vom 18. bis 24. Juli 2019:

  • Mein Outlook-Problem hat es bis „ganz nach oben“ und außerdem ins Intranet geschafft. Deshalb bin ich guter Hoffnung, dass Abhilfe geschaffen wird.
  • Endlich mal wieder eine Nacht durch geschlafen. Wow, tat das gut!
  • Tanzen mit Herrn Grillenscheucher war schön. Vor allem weil wir uns an unsere Erkenntnis der letzten Woche gehalten haben und mehr einfach getanzt als perfektioniert haben.
  • Demnächst muss ich ja mit meinem Büro an einen externen Standort ohne Kantine ziehen. (Leider!) Das bedeutet, dass ich nicht wie bisher mit meinem mitgebrachten Essen in die Kantine gehen und es vom dortigen Geschirr mit dortigem Besteck essen kann. Aber immerhin soll es am neuen Standort eine Mikrowelle geben. Hey, das schafft ganz neue Variationen des Mitnehm-Essens! Vor allem im Winter wird es sicher schön, sich dort was Mitgebrachtes aufwärmen zu können.
  • Wegen der Mikrowelle und wegen des Mangels an Tellern und Besteck habe ich im Internet geforscht, wie andere Menschen mit so einer Situation umgehen. Worin nehmen andere ihr Essen mit und woraus essen sie es? Welche Transport-Boxen sind wirklich dicht? Für Erfahrungsberichte ist das Internet wirklich eine tolle Quelle, auch wenn man natürlich nicht alles glauben darf, was dort geschrieben steht.
  • Jedenfalls bin ich so auf die Monbento-Boxen gestoßen und habe mich – zugegeben – auf Anhieb in sie verliebt. Zum Glück ist auch Herr Grillenscheucher der Ansicht, dass er mir damit viel besser als jetzt mit unserer sehr chaotischen Sammlung an mehr oder minder fest verschließbaren Gefäßen Essen mitgeben kann. Also habe ich zwei Boxen mit allerlei Zubehör bestellt.
  • Schon die Benachrichtigungen und Mails von Monbento sind ein echter Hit! Z.b. war ein Salatdressing-Döschen während meiner Bestellung plötzlich ausverkauft und ich bekam als Mitteilung „Opfer des eigenen Erfolgs“. 😉 Ebenso lustig waren die Mails, die ich während der Wartezeit auf die Lieferung bekam. Diese z.B.: „Tick, tack… tick, tack… Nur noch ein paar Tage warten! Versprochen, unser Team wird seine ganze Energie und ganze gute Laune dafür einsetzen, Ihnen innerhalb kürzester Zeit liebevolle Pakete zukommen zu lassen…“. Das einzige, was leider nicht funktioniert hat, war, die Sachen an Herrn Grillenscheuchers Adresse liefern zu lassen. Das Paket wartet nun auf die Abholung und das werden wir am Wochenende tun. Deshalb gibt es an dieser Stelle auch noch keine Fotos der tollen Boxen.
  • Ich liebe meinen Balkon momentan besonders nachts, wenn die Lichter an sind:
  • Mein Kollege M. hat bei seiner Abschiedsfeier in die Rente sehr leckere Schnittchen aus der Kantine kredenzt. Ich konnte kaum aufhören zu essen, was vielleicht auch ein bisschen meiner Traurigkeit über den Anlass verschuldet war. Er war immerhin der erste Projektleiter, mit dem ich jemals zusammengearbeitet hab. Ich habe ihm viel zu verdanken.
  • Ich habe meine erste WhatsApp-Gruppe selbst eingerichtet, sogar mit Gruppenbild, und es war ganz einfach.
  • Viel Freizeit am Freitag Nachmittag, weil Herr Grillenscheucher wie bereits letzte Woche allein einkaufen ging. Die Sonne schien und ich habe ein bisschen auf dem Balkon gepuzzelt.
  • F. hat mir eine Dose Köttbullar geschenkt. Für die neue Bürobehausung, wie sie dazu schrieb. Ich habe sehr gelacht darüber.
  • Einer meiner Lampions auf dem Balkon hat bereits das Leuchten aufgegeben. Nee, die Dinger von IKEA kann ich echt nicht empfehlen. Ein Glück hatte ich noch ein Ersatz-Exemplar, das mir Herr Grillenscheucher aufgehängt hat und nun leuchten wieder beide für mich:

  • Ein „Gespräch“ mit einer rot-getigerten Katze auf meinem morgendlichen Weg ins Büro. Ich habe zwar keine Ahnung, was sie mir mitteilen wollte, aber es war schön, so nett angemaunzt zu werden.
  • Ein entspannter Büro-Tag, an dem Herr A. und ich besprochen haben, wie ungefähr wir unser künftiges gemeinsames Büro einrichten wollen. Dabei hat Herr A. entschieden, den ihm angebotenen höhenverstellbaren Schreibtisch nicht anzunehmen, weil der eine seltsame Form für einen Schreibtisch hat. Ein Glück! So wächst mir gegenüber nicht plötzlich eine Schreibtischplatte in den Himmel…
  • Endlich mal wieder eine ausführliche Mail von S., der eine gefühlte Ewigkeit verreist war.
  • Einvernehmen und gute Zusammenarbeit mit A. Die großen Projekte machen es uns nicht leicht und umso schöner ist es, wenn wir doch mal wieder ein wenig Nähe zueinander herstellen können.
  • Ich habe so gelacht über den Spruch einer Kollegin, bei dem ich überhaupt nicht weiß, um wen oder was es ging. Der war aber auch ohne Zusammenhang einfach witzig: „Damit hat er mal wieder die Lizenz zum Breitbeinig-Sitzen erworben.“. 😀
  • Musik: ein Sommerlied, das bei jedem Wetter passt:

Kein Ende in Sicht

Meine Probleme mit der Umstellung von Notes auf Outlook, über die ich letzte Woche schrieb, sind eher größer als kleiner geworden. Tatsächlich wache ich manchmal nachts auf und grübel darüber nach. Das ist überhaupt nicht gut! Aber so geht bzw. ging es bestimmt allen, die jemals eines wichtigen Arbeitsmittels plötzlich und unerwartet beraupt wurden.

Ich rette mich mit Notlösungen und der Aussicht auf meine diesjährige Auszeit. Ab dem 12. August sieht mich das Büro für 2 Monate nicht mehr. Und ich hoffe sehr, dass es bis zu meiner Rückkehr eine Lösung gibt. (Auch wenn ich das nach den jetzigen Erkenntnissen nicht wirklich glaube)

Aus meiner Woche vom 11. bis zum 18. Juli gibt es trotzdem von vielen guten Dingen zu berichten:

  • Für meine Probleme mit Outlook habe ich inzwischen jede Menge Hilfe bekommen. Wenn’s drauf ankommt, habe ich echt super tolle Kollegen. Mit einem konnte ich testen, an welchen Stellen die Probleme hängen. Ein anderer hat die Probleme bis nach ganz oben eskaliert. Und mit einer Kollegin zusammen konnte ich diverse Termine trotz allem auf die Reihe kriegen. Schön ist das alles noch nicht, aber wenigstens ist das Problem in Bewegung geraten. Und all die Hilfe tut mir natürlich auch einfach nur gut.
  • Eine ganz liebe WhatsApp von C., die mich noch vor Arbeitsbeginn zum Lächeln brachte.
  • Die Tagetes aus den selbst geernteten Samen blühen fröhlich und munter auf meinem Balkon. Erst noch sehr zaghaft, aber inzwischen mit voller Wucht.

  • Eine super freundliche Verkäuferin bei Douglas, wo ich nun wirklich überhaupt keine Stammkundin bin. Sie hat für mich online bestellt, was ich auch selbst hätte tun können. Allerdings bin ich es so leid, mich überall anmelden und mir hinterher tausenderlei Dinge merken zu müssen, dass ich lieber in einen Laden gehe und das gewünschte später dann auch dort abhole. Das hat super geklappt.
  • Meinen Rucola habe ich dieses Jahr ausblühen lassen und im Anschluss bildet er kleine Schoten, in denen die Saatkörner für nächstes Jahr stecken.

  • Sommerregen nach einem schwül-warmen Tag. Er hat mich direkt auf meiner Einkaufstour erwischt und ich war so glücklich über die Sommerferien, die mir hinterher einen Parkplatz direkt vor der Haustür beschert haben, weil gerade so viele unterwegs sind. So wurde ich nämlich nur ein bisschen nass.
  • Ich hatte einen sehr entspannten Freitag Nachmittag. Der Einkauf auf dem Wochenmarkt fiel aus, weil die meisten Marktbeschicker gerade im Urlaub sind. Und Herr Grillenscheucher erledigte den stattdessen geplanten Einkauf bei Famila allein, weil auf dem Weg dorthin mittlerweile derart viele Baustellen existieren, dass es schwieriger gewesen wäre, mit Olga als zu Fuß dorthin zu kommen.
  • Beim Tanzen hatten Herr Grillenscheucher und ich erst am Ende der Stunde wirklich Spaß, aber immerhin dann. Wir haben gelernt, dass es uns nicht gut tut, zu lange an einer Figur zu üben. Seit Wochen wird die Figur „Aida“ sowohl im ChaChaCha also auch in der Rumba ständig wiederholt. Man kann diese Figur auf unterschiedliche Arten beenden und auch diese Arten werden seit Wochen wiederholt. Wir können die Figur und auch die möglichen Enden tanzen. Aber jetzt ist der Zeitpunkt erreicht, an dem wir uns verrückt machen, wenn auch nur ein winziges Detail nicht hundertprozentig klappt. Da hört der Spaß dann echt auf. Und erst als wir einfach getanzt haben, ohne jedes Detail zu kontrollieren, hatten wir jede Menge Spaß. Hier sieht man eine Variante der besagten Aida:

  • Ein sehr fauler Samstag wegen Gewitter und Starkregen. Da hätte man nicht mal den Hund vor die Tür geschickt. Passend dazu hatte ich diverse Nies-Anfälle und meine Nase lief mir quasi weg. Aber zum Glück ist es doch keine Erkältung.
  • Meine Lieblingssandalen sind zurück aus der Reparatur. Sie sind super geworden und jetzt fehlt nur das passende Wetter dafür.
  • Ich habe die Nachricht bekommen, dass ich mit meinem Büro zwei Tage vor meiner Auszeit umziehen muss. Ein Glück! So kann ich wenigstens dabei sein, wenn die Möbel aufgebaut werden, und im Zweifel eingreifen, wenn es nicht so wird, wie ich es mir wünsche.
  • Einen Tag durfte ich im Homeoffice verbringen und war wie immer froh, einfach nur meine Arbeit machen zu dürfen und von Gesprächen und Gerüchten verschont zu bleiben.
  • Letztes Jahr hatte Herr Grillenscheuer die Idee, aus dem ausgeblühten Lavendel einen Strauß zu machen und in eine Vase zu stellen. Die habe ich nach gemacht und nun duftet es lavendelig in meinem Schlafzimmer:

  • Ich hatte meinen jährlichen Röntgentermin, bei dem kontrolliert wird, ob alle Schräubchen und Platten in meiner Schulter noch so sitzen, wie sie sollen. Juchuh, sie tun es nach wie vor und müssen nicht raus operiert werden. Und immer, wenn ich in der Praxis des Orthopäden sitze, werde ich sehr demütig. Was hatte ich für ein Glück, dass ich so unglaubliche Hilfe von Herrn Grillenscheucher, den Ärzten und den Praxishelferinnen bekam!
  • Für meine MIttagspausen gab es von Herrn Grillenscheucher leckeren Nizza-Salat und leckere Teigtaschen.
  • Auf den Ohren hatte ich Beethovens neunte Symphonie und zwar hauptsächlich den 3. Teil „Adagio Molto e Cantabile“, weil ich keine Worte mehr hören wollte. Sehr beruhigend: