FilterTüten

Moin, Herr Grillenscheucher mal wieder.

Früher in der Schule gab’s bei uns mal den blöden Spruch: „Willst du Schwangerschaft verhüten, nimm Melittas Filtertüten“. OK, das war in der frühpubertären Phase, und ich würde diesen Einsatzzweck auch wirklich nicht empfehlen – aber die Leistung von Filtertüten ist schon recht beeindruckend…

Ich hab mal gebrauchtes Fritieröl durch ’nen Kaffeefilter gelassen, und das Ergebnis ist das hier:

(Links: das gebrauchte Öl, Mitte: das gefilterte Öl, Rechts zum Vergleich frisches Öl)

Das vereinfacht zwar einerseits mein „wohin mit dem gebrauchten Öl“-Problem, erklärt aber auch andererseits, warum deutscher Kaffee nicht wirklich schmeckt. Es wird halt alles rausgefiltert…

Crostini di fragole

Uuund mal wieder Herr Grillenscheucher.

Sagen wir’s mal so – Crostini kennt ja eigentlich jeder.

Tomaten, Basilikum, Balsamico und Olivenöl auf geröstetem Brot – eh klar, gibt’s in jedem italienischen Restaurant.

Nur ist auf diesem Foto das rote Zeug nicht Tomate, sondern Erdbeere… und das kommt absolut granatenmäßig. Gerade mit Balsamico, Olivenöl, Salz und Pfeffer.

Mit gehobeltem Parmesan muß ich’s noch probieren – aber ich stell’s mir bombastisch vor…

Europäische Rechtsprechung

Hm, ich weiß ja nicht, ob der Europäische Gerichtshof mit seinem neuesten Urteil über die Pflicht der Arbeitszeiterfassung den anstehenden Europa-Wahlen einen Gefallen getan hat. Die Reglementierungswut dieses Hofes kann ja kaum noch für Europa begeistern. Wie schade! Ich bin immer dafür, Arbeitnehmer zu schützen, und ich verstehe auch, dass es Berufe und Branchen gibt, in denen die Erfassung der Arbeitszeiten dringend notwendig ist. Aber ich habe selbst schon in Unternehmen mit Stechuhr gearbeitet und durfte lernen, dass man dann eben abends ausstempelt und zurück ins Büro geht, um weiter zu arbeiten. Es ist unmöglich, jemanden vor sich selbst zu schützen!

Für mich wird sich dann auch die Frage stellen, ob ich überhaupt noch mit Kollegen in die Mittagspause gehe. Denn dort wird nicht immer, aber oft auch über berufliche Belange geredet. Das darf dann ja eigentlich nicht sein, oder? Und was ist, wenn ich mit Herrn Grillenscheucher oder Freunden nach Feierabend oder am Wochenende berufliche Dinge diskutiere? Muss ich für diese Zeit dann auch einstempeln? Oder zählt das automatisch zu meinem „Privatvergnügen“? Wenn letzteres der Fall ist, dann gehe ich eben stumpf ins Büro und beschäftige mich außerhalb meiner Arbeitszeiten nicht mehr mit den dortigen Themen. Kann man machen. Helfen tut’s wahrscheinlich nichts, denn Arbeitsdinge beschäftigen einen nun mal auch nach der Arbeitszeit und im privaten Rahmen kommt man oft auf Ideen, die einem sonst nicht einfielen.

Nun ja, es bleibt abzuwarten, wie dieses Urteil bei uns umgesetzt werden wird. Ich wähle trotzdem. Wenn ich mir schon mal was aussuchen darf, dann tue ich das auch. 😉

Die guten Dinge aus meiner Woche vom 9. bis 15. Mai:

  • Deutliche Worte per Mail eines Chefs an wiederum seine Chefs.
  • Beim Tanzen haben Herr Grillenscheucher und ich eine „neue alte“ Figur im Langsamen Walzer gelernt und waren einigermaßen verwirrt. Erst nach der Tanzstunde im Gespräch wurde uns klar, wie diese Figur einzuordnen ist, und dann war plötzlich klar, wie sie zu tanzen ist. Juchuh.
  • Mal wieder haben wir ein Lob von einem Mittänzer bekommen und das war ganz besonders süß. Er sagte nämlich, dass er erst vor ein paar Monaten mit dem Tanzen angefangen hat und wir immer in dem Kurs tanzten, der vor dem seinen stattfand. Meistens wäre er ein wenig vor dem Start seines Kurses dort gewesen und hätte immer bewundert, mit welcher Leichtigkeit wir tanzen. Seitdem wünscht er sich, das genauso zu können. Wir haben ihm gesagt, dass es uns mit anderen Paaren, die wir bewundern, genauso geht. Und ich glaube, dass es eine Frage der Perspektive ist. Wenn Herr Grillenscheucher und ich tanzen, dann fühlt sich das oft sehr anstrengend und schwierig an, aber von außen betrachtet sieht es sicher ganz leicht und selbstverständlich aus. Es steckt halt niemand außer uns genau in der Situation…
  • Viel, ganz viel Sonnenschein. (Den fies kalten Wind ignoriere ich mal an dieser Stelle.)
  • Herr Grillenscheucher und ich waren auf einem afrikanischen Fest, wo es wunderbar bunt war.

  • Auf diesem Markt habe ich einen neuen Einkaufskorb erstanden, weil mein alter langsam zerfleddert.

  • Schallend über eine Geschichte gelacht, die mir Herr Grillenscheucher erzählte.
  • Ich habe sehr deutlich auf die Verletzung meiner Werte im beruflichen Umfeld reagiert und ich bin froh, dass ich das jetzt kann und für mich einordnen kann.
  • Auf dem Parkplatz von „meinem“ Aldi-Markt stolzierte ein Entenpärchen rum und versuchte, was von den Einkäufen abzukriegen.
  • Prompte Kollegenhilfe. Frau H. ist echt ein Schatz!
  • Besuch von den Nachbarn von gegenüber, die wir letztes Jahr kennen gelernt haben. Wir hatten einen sehr schönen, interessanten Abend zusammen, der mit leckerem Rosé-Sekt eingeläutet wurde, den sie mitbrachten. Eigentlich bin ich gar kein Fan von Rosé – in welcher Form, Art und Weise auch immer -, aber der ist wirklich super:

  • Leckeres Essen gab es natürlich auch an dem Abend, nämlich zwei Sorten Quiche, von denen glücklicherweise so viel übrig blieb, dass meine Mittagspausen gerettet waren.
  • Ein Kollege hat mich gefragt, ob wir in Kontakt bleiben können, wenn er in Rente gegangen ist, was demnächst der Fall ist. Das hat mich sehr gefreut.
  • Ein Spaziergang vorbei an schönen Altbauten.
  • Wir sind mit einem Projekt produktiv gegangen und der zugehörige Projektleiter hat sich bei allen Beteiligten, also auch bei mir bedankt. Das Projekt heißt Zorro und deshalb verteilte der Projektleiter dies als Dankeschön:

  • Ein sehr schönes Treffen mit N. Wir haben lecker gegessen und hatten uns unglaublich viel zu erzählen. Außerdem arbeitet sie jetzt in einer Firma, wo sie u.a. Parfums erheblich billiger bekommen kann. Diesen Luxus durfte ich auch für mein Parfum nutzen.
  • Ich habe mich sehr über Einladungstexte zu größeren dienstlichen Veranstaltungen amüsiert. Ganz besonders in Anbetracht des Absenders. Er muss wohl eine Fortbildung zum Thema „Empathisches Schreiben“ gehabt haben. D-)
  • Statt Musik gibt es diese Woche das zauberhafte Wellengeplätscher-Video, das S. mir per WhatsApp geschickt hat (mit seiner Genehmigung). Ich bin ganz stolz auf mich, dass ich es geschafft habe, es hierher zu laden, und finde es wunderbar beruhigend.

Vom ordentlichen Gebrauch von Türklinken

Allmählich habe ich den Eindruck, der Wert von Türklinken und ihrer richtigen Benutzung wird komplett unterschätzt. Diverse meiner Kollegen und Kolleginnen scheinen gar nicht zu wissen, wofür dieses seltsame Ding an ihrer Bürotür eigentlich da ist, denn sie benutzen es nie. Zumindest nicht beim Schließen der Tür. Beim Öffnen sind sie dazu ja gezwungen. Ich frage mich ernsthaft, ob es seit diversen Jahren Eltern zu mühsam ist, ihren Kindern nahe zu legen, dass Türklinken nicht nur zum Öffnen einer Tür, sondern auch zum Schließen derselben von unfassbarem Wert sind. Ich habe das noch unter diversen Mühen und Schimpfereien zu Hause gelernt, aber ich bin auch älter als die genannten Büroflur-Teiler. Die wiederum sind auch nicht mehr blutjung, so dass das Thema erst seit einigen Jahren außerhalb des elterlichen Lehrplans geraten sein muss.

Hey, Leute, es ist einfach unfair, mit lautem Türenknallen andere Leute aus ihrem wohlverdienten Büroschlaf aufzuschrecken! 😉 Noch dazu ist es wirklich keine akademische Meisterleistung, eine Tür mittels ihrer Klinke leise zu schließen. Ihr könnt es ganz leicht in nur einer guten Minute in diesem Video-Tutorial lernen (die immerhin benutzt ihr doch sonst für alles und jedes):

Außer Türenknallen gibt es hier in Hamburg seit letztem Mittwoch so eine Art Wintereinbruch. Zum Glück ohne Schnee, aber mit nächtlichem Bodenfrost, was meiner Aussaat auf dem Balkon eher nicht so gut tut. 🙁

Man glaubt es jetzt vielleicht kaum noch 😉 , aber es gab auch viele gute Dinge in meiner Woche vom 2. bis 8. Mai 2019:

  • Das Wetter an meinem ersten Arbeitstag nach meinem Urlaub war so blöd, dass es auch schon egal war, dass ich wieder im Büro sitzen musste.
  • Während ich den Wocheneinkauf bei Aldi erledigte, wurde gerade eine neue Lieferung von Milchprodukten in den Regalen verteilt. So ein Glück, denn mit dieser Lieferung kam auch Lieblingsquark.
  • Herr Grillenscheucher und ich hatten ein super schönes Wochenende, obwohl das Wetter eher bescheiden war.
  • Beim Tanzen war es wahrscheinlich wegen der Brückentage endlich mal nicht voll auf der Tanzfläche und der Boden hatte die perfekte Glätte. Wir hatten sehr viel Spaß.
  • Trotz der ewig langen Baustelle auf dem Weg zu IKEA gab es kaum Stau. Diese Befürchtung war also umsonst. Sicherheitshalber haben wir dieses Mal aber auf das Preiselbeergetränk verzichtet. Schließlich ist es schon toll, wenn einem das Schicksal eine Befürchtung erspart. 😉
  • Der kaputte Lampion wurde problemlos zurück genommen und der neue funktioniert. Ist das toll, juchuh!
  • Außerdem gab’s bei IKEA Einkaufsnetze wie früher mit kleinen Löchern und aus Baumwolle, also waschbar. Plastikmüll gilt es ja möglichst zu vermeiden und ich hoffe, die Netze können künftig die Plastiktüten, in denen wir auf dem Wochenmarkt Kartoffeln und Gemüse bekommen, ersetzen.

  • Leckerstes Essen gab es am Wochenende. An einem Tag Spaghetti mit Scampi und am anderen Tag das erste Mal Spargel polnisch in diesem Jahr.
  • Ich habe es endlich geschafft, alle Büro-Mails zu lesen, die während meines Urlaubs angekommen waren. Echt irre, wie viele Mails in nur eineinhalb Wochen geschrieben werden. 😯
  • Eine etwas schwierige Zusammenarbeit mit meinem einen Projektleiter, bei der ich trotzdem nicht den Humor verloren hab.
  • Die Mittagspausen-Versorgung durch Herrn Grillenscheucher war mal wieder super lecker. Es gab Teigröllchen mit verschiedenen Füllungen, die alle zum Schwärmen waren.
  • Eine ziemlich lustige Projektteam-Sitzung. Leichte Panik und Galgenhumor gehören definitiv kurz vor der Produktivsetzung eines neuen Computersystems zusammen.
  • Diese Woche war meine Musik auf den Ohren hauptsächlich von Aretha Franklin und deshalb gibt’s heute an dieser Stelle dieses wunderbare Lied:

Zu früh gefreut

Oder vielleicht zu sehr oder zu viel? Wird man für’s Hüpfen vor Freude bestraft? So kam es mir jedenfalls letzte Woche vor. Nachdem nämlich die Lampions genau eine Nacht wunderhübsch geleuchtet haben, gaben sie eine Nacht später den Geist auf. Erst leuchteten sie noch sporadisch und dann gar nicht mehr. Ein ziemlich jämmerlicher Grund, traurig zu sein. Das gebe ich zu. Aber für mich sind sie nun mal perfekt, wenn sie denn leuchten würden. Und ja, ich kann sie bei IKEA umtauschen. Aber ich habe keine Lust, mich schon wieder auf den langen Weg durch ewige Baustellen zu machen, um vielleicht mit dem gleichen Schrott zurück zu kommen und dort nicht mal ein anständiges Preiselbeergetränk zu bekommen. 👿

Die Sache mit dem Zu-früh-Freuen funktioniert anscheinend auch andersrum. Nachdem ich ausgiebig traurig über die Lampions war, hat sich nämlich wenigstens einer von beiden entschlossen, doch wieder so wunderhübsch zu leuchten. 🙂 Vielleicht also wird man für’s Traurigsein belohnt? Jedenfalls freue ich mich jetzt über einen leuchtenden Lampion und werde durch die Baustellen fahren, um den zweiten umzutauschen.

Das war schon mal ein erstes sehr gutes Ding aus meiner Woche vom 25. April bis zum 1. Mai 2019. Einige andere gute Dinge gab es auch noch:

  • Im warmen Sonnenschein habe ich die letzte Plfanze gedüngt und den Jasmin großzügig beschnitten.
  • Anschließend wurde das Balkonmobiliar geputzt und dann habe ich das erste Mal in diesem Jahr ein Glas Wein in der Abendsonne auf dem Balkon getrunken.
  • Herr Grillenscheucher, mein Bruder und ich waren meine Mama und ihren Mann besuchen und zu einem Schlemmerfrühstück in einem süßen, kleinen Teeladen eingeladen. Das Frühstück war unglaublich liebevoll angerichtet und schmeckte total lecker. (Allerdings war ich noch ungefähr zwei Tage lang satt davon.)
  • Hinterher haben wir einen kurzen Spaziergang gemacht, haben einem genialen Straßenmusikanten mit Saxophon gelauscht und die alten Häuser bestaunt.

  • Ich war allein auf dem Wochenmarkt und hatte viele sehr nette Gespräche mit den Markthändlern. Ganz besonders habe ich mich über die hilfreiche Idee für ein Gericht von einer Händlerin gefreut als ich ratlos vor dem großen Gemüseangebot stand.
  • Ein Bahnsteig voller Menschen und wir bekamen trotzdem Sitzplätze im Zug. Offenbar fasst der Zug mehr Leute als der Bahnsteig.
  • Blühender, duftender Flieder.
  • Ein Treffen mit F. in der tollen Taverna Romana. Das Essen war wie immer lecker und wir hatten uns so viel zu erzählen.
  • F. schenkte mir ein Honig-Sortiment. Hach, wie toll! Ich liebe Honig im Tee und bin schon sehr gespannt, wie diese Sorten schmecken werden.

  • Eine Mail von S. mit vielen guten Gedanken. Ich bin dankbar für unseren Austausch.
  • Die Saat auf dem Balkon fängt an zu keimen und die Spannung wächst, ob alles so gedeiht wie geplant.
  • Vom Wochenmarkt habe ich beim Lieblings-Pflanzenhändler einen kleinen Lavendel mitgebracht. Der ist nun eingetopft und hängt direkt neben meinem Sitzplatz. Ich hoffe auf viel Lavendelduft in der Nase beim Chillen auf dem Balkon.

  • Gestern waren Herr Grillenscheucher und ich zum Tanz in den Mai in unserer Tanzschule. Schön war’s! Es war so hübsch mit Maikäfern und Maiglöckchen geschmückt und die Mitarbeiter waren alle in rot und weiß gekleidet. Wir haben viel getanzt und die Maibowle probiert, von der es für jeden ein Glas umsonst gab. Da Alkohol und Tanzen irgendwie nicht so gut zusammen passen, nahmen wir die ohne Alkohol und die war sehr lecker mit ganz vielen Erdbeeren. Das wäre sicher auch was für unsere Freundin C. Um Mitternacht sind wir auf einer total überfüllten Tanzfläche zu einem Wiener Walzer in den Mai getanzt und waren dann froh, das quasi erledigt zu haben und nach Hause fahren zu dürfen. (Wir werden echt alt…)
  • Entsprechend gibt es jetzt Wiener-Walzer-Musik. Gut, dass wir diese nicht hatten, denn sie ist schwer zu tanzen. Aber es ist ja gerade auch die Zeit des Abschiednehmens vom Winter und insofern passt das Lied ganz gut 😉 :