Der Nachtrag vom Wochenende

Das war ein schönes Wochenende. Entspannt und friedlich und sonnig. Ich habe das Gefühl, endlich in meiner Auszeit angekommen zu sein. Die innere Unruhe ist jedenfalls weg. Einziger Wermutstropfen war die Nachricht meiner Mama, dass es ihrem Mann noch nicht besser geht. 🙁

Die guten Dinge von Freitag:

  • Ich habe den Wahl-O-Mat bemüht, weil ich dieses Mal wirklich nicht weiß, welche Partei ich bei der Bundestagswahl wählen mag. Seine Antwort hat mich einigermaßen verblüfft, aber auch dazu geführt, dass ich mich mit Wahlprogrammen verschiedener Parteien beschäftigt habe. Ein guter Anfang für die Entscheidungsfindung ist gemacht.
  • Mein neues Bild von Ikea in seinen Rahmen gelegt. Das Bild gab es nur im Doppelpack – ich habe mich für die Sonnenblumen entschieden. Schön sieht das jetzt aus über meinem Esstisch.

  • Tanzen mit Herrn Grillenscheucher war toll und sehr lustig. Und hinterher gab es eine sehr leckere Fisch-Tomaten-Soße mit Bavette.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Erneuter Ikea-Besuch und dieses Mal ganz ohne Stau, Stress und Gewusel. Das zu weiche Kissen wurde gegen ein festeres umgetauscht und wir haben uns in Ruhe Badezimmermöbel angesehen, denn Herr Grillenscheucher braucht dringend mal neue.
  • In meinem Keller gekramt und tatsächlich zu den dort rum stehenden Regalböden für mein großes Regal im Wohnzimmer die passenden Befestigungen gefunden. In einem geordneten Haushalt geht eben nichts verloren, gell. So konnte das Regal um einen Boden erweitert werden, der noch mehr Ordnung schafft.
  • Ein sehr schöner Abend mit Herrn Grillenscheucher und einem Salz-Hähnchen. Viele Pläne gemacht – mit dem Herrn, nicht mit dem Hähnchen 😉 – und eine gute Idee für sein Bad gehabt.

Die guten Dinge von heute:

  • Das Wetter war so schön und wir haben mal ganz klassisch einen Sonntagsspaziergang um den Appelhoffweiher gemacht.
  • Wunderschöne WhatsApp-Geräusch-Nachrichten von S.: Wellenrauschen an einem Strand und Vogelgezwitscher aus einem Urwald auf Hawaii. Das war wie ein Mini-Wellness-Urlaub. 😎
  • Mein Sofa hat nun neue Kissen. Ich freu mich darüber.

Frustriert

Zum herbstlich grauen, kühlen, regnerischen Wetter kam heute kurz vor Feierabend auch noch eine Mail, nach der eine weitere und vermutlich größere Runde darum gedreht werden muss, ob all die Projekte, an denen u.a. ich gerade arbeite, überhaupt sinnvoll sind. Schon wieder! Es ist ja nicht so, dass unsere Aktivitäten nicht sowieso regelmäßig mit der Lupe überprüft werden würden. Und natürlich sollte man immer einen Blick darauf haben, ob irgendwas noch Sinn macht zu tun. Die Machtkämpfe, die unter diesem Label ausgefochten werden, sind allerdings komplett sinnlos. Außerdem macht es mich gerade richtig mürbe, immer wieder des sinnlosen Tuns bezichtigt zu werden. 👿 Dafür habe ich eine Menge kleiner guter Dinge zu berichten. Sozusagen ätsch.

Eins noch von gestern:

  • Eine Mail von meiner Mama, die die schlechte familiäre Nachricht ein bisschen weniger schlimm machte.

Und die vielen von heute:

  • Mit Olga durch den Regen zur Arbeit und zurück zu fahren und dem Wackel-Blümchen auf dem Armaturenbrett zu zu grinsen.
  • Eine Zuständigkeit offiziell für beendet erklärt und das ist jetzt auch in einem Protokoll fest gehalten.
  • Ein zwar kurzes, aber gut tuendes Gespräch mit D.
  • Ein Workshop mit sehr kompetenten Beratern, die wirklich da sind für uns und nicht einfach nur den Auftrag ergattern wollten.
  • Auf einem der vielen Flure meiner Firma begegnete ich einem mir unbekannten Kollegen, der einen Teller Kekse trug und mir einfach so einen anbot. (Es gibt sie eben doch, die netten Kollegen…)
  • Ein trockener Heimweg.
  • Ein Lächeln per WhatsApp geschickt bekommen.
  • Die Mail von meinem Bruder, dass er beim Renovieren hilft.
  • Passend zum herbstlichen Wetter Teelichte angezündet.
  • Nach dem Aufschreiben dieser Liste geht es mir wieder besser. 🙂

Der Nachtrag vom Wochenende

Dieses Wochenende war ich das erste Mal in diesem Jahr bei Herrn Grillenscheucher. Wir hatten es schön und sonnig und entspannt. Und es so toll, wie der Frühling sich ins Zeug legt. Überall blühen die Forsythien in gelb und die Kirschbäume in rosa und bunte Ostereier hängen in den Vorgärten.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Morgens schon hatte ich einen Termin beim Orthopäden. Die Arzthelferin, die ich dort am liebsten mag, ist wieder gesund und hat sich sehr über die Tüte merci petits gefreut, die ich für alle als Dankeschön mitgebracht hatte. Das haben sie sich wirklich verdient, so toll, wie die Praxis funktioniert. Die Vertretungsärztin – der Doktor war krank – hat mir ohne Diskussion ein neues Rezept für die Physiotherapie verschrieben und sich gewundert, dass ich dafür extra kommen musste. Der Doktor ist da eben knauseriger. Einziger Wermutstropfen: die Vertretungszeit meines Physiotherapeuten ist beendet und ich muss mit anderen arbeiten. 🙁

  • Der überraschende Anruf von S. und wir haben geplappert als hätten wir uns vorgestern erst gesprochen. Dabei war es nach vielen Mails unser erstes Telefonat miteinander.
  • Noch ein erstes Mal in diesem Jahr: Ich bin wieder mit Olga gefahren. Zuerst wollte sie nicht so recht und ging einfach wieder aus. Im zweiten Versuch mit viel Gas konnten wir dann doch los. Nicht ganz so angenehm für meine Schulter, das Autofahren, aber zusammen haben wir es geschafft.
  • Bonus: Und noch ein erstes Mal in diesem Jahr: Die Sonne schien und es war so warm, dass wir auf dem Balkon von Herrn Grillenscheucher Prosecco trinken konnten.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Herr Grillenscheucher und ich haben meine Pflanzen aus dem Winterquartier bei ihm wieder auf meinen Balkon gebracht. Der Lorbeer und der große Rosmarin treiben schon wieder aus – sieht super aus.
  • Eine kleine Einkaufstour mit Olga. U.a. haben wir viele Saattütchen und mein neues liebstes anti-alkoholisches Kaltgetränk erstanden: Rhabarber-Schore von Hella. Sieht ein bisschen eklig aus, schmeckt aber hervorragend säuerlich. Zwischendurch gab es auch noch den Geschmack Italiens im Mund.

  • Und weil es gestern schon so schön war, haben wir nochmal Prosecco auf Herrn Grillenscheuchers Balkon getrunken.

Die guten Dinge von heute:

  • Ausreichend geschlafen und danach eine Latte Macchiato ans Bett serviert bekommen.
  • Herr Grillenscheucher hat sich um Anton gekümmert. WhatsApp läuft jetzt auf meiner neuen Handynummer und Landkarten für unsere Kreuzfahrt sind auch drauf, damit wir uns unterwegs nicht verlaufen.
  • Wieder zu Hause erwarteten mich auf meinem Balkon glücklich aussehende Pflanzen. Der Liebstöckel ist um mindestens 10 cm am Wochenende gewachsen. Die Kroken blühen um die Wette. Der Jasmin kriegt grüne Blätter und der Baum vor meinem Balkon auch. Hach!

    

    

  • Bonus: Die Kresse hat sich ebenfalls prächtig entwickelt und wird gleich mein Abendessen bereichern.

Paukenschlag

Das Jahr 2016 ging für mich mit einem gefühlten Paukenschlag zu Ende: Bei einem blöden Sturz habe ich mir das linke Schlüsselbein gebrochen. 🙁 Deshalb war hier so lange Schweigen im Blog. Ich konnte physisch nicht tippen, wollte das aber auch gar nicht. Zu tief war meine Verstörung darüber, dass ausgerechnet mir so was passiert ist. Langsam und in Minischritten geht es mir besser. Ich kann wieder mit 10 Fingern tippen. Der linke Arm wird dank der Qualen bei der Physiotherapie immer beweglicher. Irgendwann ist bestimmt wieder alles gut.

Trotzdem gab es eine Menge gute Dinge in den letzten fast zweieinhalb Monaten. Eine vermutlich unvollständige Aufzählung, bei der die Reihenfolge keine Gewichtung ist:

  • Das Glück, dass ich in einem Land mit so guter ärztlicher Versorgung lebe und durch die Krankenkasse und meinen Arbeitgeber so gut abgesichert bin.
  • All die hilfreichen, herzlichen und fröhlichen Mitarbeiter im Krankenhaus, in der Arztpraxis und im Physiotherapiezentrum.
  • Ich habe einen wunderbaren Orthopäden kennengelernt (obwohl die doch eigentlich gar nicht wunderbar sein können 😉 ). Ich hatte die perfekte Chirurgin im Krankenhaus, die mich Nervenbündel unglaublich beruhigt hat. Ich habe einen super guten Physiotherapeuten gefunden.
  • Schlafen, schlafen und noch mehr schlafen. Ich habe ja gedacht, dass ich irgendwann genug davon habe, aber das ist nicht der Fall. 😉
  • Herr Grillenscheucher war die ganze Zeit bei mir und ist es immer noch. Er ist quasi bei mir eingezogen und hilft mir bei wirklich allem, was ich nicht allein kann. Das war und ist eine so riesengroße Hilfe – unbeschreiblich!
  • Dass Herr Grillenscheucher und ich so lange Zeit auf so engem Raum zusammen leben können, ist eine richtig tolle Erfahrung. Wir sind unsere Unabhängigkeit gewohnt und darauf plötzlich ohne Groll verzichten zu können, ist definitiv keine Selbstverständlichkeit.
  • Diese lange gemeinsame Zeit hat uns unglaublich viele sehr intensive Momente miteinander beschert. Und sehr viele alberne Momente. 🙂
  • Leckeres Essen und das Ausprobieren neuer Rezepte, z.B. Skrei auf Tomaten. Sehr besonders war auch der Moment, als ich wieder Gemüse schnippeln konnte.
  • Ich habe viel Geduld, viel Langsamkeit und mehr Achtsamkeit gelernt. Hoffentlich kann ich das in den Alltag rüber retten.
  • Die Menschen, die wirklich da waren mit ihren Anrufen, Mails, Postkarten, WhatsApp-Nachrichten und Besuchen. Vor allem im Krankenhaus war WhatsApp eine tolle Ablenkung.
  • Die Erfindung der Duschmatte! Seit ich so ein Ding habe, kann ich wieder ohne Angst auszurutschen unter die Dusche gehen. (Es ist erstaunlich, wovor ich Ängste entwickelt habe, obwohl der Sturz in einer ganz anderen Situation passiert ist.)
  • Mein Blog hat ein neues Kleid bekommen, das mir sehr gut gefällt.
  • Ich habe Minigärten ausgesät, die nun an meinem Schlafzimmerfenster stehen. Zuerst nur Salat, Schnittlauch und Basilikum, denn die Blümchen dürfen erst nächsten Monat laut Packungsangaben. Der Salat steckt sogar schon grüne Spitzen aus der Erde.

  • Der Winterjasmin hat endlich Blüten bekommen. Sehr spät in diesem Jahr, so dass ich schon Sorge um ihn hatte.

Der Nachtrag vom Wochenende

Die letzten Wochen dieses Jahres meinen es nicht gut mit mir. 🙁 Dieses Wochenende war erfüllt von Computer-Ärger. Ich frage mich gerade ernsthaft, ob ich diesen Blog noch weiter betreiben will. Nie hätte ich mir vorstellen können, dass so eine harmlose Seite wie diese derart ausgenutzt werden kann. Nun gut, noch bin ich zu wütend, um den unfairen Methoden klein bei zu geben. 👿 Weiter geht’s.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Telefonate mit total netten Menschen, die mir sehr geholfen haben.
  • Herr Grillenscheucher und die Gespräche mit ihm, die mich aus der Panik in die Wut gebracht haben.
  • Dass wir es nur ein bisschen zu spät noch zum Tanzen geschafft haben. Was anderes tun, was anderes denken – das war dringend nötig.
  • Bonus: Nervenberuhigung durch das Essen von Spaghetti Bolognese. 😉

Die guten Dinge von Samstag:

  • Der Geschmack Italiens im Mund:

  • Die Hilfe von Herrn Grillenscheucher beim Computer-Ärger und der Neugestaltung des Blogs.
  • Die Entscheidung getroffen, mich im schlimmsten Fall auch vor Gericht zu streiten.

Die guten Dinge von heute:

  • Lange, ausgiebig und erholsam geschlafen.
  • S. hat per WhatsApp ein wunderschönes Video geschickt, das mir den Glauben an die Menschheit ein wenig zurück brachte:

  • Nur noch eine Woche… 🙂

Ich wünsche allen einen ärgerfreien, kerzenvollen 4. Advent!