Frustriert

Zum herbstlich grauen, kühlen, regnerischen Wetter kam heute kurz vor Feierabend auch noch eine Mail, nach der eine weitere und vermutlich größere Runde darum gedreht werden muss, ob all die Projekte, an denen u.a. ich gerade arbeite, überhaupt sinnvoll sind. Schon wieder! Es ist ja nicht so, dass unsere Aktivitäten nicht sowieso regelmäßig mit der Lupe überprüft werden würden. Und natürlich sollte man immer einen Blick darauf haben, ob irgendwas noch Sinn macht zu tun. Die Machtkämpfe, die unter diesem Label ausgefochten werden, sind allerdings komplett sinnlos. Außerdem macht es mich gerade richtig mürbe, immer wieder des sinnlosen Tuns bezichtigt zu werden. 👿 Dafür habe ich eine Menge kleiner guter Dinge zu berichten. Sozusagen ätsch.

Eins noch von gestern:

  • Eine Mail von meiner Mama, die die schlechte familiäre Nachricht ein bisschen weniger schlimm machte.

Und die vielen von heute:

  • Mit Olga durch den Regen zur Arbeit und zurück zu fahren und dem Wackel-Blümchen auf dem Armaturenbrett zu zu grinsen.
  • Eine Zuständigkeit offiziell für beendet erklärt und das ist jetzt auch in einem Protokoll fest gehalten.
  • Ein zwar kurzes, aber gut tuendes Gespräch mit D.
  • Ein Workshop mit sehr kompetenten Beratern, die wirklich da sind für uns und nicht einfach nur den Auftrag ergattern wollten.
  • Auf einem der vielen Flure meiner Firma begegnete ich einem mir unbekannten Kollegen, der einen Teller Kekse trug und mir einfach so einen anbot. (Es gibt sie eben doch, die netten Kollegen…)
  • Ein trockener Heimweg.
  • Ein Lächeln per WhatsApp geschickt bekommen.
  • Die Mail von meinem Bruder, dass er beim Renovieren hilft.
  • Passend zum herbstlichen Wetter Teelichte angezündet.
  • Nach dem Aufschreiben dieser Liste geht es mir wieder besser. 🙂

Täglich die Wackelblume

  • Blumen sind für mich so gut wie immer ein Grund zur Freude. Heute hab ich mich wie gerade täglich über meine Wackelblume, die auf meinem Armaturenbrett so fröhlich winkt, gefreut. Sie macht mir immer gute Laune und wenn mich andere Verkehrsteilnehmer durch ihre Blödheit aufregen, zwinkern Blümchen und ich uns zu und grinsen vor uns hin. 😉
  • Die Mittagspause habe ich mal in komplett anderer Runde verbracht. Wie gut, dass ich mich getraut hab, denn alle haben sich über meine spontane Entscheidung gefreut und wir hatten viel Spaß miteinander.
  • Zu Hause habe ich mich über zwei Mails sehr gefreut. Bei der von U. wurde mir ganz warm ums Herz, weil ich erstens die letzten Tage immer wieder an sie (U.) dachte und sie (die Mail) eine so liebevolle Aussage zu meinem Blog enthielt. Danke schön! Die andere Mail war der Newsletter vom Biogartenversand mit den geliebten poetischen Worten und diesem Herz-hüpfen-machenden Gedicht:

„Und als der Frühling kommt ins Land,
da ziehn gleich einem bunten Band
die Käfer, Blumen, Gräser klein
frohlockend in die Welt hinein“
Sibylle von Olfers