Eine Mail am Morgen

Heute passte der Spruch „Ein perfekter Morgen startet mit einem Mord. Oder Kaffee, Kaffee geht auch.“ auf meinem neuen Kaffeebecher perfekt zum Start in den Arbeitstag. Zu viel Blödheit in einer einzigen Mail, die mich dort erwartete, noch mehr Blödheit im sich daran anschließenden Telefonat. 😡 Da war dann viel, ganz viel Kaffee nötig, um mir wieder bessere Laune zu verschaffen. (Nein, ein Mord wäre selbstredend keine Lösung gewesen. Aber manche Leute möchte ich gelegentlich so richtig durch schütteln, damit wenigstens ihre beiden überhaupt anwesenden Hirnzellen mal wieder ineinander greifen. Und nein, ich bin nicht perfekt, behaupte das aber auch nicht.)

  • Die Sonne ließ sich mal wieder blicken und die Luft war so schön klar.
  • Auf dem Heimweg hatte die Sonne einem fast vollen Mond Platz gemacht.
  • Ein Überraschungspäckchen im Briefkasten, das eine liebe Karte und das Buch „Altes Land“ von Dörte Hansen enthielt. Witzig! Vor dem Buch stand ich schon so oft, habe es dann doch nicht gekauft und nun kommt es so zu mir.

Kurz und gut

  • Die erste Nacht in dieser Woche bis zum Weckerklingeln durch geschlafen. Welch eine Erholung! (Die anstrengenden anderen Nächte schiebe ich mal auf den Vollmond Anfang der Woche.)
  • Die Sonne ließ sich endlich wieder blicken. 😎
  • Dieses Mal scheint die Salat-Saat auf dem Balkon gekeimt zu haben. Jedenfalls zeigen sich die ersten grünen Mini-Spitzen.

Civitavecchia

Civitavecchi – der unvermeidliche Hafen auf einer Kreuzfahrt durch das westliche Mittelmeer. 🙁 Es ist der Hafen, der am dichtesten bei Rom liegt. Also werden von TUI Cruises jede Menge Ganztagesausflüge nach Rom angeboten – in der Regel mit einem Transfer per Bus. Geschätzte Fahrzeit laut dem Landausflüge-Programm ist 1,5 Stunden für eine Strecke. Die Preise sind dafür sind nicht ohne. Erheblich billiger ist die Tour, wenn man sie eigenständig mit dem Zug macht. Aber auch der Zug braucht fast 1,5 Stunden bis nach Rom.

Herr Grillenscheucher und ich kennen und lieben Rom. Für uns wäre es schrecklich, nur ein paar Stunden in dieser riesigen, wundervollen Stadt zu verbringen.Civitavecchia selbst haben wir uns bei einer unserer letzten Kreuzfahrten näher angesehen und müssen leider sagen: hässlich, langweilig und überhaupt nicht wiederholenswert.

Deshalb haben wir uns vor dieser Kreuzfahrt durch das Internet gehangelt und gehofft, irgendwas in der Nähe von Civitavecchia zu finden, was wir uns gern angesehen hätten. Leider ohne Erfolg. In der erreichbaren Nähe gibt es einfach fast nichts und auf jeden Fall nichts, was uns beide interessiert hätte. Also sind wir an diesem Tag an Bord geblieben, was ganz angenehm war, da nur wenige Gäste ebenfalls geblieben waren.

Gleich morgens wurde das Schiff mit allem möglichen beliefert, Obst und Gemüse z.B.

Gleichzeitig wurde unser Müll weg gekarrt:

Wir hatten einen sehr entspannten Tag. Wir saßen in der Sonne auf der Außenalsterbar und ich habe viel gelesen. Bis die Gespräche am Nebentisch für uns zu nervig wurden und wir flohen. Wir hören diesen Gesprächen nicht absichtlich zu, aber manche sind so laut, dass man sie nicht mal ignorieren kann, obwohl man es am liebsten möchte.

Am späten Nachmittag hatte ich einen Termin zur Rückenmassage. Hui, hui! Ich stelle mir unter Massage ja immer was Sanftes vor, aber so war es keinesfalls. Teilweise tat es ganz schön weh und ich hörte meine Muskeln krachen. 😯 Aber hinterher waren die wesentlichen Blockaden in meiner linken Schulter wie weg geblasen. Toll, einfach toll!

Hinterher haben wir im Casino auf das Ablegen gewartet. Einer der Ausflugsbusse hatte Verspätung, so dass wir mit eine Stunde später als geplant ablegten. Danach gab es ein entspanntes (wegen der späten Uhrzeit) und ganz leckeres Abendessen im Atlantik.

Den Abend haben wir wieder im Casino ausklingen lassen, wo es wegen einer Fußballübertragung auf den Fernseh-Bildschirmen ziemlich voll war. Herr Grillenscheucher hat einen Mit-Passagier davor gerettet, vom Barhocker zu kippen. So müde war der Typ schon! Aber er blieb dennoch bis zum Ende des Fußballspiels. Meine Güte, es ist doch nur ein Spiel!

Später hatten wir noch ein total unnötiges Gespräch an der Casino-Bar mit M., Versicherungsvertreter vom Scheitel bis zu Sohle. Ich habe mich sehr über mich geärgert, weil ich mal wieder einfach zu nett war. Ein Glück, dass es irgendwann Zeit für’s Bett war.

Die guten Dinge von Mittwoch, 10.5.2017:

  • Ein weiterer entspannter Tag und der dann auch noch mit wenigen an Bord gebliebenen Gästen. Und deshalb lesen, lesen, lesen.
  • Die Rückenmassage, die mir so unglaublich gut tat.
  • Nachts gab es Begleitung von einem anderen Kreuzfahrtschiff und den Vollmond:

Es weihnachtete…

… bei mir sehr schön und friedlich und liebevoll. Also habe ich eine Menge guter Dinge zu erzählen. Eins gab es an jedem Tag: Temperaturrekorde am laufenden Band! 😎 Ich bin immer so froh, wenn ich nicht frieren muss.

Zuerst die guten Dinge von Mittwoch, die noch fehlen:

  • Ein Anruf von meinem Vater und wir  hatten ein erstaunlich nettes Gespräch.
  • Der Einkauf für die nächsten 4 Tage stand mir einigermaßen bevor, aber dann war es in den Läden gar nicht so voll wie befürchtet. Kein Gerangel um die letzte Weihnachtsgans oder so. Puh!
  • Herr Grillenscheucher hatte das Abendessen schon zu Hause vorbereitet. Nur die Lasagne musste noch in den Ofen. Manchmal kann das Leben doch so leicht sein. 😉

Die guten Dinge von Donnerstag, Heiligabend:

  • Herr Grillenscheucher und ich sind zu meiner Mama und ihrem Mann gefahren. Ein Glück gab es wie jedes Jahr einen echten Weihnachtsbaum mit echten Kerzen. Heiligabend ohne diese Tradition wäre für mich einfach nichts.

05_Kerze 02_Weihnachtsbaum 03_Weihnachtsvogel

  • Dass dieses Jahr mit der Tradition „Fondue“ gebrochen wurde, war dafür ein Highlight. Es gab nämlich stattdessen eine richtige Weihnachtsgans mit Kartoffelknödeln und Rot- und Rosenkohl. Wir haben lecker geschlemmt und uns prächtig unterhalten. Schön war’s!
  • Die Tradition „Weihnachtsgeschenke“ haben wir schon vor Jahren aufgegeben, aber ich habe trotzdem zwei von meinen Lieblingstagebüchern geschenkt bekommen. Das ist so klasse, denn die gibt es nur einmal jährlich bei Aldi und dieses Jahr habe ich sie irgendwie verpasst.
  • Bonus: Der wunderschöne helle Vollmond.

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Die guten Dinge von Donnerstag, erster Weihnachtstag:

  • Noch eine Tradition: Für Herrn Grillenscheucher und mich ist das der Tag der Fresspause. 😉 Auch wenn’s lecker ist, kann ich nicht zwei Tage hintereinander so üppiges Essen wirklich genießen und würdigen. Natürlich essen wir an dem Tag nicht gar nichts. Es gab ein sehr leckeres, schnelles, leichtes Nudelgericht.
  • Sonnenschein und ein hübscher Sonnenuntergang:

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  • Ich habe meine Weihnachtspost geöffnet und gelesen und mich sooo über all die lieben Worte und kleinen Geschenke gefreut. Es gab so manches, was mich sehr berührt hat.

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Die guten Dinge von Samstag, zweiter Weihnachtstag:

  • Herr Grillenscheucher und ich sind zu seinen Eltern gefahren. Dort gibt es keinen Weihnachtsbaum, sondern eine Krippe. Mir ist das ja ein bisschen fremd, aber all die Details darin begeistern mich schon sehr.

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  • Traditionell gab es Grünkohl mit süßen Bratkartoffeln, Kassler und Würsten. Das zweite Weihnachtsschlemmen mit viel Gesprächsstoff und viel Lachen. Schön war’s!
  • Zurück zu Hause haben Herr Grillenscheucher und ich noch lange bei Wein und Kerzenschein gesessen. Manchmal wundere ich mich, dass es nach all unseren gemeinsamen Jahren Geschichten gibt, die wir uns noch nicht erzählt haben. Toll ist das!

Die guten Dinge von heute:

  • Nach der langen Nacht haben wir erst mal genüsslich ausgeschlafen.
  • Ich habe die Weihnachtsdeko abgebaut – alle Hirsche und Geweihe sind verstaut und warten im Keller aufs nächste Weihnachten. 😉
  • Herr Grillenscheucher ist nach Hause gegangen und ich genieße es, mal wieder allein zu sein.

Blutmond

Ich bin ja lernfähig, oh ja. Vor ein paar Wochen hieß es, dass man in der Nacht jede Menge Sternschnuppen beobachten könnte. Allerdings zu einer Zeit, zu der selbst ich gewöhnlich schlafe. So verpasste ich schlafenderweise dieses Ereignis. Am nächsten Tag erzählte mir im Radio eine Moderatorin, dass sie sich dafür einfach den Wecker gestellt hatte und den Sternschnuppen-Regen von ihrem Balkon beobachtet hat und wie toll das war. Ja, klar, man kann den Schlaf auch unterbrechen. 💡 Erstaunlich, dass ich da nicht selbst drauf gekommen bin, unterbreche ich doch eigentlich jeden Wochentag meinen Schlaf, um rechtzeitig im Büro zu sein.

Letzte Nacht habe ich den Wecker auf 4 Uhr (!) gestellt, mich nach viel Murren aufgerappelt und den Blutmond, die totale Mondfinsternis, gesehen. Das war schon beeindruckend, wenn er auch von hier wegen all dem Licht aus der Stadt eher leicht orange als rot aussah. Aber den vollen Mond hab ich sowieso sehr gern.

Schlafen danach war aber auch sehr schön. 😉 Und dann gab’s noch:

  • Olga putzen. Durch die Waschanlage fahren und uns zusätzlich das Angebot, die Fenster innen und außen putzen zu lassen, gegönnt. Anschließend mit Herrn Grillenscheucher das Auto auch von drinnen putzen und saugen. Jetzt blinkt die Süße wieder innen und außen und kam auch gleich in die Garage, damit kein Vogel auch nur den Hauch einer Chance hat…
  • Zahnarzttermin mit Füllung-Austauschen überstanden. Sie sind so lieb dort und streicheln einem immer den Arm, wenn man vor Panik schon nach Luft schnappt. Das schönste war aber als irgendwann die Betäubung der Unterlippe weg war.
  • Der Anruf von F. und ganz lange über alles, was bei uns beiden gerade so los ist, gequatscht. Das war richtig toll.