G20-Überlebensstrategien

Nächste Woche ist es soweit und der G20-Gipfel tagt in meiner schönen Stadt. Mitten in Hamburg trifft sich die Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Schon untereinander haben sie ein gewaltiges Konfliktpotential durch die Herren Erdogan, Putin und Trump. (Wobei ich schätze, dass die 3 sich bestens verstehen.) Aber vermutlich werden die Teilnehmer am Gipfel sich eher nicht prügeln, mit Steinen schmeißen oder Autos anzünden. Das ist leider das, was von den Teilnehmern der diversen Demos gegen G20 erwartet wird. Schließlich kündigen sie das z.T. selbst an. Als hätte Gewalt jemals was gebracht. 🙄

Mittlerweile wurden diverse Zäune mit Stacheldraht aufgestellt, große Sperrzonen eingerichtet, Schaufenster mit Brettern vernagelt, Bus-Routen geändert, ein Tunnel gesperrt, tausende von Polizisten aus anderen (Bundes-)Ländern nach Hamburg geholt usw. usf. Warnungen und Vorsichtsmaßnahmen noch und nöcher: man soll weder Auto noch Fahrrad fahren; in der Innenstadt kann kein Geld abgehoben werden; Flugzeuge werden nach Hannover umgeleitet; in einigen Läden kann man nicht einkaufen, weil sie gezwungen wurden, an den Tagen zu schließen; in den inneren Sperrbezirk kommt man nur mit Ausweis und berechtigtem Interesse, das schriftlich nachgewiesen sein muss (z.B. wenn man dort zu einem Geburtstags-Kaffeetrinken eingeladen ist); um die Routen und Plätze für Abschlusskundgebungen von Demos wird erbittert gekämpft und es gibt immer noch keine endgültige Entscheidung; usw. usf. Soviel zu den noch kürzlich vollmundigen Behauptungen unserer herzallerliebsten Politiker: „Für die Einwohner gibt es keinerlei Behinderungen.“.

Der Spiegel hat deshalb ein ganz nettes Video mit Überlebensstrategien für den G20-Gipfel veröffentlicht, das man unter diesem Link findet: http://www.spiegel.de/video/g20-gipfel-umfrage-in-hamburg-video-1778081.html Die Hamburger werden demnach also überwiegend entweder auf ihrem Balkon sitzen oder die Stadt verlassen. Tja, vielleicht kommt ja gar niemand zu den befürchteten Demos? Vielleicht ist das alles prophylaktische Panikmache? Das werden wir erst am Ende der nächsten Woche wissen.

  • Für mich selbst habe ich heute beschlossen, dass ich an beiden Tagen Urlaub nehmen werde. Und obwohl ich ein liebes Angebot von meiner Mama habe, zu ihr zu „flüchten“, werde ich die Stadt nicht verlassen. Schlimm genug, dass ich mich quasi gezwungen fühle, Urlaub zu nehmen! Flucht ist deshalb keine Option für mich. Stattdessen hoffe ich, dass das Wetter gut genug ist, um mich auch auf meinen Balkon zu begeben und dort einiges zu tun. Und vielleicht gehe ich am Mittwoch tanzend demonstrieren.
  • Trockenen Fußes den Einkauf erledigt und nach Hause gekommen.
  • Meine Balkon-Tomate hat eine erste Blüte.

Der Nachtrag vom Wochenende

Tja, die habe ich mir wirklich ganz anders erhofft und gewünscht, die Tage nach der Kreuzfahrt. Seufz. Da spielt hier schon mal das Wetter mit und ich kann es weder genießen noch nutzen, weil ich immer noch mit der Erkältung kämpfe. Grässlich, was Klimaanlagen den Schleimhäuten antun. 🙁

Die guten Dinge von Freitag:

  • Herr Grillenscheucher hat mir ein kleines zartes Tomatenpflänzchen geschenkt, das während unserer Abwesenheit das Licht der Welt erblickte.

  • Wieder erst im dritten angefahrenen Aldi-Markt meinen Lieblingsquark bekommen. 👿 Aber immerhin lagert jetzt ein kleiner Vorrat in meinem Kühlschrank.
  • Obwohl ich nicht so viel Lust hatte, haben Herr Grillenscheucher und ich Let’s Dance geguckt. Und – hach – es war dieses Mal eine wahre Freude, das Tanzen zu sehen. Wunderbar! Berührend! Nur dass Giovanni ausgeschieden ist, war ein Wermutstropfen für mich. Den finde ich nämlich sehr sympathisch.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Ganz viel geschlafen.
  • Wir hatten Tickets für das Konzert von den Wise Guys im Michel. Ihre Abschiedstour und wir haben uns so darauf gefreut. Aber dann sagt mein Körper mal wieder: „Ohne mich.“. 🙁 Das hat mich sehr traurig gemacht, aber letztlich war ich dann doch froh, mit dem, was sich mein Körper für diesen Abend ausdachte, zu Hause zu sein. (Die Details erspare ich dem werten Leser…)
  • Abgesehen davon hatten Herr Grillenscheucher und ich einen schönen Abend miteinander.

Die guten Dinge von heute:

  • Wenigstens stabilisiert sich meine körperliche Verfassung auf „nur noch“ Halsschmerzen.
  • Den dringend notwendigen Wohnungsputz habe ich bewältigen können. Und draußen war es überwiegend sonnig und vor allem trocken, so dass endlich mit der Reinigung des Balkon-Fußbodens begonnen werden konnte. Nun herrscht Chaos auf der einen Seite, während auf der anderen Seite das Mittel von Mellerud einwirkt. Es geht voran, yeah!

  • Herr Grillenscheucher bleibt heute hier, damit er mir morgen helfen kann, die Balkon-Reinigungsaktion weiter voran zu treiben. 🙂

Skrei im Ofen gebacken auf Tomaten-Knoblauch-Beet

Skrei im Ofen gebacken auf Tomaten-Knoblauch-Beet

(Fotograf: Norwegian Seafood Council)

Im Ofen gebackener Skrei mit den mediterranen Aromen von Knoblauch und Tomate ist das ideale Gericht für Ihre Familie und Freunde, wenn Sie nicht den ganzen Tag in der Küche verbringen wollen.

Zutaten für 4 Portionen

  • 800 g  norwegisches Skreifilet, ohne Haut und Gräten (Winterkabeljau)
  • 1 Stk.  Zwiebel
  • 4 Stk.  Tomaten
  • 3 Zehen  Knoblauch
  • 0,33 TL  Chilischote, rot
  • 100 g  Tomatenmark
  • 100 ml  Weißwein
  • 100 ml  Olivenöl
  • Zucker
  • Salz und Pfeffer
  • Thymian, frisch

Zubereitung

Heizen Sie den Ofen auf 200 °C vor.
Würfeln Sie die Zwiebel, schneiden Sie die Tomaten in Scheiben und hacken Sie den Knoblauch und den Chili sehr fein.
Braten Sie die Zwiebel und den Knoblauch in etwas Olivenöl, bis sie anfangen braun zu werden.
Fügen Sie den Chili und das Tomatenmark hinzu und lassen Sie diese kurz mit den Zwiebeln mitbraten.
Fügen Sie den Weißwein hinzu und würzen Sie die Soße mit Zucker, Salz und Pfeffer.
Legen Sie den Skrei zusammen mit den Tomatenscheiben in eine feuerfeste Schale.
Backen Sie den Fisch etwa 20 Minuten lang im Ofen.
Gießen Sie einen Spiegel Tomatensoße auf die Teller, träufeln Sie etwas Olivenöl darüber und legen Sie dann den Fisch auf die Soße.
Streuen Sie etwas gehackten Thymian darüber und servieren Sie den Fisch mit Brot.
Tipp: Skrei gibt es immer nur von Januar bis Ostern. Sollten Sie keinen Skrei erhalten, verwenden Sie als Alternative norwegischen Kabeljau.

Das Rezept stammt von der Seite von Fisch aus Norwegen.

Der Nachtrag vom Wochenende

Das war ein sehr fleißiges und schweißtreibendes Wochenende. Herr Grillenscheucher und ich haben geputzt, was das Zeug hielt. Ich wünsche mir eine sich selbst reinigende Wohnung!

Die guten Dinge von Freitag:

  • Meinem Rücken ging es erheblich besser und ich war wieder bewegungsfähig.
  • Kaum stehen wir auf dem Wochenmarkt am Gemüsestand an, sucht uns der Juniorchef schon Ochsenherztomaten raus. Der freut sich genauso wie wir, dass sein eigenes Gemüse so toll geworden ist. 🙂
  • Tanzen! Dieses Mal mit ganz viel Tango-Technik, so dass wir letztlich ständig die Balance verloren, weil wir so mit der korrekten Fuß- und Körperhaltung beschäftigt waren. Nun ja, Übung macht den Meister, gell.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Großreinemachen im Schlafzimmer und dank Herrn Grillenscheucher sind die Fenster jetzt wieder richtig durchsichtig. Das gibt goldene Fleiß-Sternchen für uns beide. 😉
  • Lamm mit Bohnen und Ochsenherztomaten – sooo lecker!
  • Der lange, gemütliche Abend mit Herrn Grillenscheucher.

Die guten Dinge von heute:

  • Endlich gelingen mir die Frühstückseier wieder perfekt: Eigelb flüssig, Eiweiß fest. Warum auch immer hat die Kochzeit von 5 Minuten einfach nicht mehr gereicht. Jetzt brauchen sie 5:15 Minuten. Verstehe das, wer will. 😐
  • Das Großreinemachen im Schlafzimmer vollendet und der Rest der Wohnung ist mit der Hilfe von Herrn Grillenscheucher auch wieder sauber. Noch mehr Fleiß-Sternchen. 😉
  • Eine schöne Lebensfreude-Botschaft in meinen Mails:

Der Nachtrag vom Wochenende

Grau war’s und regnerisch, aber trotzdem sehr fein. Nur die Nachrichtenlage muss man tunlichst ignorieren. Gehört es denn neuerdings zum guten Ton, bewaffnet durch die Gegend zu laufen und Menschen nieder zu metzeln??? Als ich heute mit Olga nach Hause fuhr, waren beide Seitenscheiben runter gekurbelt. Es war nämlich ziemlich warm im Auto. Und ich fragte mich ernsthaft, ob das nicht gefährlich ist. So könnte doch jeder Trottel an jeder roten Ampel, an der ich stand, mich durch die offenen Scheiben angreifen. So weit ist es schon gekommen. 😯 Nein, ich habe die Fenster nicht zu gemacht, aber aus Trotz und nicht, weil ich mich sicher gefühlt hätte.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Es regnete den ganzen Tag Bindfäden und es war ein kleines Wunder, dass es just dann aufhörte als Herr Grillenscheucher und ich zum Wochenmarkt gingen. Vielen lieben Dank, Herr Petrus!
  • Endlich wieder tanzen! Schon nach nur zwei Wochen Ferienpause habe ich es sehr vermisst. Es tat super gut, wenn es auch echt anstrengend war. Drei Wiener Walzer hintereinander hat was von Karussellfahren…
  • So langsam finden wir uns rein in die Truppe, mit denen wir da tanzen. Ich erkenne die Gesichter wieder, juchuh! Nun kann ich endlich auch Hallo und Tschüß zu den „richtigen“ Leuten sagen. 😉 Und sie sind alle ausgesprochen nett und sehr koordiniert beim Tanzen. Richtig schön dort und mit denen.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Immer wieder ein Erlebnis: mit Olga durch die Waschstraße fahren. Ich finde, es fehlt noch die passende Musik zum Wedeln der blauen Lappen. Dann sähe es aus wie Lappen-Ballett. 😉
  • Zusammen mit Herrn Grillenscheucher Ausflugspläne für die nächsten zwei Wochen gemacht.
  • Ein langer Abend mit vielen Gesprächen und unglaublich leckerem Essen. Es gab Bruschetta als Vorspeise – natürlich mit den tollen Ochsenherztomaten – und Schweinefilet mit Pfifferlings-Tomaten-Sahne-Soße. Zum Reinlegen!

Die guten Dinge von heute:

  • Lauter liebe Mails in meinem Postfach.
  • Ich habe endlich gelernt, wie das mit dem RSS-Feed funktioniert. Nun verpasse ich nichts mehr in meinen Lieblings-Blogs.
  • Eiskalte süße Kirschen.