Mein Aufreger des Tages

Nein, ich rede nicht von dem Terroranschlag in Manchester. Der war ja auch vorgestern und ich finde keine Worte mehr dafür. Jeder neue Anschlag macht mich traurig, voller Mitleid für die Opfer und deren Angehörige und ein wenig hilfloser. Weiter leben, weiter lieben, weiter hoffen ist für mich die sinnvollste Antwort.

Mein Aufreger des Tages war die Nachricht, dass der Intendant der Elbphilharmonie darüber nachdenkt, Eintritt für den Besuch der Elphi-Plaza zu nehmen und den dann gleich in Höhe von 5 € pro Nase. Manno, ich war so stolz darauf, dass die Plaza keinen Eintritt kostet und wirklich jeder – mit oder ohne Geld – den schönen Blick von dort auf den Hafen genießen kann. Und ich war so stolz darauf, dass es etwas an der sauteuren Elphi gibt, was für alle umsonst zugänglich ist. Diese Eintritts-Idee macht mich richtig wütend. Zumal ich schon dort war und den angedachten Preis deutlich für zu hoch im Vergleich zum Erlebnis finde. Außerdem gibt es genug andere Orte in Hamburg, von denen aus man vollkommen kostenfrei wunderschöne Blicke auf den Hafen hat. Dann gehe ich halt wieder dahin. So, das musste mal gesagt werden.

  • Es war zwar bewölkt, blieb aber den ganzen Tag trocken. So wurde weiter auf dem Balkon geackert, wenn auch heute mit vielen Pausen, weil ich doch immer noch ziemlich angeschlagen bin.
  • Ein Glück kam Herr Grillenscheucher, hat Wraps für die Pause zwischendurch mitgebracht und mir geholfen.
  • Dafür, dass ich nicht richtig fit bin, haben wir eine Menge geschafft und ich bin stolz auf uns. Herr Grillenscheucher hat unter viel Gefluche den neuen Schrank für meinen Balkon zusammengebaut. Wir haben ganz viel ausgesät: Gewürztagetes, Petersilie, Wicken und noch eine Sorte Basilikum. Der Sauerampfer hat einen größeren Topf bekommen. Und einiges steht schon da, wo es bleiben soll. Der Rest ist allerdings noch Chaos.

Sonnentag

Hier war heute ein so wunderschöner, sonniger Tag und ich habe viele kleine richtig gute Dinge erlebt. Gleichzeitig gibt es Terroralarm in London und die Türkei droht Europa. Herrjeh, was ist denn bloß so schlecht an einem friedlichen Miteinander, dass jeder Trottel meint, es zerstören zu müssen???

  • Meine Anträge auf diverse Resturlaubstage wurden allesamt genehmigt. Wunderbar – so wird mein April ziemlich entspannt werden.
  • Kurze Pausen in der warmen Sonne. 😎
  • Ich habe eine längere Sitzung mit einem Haufen Frauen überstanden, nach der mir von den sich stets übertrumpfenden Stimmen die Ohren klingelten. Und trotzdem ist heute der erste Abend, an dem mir der linke Arm nicht so weh tut, dass ich ihn am liebsten abschrauben würde.
  • Bonus: Noch eine Mail von C. – sie hat einen besonderen Termin reserviert. Das klappt wie am Schnürchen und ich freue mich so.

Das gibt’s doch nicht!

Doch, leider. Schon wieder gab es Terroranschläge auf wen immer sie trafen. 🙁 Dieses Mal in Brüssel. Meine Gedanken waren und sind den ganzen Tag bei den Opfern, ihren Familien und Freunden, bei den Rettungskräften, den Polizisten, den Soldaten, bei den Belgiern und den Franzosen. Diese Grausamkeit – so gewaltig und unverständlich und unfassbar. Vielleicht bin ich einfach nur zu doof und/oder zu friedfertig, um es wenigstens im Ansatz zu kapieren?

  • Die Mittagspause mit meinen Kollegen, mit denen ich meine Fassungslosigkeit teilen konnte. Dazu gab es einen äußerst beruhigenden Erbseneintopf.
  • Die vielen kleinen, schnellen Methoden für die Lebensfreude, die ich in meiner Challange schon gelernt habe. Heute half am besten bewusstes Gehen – langsam, schnell, langsam, schnell und nochmal von vorn. Dafür habe ich einen Umweg nach Hause gemacht und das hat mich geerdet.
  • Ganz viel Dankbarkeit für mein Leben, so wie es (jetzt noch) ist. Es fand sich sogar eine Lösung für ein mini-kleines Problemchen bei Douglas: