Novemberregen

Ihgitt, war das heute eklig nass und kalt da draußen! Ich war so froh, dass ich in einem warmen Büro arbeiten darf, und auch darüber, dass ich einen weitgehend netten, friedlichen Job habe. Klar gibt es dort immer wieder was, was ich nicht witzig finde, und dann ist es auch wichtig, sich darüber ärgern zu dürfen. Aber im Vergleich z.B. zu Kindern, die irgendwo auf der Welt in irgendwelchen Gruben schürfen müssen, habe ich es definitiv luxuriös. Ab und zu sollte man sich das vor Augen halten, finde ich.

  • Dankbarkeit für meinen Job und mein warmes Büro, in dem ich auch wieder eine Mandarine gegessen habe. 😉 Ich liebe es, wie danach der Raum duftet.
  • A. und ich haben zur selben Zeit Feierabend gemacht und sind zusammen zur U-Bahn gegangen. Das war gut – wir haben ein bisschen geredet und konnten das Fremdeln der letzten Woche wieder aufgeben.
  • Ein ziemlich verstörter Anruf auf meinem Anrufbeantworter und mit meinem Rückruf konnte ich ein bisschen helfen.

Langsames Vorankommen

Gestern und heute ging es in meiner Wohnung in kleinen Schritten voran. Krankheitsbedingt konnten Herr Grillenscheucher und ich nicht so viel schaffen, wie wir gehofft hatten. Aber immerhin geht es voran. Eigentlich hatte ich ja auch noch den Plan, mit den Aufräum- und Putzaktionen auszusetzen, wenn das Wetter gut genug für einen Ausflug ist. Heute wäre dafür so ein Tag gewesen, aber ich bringe es dann doch nicht übers Herz, meine Wohnung so desolat einfach liegen zu lassen. Da muss ich gerade wohl einfach mal durch.

Die guten Dinge von gestern:

  • Herr Grillenscheucher ist mit mir trotz Schulter-Schmerzen in meine Wohnung gekommen und hat fleißig geholfen. Am Ende des Tages waren die Fenster im Schlafzimmer gründlich geputzt und die Bücherregale, die sich drum rum ranken, wieder aufgebaut.
  • Ein längeres Telefonat mit meiner Mama, nachdem es am Abend zuvor noch eine Schreckensnachricht bezüglich ihres Mannes gab. Das Problem ist vorerst behoben und wir hatten viel Spaß beim Erzählen von Anekdoten.
  • Herr Grillenscheucher hat ein sehr leckeres Abendessen gekocht: Schweinefleisch mit Bohnen, Tomaten und frittierten Kartoffeln.

Die guten Dinge von heute:

  • Weil Herr Grillenscheucher heute dann doch mal seiner eigentlichen Arbeit nachgehen musste, hat er mich „nur“ zu mir begleitet, um mir die Kartons voll mit Büchern vom Wohn- ins Schlafzimmer zu schleppen. Das war sehr lieb! Danach war ich mit dem Elend allein gelassen, habe Bücher abgestaubt und in die Regale sortiert und jede Menge Putzarbeit geleistet. Das gibt mal wieder eine Runde Fleiß-Sternchen. 😉
  • Eine halbe Stunde habe ich mich auch meinen Balkonpflanzen gewidmet. Das wurde allerhöchste Zeit! Dabei habe ich gesehen, dass das Bohnenkraut zart blau blüht und immerhin zwei Tomaten eine gewisse Röte erreicht haben.
  • Nach getaner Arbeit am lauen Sommerabend mit Herrn Grillenscheucher und einem Glas Wein auf seinem Balkon zu sitzen und vom Tag zu erzählen. Ich glaube, es tat uns beiden gut, dass wir jeder Zeit allein verbracht haben.

Der Nachtrag vom Wochenende

Mein Wochenende begann mit Polizeisirenen und Hubschrauber-Getöse. Ich stieg aus der U-Bahn und wunderte mich über den Lärm und das Verkehrschaos. Tja, da hatte jemand in einem Supermarkt bei mir in der Nähe „einfach mal so“ Kunden nieder gestochen. 😯 Es gibt keine Sicherheit. Nicht mal beim Wochenend-Einkauf.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Für unseren Wochenend-Einkauf haben Herr Grillenscheucher und ich eine Regenpause erwischt. Auf dem Wochenmarkt gab es endlich wieder Ochsenherzen.
  • Der Anruf meiner Mama mit der ganz und gar wunderbaren Nachricht, dass die Operation ihres Mannes sehr gut verlaufen ist.
  • Mit Herrn Grillenscheucher ein paar meiner Erneuerungsideen für meine Wohnung besprochen und einiges gleich wieder verwerfen können. Reden hilft. 😉

Die guten Dinge von Samstag:

  • Das war der Tag des Regens und er machte seinem Namen alle Ehre. 🙁 Wir sind sehr, sehr faul gewesen. Das war auch so ziemlich das einzige, was man bei dem Regen tun konnte. Außerdem wird es ja ab dem nächsten Wochenende anstrengend genug, wenn wir renovieren.
  • Herr Grillenscheucher hat mir eine Lauchquiche gebacken, damit ich nächste Woche mittags was anständiges in den Magen bekomme. Der Kantinen-Ernährungsplan liest sich nämlich extrem furchtbar.
  • Nochmal Renovierungspläne diskutiert und so langsam wird klar, wie wir vorgehen werden. Nun muss nur noch mein Bruder passend Zeit haben.

Die guten Dinge von heute:

  • Lange schlafen.
  • Gemeinsames Wohnungsputzen, damit ich es für die letzte Woche vor dem „großen Dreck“ nochmal sauber habe.
  • Nur noch eine Woche…

Der Nachtrag vom Wochenende

Dieses Wochenende war ich das erste Mal in diesem Jahr bei Herrn Grillenscheucher. Wir hatten es schön und sonnig und entspannt. Und es so toll, wie der Frühling sich ins Zeug legt. Überall blühen die Forsythien in gelb und die Kirschbäume in rosa und bunte Ostereier hängen in den Vorgärten.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Morgens schon hatte ich einen Termin beim Orthopäden. Die Arzthelferin, die ich dort am liebsten mag, ist wieder gesund und hat sich sehr über die Tüte merci petits gefreut, die ich für alle als Dankeschön mitgebracht hatte. Das haben sie sich wirklich verdient, so toll, wie die Praxis funktioniert. Die Vertretungsärztin – der Doktor war krank – hat mir ohne Diskussion ein neues Rezept für die Physiotherapie verschrieben und sich gewundert, dass ich dafür extra kommen musste. Der Doktor ist da eben knauseriger. Einziger Wermutstropfen: die Vertretungszeit meines Physiotherapeuten ist beendet und ich muss mit anderen arbeiten. 🙁

  • Der überraschende Anruf von S. und wir haben geplappert als hätten wir uns vorgestern erst gesprochen. Dabei war es nach vielen Mails unser erstes Telefonat miteinander.
  • Noch ein erstes Mal in diesem Jahr: Ich bin wieder mit Olga gefahren. Zuerst wollte sie nicht so recht und ging einfach wieder aus. Im zweiten Versuch mit viel Gas konnten wir dann doch los. Nicht ganz so angenehm für meine Schulter, das Autofahren, aber zusammen haben wir es geschafft.
  • Bonus: Und noch ein erstes Mal in diesem Jahr: Die Sonne schien und es war so warm, dass wir auf dem Balkon von Herrn Grillenscheucher Prosecco trinken konnten.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Herr Grillenscheucher und ich haben meine Pflanzen aus dem Winterquartier bei ihm wieder auf meinen Balkon gebracht. Der Lorbeer und der große Rosmarin treiben schon wieder aus – sieht super aus.
  • Eine kleine Einkaufstour mit Olga. U.a. haben wir viele Saattütchen und mein neues liebstes anti-alkoholisches Kaltgetränk erstanden: Rhabarber-Schore von Hella. Sieht ein bisschen eklig aus, schmeckt aber hervorragend säuerlich. Zwischendurch gab es auch noch den Geschmack Italiens im Mund.

  • Und weil es gestern schon so schön war, haben wir nochmal Prosecco auf Herrn Grillenscheuchers Balkon getrunken.

Die guten Dinge von heute:

  • Ausreichend geschlafen und danach eine Latte Macchiato ans Bett serviert bekommen.
  • Herr Grillenscheucher hat sich um Anton gekümmert. WhatsApp läuft jetzt auf meiner neuen Handynummer und Landkarten für unsere Kreuzfahrt sind auch drauf, damit wir uns unterwegs nicht verlaufen.
  • Wieder zu Hause erwarteten mich auf meinem Balkon glücklich aussehende Pflanzen. Der Liebstöckel ist um mindestens 10 cm am Wochenende gewachsen. Die Kroken blühen um die Wette. Der Jasmin kriegt grüne Blätter und der Baum vor meinem Balkon auch. Hach!

    

    

  • Bonus: Die Kresse hat sich ebenfalls prächtig entwickelt und wird gleich mein Abendessen bereichern.

Kurz und gut

  • Ein Termin war statt nach 6 schon nach 4 Stunden vorbei, weil alles notwendige besprochen war. Geschenkte Zeit, wie schön.
  • Krafttraining beim Physiotherapeuten. Ich habe ja noch nie an so einem Fitness-Center-Gerät gesessen, aber es war genauso langweilig, wie ich es mir vorgestellt habe. Gut, dass ich mich nie in so einem Club angemeldet habe! 😉 Noch besser war, dass mir die Übungen nur wenig Schmerzen bereitet haben.
  • Der Anruf von F., lange gequatscht und auch noch einen Treffen-Termin gefunden. 🙂