Veränderungen

Heute habe ich gelesen, dass Douglas Adams drei Gesetze für die menschliche Reaktion auf Technologien beschrieben hat: Erstens: Alles, was zum Zeitpunkt unserer Geburt bereits vorhanden war, wird als Bestandteil der natürlichen Ordnung empfunden. Zweitens: Alles, was in der Zeit zwischen dem fünfzehnten und fünfunddreißigsten Lebensjahr erfunden wurde, ist aufregend, revolutionär und fördert vielleicht sogar die eigene Karriere. Drittens: Alles, was nach unserem 35. Lebensjahr erfunden wurde, verstößt gegen die natürliche Ordnung der Welt und wird abgelehnt.

Da bin ich aber froh, dass ich schon längst über 35 bin. Dann darf ich mich ja ruhig schwer tun mit all den neuen Technologien, der immer weiter um sich greifenden virtuellen Welt und der seltsamen Idee von selbstfahrenden Bussen und Autos. 😉

  • Sommerwetter in Hamburg. 😎
  • Ein sehr leckerer Cheeseburger in der Kantine.
  • Im obigen Zusammenhang bin ich im Internet über zwei Listen gestolpert, die Thomas Oberender – geboren 1966 – über die Dinge führt, die im Laufe seines Lebens verschwunden und die in derselben Zeit gekommen sind. Die Listen finde ich sehr amüsant und vor allem deshalb einen guten Ansatz, mit den Veränderungen umzugehen. Auch wenn ich manche Dinge schmerzlich vermisse – z.B. Stoßstangen aus Blech. Man darf auch mitmachen und Herrn Oberender weitere verschwundene oder gekommene Dinge per Mail melden (die Adresse ist auf seiner Seite zu finden, die ich verlinkt habe).

Der Nachtrag vom Wochenende

Das Wochenende war überschattet von den Ausschreitungen gewalttätiger Idioten. Der G20-Gipfel wurde zur Nebensache – so richtig ist da ja auch nichts bei rum gekommen. Bilder und Nachrichten über die Zerstörungen in der Schanze, in Altona und in Eimsbüttel überlagerten alles. Was für ein Wahnsinn! Dabei gab es auch eine Menge friedlicher Proteste und es wäre einfach wunderbar, wenn die Bilder davon um die Welt gingen.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Noch ein Urlaubstag und ich habe wunderbar lange ausgeschlafen.
  • Als Herr Grillenscheucher und ich auf dem Wochenmarkt ankamen, packten die paar Händler, die überhaupt gekommen waren, schon zusammen. Es ging das Gerücht, dass sich die gewalttätigen Idioten auf den Weg in meinen Kiez gemacht haben. Wir haben innerhalb von Sekunden komplett umdisponiert: Matjes statt Schweinefilet, weil der Schlachter schon los fuhr; meine Wohnung statt die von Herrn Grillenscheucher, damit Olga sicher in der Garage stehen kann. Und was morgen ist, sehen wir dann eben morgen. Es war toll, wie schnell und einvernehmlich wir das hin gekriegt haben. Leider konnten wir wegen der möglichen Gefahrenlage auch nicht zum Tanzen fahren.
  • Lange an diesem schwülen Sommerabend auf dem Balkon gesessen. Später haben wir fassungslos den Nachrichten gelauscht. Ein Glück kamen die Idioten hier nicht an. Und ein Glück ergab ein Telefonat, dass es meinem Bruder gut geht und er in seiner Wohnung in der Schanze gerade Comics liest. 🙂

Die guten Dinge von Samstag:

  • Die Abreise der G20-Teilnehmer verhinderte unser geplantes Treffen mit S. und L., die wegen der Straßensperrungen gar nicht von zu Hause losfahren konnten. Zum Glück konnten wir das Treffen spontan um eine Woche verschieben.
  • Ein geteilter Smoothie beim Einkauf für das Abendessen.
  • Leckere Bolo und viel Gesprächsstoff mit Herrn Grillenscheucher.

Die guten Dinge von heute:

  • Ein richtig schöner Sommertag! 😎
  • Rum albern mit Herrn Grillenscheucher beim Frühstück.
  • Meine Ringelblumen haben angefangen zu blühen.

Ausnahmezustand

Heute reisen all die „Wichtigen“ zum G20-Gipfel in Hamburg an und die Stadt ist bereits seit heute Vormittag im Ausnahmezustand. Der Auto- und Busverkehr steht. Im Radio rufen Leute an, die bereits seit 6 und mehr Stunden im Stau stehen. Leute, die nicht bis ins Krankenhaus kommen. Selbst die Stars, die beim Global Citizen Festival auftreten, kamen zu spät, weil sie im Stau standen. Dafür landete Mr. Trump mit seinem Hubschrauber auf den Alsterwiesen. Ich hoffe jetzt einfach mal, dass so eine Hubschrauber-Landung den Grünflächen weniger Schaden zufügt als ein Zeltlager von G20-Gegnern. Andernfalls wurde auch hier mal wieder mit zweierlei Maß gemessen. 👿

  • Ich hatte einen wunderbaren Urlaubstag mit Sommerwetter. 😎 Nur die ewigen Hubschrauber über mir nerven ziemlich.
  • Auf dem Balkon gewerkelt. Sonnenblumen pikiert und ihnen mehr Platz verschafft. Nochmal Salat ausgesät, weil meine Saat einfach nicht aufgehen wollte. Den Jasmin hoch gebunden und gesteckt. Unkraut gezupft und welke Blüten geschnitten. Und zum Schluss unterm Sonnenschirm gesessen, ins Grün geguckt und das Leben schön gefunden.
  • Gerade läuft hier nebenbei der Livestream des NDR vom Global Citizen Festival und ich freue mich über die Musik und die Redebeiträge. Eigentlich ist es gar nicht so schwer, die ganze Erde lebenswert zu machen.

Sommeranfang

Tja, schade, dass es nun langsam wieder immer früher dunkel wird. Ich mag es nämlich total gern, wenn mitten in der Nacht noch so ein Lichtschimmer am Himmel zu sehen ist:

  • Ein Tag voller Termine mit Planungen für verschiedene Projekte – mir schwirrt der Kopf. Aber ich habe es geschafft, mir kleine Pausen einzubauen und in die Sonne zu blinzeln. 😎
  • Ich war bei meinem Friseur und hab die Haare wieder schön. Hach, ich bin ganz begeistert!
  • Eine Handvoll Balkon-Erdbeeren.

Fast schon Sommer

Heute gab es Sonne satt, 20° C und ein laues Lüftchen. Fühlt sich fast an wie Sommer, nur dass die Bäume noch nicht grün belaubt sind. Letzteres finde ich gerade besonders toll, weil ich so den ganzen Nachmittag Sonne pur auf meinem Balkon hab. 😎

  • Ich habe das geniale Wetter auf dem Balkon genossen und den Winterschutz von den Balkonpflanzen entfernt. Der dickste Wintermantel wurde gewaschen und draußen getrocknet. Hoffentlich war ich mit all dem nicht zu voreilig…
  • Im Sonnenschein gesessen und geplant, wie ich den Balkon dieses Jahr gestalten will.
  • Zwei Telekomiker standen vor meiner Tür und erklärten mir lang und breit, dass die Telekom für eine schnellere Internetverbindung sorgen will, was für mich angeblich total kostenfrei ist. Ich war einigermaßen verwundert bis sie meine Bankverbindung wissen wollten. Da habe ich sie höflich und sehr bestimmt weg geschickt. Ja, geht’s denn noch? Haustürgeschäfte sind verboten! 👿 Gut an der Sache war erstens, dass sie tatsächlich von dannen zogen, und zweitens, dass ich einen Namen hab, über den ich mich beschweren kann.