Der Nachtrag vom Wochenende

Ein Wochenende voller sinnloser Versuche. Lauter gescheiterte Pläne. 🙄 Trotzdem war es sehr schön. Wir haben einfach das Beste draus gemacht.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Ich habe ein weihnachtliches Feuerzeug geschenkt bekommen, das genau zu meinen weihnachtlichen Teelichthaltern mit den Elchen drauf passt.

  • Da es ja gerade ganz gut läuft mit meiner täglichen Mandarine, habe ich auf dem Wochenmarkt eine ganze Kiste erstanden. Vor allem weil das billiger war als sie einzeln zu kaufen, aber auch weil ich die Kisten so gern mag. Allerdings kriege ich die nie allein aufgegessen bevor sie schlecht werden. Also spende ich mindestens die Hälfte dem Winternotprogramm, bei dem Herr Grillenscheucher einmal pro Woche ehrenamtlich arbeitet. Mandarinen sind nämlich toll für Obdachlose: die kann man in die Tasche stecken und am nächsten Tag noch essen.

  • Obwohl wir überhaupt keine Lust hatten und eigentlich zu müde waren, sind Herr Grillenscheucher und ich tapfer zur Tanzstunde gegangen und haben sehr unkonzentriert, also eher schlecht getanzt. Immerhin waren nur wenige Paare da und wir hatten Platz zum Üben. Der letzte Tanz war wie so oft eine Rumba. Unseren Lieblingstanz haben wir trotz Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten so gut getanzt, dass hinterher jemand extra zu uns kam und uns mit Komplimenten überschüttet hat. So lieb!

Die guten Dinge von Samstag:

  • Herr Grillenscheucher bastelte mir ein Segelschiff aufs Bett.

  • Schon nachmittags wurde das Abendessen vorbereitet, der Adventskranz aufgestellt und der Adventskalender aufgehängt, der immer erst am Tag vor dem ersten Advent beginnt. Wir waren präpariert für unseren Plan, abends zu einem Adventsgottesdienst zu gehen.
  • Die Kirche, auf die wir zu liefen, sah vielversprechend erleuchtet aus, aber leider fand dort eine vollkommen andere Veranstaltung statt. Ich hatte mich in der Kirche geirrt. 😮 Unverrichteter Dinge sind wir also zurück Richtung Heimat gefahren, aber dort dann wenigstens noch über einen Weihnachtsmarkt gelaufen, der dieses Wochenende stattfand. Wir haben uns nur die Stände draußen angesehen, für die man keinen Eintritt bezahlen muss. Ich finde es echt widerwärtig, wenn ich dafür bezahlen soll, dass ich irgendwo shoppen gehen darf. Das ist doch total beknackt. Die Ausbeute war dennoch groß – besonders verliebt bin ich in die Postkarte – und wir hatten ein sehr lustiges Gespräch mit Mutter und Sohn an einem Verkaufsstand.

  • Bonus: Danach sollte es noch einen Glühwein auf dem kleinen, süßen Barmbeker Weihnachtsmarkt geben. Aber dort war es unglaublich voll und laut. Stattdessen sind wir schnell nach Hause gegangen und hatten einen wunderschönen Abend mit ganz viel Kerzenlicht drinnen und draußen.

Die guten Dinge von heute:

  • Gestern waren wir für unsere Verhältnisse echt früh im Bett und ich habe richtig, richtig lange geschlafen. So erholsam! Und dann leuchtete die erste Kerze vom Adventskranz.

  • Ich hatte Herrn Grillenscheucher gebeten, mir ein Programm auf dem Rechner zu installieren, mit dem ich Playlists erstellen kann, die ich dann wiederum mit Anton hören kann. Das gestaltete sich unerwartet schwierig. So schwierig, dass wir die Aktion verschoben haben, denn die Wohnung wollte ja auch noch geputzt werden. Die ist jetzt wieder sauber, juchuh.
  • Eine liebe E-Card zum ersten Advent von S.

Der Nachtrag vom Wochenende

Das war ein schönes Wochenende und Herr Grillenscheucher und ich haben es spontan um einen Tag verlängert. Toll, das durch den Urlaubs-Brückentag einfach so tun zu können! Der Anfang vom Wochenende war allerdings weniger klasse. Ich war so gereizt drauf, dass es mich schon selbst genervt hat. Dabei gab es gar keinen konkreten Grund dafür. Nur das ständige Gefühl, zu wenig Zeit für alles zu haben, was durch das immer frühere Dunkel-Werden gerade extrem verstärkt wird. Am besten begebe ich mich wohl mal auf die Suche nach meiner inneren Ruhe. Wo hat die sich bloß versteckt???

Die guten Dinge von Freitag:

  • Kantinentreffen mit B. und M., zu dem sich etwas später auch noch A. gesellte. Es gab Kinderessen: Spinat mit Kartoffelpüree und Spiegeleiern. Das war lecker. Und dazu haben wir wunderbar geblödelt und gelacht.
  • Pünktlichst ins laaange Wochenende aufgebrochen.
  • Herr Grillenscheucher hatte mich, obwohl ich so gereizt war und so schlecht getanzt hab, noch lieb.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Nach langer Zeit haben Herr Grillenscheucher und ich mal wieder das kleine, süße Einkaufszentrum „um die Ecke“ aufgesucht. Ein Glück ist es immer noch klein und süß, obwohl es eine größere Neugestaltung gab. Die haben sie gut hin gekriegt.
  • Diverse benötigte Dinge gefunden und gekauft. Nicht benötigt, aber einfach so lustig, kam ein Kaffeebecher mit, auf dem steht „Ein perfekter Morgen startet mit einem Mord. Oder Kaffee, Kaffee geht auch.“. Ich glaub, den nehme ich mit ins Büro. 😀
  • Es gab Hühnereintopf, für den Herr Grillenscheucher bereits die Brühe vor gekocht hatte. Lecker und perfekt zur Stärkung der Abwehrkräfte.

Die guten Dinge von Sonntag:

  • Dadurch, dass wir mitten in der Nacht die ausgeliehene Stunde zurück bekommen haben, sind wir tatsächlich zu einer einstelligen Uhrzeit aufgestanden. :-O Und der Tag war so wunderbar lang – hach schön.
  • Herr Grillenscheucher hat seinen neuen Spiegelschrank im Bad angebracht. Ich musste nur ganz wenig assistieren. Richtig schön ist es geworden mit den hellen Möbeln. Leider fehlt noch die Lampe auf dem Spiegelschrank, weil sie einen Akku braucht, den man gesondert kaufen muss. Das hätte IKEA nun wirklich mal deutlicher ansagen können und nicht erst in der Bau-Anleitung. 😡 Besonders stolz bin ich auf meine Idee, als zusätzlichen Stauraum einen Schuhschrank aufzustellen. Der hat genau die schmale Tiefe, die beim Reinkommen nicht stört, und viel Platz für Handtücher und Klopapier-Rollen usw.

  • Noch ein gemeinsamer Abend mit Herrn Grillenscheucher und Gesprächen bis uns die Augen zu fielen.

Kurz und gut

  • Kaum noch Regen, weniger Wind – Zeit für einen Shopping-Ausflug mit Herrn Grillenscheucher in die Innenstadt. Wir waren ziemlich erfolgreich, denn bis auf eine neue Lichterkette für mein Wohnzimmer haben wir alles auf der Einkaufsliste abgearbeitet. (Dafür muss wohl Weihnachten noch ein bisschen näher rücken.) Sogar einen Taschenschirm mit einem Rundgriff wie bei einem Stockschirm habe ich gefunden. So einen hab ich mir schon lange gewünscht. Zwischendurch gab es einen kurzen Foto-Stopp für die Alsterfontäne – immer wieder schön anzusehen:

  • Sogar zu maas-natur haben wir es noch geschafft, bei denen ich kürzlich ein paar Klamotten in den Laden bestellt hatte. Ein Teil der Lieferung war gestern angekommen. Netter Laden, super nette Verkäuferinnen, aber nur bedingt mein Stil. Nun weiß ich auch das.
  • Zum Abschluss haben wir Stefffen Hensslers „Ahoi“ eine Chance gegeben und uns dort Fish & Chips geteilt. Nun ja, war o.k. Aber eben nicht so lecker und auch weniger als bei Daniel Wischer, der früher seinen Laden an derselben Stelle hatte. Nur weil der Vermieter lieber den Henssler als den Wischer wollte, musste letzterer umziehen. Nächstes Mal gehen wir doch lieber die paar Schritte weiter zum neuen Laden von Herrn Wischer beim Rathaus. Man lebt und lernt…

La Spezia

Hach, La Spezia! La Spezia gehört zu meinen absoluten Lieblingsstädten. Vor vielen, vielen Jahren waren Herr Grillenscheucher und ich schon mal in dieser wundervollen Stadt und haben hinterher darüber nachgedacht, dorthin auszuwandern. Entsprechend groß war unsere Vorfreude und wir wurden nicht enttäuscht. 🙂

Der Blick von unserem Balkon war erstmal gar nicht so toll:

Dafür wurde unser Bett mit Segelbooten dekoriert:

Herr Grillenscheucher haben den Tag in Ruhe begonnen und sind gegen Mittag von Bord gegangen. Es gab einen kostenlosen Hafenshuttle bis zur Hafenpromenade und die ist schon ein Highlight für sich – alles grün!

Donany hat es dort auch sehr gut gefallen.

Am anderen Ende der Hafenpromenade steht ein Denkmal für Giuseppe Garibaldi:

Aber das war ja erst der Anfang. Rein ging es in die Straßen der Stadt, über ihre Plätze und unter ihren unzähligen Arkaden hindurch. Die Arkaden sind wundervoll – sie bieten Schutz bei Regen und Schatten bei Sonnenschein. Außerdem sind sie überwiegend sehr kunstvoll gestaltet.

Neben den Arkaden sind Orangenbäume ein Zeichen dafür, dass man sich in La Spezia befindet. Die stehen da überall rum und man muss aufpassen, dass einen eine reife herunter fallende Orange nicht auf den Kopf trifft.

Natürlich sind wir über den Wochenmarkt geschlendert und haben Hunger von all den leckeren Dingen bekommen. Besonders bemerkenswert fand ich, dass es dort frisches, fertig geschnippeltes Suppengemüse gab. Das nenn ich mal Service!

Herr Grillenscheucher und ich haben den Platz wieder gefunden, an dem wir damals mit ein paar Italienern ins Gespräch kamen. Mit Händen und Füßen haben wir uns an einem Kiosk unterhalten und derweil Bier getrunken. Das war ein großer Spaß. 🙂 Der Platz heißt Piazza Benedetto Brin und verfügt über viel Grün und mehrere Kioske und Bänke. An einer Seite ist eine katholische Kirche, an den anderen sind die dort typischen Wohnhäuser, zwischen denen schon auch mal die Wäsche zum Trocknen hängt. Und Arkaden gibt’s natürlich auch.

Donany wäre auch am allerliebsten geblieben.

An einem anderen kleinen Platz haben wir eine Pause gemacht, Tosta Mista gegessen und Galao getrunken. Dort gab es ein wunderhübsches altes Karussell und eine wunderschöne Bank.

Danach sind wir zum Kastell hoch gestiegen und haben die Aussicht bewundert.

Anschließend erwachte die Stadt langsam wieder zum Leben. Die Läden öffneten nach der langen Mittagspause wieder. In La Spezia gibt es zum Glück nur wenige Läden der großen Ketten, was den Schaufensterbummel viel spannender macht. Manche haben überraschende Details wie die Engel, die Türgriffe sind, auf dem untersten Foto.

In diversen kleinen Läden haben wir die jeweils schönste Postkarte ausgesucht und hatten fast den Eindruck, sie hätten sich abgesprochen: pro Laden nur eine schöne, alle anderen potthässlich. 😉 Und wir haben italienischen Birnensaft im 6er-Pack gekauft – der macht süchtig! Ob der unfassbar leckere Geschmack wohl an den kleinen Flaschen liegt?

In Italien gibt es wie bei uns im Supermarkt auch Express-Wein, aber wenigstens fast stilecht aus Gläsern und nicht aus der Dose. (Eklig ist er aber wahrscheinlich trotzdem – wir haben ihn nicht probiert.)

Fast bis auf die letzte Minute sind wir durch diese wunderschöne Stadt gelaufen und haben sie auf uns wirken lassen. All die typischen Häuser, die in der Regel 4- oder 5-stöckig sind, mit ihren Balkonen und Fensterläden geben in all ihrer Unterschiedlichkeit ein einheitliches Bild ab, das entspannt aussieht.

Zwischendurch gab es auch sowas wie moderne Kunst – was immer sie uns sagen soll:

Wie überall in Italien sind Mopeds jeglicher Art ein sehr beliebtes Fortbewegungsmittel, aber neuerdings gibt es auch sehr schicke Fahrräder.

Tja, und dann mussten wir uns auf unser Fortbewegungsmittel begeben.

An Bord haben wir uns erstmal jeder ein Fläschchen Birnensaft genehmigt, um uns den Abschied zu versüßen. Zum Ablegen sind wir wie immer auf die Aussichtbar gegangen und haben noch eine ganze Weile La Spezia, die Möwen und die Küste beguckt.

Wir konnten von weitem Portovenere – quasi der südliche Endpunkt der Cinque Terre – sehen und die davor gelagerten Inseln.

Sehr besonders, weil sehr skurril war der Blick auf den Torre Scuola:

Die guten Dinge von Donnerstag, 11.5.2017:

  • Natürlich La Spezia wiederzusehen! Oh, das war so so so schön!
  • Und dann auch noch den Platz wieder zu finden, an dem Herr Grillenscheucher und ich vor vielen Jahren mit ein paar Italienern so versackt sind, dass wir gerade eben noch die letzte Bahn zu unserer Unterkunft bekamen. In Erinnerungen schwelgen.
  • In La Spezia habe ich in einem Taschen-Laden ganz ohne Ketten-Hintergrund eine wunderbare neue Büro-Tasche gefunden. Sie ist viel leichter als meine alte – zurück zu Hause habe ich beide gewogen. Nun schleppe schleppe ich ein halbes Kilo weniger mit mir rum. Welch eine Erleichterung! Außerdem hat die Neue ein ganz entzückendes, mädchenhaft-geblümtes Innenfutter, in das ich mich sofort verliebt habe.

Der Nachtrag vom Osterwochenende

Hach herrlich, so ein XXL-Wochenende! Das Wetter hat dem April alle Ehre gemacht – Regen, Sonne, Graupel, alles dabei. Deshalb fiel der Plan, den Balkonfußboden vom Grünbelag zu befreien, im wahrsten Sinn ins Wasser. Dafür konnten wir schön faul sein und dem Oster-Mega-Hit-Marathon auf Radio Hamburg lauschen.

Die guten Dinge von Donnerstag:

  • Früher Feierabend und ab ins lange Wochenende.
  • Eine Osterkarte von E. im Briefkasten.
  • Passend zu Ostern ein großer Strauß Osterglocken vom Wochenmarkt.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Einen VW-Bus gebaut. 😉

  • Endlich mein Bücherregal umgeräumt. Seit ich es habe – also seit ziemlich vielen Jahren – ging mir die Verteilung der Böden darin auf die Nerven. Kürzlich hatte ich die zündende Idee, wie es schöner sein könnte. Und tatsächlich hat sich der Umbau gelohnt. Jetzt sieht es viel ruhiger aus.
  • Mit Herrn Grillenscheucher ein paar Rumba-Figuren geübt. Ich glaube, wir können uns langsam wieder in die Tanzschule trauen.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Einen der heftigen Schauer abgewartet und uns danach in die Innenstadt getraut. Wir hatten so viel Glück, denn es hat immer nur dann geregnet, wenn wir gerade in irgendeinem Laden waren. Als erstes haben wir die Alsterschwäne begrüßt, die wegen der Geflügelpest erst letzte Woche aus ihrem Winterquartier wieder ins Freie durften.

  • Wir haben uns den wunderschönen Buchladen „stories!“ angesehen und gestaunt, was sich alles verändert hat in der Innenstadt. Osterhasen waren natürlich auch unterwegs. Und wir hatten einen super guten Shopping-Lauf. Alles bekommen, was auf der Einkaufsliste stand. Leckeren Kaffee im Nespresso-Shop probiert und für die Kreuzfahrt gekauft. Ziemlich zum Schluss schlich sich noch ein Rucksack in mein Herz und musste sogleich adoptiert werden. 😉

    

  • Die wunderschön blühenden Kupfer-Felsenbirnen, an denen ich quasi täglich vorbei komme.

  • Bonus: Im Briefkasten waren die Reiseunterlagen für die Kreuzfahrt. Ganz bald ist es soweit. 😎

Die guten Dinge von Sonntag:

  • Die Erkältung, die mich beschleichen wollte, ist doch nicht geblieben.
  • Ganz viel Spaß mit dem Oster-Mega-Hit-Marathon gehabt, der dieses Jahr schon 828 Lieder lang war. Ich liebe diese Sendung seit es sie gibt und freue mich über die geniale Vielfalt der Musik, die sich die Hörer wünschen. Z.B. „Pizza“ von der Antilopen Gang – ich kannte vorher weder das Lied noch die Band. Ist auch nicht so meine Musik, aber der Text ist klasse.

  • Das erste Mal Spargel polnisch in diesem Jahr genossen.

Die guten Dinge von heute:

  • Lange schlafen.
  • Besuch von einem Rotfinken auf meinem Balkon.
  • Weiter den Oster-Mega-Hit-Marathon gehört und mich darüber gefreut, dass „120 Schweine nach Beirut“ von Mike Krüger wieder dabei war. 😀