Der zweite Seetag

Schon wieder ein Seetag – die Routenplanung hat sich uns dieses Mal wirklich nicht erschlossen. Trotzdem hatten wir sie ja gebucht, diese Route. Also keine Klagen darüber. Zumal es endlich anständiges Rührei zum Frühstück gab. 😉

Mittags sind wir der Einladung für Vielreiser zu einem Treffen mit dem Kapitän und den Offizieren gefolgt. Erst bei unserer Ankunft dort stellten wir fest, dass diese Einladung eigentlich nur für mich galt, denn ich habe ja schon eine Reise mit der Mein Schiff mehr auf dem Buckel als Herr Grillenscheucher. Tja, wer lesen kann, ist immer klar im Vorteil… Zu unserer Verteidigung kann ich nur sagen, dass wir auf dieser Reise derart mit Einladungen und Gutscheinen bombadiert wurden, dass wir schlicht den Überblick verloren. Zu meinem Glück durfte Herr Grillenscheucher trotzdem als meine Begleitperson an diesem Empfang teilnehmen.

Eine Anekdote zu diesem Thema von Herrn Grillenscheuchers ersten Kreuzfahrt und meiner zweiten mit der Mein Schiff: Damals fuhr die Mein Schiff 1 erst in ihrem zweiten Jahr für die TUI. Auch damals gab es schon spezielle Veranstaltungen für „Vielreiser“. Und wie selbstverständlich erhielten sowohl ich als auch Herr Grillenscheucher eine Einladung dazu. Wir haben am Boden gelegen vor Lachen, denn für Herrn Grillenscheucher war es ja die allererste Fahrt! Niemand konnte auch nur ahnen, nicht mal ich zu dem Zeitpunkt, dass er auch Vielreiser werden würde. (Vermutlich auch deshalb gingen wir immer davon aus, dass all die Einladungen und Gutscheine für jeden von uns galten.)

Das Treffen fand im Richards, einem der Bezahl-Restaurants, statt und es kamen nur wenige Gäste. Wir unterhielten uns recht nett mit dem General-Manager, u.a. auch über die Aussprache von Cagliari des Kapitäns. Wir hoffen inständig, dass unsere diesbezügliche Kritik weiter gegeben wurde!

Außerdem haben wir uns über die Neubauten der Mein Schiff Flotte unterhalten und ich fand es sehr interessant, dass auch der General-Manager nicht gerade angetan davon wirkte.

Auch wenn Gourmet-Essen nicht so unser Ding ist, hat uns das Richards gut gefallen.

Leider mussten wir im Anschluss feststellen, dass auch meine Einladung zu einer Brückenführung nicht für Herrn Grillenscheucher galt und dass das wegen Überfüllung nicht mehr zu ändern war. Na gut, dann eben nicht. So eine Brückenführung hatten wir ja schon mal zusammen erlebt.

Wir haben die kleine Shoppingmeile auf dem Schiff ausgiebig beguckt, frische Sonnenmilch (meine mitgebrachte war schon ganz klebrig, was echt eklig ist) und mein Lieblingsparfum gekauft und dabei einen Gutschein eingelöst. Hinterher gab es Entspannung auf der Aussichtbar – in eine Decke gehüllt gelesen, gelesen, gelesen. „Blackout“ von Marc Elsberg – hui, dieses Buch hat mich echt beschäftigt. Es handelt grob gesagt von großflächigen Stromausfällen und was dann passiert. Kein lustiges Szenario! Dafür hatten wir einen wunderschönen Blick aufs Mittelmeer, das auf dieser Kreuzfahrt die ganze Zeit so ruhig und glatt war wie auf diesen Fotos:

Am späten Nachmittag gab es leckere Burger im Cliff 24 und danach Sonne tanken auf unserem Balkon, wo es fast schon zu heiß war.

Abends waren wir wie üblich im Atlantik zum Essen. Ich habe zwischendurch ein paar Fotos vom Sonnenuntergang gemacht, bei dem die Sonne leider nicht im Meer, sondern in Wolken versank:

Die guten Dinge von Dienstag, 9.5.2017:

  • Der nette Empfang für die wirklich viel reisenden Gäste im Richards und dass Herr Grillenscheucher mich dorthin begleiten durfte.
  • Lesen, lesen, lesen!
  • Abends im Casino ein sehr nettes Gespräch mit G. und U.

Der erste Seetag

Ebenso obligatorisch wie die Seenotrettungsübung vor dem ersten Ablegen ist der erste Seetag. Ankommen auf dem Schiff, entspannen, erkunden, Pläne für die Reise machen. Ich liebe diesen Tag! Eigentlich ist er für mich fast der schönste auf der ganzen Fahrt. Dieses Mal lag folgende Route vor uns:

Wir haben den Tag langsam begonnen mit einem Kaffee aus der Nespresso-Maschine auf unserem Balkon. Dann ging es zu einem späten Frühstück im Anckelmannsplatz, wo das Buffet so gut wie nichts mehr her gab, was ich gern esse. Kein Lachs, kein leckerer Schinken und nur noch ein Rest lauwarmes Rührei. Enttäuschend! Naja, dafür gab es später einen leckeren Burger im Cliff 24 am Pooldeck, wo es trotz Sonnenschein relativ ruhig war.

Den Nachmittag verbrachten wir entspannt auf der Aussichtbar, beglotzten die Schiffsspur und ich trank den super leckeren Geburtstagscocktail ohne Alkohol (Während unserer Fahrt feierte die Mein Schiff 1 Geburtstag und deshalb gab es diesen besonderen Cocktail.). Hmm,so schön johannisbeerig!

Auch Donany verbrachte einen entspannten Tag, wenn auch auf dem Bauch.

Einen kleinen Spaziergang über das Schiff haben wir natürlich auch gemacht – Bewegung muss sein. 😉 Wir haben D. an seinem neuen Arbeitsplatz in der Himmel-und-Meer-Lounge begrüßt – so schön, dass wir uns auf fast jeder Reise wieder sehen!

Und wir haben uns die Ungeheuerlichkeit des neuen Flugsimulators angesehen. Herrjeh, wie kann man nur das Farb- und Formkonzept des Schiffes derart torpedieren! Eine echte Beleidigung für die Augen ist das Ding und ich habe während der ganzen Reise nie gesehen, dass irgendwer das Teil ausprobiert hat. TUI, wie tief seid ihr gesunken?

Abends sind wir dann erstmals auf dieser Reise im Atlantik essen gegangen. Es ließ sich schon schwierig an, weil alles voll war und wir eine ganze Weile warten mussten. Und dann war das Essen auch noch eine grandiose Enttäuschung. Lieber Himmel, was haben sie bloß dem armen Hummer angetan? Der musste ja quasi ganz umsonst sterben. 🙁

Dieser Tag war kein besonders guter Auftakt für unsere diesjährige Kreuzfahrt, aber gute Dinge vom Sonntag, 7. Mai 2017, gibt es natürlich trotzdem:

  • Herr Grillenscheucher fand für mich den Rührei-Behälter. Auch wenn es dann nahezu kalt war.
  • Entspannung auf der Aussichtbar mit dem leckeren Geburtstagscocktail.
  • Mit Herrn Grillenscheucher im Casino sitzen, reden und einen Entschluss fassen.

 

Der dritte Seetag

So wie der erste Kreuzfahrttag ist meistens auch der letzte ein Seetag auf den TUI-Schiffen. Das ist schon wirklich sehr lieb geplant, weil es verdammt gut tut, nach all den Eindrücken der letzten Tage nochmal die Seele baumeln lassen zu können. Aber natürlich geht es auch darum, noch ein paar Andenken und Mitbringsel zu verkaufen. 😉 Macht nichts, denn man wird ja nicht dazu gezwungen.

Herr Grillenscheucher und ich haben ein bisschen länger geschlafen und danach in Ruhe gefrühstückt. Nachdem wir ausgiebig rum gegammelt hatten, wurde es endlich wieder Zeit für Nahrungsaufnahme. 😀 Ein letztes Mal leckere Burger aus dem Cliff.

02_Burger     03_Burger

Nun war ein kleiner Spaziergang fällig. Vorbei am Eisstand raus aufs Sonnendeck, wo zwar schönster Sonnenschein herrschte, aber auch ein sehr kühler Wind. Andernfalls wäre es dort auch nicht so leer gewesen…

01_Eis     04_Liegen

Schnell wieder rein und ich finde, die ganz hübsch gestalteten Treppenhäuser dürfen auch mal ein Foto bekommen:

07_Treppenhaus

Wir haben die üblichen „administrativen“ Dinge erledigt: den Gästefragebogen ausgefüllt und abgegeben und die Trinkgeldumschläge für unsere Lieben befüllt. Dann endlich Kaffeepause 😉 im Casino und entspannt gelesen.

10_Casino_Sofas

Bis es Zeit wurde, die Koffer zu packen und vor die Kabinentür zu stellen, damit sie am nächsten Morgen von Bord getragen werden. Langsam machte sich der Abschiedsschmerz breit. Seufz. Ein letztes Mal auf dieser Reise sind wir in unsere geliebte Aussichtbar gegangen, haben aufs Meer geguckt und Prosecco getrunken.

11_Aussichtbar 13_Aussichtbar 14_Aussichtbar_Schiffsspur

Danach ging es zum Essen ins Atlantic. Die liebe H. setzte uns an einen 6-er-Tisch ans Fenster und versprach, niemanden zu uns zu setzen. So lieb und Luxus pur! Wobei ich schon mal anmerken will, dass es zu sechst an so einem Tisch echt eng wird mit all den Gläsern und dem Besteck. Für vier Personen wäre grad genug Platz.

17_Atlantic_Tisch 15_Atlantic_Tisch 18_Atlantic_Fenster

Wir haben lecker zu zweit gespeist und uns anschließend von H. verabschiedet. Das Trinkgeld mussten wir ihr nahezu aufdrängen. Sie fand, dass wir doch zur Familie gehören. Und sie sagte: „Wir werden zusammen alt.“. Das war so berührend, dass ich fast geweint hätte. Wer weiß, ob wir uns jemals wieder sehen…

Danach ging es an die Bar im Casino. Spät kamen wir noch mit R. und S. ins Gespräch und so wurde es doch Mitternacht bis wir in die Kabine kamen.

24_Casino_Bar

Die guten Dinge von Montag, 9. Mai 2016:

  • Einigermaßen ausgeschlafen und in Ruhe gefrühstückt.
  • Ein überwiegend fauler Tag und wir haben das Schiff nochmal so richtig genossen.
  • H.! Sie ist einfach wunderbar.

Der zweite Seetag

Endlich mal wieder ein Seetag! Vier Landgänge hintereinander sind schon echt anstrengend. Nicht nur körperlich, sondern auch mental – man will ja schließlich noch auseinander halten, was man wo gesehen hat. Heute also gab es Entspannung pur, jedenfalls für uns. Der Seegang war schon nicht ohne und deshalb hingen überall Spuckbeutel aus – in allen Gängen und Treppenhäusern. Aber zum Glück werden wir nicht seekrank.

01_andere_Schiffe 02_das_Meer 03_Spuckbeutel

Wir haben die Entspannung des Nichts-tun-Müssens genossen. Gelesen, geshoppt, gegessen und Postkarten geschrieben. Ein wunderbarer Erholungstag, den wir uns echt verdient hatten. Das Abendessen im Atlantic war super lecker. Es gab in dieser Reihenfolge Kaviar, Rinderbrühe mit Wachtelei, Kalbswange, Languste. Schwelg!

Nach unserer Erfahrung von der letzten Tour waren wir sehr pünktlich vorm Theater zur Crew Show und ergatterten Plätze in der ersten Reihe. Dieses Mal habe ich ein paar Fotos gemacht, auch wenn sie die Stimmung überhaupt nicht wiedergeben können. Die Mädels und Jungs auf der Bühne sind unglaublich toll und das Publikum flippt fast aus vor Begeisterung. Gänsehautfeeling!

04_Crewshow

06_Showact 13_Showact 12_Showact

Es gab auch ein Märchen zu bestaunen: Aschenputtel. Eine Vorleserin. Alle anderen Beteiligten tauchen immer nur ganz kurz für ihren Wortbeitrag hinter einem weißen Laken auf. Das ist sooo lustig, kaum zu beschreiben. Der Prinz, der immer nur sagt: „Ich bin sooo schön.“. Aschenputtel, die immer nur sagt: „O.k.“. 🙂

07_Märchen     08_Aschenputtel

Und unsere schöne, liebe H., die uns immer einen Tisch im Atlantic verschafft hat, hat ein wunderschönes ukrainisches Volkslied gesungen. Herrjeh, hat die eine super Singstimme!

09_Hannah     10_Hannah

Zum Abschluss gibt’s noch alle miteinander auf der Bühne und gemeinsam singen sie „We are the world“. Spätestens da weiß man vor lauter Gefühl gar nicht mehr, wohin mit sich. Das Publikum steht – dieses Mal dank Herrn Grillenscheucher – singt und klatscht. Der absolute Hammer!

14_alle     15_letztes_Lied

Das war ein wunderschöner Tag!

Die guten Dinge von Freitag, 6.5.2016:

  • Endlich Seetag – Entspannung und Ausruhen pur.
  • Lesen, Shoppen, Essen. Leckerste Burger am Nachmittag und leckerstes Abendessen im Atlantic.
  • Natürlich die Crew Show!!! Unvergleichlich wunderbar!