Kurz und gut

  • Genesungsschlaf.
  • Das Wetter war mild und trocken. Ich habe einen Rundgang über den Balkon gemacht, um zu sehen, wie die Pflanzen mit der Kälte und dem Schnee zurecht gekommen sind. Viel lässt sich noch nicht erkennen, aber ich glaube, die meisten haben überlebt. Ich habe die ersten grünen Spitzen der Kroken entdeckt und eine neue weiße Blüte von etwas, was ich vorletztes Jahr verbuddelt hatte. Wenn mir doch bloß der Name davon einfallen würde! Die sind offenbar echt hart im Nehmen.

  • Ich habe einen langsamen Spaziergang im diesigen Sonnenschein um den Block gemacht. Das tat gut, auch wenn es mich schnell erschöpft hat. Gut, dass ich noch ein paar Tage habe, um mich wieder an geschäftigen Alltag zu gewöhnen! Unterwegs habe ich mir ein kleines Primel-Töpfchen gekauft und da es im Einkaufsbeutel immer umkippte, habe ich es in der Hand getragen, was allen, die mir entgegen kamen, ein Lächeln ins Gesicht zauberte. 🙂

Schniefnase

Es scheint als hätte meine Erkältung erst heute so richtig Fahrt aufgenommen. Wie gut, dass ich mit der Schniefnase gestern nicht beim Arzt warten musste!

  • Ganz viel geschlafen.
  • Hamburg hat gestern einen neuen Feiertag bekommen, nämlich den Reformationstag am 31. Oktober. Ich freue mich nicht nur über den weiteren Feiertag, sondern auch weil es ein Tag im Herbst geworden ist. Alle anderen Vorschläge waren Tage im Frühjahr, wo es meiner Meinung nach eh schon genug Feiertage gibt. Der Hamburger Senat legte noch einen drauf: am Reformationstag soll künftig der Eintritt in Hamburger Museen kostenlos sein. Auch wenn ich Museen eher meide, finde ich die Idee super. Und wer weiß, vielleicht lockt mich dann doch mal das eine oder andere.
  • Sofa, Tee und Buch. Ich habe den dicken Wälzer von Nathan Hill „Geister“ zu Ende gelesen und finde ihn in jedem Fall lesenswert. Es gab ein paar Längen und das Buch war letztlich weniger lustig als es sein Anfang vermuten ließ. Es gab Szenen, bei denen ich am liebsten die Augen zugekniffen hätte wie ich es bei einem Horrorfilm täte. Es gab am Ende aus meiner Sicht ein bisschen zu viel Kitsch. Und trotzdem hat mich das Buch insgesamt beeindruckt. Auch wegen diverser kleiner Anmerkungen wie z.B. der, dass das FBI 1968 vor klitoralen Orgasmen warnte. 😮 Ich weiß nicht, ob das stimmt oder der Phantasie des Autors entsprungen ist, aber es würde mich nicht wundern, wenn es tatsächlich so war.

Der Nachtrag vom Wochenende

So richtig erholt haben sich meine Zähne von der Tortur immer noch nicht, aber sonst war es ein schönes Wochenende. Sogar mit ziemlich milden Temperaturen und ohne Schnee.

Die guten Dinge von Freitag:

  • In der Kantine gab es als Überraschungsessen Fischstäbchen mit Kartoffelpüree und das konnte ich so einigermaßen essen bzw. eher lutschen.
  • Herr Grillenscheucher und ich waren zum Tanzen und hatten viel Spaß. 🙂 Der Azubi hat unterrichtet, seinen Job sehr gut gemacht und schöne Musik aufgelegt. Es waren weniger Paare als sonst da und deshalb wurden wir gebeten, nach der Pause in den kleineren Saal zu wechseln, damit der parallel dort stattfindende Kurs genug Platz zum Lernen einer raumgreifenden Figur hat. Der Azubi kündigte das an und meinte, wir hätten eh nur einen Tanz, für den man viel Platz braucht, noch nicht getanzt: die Samba. Ein Glück war ich geistesgegenwärtig genug, um ihm zu widersprechen. Der Slowfox braucht nämlich erheblich mehr Platz. So kamen wir um die blöde Samba rum 😉 und durften noch einen Slowfox vor der Pause tanzen. Ein Glück, denn im kleinen Saal fühlte es sich an als wären wir plötzlich doppelt so viele Paare.
  • Hinterher gab es leckere, tröstende Bolo.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Es war mild und trocken draußen. Ich konnte endlich mal wieder einen leichteren Mantel tragen.
  • Herr Grillenscheucher und ich waren mit der Mission „Notebook“ unterwegs. Da muss endlich was passieren. Wir haben tatsächlich ein neues für mich gekauft und hinterher hatte Herr Grillenscheucher doch noch eine neue Idee, woran Lisa erkrankt sein könnte. Mal sehen, was dabei raus kommt.
  • Als wir zurück nach Hause kamen, roch die Wohnung lecker nach Hühnersuppe, die den ganzen Tag auf dem Herd vor sich hin köchelte. Herr Grillenscheucher hatte sie gleich nach dem Aufstehen aufgesetzt.
  • Bonus: Wir haben diverse Dinge besprochen und beschlossen. Herr Grillenscheucher hatte eine gute Idee für die Winterflucht, über die wir gerade nachdenken. Da gilt es, noch einiges zu recherchieren.

Die guten Dinge von heute:

  • Lange geschlafen und beim Aufstehen schien die Sonne. 😎
  • Es ist genug Hühnersuppe übrig geblieben, so dass ich zwei Portionen einfrieren konnte. Super! So bin ich für mögliche Erkältungen gerüstet.
  • Ich habe mich darüber gefreut, dass Herr Grillenscheucher so gut drauf war.

Kurz und gut

  • Weil die Ärztin mir gestern für heute Ruhe empfahl, habe ich mich schon gestern im Büro krank gemeldet und konnte heute wunderbar ausschlafen.
  • Kaum bin ich mal einen Tag zu Hause, klingelt immer wieder das Telefon und ich hatte sehr nette Telefonate. (Sprechen geht ja wieder, nur beißen noch nicht so richtig.)
  • Ich durfte dem Schneetreiben von drinnen zugucken.

Der Nachtrag vom Wochenende

Die eisige Kälte letzte Woche hat mich so geschafft, dass ich am Freitag zu Hause blieb. Das war sicher eine gute Idee, denn schon der kurze Einkauf auf dem Wochenmarkt am Nachmittag schaffte mich wieder so, dass an Tanzen nicht zu denken war. 🙁 Das ganze Wochenende habe ich daraufhin vorsichtshalber keinen Fuß vor die Tür gesetzt.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Nachdem ich das Büro informiert hatte, habe ich mich nochmal ins Bett gekuschelt und ausgeschlafen.
  • Eine sehr nette und sehr ehrliche Beratung am Gemüsestand. Uns wurde doch glatt davon abgeraten, frische Tomaten für eine Soße zu verwenden, weil die momentan sauteuer sind. 😮 Na gut, dann nehmen wir eben welche aus der Büchse.
  • An diesem Abend gab es aber erstmal Hühnerbrust mit Paprika und Zucchini – auch gerade nicht das billigste Gemüse, aber es tat so gut und war so lecker, einen Hauch Sommer zu essen.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Nichts tun und vor allem nicht raus zu müssen.
  • Ich habe im Internet eine Kugelschreibermine bestellt. Ja, eine Kugelschreibermine, die man vermutlich (aber nicht sicher) in jedem Kaufhaus bekommt. Irgendwie verwegen. 😉 Im Internet kostet das Ding inklusive Versand nicht mehr als im Laden. Ich muss dafür keinen Schritt durch die Kälte tun, aber auch nicht warten bis das Wetter wieder einladender wird. In ein paar Tagen liegt das Ding in meinem Briefkasten und ich muss nicht mal hoffen, dass einer meiner Nachbarn die Lieferung annimmt. Luxus pur, den ich mir gegönnt habe, obwohl ich finde, dass man den Einzelhandel unterstützen sollte. Ein bisschen ein schlechtes Gewissen habe ich also schon.
  • Ein langer Abend mit guten und wichtigen Gesprächen mit Herrn Grillenscheucher.

Die guten Dinge von heute:

  • Der Schnee von heute morgen ist im Laufe des Tages weg getaut. Wir haben endlich wieder Temperaturen kurz über 0° C. Hallelujah! Hoffentlich bleibt das so.
  • Herr Grillenscheucher und ich haben den Wohnungsputz bewältigt und ich habe eine Menge Spinnennetze von den Decken gesaugt. Ich würde wirklich gern mal wissen, wo sich die dazugehörige Spinne versteckt. Nein, ich will ihr nichts antun, aber es ist irgendwie unheimlich, dass es diese Netze ohne das Tier gibt.
  • S. hat mir von Teneriffa einen strahlend blauen Himmel per WhatsApp geschickt und ich konnte mich mit einem wunderschönen Sonnenuntergang bedanken.