Anstrengender Vormittag

Wenn ein Arbeitstag gleich um 9 Uhr mit einer Besprechung beginnt, bin ich ja immer schon vorher gestresst. Ich stehe früher auf, damit ich auch ja pünktlich bin – man weiß ja nie, ob die U-Bahnen pünktlich fahren -, und bin ein wenig müder als sonst. Heute war dann auch noch die erste Sitzung des Tages super anstrengend, weil ich jemandem lauschen musste, der nuschelnd in rasender Geschwindigkeit redet. Vielleicht sollte man dem mal einen Sprech-Kurs empfehlen. Danach hätte ich mich am liebsten wieder ins Bett gelegt. Ging aber nicht, denn die nächste Besprechung schloss direkt an. Immerhin gab es eine kurze Pause zum Lüften des Raums und mit dem zweiten Teil ohne Nuscheln waren wir früher fertig. Puh!

  • Vor all der Anstrengung gab es aber einen wunderschönen glutroten Sonnenaufgang und danach den ganzen Tag Sonne bei eisiger Kälte. Mittags hab ich sie ein wenig genossen und finde, dass sie schon ein ganz kleines Bisschen wärmt. 😎
  • Lachen mit den Kollegen zum Feierabend, was dann endlich meine Laune nach dem blöden Vormittag wieder auf Normalniveau hob.
  • In den Läden gibt es jetzt schon Saattüten. 😮 Trotz der Kälte konnte ich nicht umhin, mir so einen Tüten-Ständer genauer an zu gucken. Hach, wäre doch schon der Frühling da! Es durften dann auch eine Tüte Basilikum- und eine Tüte Dillsaat mitkommen.
  • Bonus: Eine Bestellung ist angekommen und ich freue mich total darüber.

Der Nachtrag vom Wochenende

Dieses Wochenende war ich das erste Mal in diesem Jahr bei Herrn Grillenscheucher. Wir hatten es schön und sonnig und entspannt. Und es so toll, wie der Frühling sich ins Zeug legt. Überall blühen die Forsythien in gelb und die Kirschbäume in rosa und bunte Ostereier hängen in den Vorgärten.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Morgens schon hatte ich einen Termin beim Orthopäden. Die Arzthelferin, die ich dort am liebsten mag, ist wieder gesund und hat sich sehr über die Tüte merci petits gefreut, die ich für alle als Dankeschön mitgebracht hatte. Das haben sie sich wirklich verdient, so toll, wie die Praxis funktioniert. Die Vertretungsärztin – der Doktor war krank – hat mir ohne Diskussion ein neues Rezept für die Physiotherapie verschrieben und sich gewundert, dass ich dafür extra kommen musste. Der Doktor ist da eben knauseriger. Einziger Wermutstropfen: die Vertretungszeit meines Physiotherapeuten ist beendet und ich muss mit anderen arbeiten. 🙁

  • Der überraschende Anruf von S. und wir haben geplappert als hätten wir uns vorgestern erst gesprochen. Dabei war es nach vielen Mails unser erstes Telefonat miteinander.
  • Noch ein erstes Mal in diesem Jahr: Ich bin wieder mit Olga gefahren. Zuerst wollte sie nicht so recht und ging einfach wieder aus. Im zweiten Versuch mit viel Gas konnten wir dann doch los. Nicht ganz so angenehm für meine Schulter, das Autofahren, aber zusammen haben wir es geschafft.
  • Bonus: Und noch ein erstes Mal in diesem Jahr: Die Sonne schien und es war so warm, dass wir auf dem Balkon von Herrn Grillenscheucher Prosecco trinken konnten.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Herr Grillenscheucher und ich haben meine Pflanzen aus dem Winterquartier bei ihm wieder auf meinen Balkon gebracht. Der Lorbeer und der große Rosmarin treiben schon wieder aus – sieht super aus.
  • Eine kleine Einkaufstour mit Olga. U.a. haben wir viele Saattütchen und mein neues liebstes anti-alkoholisches Kaltgetränk erstanden: Rhabarber-Schore von Hella. Sieht ein bisschen eklig aus, schmeckt aber hervorragend säuerlich. Zwischendurch gab es auch noch den Geschmack Italiens im Mund.

  • Und weil es gestern schon so schön war, haben wir nochmal Prosecco auf Herrn Grillenscheuchers Balkon getrunken.

Die guten Dinge von heute:

  • Ausreichend geschlafen und danach eine Latte Macchiato ans Bett serviert bekommen.
  • Herr Grillenscheucher hat sich um Anton gekümmert. WhatsApp läuft jetzt auf meiner neuen Handynummer und Landkarten für unsere Kreuzfahrt sind auch drauf, damit wir uns unterwegs nicht verlaufen.
  • Wieder zu Hause erwarteten mich auf meinem Balkon glücklich aussehende Pflanzen. Der Liebstöckel ist um mindestens 10 cm am Wochenende gewachsen. Die Kroken blühen um die Wette. Der Jasmin kriegt grüne Blätter und der Baum vor meinem Balkon auch. Hach!

    

    

  • Bonus: Die Kresse hat sich ebenfalls prächtig entwickelt und wird gleich mein Abendessen bereichern.

Gewitterluft

Zum Glück da draußen und nicht zwischenmenschlich. 😉 Den Pflanzen und meiner Saat scheint das gut zu bekommen – die Wicken fangen an zu keimen. Große Freude!

  • Wegen der Gewitterluft und dem angekündigten Regen habe ich mich heute quasi als Bombenlegerin betätigt. Ich habe nämlich ein paar Samenbomben geworfen. Hoffentlich wachsen dort nun bald liebliche Sommerblumen statt zerrupftes Gras.
  • Super leckere Spargel-Quiche in der Mittagspause, die Herr Grillenscheucher am Wochenende fabriziert hatte.
  • Der erste Schwung Gewitterregen tobte sich kurz vor Feierabend aus und der zweite erst als ich zu Hause war. Perfektes Timing! 🙂 Und den Saatbomben tut der Regen hoffentlich gut.

Herrlich warm

Hach, war das schön warm heute da draußen! 😎 Zwar auch irgendwie schwül und trüb, aber noch genieße ich es einfach, nicht mehr so viele Klamotten anziehen zu müssen und trotzdem nicht zu frieren.

  • Ein ruhiger Tag im Büro. Ich habe viele Unterlagen in Vorbereitung auf die kommende Woche gelesen. Schön, sich so in Ruhe vorbereiten zu können.
  • In der Mittagspause über den Wochenmarkt bummeln, ein Krabbenbrötchen und fertig geschnittene Ananas für das Mittagessen mitnehmen und auch noch einen leichten Sommerschal finden. Das Leben ist schon toll. 🙂

110_Sommerschal

  • Die Dill-Saat hat den warmen Tag genutzt, um so richtig aus sich raus zu kommen. 😉 Erstaunlich! Die letzten Jahre brauchte das Zeug immer ewig, um zu keimen, und dieses Jahr geht’s ruckzuck. Vielleicht ist es insgesamt doch die bessere Lösung, möglichst alle Saat drinnen vorkeimen zu lassen. Draußen tut sich nämlich noch gar nichts.

Wildwuchs

Meine Balkonpflanzen kommen mit dem Hin und Her der Temperaturen und dem ständigen Wechsel zwischen Sonne und Regen erheblich besser klar als ich. Sie wachsen und gedeihen in rasanter Geschwindigkeit, blühen wie verrückt und rangelten miteinander um Platz.

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Der Portulak-Salat hat hübsch geblüht und war danach nur noch platt. (Das struppige Zeug in dem Kasten hinter dem Buddha.)

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Es war also dringend Zeit aufzuräumen und am Samstag war das Wetter endlich passend dafür, nachdem es letzte Woche so ziemlich jeden Abend geregnet hatte. Also frisch auf ans Werk. Den Portulak-Salat habe ich entsorgt und danach umgeräumt.

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Jetzt haben alle wieder Platz zum Wachsen und der Topf mit den Zucchini (ganz links) ist an den Ort gekommen, an dem sie jetzt hoffentlich hoch ranken.

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Wunderschön ist gerade die Blütenvielfalt. Ich kann mich gar nicht entscheiden, welche ich schöner finde. Weil Blau meine Lieblingsfarbe ist, mag ich natürlich die Kornblumen ganz besonders gern. Ich finde, das sind die einzigen Blüten, die wirklich richtig blau sind. Alle anderen haben immer so einen Touch ins Lila.

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Mindestens ebenso begeistert bin ich von den Wicken, die gleich zweifarbig blühen. Liebe A., Du hast mir mit der Saat dafür eine riesige Freude gemacht!

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Dazu passt der Oregano so wunderhübsch.

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Außerdem gibt es noch die Tagetes in Gelb und Orange. Ich habe eine gefüllte Sorte, die für mich irgendwie unecht aussieht.

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Und ich habe eine ungefüllte Sorte, die ich viel lieber leiden mag. Das muss ich mir für nächstes Jahr unbedingt merken!

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