Verlängertes Wochenende

Weil Herr Grillenscheucher und ich ja gestern in Sachen Denkmal-Tag unterwegs waren, haben wir unser Wochenende um einen Tag verlängert, damit der Putz- und Flicktag nicht ausfallen muss.

  • So schön, dass das durch meine Auszeit überhaupt möglich ist! 🙂
  • Nun ist die Wohnung wieder sauber UND Herr Grillenscheucher hat die letzten Flecken an den Wänden ausgebessert. Renovierung komplett abgeschlossen. Juchuh!
  • Eine Mail von D., die ich lächelnd gelesen habe. Wir uns verstehen uns nahezu blind.

Der Nachtrag vom Wochenende

Nun kann ich 5 Kreuze machen, denn das Bad ist auch fertig geschrubbt. Juchuh! Arbeitsreich war es also, das Wochenende, aber auch sehr schön. 🙂

Die guten Dinge von Freitag:

  • Lange und erholsam im Bett geblieben.
  • Eine Postkarte aus dem Urlaub von T. im Briefkasten.
  • Tanzen mit Herrn Grillenscheucher. Ich fand, wir waren ziemlich gut. Wir haben sogar ein bisschen was in der Samba gelernt, was nicht gerade unser Lieblingstanz ist. Und wir haben ein süßes Kompliment von einem anderen Tanzpaar aus dem Kurs bekommen: „Wenn wir euch zugucken, dann wissen wir, wofür wir so viel üben.“. 🙂

Die guten Dinge von Samstag:

  • Der Himmel war zwar ordentlich zugezogen und grau, aber es blieb trocken und warm.
  • Herr Grillenscheucher und ich sind auf „Dat Uhlenfest“ – ein Stadtteilfest – gegangen. Anfangs fand ich es schrecklich voll dort, aber nach einer Weile hatten wir uns eingegroovt. Das Highlight für uns war natürlich der Marmeladen, der dort mit seinem Stand vertreten war. Mein letztes Glas Marmelade wird gerade gegessen und wir brauchten dringend Nachschub. Zudem hatte ich festgestellt, dass der Stand in diesem Jahr das letzte Mal in unserer Nähe verkauft. Und so gab es ein fröhliches Wiedersehen mit den beiden Inhabern und interessante Infos über die derzeit extrem schlechte Ernte-Situation (Zwetschgen z.B. haben sie dieses Jahr nur 6 kg bekommen, während es in den vergangenen Jahren immer 90 bis 100 kg waren. 😮 ) Während wir uns durch die Marmeladen-Sorten probierten, kamen viele Käufer, die auch Stammkunden sind. Das hat uns sehr gefreut, denn solange es so viele davon gibt, werden sie weiter ihre total leckere Marmelade produzieren. Wir sind ja quasi total versaut durch die beiden, denn andere Marmelade kriegen wir kaum noch durch den Hals. Einzige Alternative ist die selbst gemachte Marmelade von Herrn Grillenscheuchers Mama. Lange Rede – hier ist unsere Ausbeute:

  • Wie auf dem linken Foto zu sehen ist, habe ich auch Lavendel-Säckchen und -Öl erstanden. Bei einem ganz entzückenden Franzosen. Was habe ich mich gefreut, dass ich das Öl nicht schon vorher an einem ziemlich blöden Gewürzstand gekauft hatte! Dort war es nämlich erheblich teurer und außerdem bot der sehr seltsame Gewürzmischungen an. Eine hieß z.B. Alio Olio. Was für ein Quatsch!

Die guten Dinge von Sonntag:

  • Nee, eigentlich war das Putzen vom Bad kein gutes Ding. Ich habe wirklich keinen Bock mehr auf Putzlappen. Aber es musste ja trotzdem erledigt werden. Herr Grillenscheucher hat zum Glück fleißig geholfen. Und letztlich ist es ein großes gutes Ding, dass meine Wohnung jetzt komplett renoviert, entrümpelt und geschrubbt ist. Uffz!
  • Hinterher haben wir mit Champagner darauf angestoßen. Ein wirklich würdiger Anlass für das gute Tröpfchen.
  • Bolo mit Bavette.

3 Kreuze!

Puh! Es ist vollbracht. Meine Wohnung ist renoviert, entrümpelt und gründlich geputzt. Bis auf das Bad, das „nur“ einen großen Putz braucht, aber keinen neuen Anstrich. Das ist für das Wochenende geplant. Ich bin so froh, erleichtert und dankbar – Wahnsinn.

  • Die Wandschränke im Schlafzimmer, vor denen mir putzmäßig immer graut, sind wieder sauber. Und sie hatten es dringend nötig. 😯 Danach kam der Rest in der Küche dran. Warum nur werden Waschmaschinen so dreckig, wenn sie doch eigentlich immer am Waschen sind? Währenddessen blieb es draußen trocken und die Wäsche durfte auf dem Balkon trocknen.
  • Ich bin so sehr dankbar für die Hilfe von meinem Bruder und vor allem der von Herrn Grillenscheucher. Ohne die beiden hätte ich das nicht gepackt. Gleichzeitig bin ich dankbar, dass ich das alles gewuppt hab. Körperlich ist das schließlich nicht ganz ohne. Und dafür, dass ich in der Lage bin, einfach so die Farbe und Pinsel und all das Equipment, das man halt für eine derartige Aktion braucht, kaufen zu können.
  • Der Moment, in dem der Putzlappen in den Müllsack befördert wurde. 🙂 Halleluja. Nun fehlt nur noch ein wenig Deko – Kissen und Teppiche vor allem. Die alten waren uralt und haben echt ausgedient. Erneut bin ich dankbar, denn ich darf mir nun neue aussuchen und kann sie bezahlen. Eigentlich hab ich’s ziemlich sehr gut. 😉

Erste Fotos von der Küche und vom Schlafzimmer. Donany fehlen eindeutig ein paar Kuschelkissen…

Blicke von drinnen nach draußen auf den Balkon – dank der geputzten Fenster endlich mal möglich. 😉

 

 

 

Nachtrag

Es gibt so viele Tage nach zu tragen und so wenig zu erzählen. Gewissermaßen sind Renovierungen langweilig. 😉 Ein Tag gleicht dem anderen, nur dass man Flecken an unterschiedlichen Wänden ausbessert und unterschiedliche Dinge putzt. Dabei wird man immer mürrischer, weil man das Gefühl hat, niemals mit all dem fertig zu werden.

Die guten Dinge von Donnerstag:

  • Herr Grillenscheucher hat eine Fußleiste ersetzt und damit die letzte ihrer Art in meiner Wohnung wieder fest angebracht. Aus irgendeinem Grund waren vorher alle Fußleisten ohne Dübel in die Wand geschraubt. 😯
  • Es regnete unablässig, aber es war mild, und so konnten wir abends noch auf dem Balkon von Herrn Grillenscheucher sitzen. Das mag ich total gern: während der Regen rauscht, draußen überdacht zu sitzen. Etwas, was ich auf meinem Balkon wirklich vermisse.
  • Derweil besprochen, was noch alles zu tun ist. Sieht ganz danach aus, dass ich Anfang nächster Woche wieder nach Hause ziehen kann.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Ein Tag Renovierungspause.
  • Der Regen machte Nachmittags eine Pause und wir blieben beim Einkauf auf dem Wochenmarkt trocken. Hinterher noch in diversen anderen Läden diverses anderes Zeug eingekauft und dabei sehr lustige Postkarten gefunden.
  • Nun ist das Sommerprogramm in der Tanzschule endlich zu Ende und wir waren wieder in unserem regulären Kurs. Nur unser Tanzlehrer war nicht da. Dafür hatten wir eine sehr lustige Vertretung. 😀 Hinterher gab’s noch Bavette mit total leckerer Tomaten-Kochschinken-Soße.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Weitere Mini-Schritte in meiner Wohnung. Dennoch blieb ich zuversichtlich, dass meine Wohnung nach dem Wochenende wieder bewohnbar ist.
  • Der große Wohnzimmerschrank ist endlich wieder befüllbar, denn wir haben ihn gemeinsam gerade gerückt.
  • Freundliche Gespräche am Abend.

Die guten Dinge von Sonntag:

  • Der erhebende Moment als der letzte Umzugskarton geleert und der Inhalt verräumt war. Uffz!!! Gefühlt beschleunigte sich für mich danach das Putzen und Aufräumen, weil endlich Platz war.
  • Ich habe so eine Stange zwischen Fußboden und Decke, an der mehrere Zinktöpfe hängen. Die hat Herr Grillenscheucher wieder aufgebaut und dann haben wir beide gepuzzelt, welcher Topf mit welchem Inhalt wo hing. Erstaunlich, wie schnell man das vergisst! Ich bin mir immer noch unsicher, ob es so war wie es jetzt ist, aber immerhin sieht es wieder fein aus.
  • Entspannte Stimmung beim abendlichen Gemüse-Schnippeln.

Die guten Dinge von heute:

  • Die beiden blauen Wände in meinem Schlafzimmer fanden endlich unser gemeinschaftliches OK. Es war kaum noch zählen, wie oft Herr Grillenscheucher sie gestrichen hat. Sie haben die Farbe so unterschiedlich aufgesaugt, dass immer wieder neue Flecken entstanden. Aber nun konnte mein Bett zurück an seinen Platz und Herr Grillenscheucher hat das mühsame Gefummel übernommen, den Stoff rund ums Bett wieder anzubringen.
  • Weiteres Geputze und Geräume – jetzt ist die Wohnung wieder bewohnbar. 3 Kreuze!!!
  • Nun sitze ich wieder an meinem gewohnten Platz am Esstisch und schreibe hier. Komisches Gefühl, aber auch ein gutes. Es gibt noch einiges zu tun und die letzte Plastikfolie über dem Sofa hängt da noch zu Recht. Aber es wird, es wird ganz sicher.

Langsames Vorankommen

Gestern und heute ging es in meiner Wohnung in kleinen Schritten voran. Krankheitsbedingt konnten Herr Grillenscheucher und ich nicht so viel schaffen, wie wir gehofft hatten. Aber immerhin geht es voran. Eigentlich hatte ich ja auch noch den Plan, mit den Aufräum- und Putzaktionen auszusetzen, wenn das Wetter gut genug für einen Ausflug ist. Heute wäre dafür so ein Tag gewesen, aber ich bringe es dann doch nicht übers Herz, meine Wohnung so desolat einfach liegen zu lassen. Da muss ich gerade wohl einfach mal durch.

Die guten Dinge von gestern:

  • Herr Grillenscheucher ist mit mir trotz Schulter-Schmerzen in meine Wohnung gekommen und hat fleißig geholfen. Am Ende des Tages waren die Fenster im Schlafzimmer gründlich geputzt und die Bücherregale, die sich drum rum ranken, wieder aufgebaut.
  • Ein längeres Telefonat mit meiner Mama, nachdem es am Abend zuvor noch eine Schreckensnachricht bezüglich ihres Mannes gab. Das Problem ist vorerst behoben und wir hatten viel Spaß beim Erzählen von Anekdoten.
  • Herr Grillenscheucher hat ein sehr leckeres Abendessen gekocht: Schweinefleisch mit Bohnen, Tomaten und frittierten Kartoffeln.

Die guten Dinge von heute:

  • Weil Herr Grillenscheucher heute dann doch mal seiner eigentlichen Arbeit nachgehen musste, hat er mich „nur“ zu mir begleitet, um mir die Kartons voll mit Büchern vom Wohn- ins Schlafzimmer zu schleppen. Das war sehr lieb! Danach war ich mit dem Elend allein gelassen, habe Bücher abgestaubt und in die Regale sortiert und jede Menge Putzarbeit geleistet. Das gibt mal wieder eine Runde Fleiß-Sternchen. 😉
  • Eine halbe Stunde habe ich mich auch meinen Balkonpflanzen gewidmet. Das wurde allerhöchste Zeit! Dabei habe ich gesehen, dass das Bohnenkraut zart blau blüht und immerhin zwei Tomaten eine gewisse Röte erreicht haben.
  • Nach getaner Arbeit am lauen Sommerabend mit Herrn Grillenscheucher und einem Glas Wein auf seinem Balkon zu sitzen und vom Tag zu erzählen. Ich glaube, es tat uns beiden gut, dass wir jeder Zeit allein verbracht haben.