Blauer Himmel

Die Wettervorhersage hat sich geirrt. Es war hier heute gar nicht grau und nasskalt, sondern sonnig und saukalt. ­čśë

  • Der neue Radiowecker hat mich ganz ohne Rauschen geweckt und es war wirklich sch├Ân, noch ein bisschen mit Musik zu d├Âsen ohne zu bef├╝rchten, dass irgendeine Bewegung meinerseits Empfangsst├Ârungen verursachen k├Ânnte.
  • Der wundersch├Âne blaue Himmel den ganzen Tag und sooo viel Helligkeit. Wie gut das tut! ­čśÄ Au├čerdem habe ich beim Anblick des Himmelsblaus gedacht, dass es irgendwie beruhigend ist, dass es trotz aller Ver├Ąnderungen immer noch dasselbe Blau wie in meiner Kindheit ist. Etwas, das bleibt.
  • Eine Urlaubskarte von F. im Briefkasten.

Der Nachtrag vom Wochenende

Ein Wochenende voller sinnloser Versuche. Lauter gescheiterte Pl├Ąne. ­čÖä Trotzdem war es sehr sch├Ân. Wir haben einfach das Beste draus gemacht.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Ich habe ein weihnachtliches Feuerzeug geschenkt bekommen, das genau zu meinen weihnachtlichen Teelichthaltern mit den Elchen drauf passt.

  • Da es ja gerade ganz gut l├Ąuft mit meiner t├Ąglichen Mandarine, habe ich auf dem Wochenmarkt eine ganze Kiste erstanden. Vor allem weil das billiger war als sie einzeln zu kaufen, aber auch weil ich die Kisten so gern mag. Allerdings kriege ich die nie allein aufgegessen bevor sie schlecht werden. Also spende ich mindestens die H├Ąlfte dem Winternotprogramm, bei dem Herr Grillenscheucher einmal pro Woche ehrenamtlich arbeitet. Mandarinen sind n├Ąmlich toll f├╝r Obdachlose: die kann man in die Tasche stecken und am n├Ąchsten Tag noch essen.

  • Obwohl wir ├╝berhaupt keine Lust hatten und eigentlich zu m├╝de waren, sind Herr Grillenscheucher und ich tapfer zur Tanzstunde gegangen und haben sehr unkonzentriert, also eher schlecht getanzt. Immerhin waren nur wenige Paare da und wir hatten Platz zum ├ťben. Der letzte Tanz war wie so oft eine Rumba. Unseren Lieblingstanz haben wir trotz M├╝digkeit und Konzentrationsschwierigkeiten so gut getanzt, dass hinterher jemand extra zu uns kam und uns mit Komplimenten ├╝bersch├╝ttet hat. So lieb!

Die guten Dinge von Samstag:

  • Herr Grillenscheucher bastelte mir ein Segelschiff aufs Bett.

  • Schon nachmittags wurde das Abendessen vorbereitet, der Adventskranz aufgestellt und der Adventskalender aufgeh├Ąngt, der immer erst am Tag vor dem ersten Advent beginnt. Wir waren pr├Ąpariert f├╝r unseren Plan, abends zu einem Adventsgottesdienst zu gehen.
  • Die Kirche, auf die wir zu liefen, sah vielversprechend erleuchtet aus, aber leider fand dort eine vollkommen andere Veranstaltung statt. Ich hatte mich in der Kirche geirrt. ­čś« Unverrichteter Dinge sind wir also zur├╝ck Richtung Heimat gefahren, aber dort dann wenigstens noch ├╝ber einen Weihnachtsmarkt gelaufen, der dieses Wochenende stattfand. Wir haben uns nur die St├Ąnde drau├čen angesehen, f├╝r die man keinen Eintritt bezahlen muss. Ich finde es echt widerw├Ąrtig, wenn ich daf├╝r bezahlen soll, dass ich irgendwo shoppen gehen darf. Das ist doch total beknackt. Die Ausbeute war dennoch gro├č – besonders verliebt bin ich in die Postkarte – und wir hatten ein sehr lustiges Gespr├Ąch mit Mutter und Sohn an einem Verkaufsstand.

  • Bonus: Danach sollte es noch einen Gl├╝hwein auf dem kleinen, s├╝├čen Barmbeker Weihnachtsmarkt geben. Aber dort war es unglaublich voll und laut. Stattdessen sind wir schnell nach Hause gegangen und hatten einen wundersch├Ânen Abend mit ganz viel Kerzenlicht drinnen und drau├čen.

Die guten Dinge von heute:

  • Gestern waren wir f├╝r unsere Verh├Ąltnisse echt fr├╝h im Bett und ich habe richtig, richtig lange geschlafen. So erholsam! Und dann leuchtete die erste Kerze vom Adventskranz.

  • Ich hatte Herrn Grillenscheucher gebeten, mir ein Programm auf dem Rechner zu installieren, mit dem ich Playlists erstellen kann, die ich dann wiederum mit Anton h├Âren kann. Das gestaltete sich unerwartet schwierig. So schwierig, dass wir die Aktion verschoben haben, denn die Wohnung wollte ja auch noch geputzt werden. Die ist jetzt wieder sauber, juchuh.
  • Eine liebe E-Card zum ersten Advent von S.

Kurz und gut

  • Mittags kam die Sonne raus und blieb bis zum Untergehen. ­čśÄ
  • In der Mittagspause habe ich eine gro├če Runde durch raschelndes Laub und ├╝ber den Wochenmarkt in B├╝ron├Ąhe gedreht. Die beiden Italiener von meinem Markt haben dort nun auch einen Stand und wir haben uns fr├Âhlich zugewunken. Leider gibt es aber den kleinen Fischstand mit den leckeren Krabbenbr├Âtchen nicht mehr, auf den ich mich schon so gefreut hatte. Daf├╝r gab’s eine vegetarische Lauchquiche und zum Nachtisch ein riesiges St├╝ck Schmand-Birnen-Torte, an der ich einfach nicht vorbeigehen konnte – auch vegetarisch ­čśë . Und es gab das, weshalb ich eigentlich dort war: eine gro├če Auswahl verschiedener Honigsorten, von denen ich vorsichtshalber gleich zwei Gl├Ąser mitgenommen hab, denn die Beschaffung von Honig ist hier nicht so einfach, wenn man welchen vom Imker und nicht aus der Industrie haben m├Âchte. Dazu gab es ein sehr nettes Gespr├Ąch mit dem Verk├Ąufer.
  • Eine Urlaubskarte von E. im Briefkasten. Die Griechen lassen sich echt Zeit: die Karte hat ├╝ber 3 Wochen von Kreta nach Hamburg gebraucht. ­čś«

Kurz und gut

  • Mini-Unterbrechung meiner Auszeit: Ich musste in meiner Firma die neue Karte f├╝r die ├ľffis abholen, habe es aber geschafft, niemandem zu begegnen, mit dem ich h├Ątte reden m├╝ssen. Uffz!
  • Nochmal maas-natur. Am Tag, nachdem ich dort im Laden den ersten Teil meiner Bestellung anprobiert und abgeholt hatte, bekam ich den Anruf, dass nun ein weiteres Teil angekommen ist. Das ist also echt l├Ąstig, wenn man sich die Sachen in den Laden bestellt und nicht alle gleichzeitig ankommen. Schlie├člich ist der Laden nicht gerade bei mir um die Ecke. Heute war ich wegen des weiteren Teils, einer Strickjacke, dort. Und w├Ąhrend ich anprobierte, wurde auch der letzte Teil meiner Bestellung ausgepackt. Gl├╝ck gehabt, auch wenn beides nicht meins wurde. Aber die Verk├Ąuferinnen dort sind einfach super und mit deren Hilfe fand ich doch noch eine Strickjacke, in die ich ganz verliebt bin.
  • Urlaubsfeeling beim Postkarten-Schreiben. ­čśÄ

Der Nachtrag vom Wochenende

Nun kann ich 5 Kreuze machen, denn das Bad ist auch fertig geschrubbt. Juchuh! Arbeitsreich war es also, das Wochenende, aber auch sehr sch├Ân. ­čÖé

Die guten Dinge von Freitag:

  • Lange und erholsam im Bett geblieben.
  • Eine Postkarte aus dem Urlaub von T. im Briefkasten.
  • Tanzen mit Herrn Grillenscheucher. Ich fand, wir waren ziemlich gut. Wir haben sogar ein bisschen was in der Samba gelernt, was nicht gerade unser Lieblingstanz ist. Und wir haben ein s├╝├čes Kompliment von einem anderen Tanzpaar aus dem Kurs bekommen: „Wenn wir euch zugucken, dann wissen wir, wof├╝r wir so viel ├╝ben.“. ­čÖé

Die guten Dinge von Samstag:

  • Der Himmel war zwar ordentlich zugezogen und grau, aber es blieb trocken und warm.
  • Herr Grillenscheucher und ich sind auf „Dat Uhlenfest“ – ein Stadtteilfest – gegangen. Anfangs fand ich es schrecklich voll dort, aber nach einer Weile hatten wir uns eingegroovt. Das Highlight f├╝r uns war nat├╝rlich der Marmeladen, der dort mit seinem Stand vertreten war. Mein letztes Glas Marmelade wird gerade gegessen und wir brauchten dringend Nachschub. Zudem hatte ich festgestellt, dass der Stand in diesem Jahr das letzte Mal in unserer N├Ąhe verkauft. Und so gab es ein fr├Âhliches Wiedersehen mit den beiden Inhabern und interessante Infos ├╝ber die derzeit extrem schlechte Ernte-Situation (Zwetschgen z.B. haben sie dieses Jahr nur 6 kg bekommen, w├Ąhrend es in den vergangenen Jahren immer 90 bis 100 kg waren. ­čś« ) W├Ąhrend wir uns durch die Marmeladen-Sorten probierten, kamen viele K├Ąufer, die auch Stammkunden sind. Das hat uns sehr gefreut, denn solange es so viele davon gibt, werden sie weiter ihre total leckere Marmelade produzieren. Wir sind ja quasi total versaut durch die beiden, denn andere Marmelade kriegen wir kaum noch durch den Hals. Einzige Alternative ist die selbst gemachte Marmelade von Herrn Grillenscheuchers Mama. Lange Rede – hier ist unsere Ausbeute:

  • Wie auf dem linken Foto zu sehen ist, habe ich auch Lavendel-S├Ąckchen und -├ľl erstanden. Bei einem ganz entz├╝ckenden Franzosen. Was habe ich mich gefreut, dass ich das ├ľl nicht schon vorher an einem ziemlich bl├Âden Gew├╝rzstand gekauft hatte! Dort war es n├Ąmlich erheblich teurer und au├čerdem bot der sehr seltsame Gew├╝rzmischungen an. Eine hie├č z.B. Alio Olio. Was f├╝r ein Quatsch!

Die guten Dinge von Sonntag:

  • Nee, eigentlich war das Putzen vom Bad kein gutes Ding. Ich habe wirklich keinen Bock mehr auf Putzlappen. Aber es musste ja trotzdem erledigt werden. Herr Grillenscheucher hat zum Gl├╝ck flei├čig geholfen. Und letztlich ist es ein gro├čes gutes Ding, dass meine Wohnung jetzt komplett renoviert, entr├╝mpelt und geschrubbt ist. Uffz!
  • Hinterher haben wir mit Champagner darauf angesto├čen. Ein wirklich w├╝rdiger Anlass f├╝r das gute Tr├Âpfchen.
  • Bolo mit Bavette.