Frühjahrsrückschnitt

Manche Pflanzen wollen im Frühjahr und nicht schon im Herbst zurück geschnitten werden. Ich habe mir für meine Pflanzen Listen für den jeweils erforderlichen Rückschnitt gemacht. Jetzt im Frühling waren Lavendel, Salbei und Ysop dran. Außerdem habe ich die Tannen- und Koniferenzweige von der Erde entfernt. Hoffentlich wird es warm genug ohne diesen Schutz. Die Topfumhüllungen habe ich belassen, denn es sind immer noch Temperaturen um den Gefrierpunkt angekündigt. Leider! 🙁

Der Lavendel sieht jetzt erstmal fast tot aus, aber das ist jedes Jahr nach dem Rückschnitt so. Vorher- und Nachherfoto:

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Der Ysop hat dafür gezeigt, wie toll er schon austreibt:

61_Ysop   65_Ysop

Von einigen weiteren Pflanzen gibt es auch Austreib-Erfolge zu vermelden. Die Pfingstrose, die Minze und der Oregano allen voran:

68_Pfingstrose 67_Minze 69_Oregano

Ich bin schon sehr gespannt, wie es dieses Jahr weiter geht.

Pfingstrosenblüte

Statt Reisebericht gibt es heute einen von meinem Balkon. Schließlich habe ich noch gar nicht erzählt, wie es den Balkonpflanzen während meiner Abwesenheit erging. Hm, ich würde mal sagen, es ging ihnen gut. Der liebe Nachbar ist seiner Gießkannen-Aufgabe fürsorglich nachgekommen. Dass es hierzulande offenbar ähnlich kühl war wie auf der Kreuzfahrt, dafür kann er ja nun so gar nichts. Als ich zurück kam, waren deshalb die Blüten der Pfingstrosen immer noch nicht weiter als vor meiner Abreise. Eigentlich nett, gell. Als hätten sie extra mit dem Blühen auf mich gewartet. 😉

Aber es hatte sich deshalb auch in einigen Töpfen und Kästen so gut wie gar nichts getan. Im Topf vom Kürbis und von der Zucchini war quasi Totentanz:

160_keine_Regung

Der dunkle Salat war auch eher unwillig, während der grüne immerhin anfing, zu sprießen:

162_dunkler_Salat 163_grüner_Salat

Der Kerbel kommt eifrig und am liebsten da, wo er gar nicht hin gehört. Das ist ja ein Lichtkeimer und seine Saat hat sich flugs überall hin verteilt. Also merken für’s nächste Jahr: Lichtkeimer erst drinnen und windstill kommen lassen!

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Basilikum und noch nicht mal die unverwüstlichen Tagetes wollen so richtig aus dem Quark kommen. Ich bin einigermaßen enttäuscht. Gestern habe ich, um neue Hoffnung zu schüren, den Kasten mit dem unbefriedigenden Salat neu mit frischen Saatbändern bestückt. Außerdem habe ich im Topf mit der Kürbis- und Zucchini-Saat gewühlt und festgestellt, dass kein einziger Saatkorn aufgegangen ist. Auch dort habe ich neu ausgesät – hoffentlich ist es noch nicht zu spät dafür!

Den mickrigen Schnittlauch habe ich mit einem Trick von Herrn Grillenscheucher ersetzt: Man pflanze einfach einen Supermarkt-Schnittlauch in einen Topf. Mal sehen, ob das bei mir so gut gelingt wie bei ihm.

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Aber es gab auch ein paar Pflanzen, die so richtig geschossen sind. Allen voran der Liebstöckel und die Minze. Die haben miteinander und mit der Pfingstrose schon um Platz gekämpft:

159_zu_eng

Inzwischen habe ich sie auseinander gerückt und es sieht so aus, als müsste ich das in naher Zukunft wiederholen. Irre, wie die wachsen!

Das allerbeste aber ist, dass die Pfingstrosenblüten jetzt langsam aufgehen. Eigentlich mag ich kein Pink auf meinem Balkon, aber dieses Pink liebe ich:

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Der Nachtrag vom Wochenende

Genesungs-Wochenende. So ganz langsam werde ich wieder normal. Die Wetterkapriolen hier sind allerdings weit von normal entfernt. Gestern hatten wir schwül-heiße 29° C, heute nur noch kühle 19° C. „Das hält doch keine Kuh aus!“, wie C. kürzlich so wunderbar formulierte. Aber zum Thema:

Die guten Dinge vom Freitag:

  • Endlich mal wieder Einkaufen auf dem Wochenmarkt. Lieblingsleckereien eingekauft. Und es gab noch Spargel! Juchuh!
  • Ich war fit genug, um mit Herrn Grillenscheucher und Olga den inzwischen sehr langen Einkaufszettel bei den Gebrüdern A. abzuarbeiten und nach Hause zu kutschieren.
  • Spaghetti Bolognese – nach all dem kulinarischen Tamtam auf der Kreuzfahrt tut so bodenständiges Essen wieder richtig gut.

Die guten Dinge vom Samstag:

  • Als sich die schwül-heiße Luft in einem Gewitter und Regen entlud. Auch wenn ich um meine prachtvollen Pfingstrosenblüten fürchtete – die frische Luft danach tat so gut.
  • Einen Kasten mit neuer Salatsaat besäht. Den mickrigen Schnittlauch entsorgt und ein Töpfchen einfach mit fertigem Schnittlauch aus dem Supermarkt bepflanzt. Die nicht keimen wollenden Saatkörner vom Kürbis und von der Zucchini aus ihrem Kübel gepuhlt und neue Saat gesät. Hoffen wir das Beste, lieber Leser…
  • Ein wunderbarer Abend mit Herrn Grillenscheucher und vielen Leckereien. Erdbeeren zum Vinho Verde, Wraps mit Spargel, Pilzen, Schweinefleisch und Estragon-Mayonnaise  als Vorspeise und schließlich Spargel polnisch mit leckersten Frühkartoffeln. Ein einziges Schwelgen!

Die guten Dinge von heute:

  • Nochmal genüsslich ausgeschlafen. Endlich auch nicht durch Hustenanfälle unterbrochen.
  • Ganz in Ruhe vor mich hin gepuzzelt und dies und das erledigt.
  • Ich fühle mich weitgehend genesen und denke, dass ich morgen schauen kann, was sich im Büro alles getan hat.  So langsam bin ich auch echt neugierig.

Schlafen

Ich glaube, ich habe schon ewig nicht mehr so viel geschlafen wie die letzten Tage. War ja auch die Anweisung des Arztes: viel schlafen und viel trinken. Das mit dem Schlafen krieg ich gut hin 😉 und es hilft.

  • Der Kleenex-Verbrauch ist stark zurück gegangen.
  • Der Genesungs-Spaziergang durfte heute etwas länger ausfallen und unterwegs habe ich Ersatz-Saat für die gekauft, die bislang so gut wie gar nicht aufgehen mag. Hoffentlich ist es noch nicht zu spät zum Aussähen!
  • Die Pfingstrosen fangen an, Knospe für Knospe aufzugehen. Als hätten sie nur darauf gewartet, dass ich wieder zu Hause bin.

Stillstand

Auf meinem Balkon sieht es gerade nach Stillstand aus. Insgesamt ist es immer noch zu kalt für die Jahreszeit – für die letzte Nacht war sogar Bodenfrost angekündigt. 😯 Heute gab’s dafür Sonnenschein pur mit warmen Temperaturen. Die Pflanzen wirken allesamt verwirrt und sehr zögerlich, was ich durchaus nachvollziehen kann.

Obwohl heute Pfingstsonntag ist, mag die Pfingstrose noch nicht blühen. Ihre Knospen sehen fast genauso aus wie beim letzten Foto vor 10 Tagen:

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Nur wenn man genau hinsieht, stellt man fest, das viel mehr Rosa zu sehen ist. Und so ist es wenigstens bei einigen anderen Pflanzen auch – es gibt minimale Entwicklungen. Die Minze bildet winzige Blütenknopsen:

150_Minze

Der Lorbeer bekommt frische, hellgrüne Blätter:

149_Lorbeer

Die Petersilie treibt aus – sogar regelmäßig:

148_Petersilie

Kerbel, Salat und Basilikum bemühen sich immerhin, aber sehr unregelmäßig:

153_Kerbel 154_Salat 155_Basilikum

Ganz zuverlässig und stetig wachsen die Wicken ihren Rankgittern entgegen, worüber ich mich total freue:

151_Wicken

Der Portulak-Salat sieht richtig schön frisch grün aus und schmeckt hervorragend auf Pellkartoffeln mit Sour Cream:

152_Portulak

Richtig stolz bin ich auf den Oregano, der sich seit seiner Teilung super entwickelt:

156_Oregano

Der Salbei ist auch eine Pracht geworden. Nach dem Winter schien er komplett verdörrt, aber nachdem ich ihn fast bis zum Boden zurückgeschnitten habe, hat ihn das Leben zurück:

158_Salbei

Es gibt also viele kleine Erfolgserlebnisse auf meinem Balkon, man muss sie nur wahrnehmen. Und es gibt viele hoffnungsvolle Anzeichen. Ich bin sehr gespannt, wie es aussehen wird, wenn ich aus dem Urlaub zurück bin.