Balkon-Blüte

Trotz all dem Regen blüht es auf meinem Balkon munter vor sich hin. Ich bin ein bisschen traurig, dass ich das fast nur von drinnen bestaunen kann. Gleichzeitig bin ich aber auch ganz schön stolz auf das üppige Wachstum da draußen. 🙂 Und deshalb gibt es jetzt auch endlich mal Fotos.

Blüten aus der Wiesenblumen-Saat. Ich finde es immer sehr spannend, welche Blümchen daraus entstehen.

Oregano und Minze:

Noch ohne Blüten, aber trotzdem hübsch. Die Sonnenblumen vom Saat-Set aus dem 1-€-Laden in ihrer Plastiktüte, durch die man das Wurzelwachstum bestaunen kann. Auch beim Basilikum daneben sieht man das deutlich. Ein paar von den Sonnenblumen habe ich pikiert und in einen eigenen Topf gesetzt, wo sie wachsen wie verrückt. Auch der Salat, den ich aus meinem ersten Aussaat-Versuch in diesem Jahr gerettet hab, fühlt sich sichtlich wohl in seinem kleinen Töpfchen.

Der Salat, den ich neu im Kasten ausgesät habe, kommt inzwischen auch sehr gut.

Dill und Tomaten:

Die Zitronen-Tagetes, die ich dieses Jahr das erste Mal gesät habe, riechen tatsächlich total lecker nach Zitrone und wachsen unglaublich üppig. Anfangs habe ich noch gedacht, dass ich die Saat zu unregelmäßig in den Kästen verteilt habe, denn es gab ein paar leere Flecken und ein paar Flecken mit sehr vielen Keimlingen. Während ich noch überlegte, ob ich sie manuell verteilen sollte, haben die Tagetes das schon selbst gelöst. 🙂

Zusammen mit dem Bohnenkraut bilden sie eine Art kleine Hecke in meiner linken äußeren Balkon-Ecke und somit den perfekten Sichtschutz zu dem kleinen Parkplatz, der unten ist und – wie es Parkplätze an sich haben – nicht sonderlich hübsch ist.

Wunderschön und leuchtend blau blüht der Ysop:

Und heute ganz frisch gibt es auch die erste Wicken-Blüte:

Alles in allem sieht es so aus als täte der viele Regen meinen Pflanzen richtig gut, nur mir nicht.

Der Nachtrag vom Wochenende

Schön war es und auch ein bisschen frühlingshaft. Nachts ist es zwar immer noch eisig so um den Gefrierpunkt, aber tagsüber wird es langsam. Die Bäume schlagen inzwischen aus – immer ein bisschen gefährlich da draußen. 😉

Die guten Dinge von Freitag:

  • Eine super interessante berufliche Veranstaltung darüber, wie man heute als Unternehmen für Bewerber interessant wird. Na, da haben wir aber einiges zu tun.
  • Die Jahresabrechnung für den Strom bringt mir eine Rückzahlung. Juchuh! Es lohnt sich tatsächlich, beim Kauf neuer Elektrogeräte auch auf deren Verbrauch zu achten.
  • Schade, dass wir bei Herrn Grillenscheucher Let’s Dance nicht empfangen können, aber dafür hatten wir einen sehr schönen gesprächigen Abend.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Der Fruchtcocktail von Mr. Clou auf dem Weg zu meiner Mama. Ich liebe die Dinger!
  • Nach vielen Monaten meinen Bruder endlich wieder gesehen (er war in Thailand). Das war richtig schön und wir haben so viel gelacht. Außerdem hat er eine neue Frisur, die wegen der neuen grauen Haare an George Clooney erinnert. 🙂
  • Der feine Nachmittag und Abend bei meiner Mama mit guten Nachrichten von ihrem Mann, der sich so lieb ausführlich mit D.s Krebserkrankung und ihren Medikamenten auseinander gesetzt hatte. Ich bin ganz erleichtert! Der Garten ist noch ein wenig winterlich unterwegs, aber der Ginster leuchtete in Gelb und die Perlhyazinthen in Blau.

02_Ginster 03_Perlhyazinthen 01_Ginster

  • Bonus: Auf dem Rückweg hatten Herr Grillenscheucher und ich keine Lust, auf den Bus zu warten. Stattdessen haben wir einen anderen genommen, der uns ungefähr die Hälfte der Strecke fuhr, und sind den Rest zu Fuß gegangen. Das tat ausgesprochen gut.

Die guten Dinge von heute:

  • Ausschlafen und gemütlich frühstücken.
  • Das am Freitag erstandene Nachthemd vom Kaffeeröster anprobiert und es passt glücklicherweise und ist ganz weich.

  • In der Sonne die Fortschritte der Pflanzen auf meinem Balkon bewundert. Liebstöckel und Minze wachsen wie verrückt. Da sind im Vergleich zu letzter Woche deutliche Fortschritte zu beobachten. Der Ysop grünt so grün seit seinem Rückschnitt. Der Jasmin verliert allmählich seine hübschen Blüten und bekommt dafür frische Blätter. Hach, ich freu mich!

80_Liebstöckel     81_Minze

82_Ysop     83_Jasmin

Frühjahrsrückschnitt

Manche Pflanzen wollen im Frühjahr und nicht schon im Herbst zurück geschnitten werden. Ich habe mir für meine Pflanzen Listen für den jeweils erforderlichen Rückschnitt gemacht. Jetzt im Frühling waren Lavendel, Salbei und Ysop dran. Außerdem habe ich die Tannen- und Koniferenzweige von der Erde entfernt. Hoffentlich wird es warm genug ohne diesen Schutz. Die Topfumhüllungen habe ich belassen, denn es sind immer noch Temperaturen um den Gefrierpunkt angekündigt. Leider! 🙁

Der Lavendel sieht jetzt erstmal fast tot aus, aber das ist jedes Jahr nach dem Rückschnitt so. Vorher- und Nachherfoto:

63_Lavendel       66_Lavendel

Der Ysop hat dafür gezeigt, wie toll er schon austreibt:

61_Ysop   65_Ysop

Von einigen weiteren Pflanzen gibt es auch Austreib-Erfolge zu vermelden. Die Pfingstrose, die Minze und der Oregano allen voran:

68_Pfingstrose 67_Minze 69_Oregano

Ich bin schon sehr gespannt, wie es dieses Jahr weiter geht.

Stillstand

Auf meinem Balkon sieht es gerade nach Stillstand aus. Insgesamt ist es immer noch zu kalt für die Jahreszeit – für die letzte Nacht war sogar Bodenfrost angekündigt. 😯 Heute gab’s dafür Sonnenschein pur mit warmen Temperaturen. Die Pflanzen wirken allesamt verwirrt und sehr zögerlich, was ich durchaus nachvollziehen kann.

Obwohl heute Pfingstsonntag ist, mag die Pfingstrose noch nicht blühen. Ihre Knospen sehen fast genauso aus wie beim letzten Foto vor 10 Tagen:

147_Pfingstrose_Knospe

Nur wenn man genau hinsieht, stellt man fest, das viel mehr Rosa zu sehen ist. Und so ist es wenigstens bei einigen anderen Pflanzen auch – es gibt minimale Entwicklungen. Die Minze bildet winzige Blütenknopsen:

150_Minze

Der Lorbeer bekommt frische, hellgrüne Blätter:

149_Lorbeer

Die Petersilie treibt aus – sogar regelmäßig:

148_Petersilie

Kerbel, Salat und Basilikum bemühen sich immerhin, aber sehr unregelmäßig:

153_Kerbel 154_Salat 155_Basilikum

Ganz zuverlässig und stetig wachsen die Wicken ihren Rankgittern entgegen, worüber ich mich total freue:

151_Wicken

Der Portulak-Salat sieht richtig schön frisch grün aus und schmeckt hervorragend auf Pellkartoffeln mit Sour Cream:

152_Portulak

Richtig stolz bin ich auf den Oregano, der sich seit seiner Teilung super entwickelt:

156_Oregano

Der Salbei ist auch eine Pracht geworden. Nach dem Winter schien er komplett verdörrt, aber nachdem ich ihn fast bis zum Boden zurückgeschnitten habe, hat ihn das Leben zurück:

158_Salbei

Es gibt also viele kleine Erfolgserlebnisse auf meinem Balkon, man muss sie nur wahrnehmen. Und es gibt viele hoffnungsvolle Anzeichen. Ich bin sehr gespannt, wie es aussehen wird, wenn ich aus dem Urlaub zurück bin.

Sichtschutz

Viele Balkone haben ein „durchsichtiges“ Balkongeländer. Nach meinem Eindruck ist das gerade der Trend, wenn ich neu sanierte Balkone sehe. Ist ja auch schön, weil man dadurch weiter gucken kann und sowohl der Wohnraum als auch der Balkon größer wirkt. Das vermittelt einfach Weite. Blöd daran ist nur, dass von außen jeder auf den Balkon gucken kann, wenn man gerade seine nackten Zehen darauf in der Sonne schaukelt. 😎 Auf meinem Balkon ist das problemlos, weil zwischen den Häusern dicht belaubte Bäume stehen (Im Winter sind sie natürlich kahl, aber da schaukel ich auch draußen keine Zehen.).

131_Balkongitter

Ja, da habe ich mal richtig Glück gehabt. Andere Balkone liegen nicht so geschützt und natürlich wünscht man sich dann Sichtschutz. Man kann das offene Balkongeländer mit einem Wind- und Sichtschutz bespannen:

Das macht vor allem dann Sinn, wenn der Wind überwiegend aus einer Richtung kommt und man gern auch mal windgeschützt auf dem Balkon sitzen möchte. Das habe ich bei mir an einer Seite auch gemacht. Aber wenn man das komplette Geländer so verkleidet, geht das schöne Gefühl von Weite verloren. Geht es nur um Sicht- und nicht um Windschutz, empfehle ich Pflanzen, die unkompliziert hoch und dicht genug wachsen. Klar bieten die auch einen gewissen Windschutz, aber für mein Gefühl nicht genug.

Als unkompliziert und hoch wachsend bewährt haben sich bei mir die Pfingstrose, Liebstöckel, Minze und Lorbeer. Alle sind mehrjährig und nur der Lorbeer braucht im Winter einen geschützten Platz.

Meine Pfingstrose ist nun schon höher als das Balkongeländer und hat 9 vielversprechende Blütenknospen:

127_Pfingstrose     130_Pfingstrosenblüte

Sie braucht sehr sandige Erde und hat am liebsten immer denselben Standort. Auch nach der Blüte bleibt das Blattwerk grün und üppig. Im Herbst verfärbt es sich in wunderschönen Rot-Braun-Tönen – eben wie Herbst. Ich liebe es, sie im Wechsel der Jahreszeiten zu beobachten.

Lorbeer, Liebstöckel und Minze sind noch nicht ganz so hoch gewachsen, aber sie holen täglich auf:

128_Lorbeer_Liebstöckel_Minze

Ganz rechts ist die Pfingstrose zu sehen; die anderen drei sind momentan also etwa halb so hoch. Aber noch ist es ja auch noch zu kalt, um draußen Zehen zu schaukeln, und ich denke, bis es dafür warm genug ist, sind sie auch hoch genug, um dafür genug Privatsphäre zu bieten.