Der Nachtrag vom Wochenende

Dieses Wochenende war ich faul, so richtig faul. Wie passend, dass es nichts gab, was unbedingt getan werden musste.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Die Frau im Radio begann die Nachrichten mit den Worten „Es ist 10 Uhr.“. ­čś» Zum Gl├╝ck best├Ątigten mir meine Wecker, dass es erst 7 Uhr war. Puh, ich habe nicht hoffnungslos verschlafen!
  • Die sch├Ânen Bl├╝ten meiner Pfingstrose.

  • Herr Grillenscheucher und ich haben eine schwierige Situation friedlich gemeistert.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Die Latte Macchiato, die mir Herr Grillenscheucher zum Aufwachen ans Bett servierte.
  • Faul sein d├╝rfen.
  • Ein langer, sch├Âner Abend mit Herrn Grillenscheucher, leckerem Essen und vielen Gespr├Ąchen.

Die guten Dinge von heute:

  • Die Kiwi auf meinem Balkon bl├╝ht. ­čÖé

  • Die erste Balkon-Erdbeere war reif und lecker.
  • Der Tag war eklig schw├╝l und klebrig. Jetzt regnet es und die Luft wird allm├Ąhlich wieder ertr├Ąglich.

Der Nachtrag vom Wochenende

Mir fehlen die Worte f├╝r all das Leid und Sterben am Ende der letzten Woche in Nizza und in der T├╝rkei. In den USA sind heute schon wieder wei├če Polizisten erschossen worden und bestimmt auch andersfarbige Menschen von Polizisten. Welch einen Hass m├╝ssen all diese M├Ârder mit sich rumtragen! Fast k├Ânnten sie einem Leid tun. Mein Mitgef├╝hl ist bei allen Opfern, ihren Angeh├Ârigen und Freunden.

Angesichts dessen ist es nahezu bizarr, dass die F├╝hrungsriege meiner Abteilung letzte Woche beschlossen hat, dass wir ab jetzt alle eine gro├če kuschelige Familie sind, fortan jeden gleichberechtigt behandeln und respektvoll miteinander umgehen. Das und jede Menge Binsenweisheiten haben sie in einem zweit├Ągigen (!!!) Workshop erarbeitet, von dem mein Vorturner am Freitag berichtete. Immer wieder erw├Ąhnte er den tollen Spirit der beiden Tage. ­čś» „Ich f├╝hle mich als m├╝sse ich ab sofort einem Guru folgen.“, so ungef├Ąhr war T.s Kommentar dazu. Dem kann ich mich nur anschlie├čen. Ich bin w├╝tend, entsetzt und traurig und das sozusagen im Quadrat – wegen der Abteilungsdinge und wegen der Morde ├╝berall.

Zum Gl├╝ck gab es gute Dinge am Wochenende. Der Nachtrag von Freitag:

  • Ich habe mich gewehrt und klar gemacht, dass ich die weitere Terminkoordination in einer Sache nicht nochmal ├╝bernehme. Der, der den Termin will und bereits zum zweiten Mal abgesagt hat, hat ein Sekretariat, das sich k├╝mmern kann. Und da es kein Projekttermin ist, geh├Ârt er nicht in mein Aufgabengebiet. Gleich mal der gro├čen kuscheligen Familie Grenzen gezeigt, jawoll. ­čĹ┐
  • Ein wohltuendes Auskotz-Gespr├Ąch mit N.
  • Herr Grillenscheucher und ich konnten wieder in die Tanzstunde gehen! Richtig sch├Ân war es. ­čÖé Hinterher gab es ein sehr beruhigendes Essen mit viel Sahne, Nudeln und s├╝├čen Erbsen.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Der spontane Beschluss, bei dem bl├Âden, grauen, kalten, regnerischen Wetter nirgendwohin zu gehen, sondern gem├╝tlich zu Hause zu bleiben.
  • Gefaulenzt und endlich die Fotos aus Porto fertig bearbeitet.
  • Ein langer sch├Âner Abend mit Herrn Grillenscheucher, der geduldig meinen Berufsfrust ertrug.

Die guten Dinge von heute:

  • Latte Macchiato mit ganz viel Milchschaum. Schon lustig, wie unterschiedlich die Schaumproduktion verschiedener Milchsorten ist. Da es keine Bio-Milch mehr gab, hatten wir die von B├Ąrenmarke gekauft und die macht so tollen Schaum.
  • Bl├Âd, dass ich etwas bei Herrn Grillenscheucher vergessen hab, aber er bringt es mir morgen vorbei. So lieb!
  • Nur noch 3 Wochen bis zur Auszeit! ­čśÄ